Ich nutze schon sehr erfolgreich die Panasonic Lumix FZ10 seit Febr. '04, deren Super-12x-Zoomobjektiv von Leica mit durchgehender Lichtstärke 2,8 naturgemäß bzgl. Nahaufnahmen und bei den Extrembrennweiten in Sachen Farbaberration, Verzeichnung und Rauschen - sagen wir mal wohlwollend - seine Grenzen hat, aber durch seinen ganz hervorragend wirksamen Stabilisator dies alles mehr als wettmacht (auch im Vergleich mit früheren Erfahrungen mit einem IS-Objektiv von Canon an einer analogen SLR). Dies Gerät ist DIE Unterwegskamera trotz nur 4MP mit sehr hoch aufgelösten und farbgenauen Aufnahmen!
Die Olympus C7070 - wie mehrfach schon in Fachzeitschriften beschrieben - mag zwar mit ihren zahlreichen Kurven und Buckeln wie eine geglättete Warzenknolle anmuten, sie ist unwidersprochen ergonomisch und gut zu bedienen, der Schwenkmonitor natürlich sehr praktisch. Mit ihrem 4fach-Zoom ab 27mm equ. leistet sie wohl auch das auf Urlaubsreisen Erforderliche. Ich habe sie aber nur speziell für zweierlei Arten von Repros gekauft:
1. Ich will Bilder bis zu einer Seitenlänge von ca. 2m bestmöglich mit Normalverbraucher-Speichermengen aufnehmen, die auch noch Bleistiftlinien bis in die Ecken zeigen. Dafür ist die C7070 nach ersten Proben sehr gut geeignet: farbgenau, rauscharm, geringe Verzeichnung nur bei WW.
2. Auf eine Empfehlung von Colorfoto, Heft 6/2005, S.40, werde ich eine große Anzahl alter Dias nun nicht zu scannen versuchen, sondern abfotografieren, was sehr viel einfacher als dort beschrieben auch ohne Projektor und Diffusorscheibe funktioniert: Eine gleichmäßig, z. B. von Tageslicht beleuchtete glatte weiße Fläche in vielleicht 30cm Abstand vom Dia genügt vollkommen. Dazu braucht man nur einen Diahalter und im erforderlichen Abstand von seiner Mittel-Querachse (Lot im Mittelpunkt) die Kamerabefestigung etwa mittels Stativgewinde durch ein Auflagebrett im richtigen Abstand für den Super-Macro-Modus der C7070, bei dem sich nicht zoomen läßt, das sind ungefähr 5cm von dem in diesem Modus ausgefahrenen Objektivtubus für knapp formatfüllendes Kleinbild. Bastler vor! Das Dia ist ein wenig gegen Umgebungs-Streulicht abzuschirmen. Die ersten Ergebnisse waren phantastisch scharf bis in die Ecken und minimal kissenförmig verzeichnet (ca. 0,2 mm auf 36 mm der Längsseite des KB): korrigierbar in Photoshop oder tolerierbar. Ob die kleinste oder eine mittlere Blende des Olympus-Objektivs die Ergebnisse optimiert, weiß ich noch nicht. Immerhin das ermöglicht dieses Kraftpaket von Kamera auch! Wer die Zeit für einen guten Dia-Scan kennt, wird hier nicht zögern.
Ich bekam einen großen Schreck, als ich gestern bei der Bildwiedergabe auf dem Kamera-Monitor kurz nach dem Laden des Akkus knallrotes Blinken auf dem Bild sah. Ich lud den Akku noch einmal, grüne LED am Ladegerät. Erneuter Versuch: Jetzt nahm ich auch leuchtend blaue Flächen zu den roten im Bild blinkend wahr, da ging mir gewissermaßen ein Licht auf: Diese nach wenigen Sekunden auftauchende Anzeige füllt die überbelichteten Bildstellen rot und die unterbelichteten blau. Ich suche noch in der 222seitigen Gebrauchsanweisung nach der Beschreibung dieses Features und seiner möglichen Ausschaltung...
Den aktuellen Preis von € 489,- finde ich akzeptabel für diese Riesen-Mini-Bildermaschine.





















