Neben der absoluten Bildkontrolle durch den Sucher und der Flexibilität durch die verschiedenen Objektive hatte ich mich an eine nicht vorhandene Auslöseverzögerung gewöhnt. Bei den meisten digitalen Kameras, die ich vor der EOS 20d in Händen hatte hat mich sowohl die Einschalt- als auch die Auslöseverzögerung von einem Kauf abgehalten.
Bei der EOS 20d jedoch ist die Kamera nach dem Einschalten sofort aufnahmebereit (auch beim Antippen des Auslösers aus dem Ruhemodus) und eine Auslöseverzögerung ist nicht spürbar.
Das Gehäuse macht einen sehr soliden Eindruck und liegt gut in der Hand. Im Gegensatz zur EOS 300d verfügt die 20d über ein Daumenrad, dass viele Einstellungen deutlich erleichtert.
Die 8 Megapixel des Sensors bieten eine hohe Reserve selbst für Vergrößerungen im Posterformat.
Ich fotografiere gerne auf Konzerten und meist in Innenräumen. Selbst bei Aufnahmen mit meiner EOS 20d und hoher Empfindlichkeit (800 bzw. 1600 ASA) gibt es kein Rauschen. Filme mit gleicher Empfindlichkeit zeigen deutlich mehr Körnigkeit.
Der eingebaute Blitz klappt höher als bei anderen Kameras aus, was die Gefahr von roten Augen minimiert. Er reicht für Aufnahmen im Nahbereich, z. B. auf Partys und Familienfeiern aus.
Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der analogen Fotografie ist der automatische oder manuelle Weissabgleich. So kann die Farbtemperatur in einem bestimmten Bereich frei gewählt und Farbstiche vermieden werden.
Auch bringt die EOS 20d einen Schwarzweiss-Modus mit verschiedenen Filter- und Tonungs-Methoden gleich mit.
Die EOS 20d bietet für Einsteiger Motivprogramme, wie z. B. Sport oder Portrait und für den Profi die Kreativprogramme mit Programm-, Blenden- und Zeitautomatik, sowie eine komplette manuelle Steuerung.
Die EOS 20d nutzt den Geschwindigkeitsvorteil, den moderne Compact-Flash Karten, z. B. vom Sandisk (Ultra II oder Extreme) bieten aus und beschreibt sie sehr schnell. Damit kann eine höhere Frequenz bei Serienaufnahmen erreicht werden. Außerdem wird der USB 2.0 Standard bereits unterstützt. Somit lassen sich die Bilder mit einem kompatiblen PC oder Notbook viel schneller aus der Kamera auslesen. Ich nutze jedoch meist einen externen Kartenleser, was den Kameraakku schont.
Auf eine 1 GB Compact-Flash Karte passen über 200 JPG-Bilder mit hoher Auflösung und über 350 JPG-Bilder mit mittlerer Auflösung. Auch der serienmäßige Akku reicht ohne dass der eingebaute Blitz der EOS 20d verwendet wird, locker für über 500 Aufnahmen.
Zu beachten ist jedoch, dass die EOS 20d wie die meisten digitalen Spiegelrefleskameras keinen Vollformatsensor hat, sondern einen kleinen CMOS-Sensor im APS-Format. Dadurch ergibt sich ein Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,6. D. h. aus meinem Standard-Zoom-Objektiv EF 28-135 mm IS/USM wird ein Tele-Zomm-Objektiv von 45-216 mm. Da ich aber gerne im leichten Telebereich z. B. bei Portraits fotografiere, kommt mir dieser Effekt sehr entgegen.
Ich würde statt des hier angebotenen Gehäuses auch das bei Amazon angebotene Set aus EOS 20d + EF-S 18-55 mm nehmen. Der Aufpreis für das Standard-Zoom-Objektiv ist nicht so hoch und falls doch mal eine Landschaft oder Sehenswürdigkeiten im Urlaub fotografieren möchte, habe ich ein leichtes Weitwinkelobjekt in Reserve.





















