[english]


geschrieben von Adrian Schöne am 22.04.2007
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DigiMate III – der Retter in der Not




 
Inhalt
  1. Einleitung
  2. Kurzvorstellung der beliebtesten Tauchplätze
  3. Was war, was ist und was wird?
  4. Infrastruktur
  5. Fazit
Einleitung
„Salamalaikum“ – so heißt es in Ägypten, wenn man freundlich begrüßt wird. Ägypten ist unter Tauchern wohl das beliebteste Reiseziel, denn nur knapp vier bis fünf Flugstunden von Deutschland stößt man unter Wasser auf ein absolutes Paradies. Zunächst begann der Tauchtourismus im Norden Ägyptens. Hurghada, bald gefolgt von Safaga gehörten schnell zu den beliebten Tauchgebieten im Roten Meer – sofern man nicht eine Safari durch das Rote Meer anstrebte. Mit der Zeit wurde der Tourismus in Ägypten ausgebaut und an Hurghadas Tauchplätzen fand man schnell über zwanzig Tauchboote. Ambitionierte bzw. Ruhe suchende Taucher entdeckten den Süden für sich. Zunächst wurde in der Fischerstadt „El Queseir“ halt gemacht. Hier rund um „El Queseir“ entstanden innerhalb weniger Jahre viele Hotels, die für Taucher mal mehr und mal weniger interessant waren. Vor gut acht Jahren entwickelte sich ein großer Trend in Richtung Marsa Alam. Marsa Alam war zu dieser Zeit ein kleines unbedeutendes Fischerdörfchen mit weniger als 200 Einwohnern. Taucher, die bereits Safaritouren Richtung St. John’s, Zabargad oder Rocky Island gemacht haben, kannten Marsa Alam bereits, denn dort starteten und endeten die Deep South Safaris oft. Zunächst siedelten sich in Marsa Alam kleine Taucherhotels oder Tauchercamps an, wo es nur um eine Sache ging: Tauchen ohne Ende. Endlose Strände, unzählige Buchten und traumhafte Aussenriffe warteten darauf entdeckt zu werden. Hier war der Abenteurer und Pionier gefragt, denn die Infrastruktur rund um Marsa Alam war zu dieser Zeit völlig unterentwickelt. Es gab keinen Flughafen, was bedeutete, dass man nach der Landung in Hurghada eine drei- bis vierstündige Autofahrt in Kauf nehmen musste. Viele liessen sich davon nicht abschrecken und machten sich auf ins Abenteuer. Diese Abenteurer wurden mit unberührten Riffen und drei einzigartigen Tauchplätzen belohnt. Zu den einzigartigen Tauchplätzen zählen Abu Dabab, Elphinstonestone Reef und Shaab Samadai. Diese drei Tauchplätze sind ausschlaggebend an der Entwicklung Marsa Alams beteiligt gewesen. Abu Dabab gehört sicherlich zu den vielseitigsten Tauchplätzen im Roten Meer. Es gibt eine sehr große Höhle, die gerne betaucht wird und sich durch wunderschöne Bewuchse kennzeichnet. Die Hauptattraktionen von Abu Dabab sind allerdings auf der großen Seegraswiese zu finden. Hier kann man mit einer fast 100%-igen Garantie Dugongs, unzählige Schildkröten und Gitarrenrochen beobachten. Leider gehört dieser traumhafte Tauchplatz mittlerweile zu einem Hotel, somit sind zahlreiche schaulustige Schnorchler zu jeder Zeit im Wasser und vertreiben oft den Dugong. Das Elphinstone Reef liegt ca. 12 km vor der Küste und gehört zu den Top 100 Tauchplätzen weltweit. Früher konnte man diesen Tauchplatz nur auf Safarischiffen betauchen. Mittlerweile finden tägliche Ausfahrten mit Speedbooten statt, die es erlauben in ca. 15 bis 20 Minuten am Elphinstone Reef zu sein. Dieser Tauchplatz hat in der Vergangenheit für viel Aufsehen gesorgt, denn hier hat man im Spätsommer und Herbst eine fast 100%-ige Garantie Weissspitzenhochsee-Haie (Carchahinus Longimanus) direkt an der Wasseroberfläche anzutreffen. Meist treten sie in Gruppen von 5 bis 10 Tieren auf und sind sofern man sie lässt sehr neugierig. Neben diesen Adrenalinfördernden Begegnungen kann man dort alles sehen, was das Rote Meer zu bieten hat. Sichtungen von Mantas, Walhaien, Grauhaien, Fuchshaien, Ammenhaien, Tigerhaien, Mondfischen und Marlinen sind hier (saisonal abhänging) möglich und machten das Elphinstone Reef weltweit bekannt. Neben dem tollen Riffbewuchs und den aussergewöhlicher Riffformen gibt es einen Monat im Jahr, wo Begegnungen mit großen Hammerhaischulen sehr häufig sind. Dank dieser explosiven Mischung ist eine Platzierung unter den Top 100 Tauchplätzen weltweit durchaus gerechtfertigt. Der letzte Tauchplatz im Dreierbunde ist Shaab Samadai. Shaab Samadai ist oft unter dem Namen Dolphin House bekannt, denn es handelt sich um ein schutzbietendes Riff vor der Küste Marsa Alams, wo Delphine die Paarung vollziehen und ihre Jungen großziehen. Man kann auf Delphinschulen von mehreren hundert Tieren stossen. Meistens handelt es sich um den Tümmler, der besonders gerne mit Menschen kommuniziert und auch spielt. Neben den Delphinen kann man hier zwei sehr große Höhlenlabyrinthe betauchen, die äusserst schön bewachsen sind und eine gelungene Abwechslung darstellen. Vor einigen Jahren konnte man als Schnorchler in die Bucht schwimmen und mit den Delphinen in Kontakt treten. Aufgrund der Tatsache, dass innerhalb kürzester Zeit der Besuch zugenommen hat und sich täglich über 2000 Schnorchler auf den Weg zum Shaab Samadai machten und beobachtet wurde, dass sich die Delphine mehr und mehr zurückzogen und fernblieben wurde eine Ruhezone eingerichtet. Nunmehr wurde die Regelung so drastisch angehoben, dass die Schnorchler nur noch direkt vor der Lagune auf die Delphine warten dürfen und evtl. vorbeiziehende Delphine bestaunen dürfen. Sicherlich ist es schade, dass die Regierung hier einen Riegel vorschiebt, allerdings ist es die einzig richtige Entscheidung.
Kurzvorstellung der beliebtesten Tauchplätze
Das Elphinstone Reef befindet sich wie bereits angemerkt ca. 12 km von der Küste entfernt (direkter Weg). Endeckt wurde es von einem Kapitän der englischen Marine – sein Name war Elphinstone. Als er das Riff entdeckte, so sagt man, verliebte er sich sofort in das Riff und gab dem Riff seinen Namen. Eine tolle Geschichte!
Das Elphinstone Reef ist ein sattelförmiges Riff, welches nur an zwei oder drei Stellen (vllt. 5 cm) und je nach Wasserstand aus dem Meer ragt. Das Riff ist knapp 30m breit und am jeweiligen Ende des Riffes befinden sich Plateaus. Früher wurde das Elphinstone Reef nur auf Südsafaries angefahren. Mittlerweile werden aber selbstverständlich bei guten Wetterbedingungen auch Tagestouren mit großen Booten oder Speedbooten gegen eine entsprechende "Entlohnung" angeboten.
Im Norden befinden sich mehrere Plateaus (siehe Grafik). Das erste Plateau befindet sich in knapp 4m und fällt leicht ab. Es führt direkt zu den weiteren Plateaus. Auf 48 m befindet sich ein Übergang zum letzten Plateau. Dieser Übergang ist auch als Ghostface bekannt, da es von Weitem wie ein geisterhaftes Gesicht wirkt. Hier kann man dann weiter Richtung Norden tauchen um zur „Kuppe“ zu gelangen. Erreicht man die Kuppe, bleibt einem nur noch der Rückweg, da es rund um die Kuppe nur noch eine Steilwand gibt. Seitlich von den Plateaus kommt man schnell in Tiefen bis 80m und mehr an und kann auf reichlich Großfisch hoffen.
Der Norden ist vor allem für die großen Barrakudaschwärme und die Hammerhaischulen (bis 30 Tiere) bekannt. Die Hammerhaischulen wurden meistens seitlich von den Plateaus in 30-50m im Freiwasser beobachtet. Auch ich hatte bisher zweimal das Vergnügen mitten in den Hammerhaischulen zu tauchen. Neben den Hammerhaien trifft man auch oft auf Grauhaie und Mantas, die majestätisch das Riff umkreisen. Ein weiteres Highlight sind die riesigen Gorgonienwälder, die sich zwischen 40 und 70m befinden. Dort sind auch mit einer gewissen Ruhe und einem Quäntchen Glück Langnasenbüschelbarsche zu finden.
Der Norden des Elphinstone Reef bietet genügend Abwechslung für zahlreiche Tauchgänge und ist immer für eine Überraschung gut, allerdings können zu jeder Zeit sehr starke Strömungen in alle Richtungen im dreidimensionalen Raum auftreten. Aus diesem Grund gehört der Norden auch zu den schwierigeren Einstiegen am Elphinstone Reef.
Der Süden hat ein großes Plateau auf 18m, dass in die Tiefe verläuft und auf weitere kleinere Plateaus führt. Hier trifft man seit Jahren die Weissspitzen-Hochseehaie (C. Longimanus) an der Wasseroberfläche an. Studien haben bewiesen, dass es oft unterschiedliche Tiere sind, die allerdings gerne zurückkehren. Die Tauchgänge mit diesen wunderbaren und majestätischen Lebewesen Aug-in-Aug gehören meiner Meinung nach sicherlich zu den traumhaftesten Erlebnissen unterwasser. Es ist allerdings auch ein offenes Geheimniss, dass die Haie offenbar durch Safarischiffe angefüttert wurden (wissentlich oder unwissentlich), da eher das offene Meer zum Lebensraum der Weissspitzen-Hochseehaie gehört.
Ein weiteres Highlight ist der sog. Torbogen. Er befindet sich kurz vor Ende des Plateaus auf 50-65m. Es ist ein riesiges "Loch" in der Felswand, durch das man getrost durchtauchen kann. Hier herrscht eine einzigartige Stimmung, die oft durch "stehende" Fischschwärme unterstützt wird. Im Torbogen selber herrscht oft eine geringe bis mittelstarke Strömung, die einen Taucher vor nicht allzu großen Problemen stellen sollte. Der Bewuchs und die zahlreichen Fischschwärme beeindrucken durch Farben und Vielfalt, wie man es im Roten Meer selten so stark ausgeprägt sehen kann.
Die fünfzig Tauchgänge, die vorgeschrieben sind, um das Elphinstone Reef betauchen zu können, sind aus meiner Sicht absolut in Ordnung, denn das Elphinstone Reef kann an manchen Tagen sehr sehr ungemütlich werden. Die Ausfahrt mit einem Speedboat dauert je nach Wetterlage 15 – 30 min.
Abu Dabbab Abu Dabbab liegt ca. 40 km nördlich von Marsa Alam. Gewiss gehört Abu Dabbab zu den bekanntesten Tauchplätzen im Roten Meer. Dies hängt stark damit zusammen, dass Abu Dabbab vier völlig verschiedene Tauchplätze anbietet und diverse Attraktionen beherbergt. Drei schöne Tauchplätze sind direkt über das Ufer zu erreichen. Man kann direkt am Strand im Norden und im Süden ins Wasser gehen und an dem Aussenriff einen schönen Tauchgang verbringen. Mittlerweile sind die Aussenriffe nicht mehr ganz so unberührt wie vor einigen Jahren, aber dennoch einen Tauchgang wert. Im Norden kommt es im Hochsommer vor, dass man meint in einem Aquarium zu tauchen, da die Population zu dieser Zeit sehr hoch ist und die Fische sich dort nicht vom Fleck bewegen. Der Süden hat ein ähnliches Aussenriff, nur dass man hier oft auf grosse Makrelenschwärme treffen kann (zumindest hatte ich des öfteren das Glück). Der dritte Einstieg vom Ufer findet direkt am Eingang der großen Höhle statt. Die Höhle ist ein langes durch das Riff gezogene Höhlensystem, welches teilweise zur Wasseroberfläche geöffnet ist. Man braucht bei wenigen Flossenschlägen ca. 20 Min um an das Aussenriff zu gelangen. Die Höhle zeichnet sich durch die traumhafte Verwinklung und einen schönen Bewuchs aus. Hier kommen Makorfotografen auf ihre Kosten, denn an jedem Fleck der Höhle gib es etwas kleines zu entdecken. Der mit Sicherheit beliebteste Einstieg ist direkt vom Ufer auf die riesige Seegraswiese und dort den gesamten Tauchgang in 5 - 20m zu verbringen. Hier trifft man auf riesige Schildkröten, Gitarrenrochen und Dugongs. Die Chance hier eine große Schildkröte zu sehen entspricht fast 100%. Ich habe ehrlich gesagt bei über 40 Tauchgängen, die ich dort gemacht habe, noch nie erlebt keine Schildkröte zu sehen. Bei den Gitarrenrochen und Dugongs sieht es schon anders aus. Die Gitarrenrochen sind oft zu scheu und schwimmen zu schnell weg, sodass man sie nur vom Weiten sehen bzw, erahnen kann. Die Dugongs hingegen sind, sofern sie gerade da sind, nicht zu übersehen. Es reicht ein kleiner Blick an die Wasseroberfläche und man weiss dank der zahlreichen Schnorchler, wo sich der Dugong gerade befindet. Es sollen angeblich vier verschiedene Dugongs sein, die immer in der Mittagszeit erscheinen. Ich selber hatte einmal das Glück gleichzeitig drei Dugongs zu sehen. Mit etwas Glück kann man also hier auf viel hoffen. Leider muss man aber sagen, dass sich die Dugongs durch die vielen Schnorchler schnell verziehen. Früher konnte man völlig alleine mit dem Dugong durch die Gegend ziehen und es beim Fressen beobachten. Heute geht es nicht mehr, aber einen Blick sollte man trotzdem riskieren. Der letzte Tauchplatz bei Abu Dabbab befindet sich etwas ausserhalb und lässt sich nur mit einem Boot erreichen. Dieser Platz hat eine Maximaltiefe von 30m und eignet sich aus meiner Sicht gut für einen Nachttauchgang. Tagsüber finde ich diesen Platz nicht empfehlenswert, da sehr viel zerstört ist und die Fischpopolation sehr gering ist. Einziger Wehmutstropfen ist, dass man mittlerweile 10 € Eintritt zahlen muss, wenn man von Land tauchen möchte. Diese 10 € dienen leider nicht zum Schutz des Riffes, sondern fliessen zu 100 % in die Kassen des dort ansässigen Hotels.
Shaab Samadai Shaab Samadai oder auch Dolphin House, wie es oft genannt wird, liegt südlich von Marsa Alam. Nach einstündiger Bootsfahrt, die im Hafen von Marsa Alam beginnt erreicht man den Tauch- und Schnorchelplatz. Oft liegen schon zahlreiche Boote vor Ort. In der geschützten Lagune schwimmen und paaren sich Delphine. In diesen Bereich konnte man vor Jahren noch mit Gerät oder auch ohne Gerät tauchen und mit den Delphinen den ganzen Tag verbringen. Heute ist dieser Bereich komplett gesperrt und es ist verboten hineinzuschwimmen. Nun kann man vor der Lagune auf vorbeiziehenende Delphine hoffen und warten. Für Taucher liegt das Highlight allerdings nicht in der Bucht, sondern etwas ausserhalb. Dort befinden sich zwei große Höhlensysteme, die teilweise offen, aber auch geschlossene Bereich haben. Ich würde die Höhlen allerdings keineswegs als gefährlich einstufen, da sie einen Ein- und einen Ausgang haben und man sich in der Höhle nicht vertauchen kann. Trotzdem sollte man auf den Guide hören und den Anweisungen Folge leisten. Die Höhlen sind sehr schön bewachsen und für Entdecker genau das Richtige. Sie bieten viele Facetten und sind aus diesem Grunde sehr beliebt. Trotzdem sollte man sich eine Ausfahrt zum Shaab Samadai wohl überlegen, denn mittlerweile muss man mit Kosten von ca. 50 - 75 € rechnen. Im Preis inkludiert sind meistens dann schon die Riffschutzgebühren von 15 €.
Was war, was ist und was wird?
Die Situation bei meinem ersten Besuch in Marsa Alam vor gut acht Jahren ist mit der heutigen Situation nicht mehr vergleichbar. Jeder Tauchplatz war so gut wie unbetaucht und glänzte mit intakten Riffen und riesigen Fischpopulationen. Der Bau großer Hotels begann damals langsam und schleppend, liess der Idylle noch seine Ruhe. Grundsätzlich war man immer alleine an einem Tauchplatz, da es evtl. zwei oder drei Tauchbasen gab, die sich einen riesigen Küstenstreifen teilten. Selbst an den bekannteren Tauchplätzen wie Shaab Samadai und Abu Dabab konnte man höchstens mit einem anderen Boot oder Truck rechnen (die Safarischiffe mal ausgeschlossen). Heute sieht es anders aus. Soweit das Auge reicht nur Taucher und Trucks, die zur Beförderung dienen. Diese Situation spiegelt sich mittlerweile auch an den Riffen wieder, denn sämtliche Riffe weisen unnatürliche Schäden auf. Die Fischpopulationen haben prozentual über die Jahre abgenommen und lassen nur noch erahnen, wie es vor einigen Jahren hier noch war. Damals galt Marsa Alam als besonderes Tauchziel und hatte sich schnell einen Namen gemacht. Heute ist es ein Tauchparadies ohne jegliche Regeln, welches in Gefahr ist. Spricht man mit Baseneigentümern und Ägyptern hört man oft dieselben Einschätzung zur Situation. Der Boom ist für die Region enorm wichtig, aber leider wird dieser Boom in den nächsten Jahren Überhand nehmen und Marsa Alam wird nach Schätzungen in fünf Jahren dort stehen, wo Hurghada und Konsorten jetzt stehen. Da ist nun das Dilemma, denn der Tourismus bringt Aufschwung in diese Gegend Ägyptens, schafft Arbeitsplätze und eine bessere Infrastruktur. Hiervon profitieren sowohl die Touristen als auch die Ägypter selber. Die Frage, die ich mir von Mal zu Mal mehr stelle ist, ob wir das Leben der Ägypter mit unserem Tourismus und dem Geld überhaupt verbessern. Diese Frage sollte sich jedoch jeder Besucher selber stellen und selber beantworten. Klar ist, dass jeder Besucher trotzdem durch Rücksicht und Achtung von Sitten und Religion einen Teil dazubeitragen kann.
Infrastruktur
Die Infrastruktur wurde dank privater Investoren in den letzten Jahren stark verbessert. Es gibt einen Flughafen, der sich ca. 50 km nördlich von Marsa Alam befindet und direkten Anschluss an den neuen Hafen Ras Ghalib hat. Der Flughafen ist sehr sauber und für ägyptische Verhältnisse sehr gut organisiert. Man muss bei der Anreise nicht mehr zwei Stunden warten um das Visum zu erhalten und durch die Passkontrollen zu kommen, sondern wartet maximal dreißig Minuten. Auch die Abreise verläuft wesentlich entspannter als in Hurghada, denn es sind genügend Terminals vorhanden, die auch besetzt sind. Nach der Gepäckaufgabe kann man im Aufenthaltsraum entspannt shoppen oder einfach ein Eis in der Lounge geniessen. So macht auch der letzte Abschnitt des Urlaubs Spass. Ras Ghalib hat den kleinen „Hafen“ in Marsa Alam fast zu 100% abgelöst und viele Safariboote starten nun von Ras Ghalib ihre Tour ins Rote Meer. Dieser Yachthafen hat eine ungeahnte Größe und bietet auch vielen Privatyachten ein Zuhause. Bei beiden Bauprojekten merkt man, dass eine ausführliche und sinnvolle Planung durchgeführt wurde – kein Wunder, denn es handelt sich um rein privatfinanzierte Projekte. Eine Küstenstrasse verbindet den Süden Ägyptens mit dem Flughafen und bietet somit höchsten Komfort bei An- und Abreise. Die Stadt Marsa Alam befindet sich momentan auch stark im Wandel und so eröffnen erste Geschäfte, die in Moderngehaltenen Gebäuden an der Hauptstrasse angesiedelt sind. Touristisch gesehen, kann man die Stadt Marsa Alam noch nicht mit Hurghada vergleichen, denn die meisten Badetouristen bleiben in ihren Hotelanlagen und geniessen die Shoppingtouren in den hauseigenen Shopping Centern. Es ist immer noch so, dass ich als Nichttaucher dort keinen Urlaub verbringen wollen würde, da jegliche sonstige Infrastruktur fehlt. Es gibt keine Strandbars, keine Diskos und auch keine großen Shoppingmeilen. Dies wird aber nur noch eine Frage der Zeit sein.
Fazit
Marsa Alam ist für mich die Top-Adresse im Roten Meer, wenn es um unkompliziertes und erlebnisreiches Tauchen geht (Safaritouren ausgeschlossen). Mittlerweile muss man sicherlich Abstriche machen, aber wo müssen wir die nicht machen? Der Trend, der sich abzeichnet, wird nicht mehr zu stoppen sein und somit sollte man das Paradies noch so lange geniessen, wie es möglich ist. Ein weiteres Top-Ziel steht schon in den Startlöchern – Hamata. Hier sind Pioniere willkommen, die wie schon in Marsa Alam vor 10 Jahren, die Tauchplätze entdecken und Abstriche im Bezug auf Bequemlichkeit und Komfort machen können. Vielleicht führen die nächsten Reisen schon nach Hamata. Dies wird die Zeit zeigen. Ich kann trotzdem jedem Taucher empfehlen, den Süden Ägyptens für sich zu entdecken. Bei Fragen, stehe ich im Forum gerne zur Verfügung.


Erschienen in: Kaufberatung | Testberichte


Kommentare

Ich habe auch einen Imagetank, allerdings von einer anderen Firma. Bei manchen Imagetanks gibt es noch Vorteil, dass man keinen USB-Cardreader mehr braucht, da das Gerät auch den Cardreader ersetzt.

Andere Imagetanks wie z.B. Canon Media Storage M30 oder M80 können auch Bilddateien anzeigen, mit RAW-Dateien umgehen, Dia-Shows generieren, Bilder Passwortschützen und Drucken.

Aber dann braucht man auch kein Laptop mehr.
Mein Imagetank hat mir perfekte Dienste für 2 Kameras in Französisch Polynesien und USA geleistet. Es wurden Täglich 2-3 CF-Karten kopiert und der Akku hielt 2 Wochen.

geschrieben von am 24.04.2007 Germany

ich habe noch das vorgänger model digimateII, und hatte bei meine Tauchreisen noch nie ein Problem, die 29GB haben auch noch immer ausgereicht. Ich nehme gar kein laptop mehr mit.

geschrieben von am 25.04.2007 Austria

Hi,

stimmt. Den Digimate III kann man über USB 2.0 auch direkt als Cardreader nutzen, da er direkt von Windows erkannt wird und den einzelnen Cardreadern ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen wird.

Danke für den Hinweis, den hatte ich im Artikel vergessen.

Beste Grüße,
Adrian

geschrieben von Adrian Schöne am 25.04.2007 Germany

Sehr schöner Bericht! viele Grüße aus Thailand... Andi

geschrieben von Andreas Voeltz am 26.04.2007 Thailand

den digimate II besitze ich ebenfalls. am letzten wochenende ist einem freund von mir, dem ich das gerät gebort hatte, die komplette dateizuweisungstabelle um die ohren geflogen. allerdings vermute ich hier einen bedienfehler, da mir dieses noch nicht vorgekommen ist.

nach stundenlangem wiederherstellen und anschliessendem formatieren war alles wieder wie neu ...

greetz

geschrieben von uw-knipser am 15.05.2007 Europe

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