Ich kennen nun sehr viele Digitalkameras in und auswendig, u.a. die Canon 300D und die Powershot Pro1. Dennoch habe ich mich auf Dauer für die Olympus 8080 entschieden. Das hat handfeste Gründe.
Die scheinbaren Schwächen der 8080 sind ihre Stärken. Was zuerst paradox klingt erweist sich bei genauerem Hinsehen als durchaus logisch. Als einzige der 8MP-Klasse hat die 8080 nur ein 5x-Zoom. Alle anderen zwischen 7 und 8 fach. Dafür bietet die Olympus eine optische Qualität, die ihresgleichen sucht. Um beispielsweise bei Tageslicht ähnlich gute Landschaftsaufnahmen mit einer 300D zu erzielen benötigt man ein 17-40 L Zoom. Das alleine kostet schon rund 800 Euro. Folglich erreichte die 8080 in allen wesentlichen Tests Bestnoten! Sie ist auch vor der doppelt so teuren Leica/Panasonic anzusiedeln - auch was das Bildrauschen anbetrifft.
Deswegen habe ich auch oben von Tageslicht gesprochen. Natürlich haben alle digitalen Spiegelreflexkameras ein besseres Rauschverhalten. Dies wird aber erst bei höheren ISO-Werten bzw. wenig Licht auffallend. Wer schwerpunktmäßig Sportaufnahmen macht oder bei Konzerten fotografieren möchte ist mit einer DSLR besser beraten, muss dann aber auch inklusive der notwendigen Optik den zwei bis dreifachen Anschaffungspreis einer 8080 veranschlagen.
Die technischen Daten sind bekannt und können hier bei Amazon oder den Herstellerseiten nachgelesen werden.
Noch einige persönliche subjektive Anmerkungen.
Was mir an der 8080 gefällt:
• Optik
• Verarbeitung
• Preis-/Leistungsverhältnis
• Manuelle Einstellunsgmöglichkeiten
• Haptik
• Geschwindigkeit
• Schwenkdisplay
• Akkulaufzeit
Was man noch verbessern könnte:
• Schenkdisplay mit drei Freiheitsgraden
• RAW-Datenverarbeitung
• Zoomring statt Hebel
• Zweites Display für Settings
Für ganz wichtig erachte ich auch noch die Option fast alles an der Kamera als eigene Settings zu speichern und die Bedienelemente teilweise frei belegen zu können. Das hat in diesem Umfang keine andere Kamera. So kann man ein Setting für Macros, für Konzerte usw. abspeichern.
Warum ich fünf Sterne gebe? Meiner Meinung nach stellt die 8080 den besten Kompromiss aus dem Sony 8MP-Wandler und der Optik dar. Die anderen Kameras dieser Klasse haben allen mehr oder weniger große Nachteile. Die Konica-Minolta ist zwar exzellent zu bedienen, hat aber nur eine Bildqualität die im Mittelfeld der 5MP-Kameras liegt, die Sony 828 plagen starke Farbsäume an kontrastreichen Kanten, was die Bildqualität ebenfalls stark schmälert. Die Canon Powershot Pro1 vignettiert sehr stark, das Display friert beim Scharfstellen recht lange ein, im Objektiv sammelt sich Staub, da es nur mangelhaft abgedichtet ist und sie braucht unverhältnismäßig lange zum fokussieren.
Aber um es klar zu sagen: die anderen 8MP-Kameras sind auf hohem Niveau „schlecht" ;-)
Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Kamera seinen Ansprüchen am ehesten gerecht wird.
Zur Olympus gibt es umfangreiches Zubehör wie Weitwinkel- und Telekonverter, Blitzgeräte, Fernbedienung (eine einfache liegt der Kamera bereits bei) und vieles andere. Vor allem sei erwähnt, dass die 8080 auch mit Fremdblitzen perfekt zusammenarbeitet (u.a. Metz)