Schneller Edelmini
Die Nikon 7900 ist eine Kamera, die schnell focussierte und auslöst und sich vor allem nach Blitzphasen schnell erholt. Sie kann dies dank eines schnellen Prozessors und eines Lithium-Ionen-Akkus (EN-EL5) in Sekundenbruchteilen, sodass Fotos im wahrsten Sinne des Wortes „geschossen" werden können. Wer den Isowert manuell auf 400 stellt und die automatische Rauschunterdrückung einstellt, kann in der Dämmerung ohne Blitz sehr scharfe und farblich satte Aufnahmen machen. Das Grizzeln ist hier auf ein Minimum reduziert. Die 7900 nimmt bei Dämmerung mehr Farbe auf, als das menschliche Auge sehen kann (ich habe das in dunklen Räumen ausprobiert). Die neue D-Lighting-Funktion verbessert zudem die dunklen Partien. Genial sind die 4 Autofocus-Einstellungen, darunter ein Präzsionsautofucus, der manuell in 99 Positionen bewegt werden kann (ganz wichtig, wenn man auf ein bestimmtes Detail im Bild scharf stellen will). Schade nur, dass man die Entfernung nicht manuell einstellen kann. Genial sind die Belichtungsreihen, die man mit kleinerer oder größerer Blende und auch mit unterschiedlichem Weißabgleich machen kann. Dies war bisher nur Profikameras vorbehalten. Wer gern Serienaufnahmen schießt, kann das mit der 7900 problemlos tun. Die Kamera nimmt 29 Aufnahmen in Folge auf (mit einer Geschwindigkeit von 1,7 Bildern pro Sekunde)! Die 7 Millionen Pixel treffen auf einen großen 1,8-Zoll-CCD-Sensor, der für brillante Bildschärfe und natürliche Farben sorgt. Bei der Optik überzeugen die ED-Linsen (7 Linsen in 6 Grupppen). Neben den 21 Motivassistenten, die intuitiv verständlich sind und die wichtigsten Situationen beim Fotografieren abdecken, liegt als Software kostenlos der PanoramaMaker 3.0 von ArcSoft bei, mit dem man 360-Grad-Ansichten erzeugen und besonders breite oder hohe Fotos erzeugen kann. Das Display ist mit 2 Zoll endlich groß genug. Die 115000 Bildpunkte geben ein scharfes Bild ab, mit dem man schon in der Kamera die Qualität (vor allem Schärfe) der Bilder beurteilen kann. Kurzum: die 7900 ist eine Zauberkiste (in edlem Metallgehäuse), die zudem gut in der Hand liegt und als Einhandkamera benutzt werden kann. Mankos: der zu kleine Sucher, der nur ca. 70% des tatsächlich aufgenommen Bildes anzeigt, das Programmautomatik-Wählrad auf der Kameraoberseite (es wirkt etwas wacklig und weniger solide als bei der 3200), die fragile Abdeckung für die USB-Verbindung zum PC und der Autofocus, der bei ungünstigen Lichtverhältnissen manchmal nicht greift (am besten sind die Ergebnisse bei gewählter Matrixmessung). Trotzdem 5 Sterne, weil es eben eine Ultrakompakt-Kamera ist und keine digitale SLR mit viermal so großen Ausmaßen.
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