U/W-Videoschule #12 :: Fische und Wracks richtig filmen
In diesem Artikel geht es um das Thema "Fische und Wracks richtig Filmen". Das gekonnte Filmen von Meeresbewohnern bedarf der richtigen Vorbereitung und Planung, damit wir auch die gewünschten Szenen aufnehmen können. Bei Wracks stellen sich neue Aufgaben für uns, denn hier müssen wir für viel zusätzliches Licht sorgen und uns neben den hohen Anforderungen an die Tauchsicherheit auch um den möglicherweise bestehenden Denkmalschutz Gedanken machen.
Von Detlef Randerath
Von Detlef Randerath
Die richtigen Bilder...
Wer kann schon mit Sicherheit sagen, was die Zuschauer sehen möchten? Das ist die große Aufgabe mit der sich die Filmschaffenden Tag für Tag konfrontiert sehen. Die Antwort kennt niemand genau, das ist gewiss. Aber wir können für unsere Unterwasser-Filmaufnahmen zumindest sagen, was der Zuschauer nicht sehen möchte. Was dann an Aufnahmen übrig bleibt, hat gute Chancen beim Filmschnitt Teil unseres Filmwerkes zu werden.
Wie wir in den vorangegangenen Workshops gesehen haben, sollten wir nicht unvorbereitet mit einem Filmprojekt beginnen. Ganz im Gegenteil, wenn wir wissen, was wir filmen möchten (sollen), ist die Vorbereitung klar definiert und wir wissen, wie wir uns richtig vorbereiten. Wenn wir nun Meeresbewohner filmen möchten, stellt sich uns die Aufgabe, uns richtig auf die Filmaufnahmen einzustellen. Ich möchte das anhand von Beispielen kurz erklären.
Nehmen wir einmal an, wir möchten Röhrenaale (Heterocongrinae) filmen. Dann müssen wir zunächst einmal in Erfahrung bringen, wo wir diese Fische überhaupt finden können. Nachdem wir mehrere Standorte ausfindig gemacht haben, prüfen wir, wie oft diese Standorte möglicherweise am Tag angefahren werden. Das ist sicher mit einiger Recherchearbeit verbunden, aber auch das kann man per Internet und Telefon/Email herausbekommen. Wir suchen uns dann den Standort heraus, der am wenigsten angefahren wird. Dann studieren wir in der gängigen online/offline Dokumentationen das Verhalten der Tiere und erfahren, dass diese sich stets in Familiengruppen zusammenfinden und Kolonien auf dem Meeresboden bilden und in der vorbeiführenden Strömung nach Zooplankton schnappen. Nähert sich ein Fressfeind, verschwindet die gesamte Kolonie in ihren selbstgegrabenen Höhlen und wartet ab, bis der Feind verschwunden ist.
Hier könnten vorbeischwimmende Tauchergruppen dafür sorgen, dass wir stundenlang keinen einzige Röhrenall vor die Linse bekommen, deshalb suchen wir uns einen abgelegenen und ruhigen Drehplatz aus. Damit wir überhaupt Aale filmen können, müssen wir hier sicher mit einer guten Zoomoptik arbeiten, da wir uns den scheuen Tieren ja nicht so sehr nähern dürfen. Hier wäre unter Umständen doch ein UW-Stativ nützlich, das unsere Ausrüstung trägt und vielleicht sogar per Fernauslösung für "ungestörte" Aufnahmen sorgt. Auf diese Weise kommen wir sicher an sehr schöne Aufnahmen, die unseren Zuschauern gefallen werden.
Möchten wir Delfine filmen, gehen wir ähnlich vor und informieren uns über die Stellen, an denen Delfine oft gesehen werden. Hier suchen wir eher einen Platz, an dem oft Delfine mit Tauchern zusammen im Wasser sind. Warum? Ganz klar, die Tiere sind an den Taucher und dessen Verhalten und Geräusche gewöhnt und lassen sich darum gut filmen. Wir sehen, wie schnell die Anforderungen an unsere Vorbereitungen auseinander gehen. Das wird auch immer so bleiben, denn fast jedes Lebewesen im Meer hat ein anderes Verhalten, auf das wir bei unseren Filmaufnahmen reagieren müssen. Ganz gleich ob Clownfisch, Octopus oder Walhai, immer sind die Anforderungen an unsere Filmaufnahmen anders. Eine gute Vorbereitung entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg eines Filmprojektes.
Tipp für die Vorbereitung:
Wer nicht viel Geld für Bücher ausgeben möchte, findet alle notwendigen Informationen leicht im Internet. Entweder man sucht in den großen Suchmaschinen oder man schaut in Onlinelexika wie zum Beispiel Wikipedia nach.
Wie wir in den vorangegangenen Workshops gesehen haben, sollten wir nicht unvorbereitet mit einem Filmprojekt beginnen. Ganz im Gegenteil, wenn wir wissen, was wir filmen möchten (sollen), ist die Vorbereitung klar definiert und wir wissen, wie wir uns richtig vorbereiten. Wenn wir nun Meeresbewohner filmen möchten, stellt sich uns die Aufgabe, uns richtig auf die Filmaufnahmen einzustellen. Ich möchte das anhand von Beispielen kurz erklären.
Nehmen wir einmal an, wir möchten Röhrenaale (Heterocongrinae) filmen. Dann müssen wir zunächst einmal in Erfahrung bringen, wo wir diese Fische überhaupt finden können. Nachdem wir mehrere Standorte ausfindig gemacht haben, prüfen wir, wie oft diese Standorte möglicherweise am Tag angefahren werden. Das ist sicher mit einiger Recherchearbeit verbunden, aber auch das kann man per Internet und Telefon/Email herausbekommen. Wir suchen uns dann den Standort heraus, der am wenigsten angefahren wird. Dann studieren wir in der gängigen online/offline Dokumentationen das Verhalten der Tiere und erfahren, dass diese sich stets in Familiengruppen zusammenfinden und Kolonien auf dem Meeresboden bilden und in der vorbeiführenden Strömung nach Zooplankton schnappen. Nähert sich ein Fressfeind, verschwindet die gesamte Kolonie in ihren selbstgegrabenen Höhlen und wartet ab, bis der Feind verschwunden ist.
Hier könnten vorbeischwimmende Tauchergruppen dafür sorgen, dass wir stundenlang keinen einzige Röhrenall vor die Linse bekommen, deshalb suchen wir uns einen abgelegenen und ruhigen Drehplatz aus. Damit wir überhaupt Aale filmen können, müssen wir hier sicher mit einer guten Zoomoptik arbeiten, da wir uns den scheuen Tieren ja nicht so sehr nähern dürfen. Hier wäre unter Umständen doch ein UW-Stativ nützlich, das unsere Ausrüstung trägt und vielleicht sogar per Fernauslösung für "ungestörte" Aufnahmen sorgt. Auf diese Weise kommen wir sicher an sehr schöne Aufnahmen, die unseren Zuschauern gefallen werden.
Möchten wir Delfine filmen, gehen wir ähnlich vor und informieren uns über die Stellen, an denen Delfine oft gesehen werden. Hier suchen wir eher einen Platz, an dem oft Delfine mit Tauchern zusammen im Wasser sind. Warum? Ganz klar, die Tiere sind an den Taucher und dessen Verhalten und Geräusche gewöhnt und lassen sich darum gut filmen. Wir sehen, wie schnell die Anforderungen an unsere Vorbereitungen auseinander gehen. Das wird auch immer so bleiben, denn fast jedes Lebewesen im Meer hat ein anderes Verhalten, auf das wir bei unseren Filmaufnahmen reagieren müssen. Ganz gleich ob Clownfisch, Octopus oder Walhai, immer sind die Anforderungen an unsere Filmaufnahmen anders. Eine gute Vorbereitung entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg eines Filmprojektes.
Tipp für die Vorbereitung:
Wer nicht viel Geld für Bücher ausgeben möchte, findet alle notwendigen Informationen leicht im Internet. Entweder man sucht in den großen Suchmaschinen oder man schaut in Onlinelexika wie zum Beispiel Wikipedia nach.
Schau mir in die Augen kleines...
Das war einer der berühmtesten Sätze der Filmgeschichte (Casablanca, 1942 mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen), aber der Satzinhalt trifft es auch heute noch auf den Punkt. Wir sehen den Tieren lieber in die Augen, als auf die Schwanzflossen. Und das stellt uns vor neue Herausforderungen. Bei Fischarten wie dem Steinfisch (Synanceiidae), die in der Regel einzeln auftreten und nicht besonders agil sind, fällt es uns nicht schwer, uns in Ruhe und mit Geduld anzunähern um eindrucksvolle Aufnahmen dieses Charakterkopfes zu machen.
Dieser Steinfisch (Synanceiidae) wartet geduldig am Fuß eines kleinen Ergs im Roten Meer auf vorbeischwimmende Fische. Dabei kann man ihn in Ruhe filmen.
Bei mehr lokal orientierten Fischarten wie dem Steinfisch müssen wir uns also dahingehend vorbereiten, als das wir uns ihm ganz langsam annähern müssen und wenn möglich auch nicht direkt anzuleuchten, das mag er nämlich nicht besonders. Bei vielen Fischarten sollte der Kameramann sich langsam annähern, wobei der Buddy sich eher zurückhält und versucht hinter dem Kameramann zu bleiben. Wir achten zusätzlich bei unseren Aufnahmen darauf, dass die Szenen auch lang genug sind. Später beim Schnitt kann es immer wieder vorkommen, dass wir auf Besonderheiten der Fischart hinweisen möchten und dann müssen die Szenen lang genug sein, damit wir etwas interessantes über das Tier mit zwei bis drei Sätzen erklären können. Sollte es doch einmal passieren, dass unser Steinfisch aufgeschreckt den Standort wechselt, dann warten wir ein wenig, damit er sich beruhigen kann und nähern uns dann erneut langsam an. Es dürfte jedem klar sein, dass wir dann erneut genügend Aufnahmen machen müssen. Es würde den Zuschauer nachher irritieren, wenn der gleiche Fisch an fünf verschiedenen Stellen jeweils dreißig Sekunden lang gefilmt wurde. Zu schnell bekommt der Zuschauer den Eindruck, dass man die Tiere herumgescheucht hätte, um an die Aufnahmen zu kommen.
Dieser Steinfisch (Synanceiidae) wartet geduldig am Fuß eines kleinen Ergs im Roten Meer auf vorbeischwimmende Fische. Dabei kann man ihn in Ruhe filmen.
Schnappschüsse sind immer willkommen
So mobile Meeresbewohner wie diese echte Karretschildkröte (Eretmochelys imbricata) hier, sind immer für einen Schnappschuss gut. Hier muss man die Gunst der Stunde nutzen und schnell eine "übersichtliche" Aufnahme machen. Die Szene wird dann zur Auflockerung in den Film geschnitten.
Kleine Dinge ganz groß
Diese Schnecke wird nur von oben angeleuchtet und wirft einen unschönen Schatten. Mit etwas Kameralicht kann man das aber schnell korrigieren.
Besonders bei nachtaktiven Tieren sollten wir nicht zu lange an einem Stück drehen und unsere Filmaufnahmen lieber auf mehrere Tauchgänge verteilen, sonst verstecken sich unsere Hauptdarsteller schnell wieder in den Schlupflöchern, in denen sie den Tag verbracht haben.
Schwarmfische und Co.
Einer der interessantesten, wenn nicht auch aufwendigsten Filmobjekte sind Schwarmfische. Die Kunst hierbei ist es den Schwarm von vorne zu filmen, damit man die Fische auch von vorne sehen kann. Wir erinnern uns an Humphrey Bogart, der wollte Ingrid Bergman auch in die Augen schauen – das möchten wir auch mit den Fischen machen. Niemand möchte einen großen Fischschwarm von hinten sehen, nur von vorne hat der Schwarm ein "Gesicht". Das gelingt uns nur, wenn wir uns entweder dem Schwarm in den Weg stellen - das setzt voraus, dass wir wissen wohin der Schwarm überhaupt schwimmen wird - oder wir folgen ihm, was aber sehr schwer ist. Die größten Chancen haben wir, wenn wir uns dem Schwarm in den Weg stellen. Da Schwarmfische gerne und weit wandern, bedeutet das für uns, dass wir mit einer kleinen Ausrüstung möglichst beweglich sein müssen. Ein Zodiak kann uns an den Schwarm heranbringen und auch später wieder abholen, damit wir keine weiten Wege schwimmen müssen. Aber Achtung! Vorsicht bei einem Sardinenschwarm, der sich zu einem Baitball formt. Schnell finden auch die Jäger diese Attraktion und dann kann es für uns schnell gefährlich werden. Dann heißt es genügend Abstand halten – eine gute Position zum Sonnenlicht finden und versuchen alle spannenden Szenen in den Kasten zu bekommen.
Tipp:
Die Aufnahmen sind zehnmal mehr wert für den Betrachter, wenn wir die Tier von vorn filmen. Also achten wir immer darauf dem Fisch in die Augen zu schauen.
Tipp:
Die Aufnahmen sind zehnmal mehr wert für den Betrachter, wenn wir die Tier von vorn filmen. Also achten wir immer darauf dem Fisch in die Augen zu schauen.
Verloren in der Tiefe...
Wichtig für die Orientierung der Zuschauer ist die Kameraausrichtung. Besonders bei Wracks sollten wir darauf achten, die Kamera immer gerade zu halten, um es dem Zuschauer einfacher zu machen, sich ein Bild der Lage des Schiffes zu machen. Auf diesem Bild erkennt der Zuschauer schnell die Schräglage.
Für die Zuschauer ist es in erster Linie wichtig, zu verstehen, wie das Schiff auf dem Meeresgrund liegt. Eine absolut gerade Kameraführung zeigt dem Zuschauer dann, in welcher Lage sich das Schiff befindet. Dann sollte auch etwas zu erkennen sein, das bedeutet für uns, dass wir für die Filmaufnahmen an und in Wracks jede Menge zusätzliches Licht benötigen, um die Szenerie gut auszuleuchten. Hier greifen wir auf unseren Divebuddy zurück, der für uns auch als Beleuchter arbeiten kann. Bei aufwendigeren (vielleicht sogar kommerziellen) Wrackfilmen können das auch mal zwei oder drei Buddys sein, die helfen das Wrack zu beleuchten. In der Regel reicht es aber schon, wenn die Kamera über ein gutes Beleuchtungssystem verfügt und er Divebuddy mit beleuchtet. So bekommt man auf jeden Fall gut ausgeleuchtete Szenen in den Kasten.
Der zweite Kameramann dient hier als Messlatte für das Wrack der Balena. So können die Zuschauer später die Größe des Wracks gut abschätzen.
Damit der Buddy aber ins Bild kommt, ist auch hier eine Vorbereitung notwendig. Normalerweise bleibt mein Divebuddy "immer" hinter mir, um eben nicht ins Bild zu schwimmen. Wenn wir also möchten, dass er auf einer bestimmten Szene drauf sein soll, dann müssen wir ihn entsprechend briefen. Wer öfters miteinander taucht, findet schnell ein paar passende Handzeichen, um auch unter Wasser schnell diese Informationen weiter geben zu können.
Wracks führen ein Eigenleben – wir sollten das auch zeigen!
Fast jedes Wrack ist das Zuhause von mehr oder minder interessanten Meersbewohnern. Wer ein Wrack aufmerksam beobachtet und untersucht, findet eigentlich immer eine Ecke im gesunkenen Schiff, in der sich das Leben tummelt.
Von außen nach innen
Wir führen den Zuschauer an das Wrack heran und zeigen so zum einen die Lage des Schiffes auf und vermitteln zum zweiten gleichzeitig einen Eindruck der Größe.
Wrackfilmen kann man durch das Einbinden geschichtlicher Hintergründe einen besonderen Gehalt und Intensität verleihen. Dabei muss man gar nicht viel Zeit investieren. Es gibt meterweise Bücher über Wracks und das Internet ist eine umfassende Informationsquelle.
Einleitung für eine Zeitreise. Wir drehen langsam die Farbe aus unserem Film heraus und schneiden dann auf Fotos der Werft oder des Stapellaufs.
Wir müssen uns also nicht immer im hier und heute bewegen. Besonders bei Wrackfilmen sind kleine eingebundene Episoden, die uns eine Zeitreise in die Vergangenheit ermöglichen, gern gesehene Stilmittel. Manchmal sind es aber auch die Ladungen, die unserem Film einen interessanten Inhalt bescheren. So könnte ein Film sich damit beschäftigen, warum der Riffkomplex Abu Nuhas diesen Namen trägt. Schuld sind auch hierbei wieder die Wracks, aber das ist eine Geschichte die noch erzählt werden muss.
Denkmalschutz und Kriegsgräberstätten.
Nicht jedes bekannte Wrack darf betaucht werden. Offizielle Kriegsgräberstätten auf See dürfen nicht betaucht werden. In vielen Fällen werden empfindliche Strafen bei Missachtung dieser Auflagen verhängt. Kriegsgräberstätten enthalten die sterblichen Überreste der Besatzung und sollten als letzte Ruhestätte von Tauchern entsprechend geachtet werden.
Leider ist die gesetzliche Grundlage für Kriegsgräberstätten fast überall auf der Welt unterschiedlich. Informationen findet man teilweise im Internet. Unter dem Begriff "Protection of Military Remains Act" findet man zum Beispiel unter Wikipedia im Internet eine Aufstellung von anerkannten Kriegsgräberwracks, die sich in amerikanischen Hoheitsgewässern befinden. Dabei handelt es sich durchgehend um Kriegsschiffe. Beim Betauchen von Kriegsschiffen sollte man sich auch immer der möglicherweise bestehenden Gefahren durch herumliegende Munitionsteile im Klaren sein und entsprechend vorsichtig sein.
Dann gibt es noch offizielle Denkmäler, die als Zeitzeugen auf dem Meeresgrund besonderen Schutz genießen. Auch hier gilt meist ein absolutes Tauchverbot. Die regionalen Guides informieren uns Taucher im Rahmen der Tauchgangsvorbereitung und fahren geschützte Wracks erst gar nicht an. Auch solche Wracks sollten wir aus unseren Filmprojekten ausschließen.
Versunkene Handelsschiffe stehen nur selten unter Schutz. Man sollte sich aber während der Vorbereitungsphase für ein Filmprojekt die Mühe machen und prüfen, ob die ausgewählten Wracks geschützt sind. Ist das der Fall, kann man versuchen über die örtlichen Behörden eine Sondergenehmigung zu erhalten, was sich aber meistens als sehr schwierig und Zeitaufwendig darstellt.
Leider ist die gesetzliche Grundlage für Kriegsgräberstätten fast überall auf der Welt unterschiedlich. Informationen findet man teilweise im Internet. Unter dem Begriff "Protection of Military Remains Act" findet man zum Beispiel unter Wikipedia im Internet eine Aufstellung von anerkannten Kriegsgräberwracks, die sich in amerikanischen Hoheitsgewässern befinden. Dabei handelt es sich durchgehend um Kriegsschiffe. Beim Betauchen von Kriegsschiffen sollte man sich auch immer der möglicherweise bestehenden Gefahren durch herumliegende Munitionsteile im Klaren sein und entsprechend vorsichtig sein.
Dann gibt es noch offizielle Denkmäler, die als Zeitzeugen auf dem Meeresgrund besonderen Schutz genießen. Auch hier gilt meist ein absolutes Tauchverbot. Die regionalen Guides informieren uns Taucher im Rahmen der Tauchgangsvorbereitung und fahren geschützte Wracks erst gar nicht an. Auch solche Wracks sollten wir aus unseren Filmprojekten ausschließen.
Versunkene Handelsschiffe stehen nur selten unter Schutz. Man sollte sich aber während der Vorbereitungsphase für ein Filmprojekt die Mühe machen und prüfen, ob die ausgewählten Wracks geschützt sind. Ist das der Fall, kann man versuchen über die örtlichen Behörden eine Sondergenehmigung zu erhalten, was sich aber meistens als sehr schwierig und Zeitaufwendig darstellt.
Fazit
Wir müssen uns für Tier- und Wrackaufnahmen auch vorbereiten. Entweder durch das Studium der Tierart und deren Verhalten oder aber wir beschäftigen uns mit den Wracks, die wir filmen möchten und verleihen unserem Film durch zusätzliche geschichtliche Informationen mehr Inhalt. Wer Tiere filmt, sollte sich an den berühmten Satz von Humphrey Bogart erinnern "Schau mir in die Augen Kleines" – denn wenn unsere Zuschauer den gefilmten Fischen in die Augen schauen können, haben wir das meiste schon richtig gemacht. Bei den Wracks ist es wichtig, den Zuschauer an die versunkenen Schätze heranzuführen und zu erklären, warum hier etwas schief gelaufen ist. Wrackfilme brauchen eine Geschichte, egal welches Wrack wir filmen möchten und es kostet uns nicht viel Zeit und Aufwand diese Geschichte in Erfahrung zu bringen.
Vorschau Artikel #13
In unserem nächsten Artikel geht es um das Thema "Makroaufnahmen". Besonders in den tropischen Meeren gibt es sehr viele kleine Lebewesen zu entdecken. Hier tut sich vor uns ein vollkommen neues Universum auf, das von uns bislang unbeachtet sein Dasein fristete. Hier bietet sich eine Fülle von Filmideen im Hosentaschenformat. Wir erklären worauf es ankommt, um auch mit Makrofilmen ganz groß raus zu kommen.
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Kommentare
Hallo Detlef,
ganz tolle Videoschule hast du da. Schreibe derzeit an meiner Diplomarbeit über Unterwasserfilm an der Filmschule Wien.
Bin schon gespannt auf deinen nächsten Artikel.
Falls du Lust hast schau mal auf unserer Homepage vorbei, sollte in den nächsten Tagen fertig sein.
Meine Abschlußarbeit war eine Doku über Walhaie.
http://www.whalesharkfilm.com
lg
Johannes
geschrieben von Johannes Leichtle am 29.08.2007






