Die Coolpix 700 ist nicht nur robust, sie hatte auch in ihrer Mechanik und Elektronik noch keinen Ausfall oder Fehlfunktion, arbeitet also auch nach Jahren noch zuverlässig.
Mit der scheinbar geringen Auflösung von 2.1 MP konnte ich so manches Foto in sehr guter Qualität auf A3 ausdrucken, ihr würdet staunen. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir noch keine neue gekauft habe - die Auflösung reicht in den meisten Fällen völlig aus.
Zu bemängeln wäre im Vergleich zu den neueren Modellen, die bereits alles viel besser können, erst einmal die Optik. Es tritt leider bei dieser kleinen Linse die Ranverzerrung sichtbar auf, deshalb absolut unbrauchbar für Profis, ausreichend aber für Leute wie mich, die Urlaubsbilder und gelegentliche Fotos für die Homepage knipsen.
Weiters zu bemängeln ist der zu starke hell/dunkel-Kontrast, meine schwarze Katze zB. kann ich mit dieser Kamera nur bei direktem Sonnenlicht fotografieren, sonst siht man nämlich nur einen schwarzen Klecks mit Augen auf dem Bild.
Drittens ist der fehlende optische Zoom ein Manko, das einen doch öfter stört.
Viertens sind Makroaufnahmen nur bis zu einem Mindestabstand von 9 cm möglich. Da ich öfter Details aus Computerbestandteilen für Artikel knipse, komme ich hier schnell an die Grenzen der Makro-Funktion.
Fünftens sind Nachtaufnahmen mit diesem Gerät eine Quälerei, besonders wenn man zB. ein Feuerwerk fotografieren möchte. Da sollte man sich die Reihenfolge der zu bedienenden Knöpfe vorher einprägen oder eine Taschenlampe einpacken, um mit den Einstellungen bei Nacht erfolgreich zu fotografieren, der Autofocus ist leider auch nicht wirklich bei schlechtem Licht zu gebrauchen.
Insgesamt ist die Coolpix leicht zu bedienen und bietet viele Einstellungen, die jedoch aufgrund der mittelmässigen Bildqualität eher ungenutzt bleiben.
Zubehör: Es gibt auch einen 2xTelevorsatz optional erhältlich, der jedoch bei diesem Modell völlig unbrauchbar erscheint, da die Kamera hier nämlich zusätzlich in den digitalen Vergrösserungsmodus geschalten werden muss, damit der Adapterring im Bild nicht sichtbar wird, hier verliert man aber so viel an der ohnedies nicht aufregenden Auflösung, dass die Bilder kaum noch herzeigbar werden - ein Scherzartikel, der nicht billig ist.
Damals war die Kamera guter Durchschnitt, heute würde sich wohl niemand mehr damit zufrieden geben (weil selbst billige Digitalkameras heute bessere Bilder machen), selbst als Gebrauchtware ist sie nur schlecht zu verkaufen, deshalb werde ich sie wohl weiterhin behalten und auf eine digitale SLR sparen.





