Damm TheBox HDV Testbericht mit Sony HDR HC1
Das neueste Gehäusesystem aus dem Hause Damm-Aquaspace, ist das TheBox HDV Gehäuse, dass wir bei den Aufnahmen zum neuen James & Mac Basisfilm nutzen konnten. Erstmals erlaubt uns diese Gehäuse die Verwendung der hochmodernen SONY HDR HC1 Videokamera unterwasser. Damit ist es nun möglich annähernd in Kinoqualität unterwasser zu filmen.
Die Philosophie von Steffen Damm, dem Geschäftsführer von Damm-Aquaspace lautet "optimale
Gehäuse für den Consumerbereich" zu schaffen. Das neue HDV Gehäuse basiert auf dem bereits
bewährten TheBox Universalgehäuse, speziell in diesem Fall auf der "Professional Electronic"
Version der Box.
Das Gehäuse wird aus GFK/CFK gefertigt und bildet ein 3-Komponenten Modulsystem. Das Leergewicht beträgt 3200g tauchfertig und hat mit einer SONY HDR HC1 leichten Auftrieb. Durch die Montage eines zusätzlichen Beleuchtungssystems bekommt das Gehäuse etwas Abtrieb, was für ein angenehmes Handling sorgt. TheBox kann wahlweise in den Versionen 60m (Standard) 80m und 120m Tiefenauslegung für alle Scheiben und Sichtfenster bestellt werden.
Das Besondere an der HDV Version ist die externe 10-fach Lanc-Steuerung, die alle wichtigen Funktionen der SONY HC1 für den Kameramann verfügbar macht. Neben on/off, Start/Stop, Zoom, Photo und Focus können auch die Funktionen Weißabgleich und Backlight unterwasser genutzt werden. Wie bei allen TheBox Gehäusen wir auch hier über einen Spiegel gefilmt. Das Gehäuse besitzt einen zweiteiligen Handgriff und einen oberen Handgriff. Frontadapter und Domeport mit Gegenlichtblende runden die Ausstattung des Gehäuses ab.
Das Gehäuse lässt sich leicht reinigen, und stellt dabei keine hohen Ansprüche an Pflegemittel. Alle Scheiben sind gegen stabile Runddichtungen abgedichtet, hier benötigt man lediglich etwas Siliconfett nach der Reinigung bei der Montage. Die Kamera ist im Gehäuse auf einer stabilen Platte montiert die wiederum in einer Führung in die gewünschte Position gebracht wird, so bekommt man die Kamera nahe genug an die Frontscheibe des Domeports heran, was auch die Verwendung von sehr großen Akkus ermöglicht. Hier geht uns beim Filmen unterwasser nun eher der Film aus als der Strom an der Kamera.
Die vormontierten Halterungen für Leuchten erlauben die Montage von zusätzlichen Lichtquellen auf dem zweiteiligen Handgriff, wodurch sich die Gewichtsverteilung aber nicht negativ verändert.
Dank des modularen Bausystems, lässt sich die Box leicht zerlegen so dass sie auch leicht in einem Reisekoffer transportiert werden kann. Spezialwerkzeug wird dabei nicht benötigt. Die HDV Box wir in einem Alu-Pilotenkoffer geliefert, der als Handgepäck mit in den Ferienflieger darf. Hier passt auch etwas Zubehör wie Netzteil und TV-Kabel gleich mit hinein. Vorteil hierbei, man kann TheBox komplett montiert transportieren, das macht auch die Kontrollen an Flughäfen leichter.
Einmal mit einem Spiralkabel gesichert fällt TheBox dem Taucher nicht zur Last. Auch wenn
man ein größeres Stück mit der Box schwimmen möchte, hat man hier nicht viel zu schleppen,
im Gegenteil. Der Obergriff erlaubt es das Gehäuse in solchen Fällen längs zum Taucher
unter dem Bauch zu halten, wodurch der Widerstand der Box beim Schwimmen nochmals
reduziert wird.
Gefilmt wird bei diesem Gehäuse wie bei allen TheBox-Systemen über einen seitlichen Spiegel. Bei Kameras die ihr Monitorbild nicht spiegeln können muss der Kameramann ständig umdenken, weil er ja im Grunde spiegelverkehrt filmt. Bei der HDV-Box in Verbindung mit der SONY HC1 entfällt das Umdenken vollständig. Die HC1 ist in der Lage das Monitorbild selber zu spiegeln, wodurch dann im Spiegel des Gehäuses das Kamerabild seitenrichtig angezeigt wird. So wird der Spiegel zum echten Monitor und das Filmen mit der Box noch einfacher. Bewusst wurde bei der HDV-Box auf ein externes Mikrofon verzichtet, die HC1 "hört" alles – auch in der Box, dabei zeichnet sich die HC1 durch ihr geringes Laufgeräuch aus, das kaum ins Gewicht fällt.
TheBox erlaubt es dem Kameramann in fast jeder Lage zu filmen. Dank der guten Gewichtsverteilung kann man das Gehäuse auch mal mit einer Hand alten um zum Beispiel unzugängliche Bereiche in Wracks zu erreichen.
Durch die Möglichkeit die Kamera ganz nah an den Domeport heran zubringen kann die gewölbte
Frontscheibe ihre Arbeit tun und das Bild entsprechend korrigieren, so das keine zu großen
Verzeichnungen bei der Aufnahme auftreten.
Dank der LANC-Steuerung hat man alle Funktionen unterwasser direkt im Griff. Besonders um Farbe in seinen Film zu bekommen ist der Weißabgleich wichtig. Da diese Funktion auf einer Taste der LANC-Steuerung liegt, ist der Weißabgleich schnell gemacht. Wer Fotos machen möchte, kann auch diese Funktion per Lanc-Steuerung nutzen. Die so gemachten Fotos werden gleich auf den Memorystick der HC1 gespeichert. Der große Display der HC1 wird im Kontrollspiegel vollständig angezeigt und erlaubt eine sehr gute Kontrolle des Bildausschnitts.
Viel falsch machen kann man hier nicht, das Preis-Leistungsverhältnis ist wie bereits gesagt sehr gut, die Vielseitigkeit des Universalgehäuses machen es auch für kommende Kameraserien interessant, so das TheBox HDV eine echte Investition in die Zukunft ist. Nach Absprache mit Steffen Damm von Damm-Aquaspace sind auch Sonderanpassungen möglich und im Gegensatz zu anderen Herstellern auch sehr günstig zu haben. Wer mit einem Hobbyfilmer Budget professionelle Aufnahmen machen möchte, sollte TheBox-HDV verwenden, es gibt in dieser Preisklasse nichts vergleichbares!
Dem Testbericht von Herrn Randerath kann ich mich nur voll anschließen. Ich habe mich im Mai diesen Jahres nach langem Suchen für ein Gehäuse der Fa. Damm-Aquaspace entschieden, da ich für meine sehr hohen Ansprüche, lange ein bezahlbares Gehäuse für meine Panasonic NV-GS250 gesucht habe.
Nachdem ich bei Herrn Damm tel. angefragt habe machte er sofort einen Termin mit mir und besuchte mich zu Hause, noch in der selben Woche. Nach der Besichtigung eines Mustergehäuses und Absprache meiner vielen Sonderwünsche gab ich das Gehäuse in Auftrag. Meinen Camcorder, sowie zwei Lampenköpfe gab ich als Muster mit. Nach drei Wochen pünktlich zu meinem Tauchurlaub rief Herr Damm an und informierte mich über die Fertigstellung meines Gehäuses. Um noch eins draufzusetzen kam Herr Damm die 320km nochmals zu mir gefahren, um mir das Gehäuse persöhnlich zu übergeben und zu erklären. Ich stellte fest, das das Gehäuse eine Maßanfertigung für meine Kamera geworden ist. Wie sich im Urlaub herausstellte ließ das Gehäuse absolut keine Wünsche offen. Bildqualität hochproffesionell.
Zur Austattung:Unterwassergehäuse The Box incl. elektr. 9-fach Steuerung, Domeport, 3 Handgriffe, Monitorspiegel Sonenblende ect. Un das alles für nur 1199.-EUR. Für 150.-EUR baute mir Herr Damm noch einen Akkutank passend zu meinem UW-Gehäuse.
Durch die 9-fach Steuerung war es mir nun vergönnt unterwasser manuell den Weisabgleich durchzuführen, was den Einsatz von Rotfiltern überflüssig macht. Meine Urlaubsunterwasser-DVD stellte alles zuvorgefilmte qualitativ in den Schatten. Für mich als ständiger Streber nach Höherem stellt die Verbindung der NV-GS250 mit dem Gehäuse von Damm-Aquaspace die Endlösung dar.
Zum Händling: Das Gehäuse ist icl. Kamera verhält- nismäßig leicht (ca.3500g) und hat Unterwasser einen leichten Auftrieb. Es liegt sehr gut in der Hand, ist super austariert und kippt nicht beim loslassen ab. Durch die gute Form hat es einen geringen Strö- mungswiederstand. Alle Bedienknöpfe sind gut erreichbar, ohne die Hand vom Griff zu nehmen. Mit angebauter Beleuchtung ist das Gehäuse genausogut austariert, ca 1,5kg schwerer und neutral im Salz- wasser. Verarbeitung ist für das Preisgefüge auch mehr als in Ordnung. Man sieht hier, das Herr Damm alle Komponenten in Handarbeit selber herstellt. Das Einzige Verbesserungswürdige wäre, das die Aluteile der Kamera, die zwar aus eloxiertem Material gefertigt wurden, an den Bearbeitungsflächen nach 14-tägigem Salzwassereinsatz eine leichte Oxidschicht bekamen, was jedoch mit einem Schleifpad in 5 minuten behoben war.
Abschließend möchte ich zusammenfassen das dieses Gehäuse in seinen erhältlichen Ausbaustufen vom Anfänger bis zum Profi alle Bereiche super abdeckt. Man kann die Grundversion schon ab 399.-EUR bekommen und bezahlbar Schritt für Schritt aufrüsten.









