Im "semiprofessionellen Sektor" würde ich die Fuji S3500 nicht sehen, aber für den anspruchsvollen Amateur scheint sie mir durchaus geeignet.
Die Größe und Form des Gehäuses ist wohl mehr für Damenhände gedacht, als für grobe Männerpratzen. Dennoch lässt sie sich ganz gut halten und ist auch sehr gut ausbalanciert. In dieser Preisklasse kann man wohl noch kein Metall erwarten, aber das Plastikgehäuse mit Matt-Alu-Anmutung ist gut verarbeitet und sieht auch nicht "billig" aus.
Die Bedienung ist nach einmaligem Studium der Betriebsanleitung einfach und intuitiv. Kein überflüssiger Schnickschnack, stattdessen übersichtlich gestaltete Menüs, deren Sinn und Zweck sofort klar ist. Besonders positiv ist, dass Standard-Akkus eingesetzt werden.
Aufgrund der hervorragenden Optik sind die Ergebnisse auch sehr überzeugend: Brillante Farben, gute Kontraste, und der Autofokus arbeitet schnell und präzise.
Einige Wermutstropfen zum Schluss: Die 3500S braucht sehr viel Licht. In geschlossenen Räumen reicht das Licht eigentlich nie wirklich aus und man muss den Blitz zuschalten, der allerdings gute Ergebnisse bringt. Leider besteht auch keine Möglichkeit, den Autofokus abzuschalten und die Schärfe manuell einzustellen, sodass z.B. Aufnahmen durch Glasscheiben hindurch meistens unscharf werden. Und schließlich: Die recht klobige Gehäuseform macht sie als ständigen Begleiter relativ ungeeignet, weil sie stets in einer Extra-Tasche mitgeführt werden muss.
Insgesamt also eine preiswerte Kamera für fast alle Einsatzbereiche, die dem Besitzer auf einfache Weise zu guten Bildern verhilft - aber nichts für die Hosentasche.