Die Wertigkeit der Kamera spricht für sich und kommt im edlen schwarzen Aluminiumgehäuse daher (Werterhalt). Man erhält eine ultra kompakte Kamera die es mit einer Spiegelreflexkamera aufnehmen könnte. Nur ist die Sony DSC P150 um ein vielfaches handlicher und überall mitzunehmen. Es gibt zahlreiches Zubehör, das auch den fortgeschrittenen Fotografen sehr erfreuen wird (Wasserdichtes Case für Unterwasseraufnahmen, Remoteauslöser für stärkeren Blitz, und viele andere Gimmicks).
Über die Qualität brauche ich mich nicht weiter auslassen, denn die ist hervorragend. Sehr schnelle Einschaltverzögerung, schnelle Auslöseverzögerung machen die Kamera zur idealen Schnappschußkamera.
Es gilt: Sehen-Einschalten-Foto.
Es klappt tatsächlich! Selbst im fahrenden Auto habe ich einige Straßenszenen aufnehmen können die ich kurz vorher gesehen habe. (Selbstverstädnlich bin ich nicht selber gefahren)
Selbst hochauflösende Bilder werden schnell gespeichert. Die Menüführung ist sehr gut, das Display leuchtet schon im normalen Modus sehr hell, so dass man bei Tageslicht eine "Über-Kopf-Aufnahme" machen kann und das Bild im Display noch gut sichtbar ist.
Wo viel Licht ist, ist leider auch Schatten:
Ärgernis 1: Die mitgelieferte Software ist nur sehr unzureichend und eignet sich eigentlich nur zum Laden der Bilder auf den PC, man sollte den Kauf einer anderen geeigneten Software in Erwägung ziehen, die allerdings an die 50 Euro kosten kann (je nach Anspruch), es gibt aber auch genug Freeware die man umsonst herunterladen und benutzen darf;
Ärgernis 2: Das Blitzlicht: Es eignet sich eigentlich nur zum aufhellen, es leuchtet die Szenerie bei einer Weitwinkelaufnahme (Innen) nur schlecht aus, es sind dunkle Ecken auf dem Foto sichtbar.
Über den mitgelieferten Memorystick von 32 MB lässt sich streiten, im Vergleich heben sich andere Kameras nicht von dem Ausstattungsmangel ab. Ich empfehle eine Speichererweiterung.
Das Carl Zeiss Vario Tessar Objektiv verdient seinen Namen, denn die Bildhelligkeit ist selbst bei Weitwinkel- oder Teleaufnahmen sehr gleichmäßig, das bedeutet, wenn man nicht gerade den Blitz (bei Innenaufnahmen in dunkler Umgebung) benötigt, weist das aufgenommene Bild keinerlei dunkle Ecken auf.
Die Aufnahmemodi:
Kamerasymbol: Automatikprogramm (Vollautomatik, man braucht nur noch das Knöpfchen drücken)
P: automatikunterstützte manuelle Bildkorrekturen/Einstellungen
M: Manuell, keine Angst, man braucht nicht zum Belichtungsmesser greifen, die Kamera schlägt eine Einstellung vor, die man nach Lust und Laune ändern kann, allerdings war es das auch schon an Automatik. Vorteilhaft für Langzeitbelichtungen bis max. 30 Sekunden um eine Abend- oder Nachtszene zu erfassen
SCN: Szenenwahl: Standardszenen, aber auch: Schnee (wichtig für den Weißabgleich), Strand (um das Blau des Wassers besonders hervorzuheben), Feuerwerk, Kerzenschein, Kunstlicht, Portrait, Bergsymbol (für Motive die in der Ferne liegen, dies eignet sich sehr gut wenn man hinter einer Glasscheibe oder Zaun heraus fotografiert und das Motiv weiter als 7 Meter entfernt ist)
Filmstreifensymbol: für Aufnahmen von Videoclips mit Ton
Ansichtsmodus: Bilder anschauen und zoomen
Setup: Grundeinstellungen der Kamera
Interessant ist auch noch "Multiburst", d. heißt man kann bis zu 16 Bilder in sehr schneller Folge machen, theoretisch kann man den Moment festhalten in der z. B. eine Nadel einen Luftballon zum Platzen bringt. Mit den normalen Aufnahmemodi schier unmöglich, egal mit welcher Fotokamera. Leider lässt im Multiburstmodus auch die Bildqualität sehr stark nach, aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn man DAS Bild geschossen hat.
Fazit:
Sehr gute Qualität (Verarbeitung, Umsetzung des Kamerakonzepts, Wertigkeit), sehr gute Menüführung und gute Einstellmöglichkeiten, äusserst schnelle Aufnahmen möglich. Negativ anzumerken ist im Wesentlichen die mitgelieferte Software. Die Kamera ist mein Kauftipp, denn man bekommt für das Geld ausgereifte und bewährte Technik, die schnell und einfach zu bedienen ist. 4 Sterne





















