Das Auffälligste an den technischen Daten ist das horizontal und vertikal schwenkbare 2"Display. Fünf Millionen Pixel, 3-fach und
5-fach digitaler Zoom sind ja mittlerweile Standard.
Leider kann die V50 im Automodus, wie wohl viele andere Digitalkameras auch, keine Glanzleistungen vollbringen. Die Bilder sind zwar sehr scharf und zeigen auch viele Details, haben aber leider einen Blaustich und sind zum Teil etwas dunkel. Diese beiden Schwächen lassen sich zwar mit jedem halbwegs vernünftigen Bildbearbeitungsprogramm auf ein Minimum reduzieren, müssen aber für diesen, wenn auch vergleichbar günstigen Preis, nicht sein.
Wahre Stärke zeigt die Kamera jedoch im manuellen Modus:
Dort lassen sich in wenigen Sekunden, ohne das Menü aufzurufen,
die Belichtung korrigieren, der Weißabgleich anpassen (bewölkt, Tageslicht, etc...), die ISO-Empfindlichkeit, die Schärfe, die Belichtungszeit (1/2000s-15s!) und die Blendenpriorität einstellen, sowie die Farben (Rot, Grün, Gelb) verändern, so dass nach etwas probieren auch der Blaustich der Kamera verschwindet. Durch diese vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten
leistet sich die Digimax bei der Bildqualität kaum noch Schwächen und hält die Bilder mit guter bis sehr guter Qualität fest.
Was sonst aufgefallen ist:
- Die Kamera bietet wie üblich zahlreiche Voreinstellungen,
(für Landschaftsaufnahmen, Bilder bei Gegenlicht oder Sonnenuntergang, etc...) mit denen auch vergleichbar gute Bilder
entstehen.
- Leider werden Blitzlichtaufnahmen vor allem in Räumen mit teilweise starkem Rotstich aufgenommen.
- Die Bildqualität im Makromodus war hingegen sehr gut. Eine Briefmarke lässt sich z.B. fast bildfüllend und in sehr guter Qualität einfangen. Ferner bleiben die Bilder bis zum Abstand von etwa 4cm absolut scharf.
- Die Videoqualität geht so einigermaßen, ist halt digitalkameraüblich sehr grobkörnig und leicht unscharf.
- Der Ton klingt bei Sprachnotizen und Videosequenzen wie erwartet sehr dumpf.
- Die Auslöseverzögerung ist mit über einer Sekunde deutlich zu langsam. Die Konkurrenz ist zum Teil 3mal schneller. Einschalten lässt sich die Kamera jedoch ziemlich schnell und auch das Abspeichern der Bilder geht recht zügig von statten.
- Die Verarbeitung der Anschlussabdeckung ist billig und unstabil. Ein einziges Stück Gummi hält diese. Sie leiert bei mir schon etwas; ich bin gespannt wie lang sie noch hält. Ansonsten ist die Verarbeitung tadellos, alle Knöpfe und Hebel lassen sich präzise bedienen und festigen den professionellen Gesamteindruck.
Weiteres zu Ausstattung und Zubehör:
- Was besonders zu erwähnen ist, ist die Möglichkeit, zeitgleich
sowohl Memorysticks Pro, als auch die günstigeren SD-Cards zu verwenden. So besteht die Option, parallel auf beide Medien aufzuzeichnen oder später die Daten von dem einen auf das andere Medium zu kopieren.
- Weiter beherrscht die Samsung den PictBridge Standart. Wer einen geeigneten Drucker sein eigen nennt oder keinen PC hat und trotzdem die Vorzüge der digitalen Photographie nutzen möchte kann so ohne Computer direkt seine Bilder drucken.
- Der mitgelieferte Li-ion-Akku hält etwa 400 Aufnahmen durch; ist zwar recht viel, aber bestenfalls Durchschnitt. Alternativ dazu lassen sich auch handelsübliche Mignonakkus verwenden.
- Das weitere Zubehör besteht aus Ladegerät, 32MB SD-Card und einer Trageschlaufe. Vermisst habe ich ein Netzgerät - der Akku
muss zum Laden aus der Kamera genommen werden. So ein Netzteil fehlt aber auch bei vielen anderen Herstellern.
- Für diejenigen, denen der Zoombereich zu klein ist, spendiert Samsung für ca.150€ ein Set aus Weitwinkel und Teleobjektiv.
FAZIT:
Wer wie ich hauptsächlich im manuellen Modus photographiert und bereit ist ein wenig zu probieren, bis die Photos optimal werden
(besser als bei vielen Digitalkameras, und vor allem in dieser Preisklasse), bekommt ein gutes Produkt zu einem fairen Preis, das leicht zu bedienen ist, gute Photos schießt und an Ausstattung in seiner Klasse Vergleiche sucht.
Wegen der aufgezählten Mängel gibt's für die Digimax V50 von mir aber nur vier Sterne.






