DIGIDEEP Rotmeer Expedition 2006 - Trip Bericht
Unsere heutigen Tauchplätze:
03: Tauchgang#1 Shark Yolanda Reef
04: Tauchgang#2 Small Crack
05: Tauchgang#3 Small Crack
Spruch des Tages: “Du planst, Du testest, Du scheiterst,… aber trotzdem kannst Du das Gewinnerfoto auf diesem Tauchgang schießen”. Ich rede nicht über geflutete Kameras, falls Du das vermutet hast. Allerdings musste ich später herausfinden, das es teilweise zu traf*. Ich nahm meine Canon 350D mit den zwei Ike DS-125 und das Weitwinkel für diesen Tauchgang. Der Plan war, einige Taucher vor einer Fisch-Schule zu fotografieren, genau wie letztes Jahr.
Es war sehr frustrierend, als ich kurze Zeit später feststellte, dass einer meiner Blitze nicht feuerte, im Süßwasser-Behälter hatte er noch funktioniert. Ich hatte mit diesem Tauchgang schon abgeschlossen, als mir die Idee kam, es einfach so hinzunehmen und dafür die Silhouetten der Taucher zu fotografieren. Also schaltete ich die Blitze ab, wechselte in der Kamera vom Manuellen- zum Programm-Modus und stellte die Belichtungskorrektur (+/- EV) auf einen Wert von -1. Ohne diesen missglückten Start des Tauchgangs würdest Du nicht das heutige Anfangsbild sehen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Die ganze Geschichte veranschaulicht gut, das Du niemals aufgeben sollst Fotos zu machen und mach das Beste aus dem, was Du hast.
Es ist immer der Fotograf, der die Fotos macht und nicht die Kamera. Sie ist nur das Werkzeug und auch eine defekte Kamera kann noch ein Gewinner-Bild machen. Aber nun die ganze Geschichte über mein technisches Problem: Der Blitzanschluss war nass geworden, infolge eines kaputten Ikelite-Kabels. Nichts ernstes, aber ein umgebautes Ikelite-Kabel hat einen O-Ring auf der Nikonos-Seite. Man sollte daran immer denken, was ich offensichtlich nicht tat. Falls Dein Gehäuse ein abgedichteten Blitz-Anschluss hat – so wie meins – kann Wasser in den Blitz-Anschluss kommen, aber das ist in der Regel kein großes Problem. Es löst sich normalerweise nach dem Tauchgang.
Einer meiner Lieblings-Tauchplätze für gutes Lich und Filter-Fotografie ist “Small Crack”. Aber ich muss zugeben, dass ich da noch nie bei solch schwierigen Verhältnissen getaucht bin. Der starke Wind kam vom Norden, wirbelte im Wasser und drehte in 2 Passagen in zwei Milchstraßen. Ich habe nur schwer mit dem Fotografieren anfangen können und fand nur wenige Weitwinkel-Bereiche auf diesem Tauchgang. Aber ich denke, das eine Szene Dir alles zurückzahlen kann und Du bist mit einem einzigartigen Foto glücklicher, als mit 20 guten, die Du auch auf einem beliebig anderen Tauchgang gemacht haben kannst.
Der Tag endete mit der ersten Session des Aussortierens und Archivieren der eigenen Bilder. Da sich die Anzahl der gemachten Fotos von Tag zu Tag erhöht, ist es unerlässlich, organisiert zu bleiben. Ein ruhiger Standort des Bootes, hinter einer schmalen Passage, machte es möglich, sich auf die Arbeit am Laptop nach dem Abendessen zu konzentrieren.
Danke Jörg,
solche Kommentare motivieren mich auch dieses Jahr wieder einen Reisebericht für DIGIDEEP zu schreiben.










