Erfahrungsbericht Nikon D200 im Sealux Gehäuse

Beim ersten Eindruck fällt sofort die von Sealux gewohnte robuste Gehäuseform auf. Das Gehäuse hat ca. die gleiche Größe wie das Sealux Gehäuse für meine Nikon F100 allerdings wirkt es viel edler mit seiner Alufarbe. Beim Gehäuse ist auch eine deutsche Bedienungsanleitung dabei und ein 2. O-Ring.
Das Sealux CD200 Gehäuse ist aus Aluminium gemacht und besteht aus 2 Teilen, der vorderen und der
hinteren Gehäuseseite. An der vorderen Gehäuseseite können verschiedene Ports angebracht werden,
um den Einsatz verschiedener Objektive zu ermöglichen. Für den Objektivwechsel reicht es meistens,
den Port zu entfernen, die Kamera muss nur bei Zoomobjektiven ausgebaut werden. Die beiden (2e ist Zusatzoption)
Blitzbüchsen befinden sich auch am vorderen Gehäuse. Am hinteren Gehäuseteil wird der abnehmbare
Handgriff festgeschraubt hieran sind auch die T-Steine für Blitzarmbefestigung integriert.
Der Einbau der D200 in das Gehäuse ist einfach. Die Kamera wird auf einer Platte festgeschraubt
und sitzt dann "bombenfest"’ im Gehäuse. Beim Einbauen soll der Ein/Aus-Schalter auf "Ein" stehen,
der Autofokus/Manuell herausgezogen sein und der Blitzschuh richtig sitzen. Wenn man das
einige Male gemacht hat, ist der Einbau einfach. Zugriff auf die Compact Flash Karte hat man auch
ohne Ausbau der Kamera, aber für den Akku- Wechsel muss die Kamera leider wieder ausgebaut werden.
Die Akkuleistung reicht allerdings locker für 3 Tauchgänge, also kann man das abends machen, wenn man die
O-Ringe kontrolliert. Die Rückwand lässt sich sehr einfach aufsetzten und die beiden Verschlüsse haben
eine Entriegelungs-Sicherung.
Funktionen
Das Sealux Gehäuse überträgt fasst alle Funktionen der D200, nur die Qualitäts-Taste (für Bildgroße und Bildqualität) und AF-ON, werden NICHT übertragen. Auslöser, An/Aus/Licht, Belichtungskorrektur, Belichtungssteuerung (A,M,S,P), Messsystemauswahl, Belichtungszeit, Multifunktionswähler (Wippe), vorderes- und hinteres Zahnrad, AF-Felder Auswahl, Belichtungsreihen (BKT), Löschtaste, Weißabgleich, Iso-Taste, Wiedergabetaste, Menü, Indextaste, Taste für Schützen, Entertaste, Blitzleistungskorrektur, Taste für Blitzsynchronisation!!!, AE-L/AF-L Taste, Autofokus/Manuel Umschalter (Optional), Zoomrad können alle bedient werden .
Blitzanschluss
Die beiden (2e Blitzbüchse ist Optional) Blitzbüchsen befinden sich am vorderen
Gehäuseteil. Ich habe die beiden Blitzbüchsen für den Manuell-Betrieb verkabelt,
wobei Michael Finger (www.mike-dive.de) einen Widerstand für beide Kabel eingebaut
hat, damit ich das Pilotlicht von meinen beiden Inon Z220 Blitzen verwenden kann.
Die Blitzbüchsen entsprechen dem Nikonos Standard mit federnden Kontakten (Optional).
Die hintere Gehäuseseite wird auf einen U-Bügel geschraubt, der zugleich die Handgriffe
bereitstellt und oberhalb der Griffe T-Stücke besitzt, auf denen jeweils ein Blitzarm
befestigt werden kann. Am vorderen Gehäuseteil ist noch ein weiteres T-Stück angebracht,
um einen weiteren Blitzarm mit Pilotlicht zu befestigen (aber leider nur für die
Blitzarme mit CT-20, weil der Platz zwischen dem 3. T-Stein und dem linken Handgriff
nicht reicht für z.B. UCLS Blitzarm). Somit liefert das Sealux Gehäuse serienmäßig
Anschlussmöglichkeiten für ganze 3 Blitzarme.
Displayfenster
Das hintere Monitorfenster bietet einen abgeschatteten Einblick auf den Monitor und erlaubt eine leichte Bewertung der Bildresultate am Monitor. Das obere Displayfenster bietet Einblick auf das Display, aber ohne Displaybeleuchtung ist die Anzeige sehr schwierig abzulesen.
GD-Sucher oder LD-Sucher
Der LD-Sucher bietet ein Abbildungsmaßstab 1:1,6 also verkleinert das Bild mit Faktor 1,6. Der GD-Sucher hat einen Abbildungsmaßstab von 1:1,1 verkleinert also wesentlich weiniger. Meine Empfehlung: kaufe immer den GD-Sucher, auch wenn dieser mehr kostet, weil das Sucherbild der D200 schon im Vergleich zu Analog Kameras eher klein ist, sparen am Sucher währe in diesem Fall das Falsche. Der Sucherblick durch den GD-Sucher ist großartig und bietet gleichzeitig Einblick auf das ganze Bild und alle Kameraeinstellungen am unteren Rand. Der Blick durch den Sucher reicht völlig aus zum manuellen Fokussieren. Der Blick durch den GD-Sucher soll genau in der Mitte und Horizontal stattfinden sonst ist der Sucherblick etwas verschwommen, dies ist gewöhnungsbedürftig, aber nach einem Tauchgang hat man es raus.
Portauswahl
Ich gebrauche den Fisheye-Domport aus Glass der mit verschiedenen Zwischenringen für fast
jedes Weitwinkel-Objektiv zu gebrauchen ist (siehe Portauswahlliste
http://www.sealux.de)
für Weitwinkelaufnahmen. Für Makro benutze ich den 60mm und 105mm (mit manueller Fokussiermöglichkeit) Planport
aus Glass. Wobei sich der 60 Planport mit Zwischenring auch für das 105mm Makro (aber dann ohne manuelle
Fokussiermöglichkeit) gebrauchen lässt.
Leck-Warner
Der Leck-Warner (Optional) meldet Wassereinbruch akustisch. Meine Empfehlung: eine Kamera in dieser Preisklasse, soll immer so gut wie möglich geschützt werden und dazu gehört ein Leck-Warner. Dieser schützt leider nicht gegen einen Wassereinbruch, aber kann im Einzelfall vielleicht den Unterschied ausmachen zwischen einem Totalschaden oder dem "rechtzeitig aus dem Wasser gehen".
- + Preis/Leistungs-Verhältnis
- + GD-Sucher
- + Handhabung unter Wasser
- + Solides und präzise verarbeitetes Alu-Gehäuse (keine beschlagenen Gläser Unterwasser)
- + Geringes Gewicht und Abmessungen (Transport)
- + Hersteller in Deutschland (schneller und kompetenter Service)
- + Ports aus Glass
- - U-Bügel mit Handgriffe am hinteres Gehäuseteil (umständliches Ausbauen der Kamera)
Hallo,
schöner Bericht... auch wenns ne Nikon ist ![]()
...aber die Bildunterschriften könnten noch mal überarbeitet werden (Mandarinfische/Geistermuräne).
VG
Chris
Hallo Christian,
danke für den Hinweis. In Rücksprache mit dem Autor hat Lars das netterweise erledigt. Ich denke der Artikel räumt auch gut mit dem Flurfunk-Vorurteil auf, dass man mit einer Nikon keine gescheiten Teles oder Makros nutzen kann
Glückwunsch an Rob!
Prima Bericht! Ich bin selber Besitzer eines CD-200 und habe es in meinem letzten Urlaub ausgiebig testen können. Den lobenden Ausführungen kann ich nur zustimmen, der Sucher ist klasse. Nun aber noch ein bischen Kritik als Info für die, die evtl. auch Besitzer werden wollen:
1. Die Anbringung des Handgriffes am Gehäusehinterteil (im Bericht erwähnt) ist eine schwachsinnige Konstruktion. Für jede Gehäuseöffnung muß man den oder die Blitze abmontieren oder riskiert das Teil schief anzusetzen.
2. Das Gehäuse hat starken Abtrieb. Selbst mit meinem Domeport und in Salzwasser hat es noch deutlichen Abtrieb. Dadurch ist für mich als vorherigen Hugy-Besitzer das Handling unter Wasser nicht sehr komfortabel.
3. Die Verschlußklemmen sind so angebracht, dass es mir nach 30 Tauchgänge und noch mehr Öffnungen des Gehäuses nicht gelingt, es aufzukriegen, ohne dass ich mir die Finger einklemme!
4. Die Halteschraube und die Platte besitzen keine Gewinde, so daß die Schraube a.) verloren gehen kann beim Wechsel und b.) ein unnötige Fummelei beim Ansetzen entsteht, da man schief ansetzen kann. Andere Herstelle fixieren die Schraube.
5. Eine Kleinigkeit: Fixiert den Plastikkopf des Auslösehebel mit Kleber, da dieser sich ablösen kann. Hat mich meinen ersten Wobbegong, einen Schaukelfisch und einen Steinfisch gekostet!
Trotzdem ist es ein gutes Gehäuse, aber halt im Detail verbesserbar, insbesondere wenn amn bedenkt, was man in der Anschaffung auf den Tresen zu legen hat. Ich hoffe, es hilft anderen weiter und führt vielleicht zu Änderungen. Gruß Andreas






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