Habe mehr erwartet
Ausgehend von gefundenen Bildern im Web war ich mir ganz sicher eine noch bessere Kamera zu finden als meine Praktica DPIX 530Z. Leider wurde ich enttäuscht. Zwar ist das Rauschen selbst im Automatikbetrieb deutlich niedriger als bei der DPIX, bei der man dann im Menü immer auf ISO 80 gehen muß - was nicht gespeichert wird, aber dafür sind die Bilder unschärfer. Auch hatte ich mir viel von der D-Lighting-Funktion erhofft, die zwar auch gut funktioniert, aber damit kommen dann letztendlich solche Bilder bei raus als ob ich mit der Praktica fotografiert hätte. Zudem sind die gespeicherten Bilder genau doppelt so groß, woraus sich ergibt daß man eine mindestens doppelt so große Speicherkarte haben muß. Das schöne große Display stellt sich zwar bei nichtgebrauch schnell auf halbe Helligkeit, trotzdem reichten die Akkus nur bis Bild 100 als die "Akku-schwach" Anzeige erschien. Zum Vergleich: mit der Praktica schafft man im günstigen Fall 1000 Bilder mit genau den gleichen Akkus! Dann noch der Film: die Qualität geht so, läuft auch ruckelfrei, ist aber mit dem stärksten Nebengeräusch unterlegt, den ich je bei einer Kompaktkamera hörte. Frustriert wurde ich auch dadurch, daß die Cam vom PC nicht als Laufwerk erkannt wurde, wozu man sicher erst Treiber installieren muß :-(
+ Super Material und Verarbeitung
+ getrennte Fächer für Speicherkarte und Batterien
+ SD-Karten verwendbar
+ AA-Akkus verwendbar
+ schnelle Schußbereitschaft
+ Einstellungen bleiben sämtlichst nach dem Ausschalten erhalten (bei anderen oft nur die Grundeinstellungen)
+ D-Lighting-Funktion zum Anheben dunkler Bilder/Bereiche
+ relativ gute Bilder mit extrem wenig Rauschen
+ viele brauchbare Modis (Nacht/Sonnenuntergang/Dämmerung/und und und...)
- kurze Akkulaufzeit
- außer Einschalten zu langsam, besonders die Bildverarbeitung
- Display zu geringe Auflösung
- Bilder nicht wirklich scharf
- Film mit starkem Nebengeräusch
- immer überall Abfrage Ja/Nein in einen Reiter weiter klicken und bestätigen (sogar für Macro)
- bei schlechtem Licht oder im Zimmer muß man viel probieren/ einstellen/ Modis wählen um das Beste rauszuholen. (bei DPIX einfach Nacht und wird immer gut und scharf)
Preis/Leistung eigentlich 3,5 Sterne. Da sie aber doch mehr bietet als manch andere Kamera in der Preislage zwischen 100,- und 150,-Euro habe ich aufgerundet.
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Gute Einsteiger-Kamera zum günstigen Preis
Wir haben die Nikon L11 jetzt seit 6 Wochen und schon ca. 600 Fotos damit gemacht. Also, gravierende Schwachpunkte habe ich bis jetzt noch nicht ausgemacht. Dass es sich bei der L11 um eine Einsteigerkamera handelt, dürfte wohl bei dem günstigen Preis jedem klar sein. Manuelle Eingriffmöglichkeiten in die diversen Automatiken gibts daher eigentlich nur sehr wenige. Auch ist die Auslöseverzögerung ein wenig zu langsam, das können die Powershots von Canon zweifellos besser. Schade ist auch, dass der Fokus sich immer nur auf die Bildmitte konzentriert, auch hier haben meines Erachtens die Canon-Kameras die Nase vorn. Sehr angenehm ist aber die einfache und klare Bedienung, zahlreiche Presets (Nacht, Portrait, Sport etc.) unterstützen den Anfänger und auch die integrierten Hilfetexte sind ganz nützlich.
Sehr schön ist der sog. "Portrait-Autofocus" - die Kamera erkennt in diesem Modus tatsächlich sehr sicher Gesichter, fokussiert darauf und stimmt die Belichtung (Blitz) darauf ab. Sogar eine "Rote-Augen-Korrektur" werkelt dabei sehr erfolgreich an den Bildern rum.
Fazit: gute Kamera, einfach zu Bedienen, günstiger Preis - also Kaufempfehlung! Einen Abzug gibt's für das fehlende Ladegerät und dass weder Tasche noch SD-Karte dabei ist!
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