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geschrieben von am 26.07.2006

Erfahrungsbericht Nikon D200 im Sealux Gehäuse

Beim ersten Eindruck fällt sofort die von Sealux gewohnte robuste Gehäuseform auf. Das Gehäuse hat ca. die gleiche Größe wie das Sealux Gehäuse für meine Nikon F100 allerdings wirkt es viel edler mit seiner Alufarbe. Beim Gehäuse ist auch eine deutsche Bedienungsanleitung dabei und ein 2. O-Ring.

Inhalte
  1. Beschreibung
  2. Im Detail
    1. Einbau der Kamera
    2. Funktionen
    3. Blitzanschluss
    4. Displayfenster
    5. GD-Sucher oder LD-Sucher
    6. Portauswahl
    7. Leck-Warner
  3. Unterwasser
  4. Fazit
  5. Sealux CD200-GD Pro & Contra
Beschreibung
Sealux Nikon D200 Gehäuse mit Blitzen Das Sealux CD200 Gehäuse ist aus Aluminium gemacht und besteht aus 2 Teilen, der vorderen und der hinteren Gehäuseseite. An der vorderen Gehäuseseite können verschiedene Ports angebracht werden, um den Einsatz verschiedener Objektive zu ermöglichen. Für den Objektivwechsel reicht es meistens, den Port zu entfernen, die Kamera muss nur bei Zoomobjektiven ausgebaut werden. Die beiden (2e ist Zusatzoption) Blitzbüchsen befinden sich auch am vorderen Gehäuse. Am hinteren Gehäuseteil wird der abnehmbare Handgriff festgeschraubt hieran sind auch die T-Steine für Blitzarmbefestigung integriert.


Im Detail
Einbau der Kamera

Sealux Nikon D200 mit eingebauter Kamera Der Einbau der D200 in das Gehäuse ist einfach. Die Kamera wird auf einer Platte festgeschraubt und sitzt dann "bombenfest"’ im Gehäuse. Beim Einbauen soll der Ein/Aus-Schalter auf "Ein" stehen, der Autofokus/Manuell herausgezogen sein und der Blitzschuh richtig sitzen. Wenn man das einige Male gemacht hat, ist der Einbau einfach. Zugriff auf die Compact Flash Karte hat man auch ohne Ausbau der Kamera, aber für den Akku- Wechsel muss die Kamera leider wieder ausgebaut werden. Die Akkuleistung reicht allerdings locker für 3 Tauchgänge, also kann man das abends machen, wenn man die O-Ringe kontrolliert. Die Rückwand lässt sich sehr einfach aufsetzten und die beiden Verschlüsse haben eine Entriegelungs-Sicherung.


Funktionen

Das Sealux Gehäuse überträgt fasst alle Funktionen der D200, nur die Qualitäts-Taste (für Bildgroße und Bildqualität) und AF-ON, werden NICHT übertragen. Auslöser, An/Aus/Licht, Belichtungskorrektur, Belichtungssteuerung (A,M,S,P), Messsystemauswahl, Belichtungszeit, Multifunktionswähler (Wippe), vorderes- und hinteres Zahnrad, AF-Felder Auswahl, Belichtungsreihen (BKT), Löschtaste, Weißabgleich, Iso-Taste, Wiedergabetaste, Menü, Indextaste, Taste für Schützen, Entertaste, Blitzleistungskorrektur, Taste für Blitzsynchronisation!!!, AE-L/AF-L Taste, Autofokus/Manuel Umschalter (Optional), Zoomrad können alle bedient werden .


Blitzanschluss

Innenseite des Sealux Nikon D200 Unterwassergehäuses Die beiden (2e Blitzbüchse ist Optional) Blitzbüchsen befinden sich am vorderen Gehäuseteil. Ich habe die beiden Blitzbüchsen für den Manuell-Betrieb verkabelt, wobei Michael Finger (www.mike-dive.de) einen Widerstand für beide Kabel eingebaut hat, damit ich das Pilotlicht von meinen beiden Inon Z220 Blitzen verwenden kann. Die Blitzbüchsen entsprechen dem Nikonos Standard mit federnden Kontakten (Optional). Die hintere Gehäuseseite wird auf einen U-Bügel geschraubt, der zugleich die Handgriffe bereitstellt und oberhalb der Griffe T-Stücke besitzt, auf denen jeweils ein Blitzarm befestigt werden kann. Am vorderen Gehäuseteil ist noch ein weiteres T-Stück angebracht, um einen weiteren Blitzarm mit Pilotlicht zu befestigen (aber leider nur für die Blitzarme mit CT-20, weil der Platz zwischen dem 3. T-Stein und dem linken Handgriff nicht reicht für z.B. UCLS Blitzarm). Somit liefert das Sealux Gehäuse serienmäßig Anschlussmöglichkeiten für ganze 3 Blitzarme.


Displayfenster

Das hintere Monitorfenster bietet einen abgeschatteten Einblick auf den Monitor und erlaubt eine leichte Bewertung der Bildresultate am Monitor. Das obere Displayfenster bietet Einblick auf das Display, aber ohne Displaybeleuchtung ist die Anzeige sehr schwierig abzulesen.


GD-Sucher oder LD-Sucher

Der LD-Sucher bietet ein Abbildungsmaßstab 1:1,6 also verkleinert das Bild mit Faktor 1,6. Der GD-Sucher hat einen Abbildungsmaßstab von 1:1,1 verkleinert also wesentlich weiniger. Meine Empfehlung: kaufe immer den GD-Sucher, auch wenn dieser mehr kostet, weil das Sucherbild der D200 schon im Vergleich zu Analog Kameras eher klein ist, sparen am Sucher währe in diesem Fall das Falsche. Der Sucherblick durch den GD-Sucher ist großartig und bietet gleichzeitig Einblick auf das ganze Bild und alle Kameraeinstellungen am unteren Rand. Der Blick durch den Sucher reicht völlig aus zum manuellen Fokussieren. Der Blick durch den GD-Sucher soll genau in der Mitte und Horizontal stattfinden sonst ist der Sucherblick etwas verschwommen, dies ist gewöhnungsbedürftig, aber nach einem Tauchgang hat man es raus.


Portauswahl

Sealux Nikon D200 mit Macroport Ich gebrauche den Fisheye-Domport aus Glass der mit verschiedenen Zwischenringen für fast jedes Weitwinkel-Objektiv zu gebrauchen ist (siehe Portauswahlliste http://www.sealux.de) für Weitwinkelaufnahmen. Für Makro benutze ich den 60mm und 105mm (mit manueller Fokussiermöglichkeit) Planport aus Glass. Wobei sich der 60 Planport mit Zwischenring auch für das 105mm Makro (aber dann ohne manuelle Fokussiermöglichkeit) gebrauchen lässt.


Leck-Warner

Der Leck-Warner (Optional) meldet Wassereinbruch akustisch. Meine Empfehlung: eine Kamera in dieser Preisklasse, soll immer so gut wie möglich geschützt werden und dazu gehört ein Leck-Warner. Dieser schützt leider nicht gegen einen Wassereinbruch, aber kann im Einzelfall vielleicht den Unterschied ausmachen zwischen einem Totalschaden oder dem "rechtzeitig aus dem Wasser gehen".

Unterwasser
Mein Tipp in den ersten Metern unter Wasser immer durch den Port schauen, ob Wassertropfen zu sehen sind oder ob Luftblasen aus dem Gehäuse kommen, damit man einen Wassereinbruch rechtzeitig wahrnimmt!!!! Das Gehäuse hat mit 2 Blitzen (2xInon Z220 oder Sea&Sea YS120) abhängig vom Port und Objektiv leichten Abtrieb. Das Gehäuse mit Blitzen lässt sich einfach führen und man hat direkten Zugriff auf die wichtigsten Funktionen (Auslöser, vorderes- und hinters Einstellrad, AF-L AE-L Taste, Mode und +/- Taste, Zoomrad) ohne die Hände vom Griff zu lassen. Alle Funktionen lassen sich wirklich ohne Mühe verstellen, auch wenn man durch den Sucher schaut. Die Auslöser-Taste vermittelt ein genaues Gefühl über die Hebelkraft/-Weg auf den Auslöser und erlaubt komfortables Arbeiten. Der GdD-Sucher gibt ein groß dimensioniertes Bild, so dass man sich gut auf die Aufnahme- Gestaltung konzentrieren kann.
Augen eines Fangschreckenkrebs [Nikon 105mm + 2xTelekonverter]
Fangschreckenkrebs [Nikkor 60mm 2.8]
Geistermuräne
Sandaal [Nikkor 60mm 2.8]
Gelber Pygmäe auf roter Gorgonie [Nikon 105mm mit 2xTelekonverter man. Fokussierung kein Problem mit GD-Sucher]
Stachelige Krabbespinne [Nikkor 105mm 2.8 mit 2x Telekonverter]
Manderinfische bei der Paarung der schnellen AF der Nikon D200 machts möglich [Nikon 105mm]
2x Anglerfische [Nikkor 60mm 2.8]
Kaisergarnele
Partner Garnele [Nikor 105mm 2.8]
Anglerfische
Anglerfisch [Nikkor 60mm 2.8]
Kaisergarnele
Blasenkoralle & Garnele
Seepferdchen
Rotes Pygmee Seepferdchen [Nikkor 105mm 2.8 mit 2x Telekonverter]
Drachenkopf
Indischer Walkman [Nikkor 60mm 2.8]

Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit der Kombination Nikon D200 und Sealux CD200. Ich kann alle Kamerafunktionen (außer die oben genannten) leicht und einfach bedienen, das Gehäuse ist sehr robust, nicht zu groß (einfach beim Transport) und Sealux hat sehr gute Ports. Mit dem GD-Sucher lässt sich die Bildgestaltung sehr vereinfachen. Ich würde das CD200 sicher wieder kaufen.
Sealux CD200-GD Pro & Contra
  • + Preis/Leistungs-Verhältnis
  • + GD-Sucher
  • + Handhabung unter Wasser
  • + Solides und präzise verarbeitetes Alu-Gehäuse (keine beschlagenen Gläser Unterwasser)
  • + Geringes Gewicht und Abmessungen (Transport)
  • + Hersteller in Deutschland (schneller und kompetenter Service)
  • + Ports aus Glass
  • - U-Bügel mit Handgriffe am hinteres Gehäuseteil (umständliches Ausbauen der Kamera)



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Erschienen in: Testberichte | UW-Fotografie


Kommentare

Hallo,

schöner Bericht... auch wenns ne Nikon ist tongue wink
...aber die Bildunterschriften könnten noch mal überarbeitet werden (Mandarinfische/Geistermuräne).

VG
Chris

geschrieben von Christian Fries am 27.07.2006 Germany

Hallo Christian,
danke für den Hinweis. In Rücksprache mit dem Autor hat Lars das netterweise erledigt. Ich denke der Artikel räumt auch gut mit dem Flurfunk-Vorurteil auf, dass man mit einer Nikon keine gescheiten Teles oder Makros nutzen kann wink Glückwunsch an Rob!

geschrieben von Andreas Voeltz am 28.07.2006 Germany

Prima Bericht! Ich bin selber Besitzer eines CD-200 und habe es in meinem letzten Urlaub ausgiebig testen können. Den lobenden Ausführungen kann ich nur zustimmen, der Sucher ist klasse. Nun aber noch ein bischen Kritik als Info für die, die evtl. auch Besitzer werden wollen:
1. Die Anbringung des Handgriffes am Gehäusehinterteil (im Bericht erwähnt) ist eine schwachsinnige Konstruktion. Für jede Gehäuseöffnung muß man den oder die Blitze abmontieren oder riskiert das Teil schief anzusetzen.
2. Das Gehäuse hat starken Abtrieb. Selbst mit meinem Domeport und in Salzwasser hat es noch deutlichen Abtrieb. Dadurch ist für mich als vorherigen Hugy-Besitzer das Handling unter Wasser nicht sehr komfortabel.
3. Die Verschlußklemmen sind so angebracht, dass es mir nach 30 Tauchgänge und noch mehr Öffnungen des Gehäuses nicht gelingt, es aufzukriegen, ohne dass ich mir die Finger einklemme!
4. Die Halteschraube und die Platte besitzen keine Gewinde, so daß die Schraube a.) verloren gehen kann beim Wechsel und b.) ein unnötige Fummelei beim Ansetzen entsteht, da man schief ansetzen kann. Andere Herstelle fixieren die Schraube.
5. Eine Kleinigkeit: Fixiert den Plastikkopf des Auslösehebel mit Kleber, da dieser sich ablösen kann. Hat mich meinen ersten Wobbegong, einen Schaukelfisch und einen Steinfisch gekostet!

Trotzdem ist es ein gutes Gehäuse, aber halt im Detail verbesserbar, insbesondere wenn amn bedenkt, was man in der Anschaffung auf den Tresen zu legen hat. Ich hoffe, es hilft anderen weiter und führt vielleicht zu Änderungen. Gruß Andreas

geschrieben von Andreas am 08.08.2006 Germany

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