Erfahrungsbericht: OLYMPUS µ 720SW
Ein Fall für die Westentasche
Ungläubig blicke ich auf den Teppich vor der Produktmanagerin von OLYMPUS Europa. „Cool, oder?“ grinst sie mich an, nachdem Sie die kleine Kamera in einem Bogen vor sich auf den Fußboden donnern lassen hat. Das Schmuckstück funktioniert noch und soll dies garantiert unbeschadet aus einer Höhe von bis zum 1,5 Metern überstehen. Ich sammle die Kamera auf und nehme die 180 Gramm Silber in meine Hand. Das Zigarettenschachtelformat macht einen soliden Eindruck und funktioniert noch – alles wie vom Hersteller zugesichert. Noch skeptisch, aber in freudiger Erwartung auf die gemeinsamen Tests, nehme ich die 720 SW mit in das Tauchwochenende. Die Kamera ist so kompakt, dass ich mich dazu entschließe, sie immer griffbereit in meiner Toolbox dabei zu haben. Ein rauer Ort für diese angeblich unzerstörbare Superkamera.
Zeit für Seichtwasser
Es geht auch tiefer
- Ein fest installierter Diffusor für den internen Blitz
- Schraubgewinde für Blitzschienen und Stative
- OLYMPUS-Blitzarmhalter
- sowie ein Sonnenschutz für das Display
- und Gewinde am Objektiv für U/W-Vorsatzlinsen
Fazit
Olympus beschreitet mit einer nahezu unzerstörbaren Kompaktknipse und großzügig dimensioniertem Display neue Wege. Diese dürften vor allem für den Verleih-Unternehmer von digitaler Fotoausrüstung interessant sein - ebenfalls für Taucher , die eine knackige Zweitkamera suchen. Flaches Design kommt allerdings nicht ohne optische Abstriche. Deswegen sollte man bei keinem Hersteller die Leistung eines größeren Modells erwarten. Für mich hat die Kamera aber auf jeden Fall das Klassenziel für „sorgloses Knipsen“ erreicht! Es geht alles schnell und einfach und ich habe keine Bedenken meine Tauchschüler mit dieser Kamera tauchen zu lassen. Die eigene Frau oder Freundin sollte man allerdings nicht zu lange alleine mit diesem Handschmeichler lassen, denn der Besitzwechsel ist aufgrund des attraktiven Design geradezu vorprogrammiert.
Weitere Meldungen von Herstellern, die hier genannt wurden
Kommentare
Danke für diese nette und unterhaltsame und informative beschreibung!
Lucky
geschrieben von am 28.04.2006
Besonders viel erfährt man über die Kamera aber nicht! Wie sieht es mit Fokussierdauer/Auslöseverzögerung aus?
Auch ein Fisch bleibt nicht ruhig im Wasser stehen, bis man die Aufnahme "im Kasten" hat ...
geschrieben von am 13.12.2007
Hallo Jürgen, fast alle Kompaktkameras haben eine hohe Auslöseverzögerung. Das ist auch nichts bei der 720er SW womit das Modell evtl. neue Maßstäbe setzen konnte. Die Stärken dieser Kamera liegen eher in der Robustheit und dem kompakten Format. Wenn Du eine "schnelle" Kamera suchst, dann empfehle ich eine DSLR. Diese Kamera fällt eher in die Kategorie "kompakter Begleiter" für alle Lebenslagen.
geschrieben von Andi Voeltz am 15.12.2007












