Hugyfot HFN-D80 mit 45 Grad Winkelsucher
Im Februar habe ich an dieser Stelle im Rahmen eines Testberichtes von meinem ersten Eindruck und den Trockenerfahrungen mit dem Hugyfot-Sportsucher berichtet. Wie angekündigt folgt hier nun der zweite Teil mit den praktischen Erfahrungen, die ich während eines Philippinenurlaubs auf den Inseln Malapascua im Norden von Cebu, Bohol und Negros Oriental sammeln konnte. Dabei bietet es sich an, auch etwas zum HFN-D80 Gehäuse aus der Hugyfot/Greenforce-Schmiede, das seit Anfang des Jahres auf dem Markt ist, zu schreiben.
Inhalt
Von der Bezeichnung her sollte man glauben, es bei der D80 mit einem "Upgrade" der D70 zu tun zu haben. Vielmehr aber hat Nikon mit dieser Kamera ein nur geringfügig abgespecktes Modell im Vergleich zur erfolgreichen D200 auf den Markt gebracht. Dafür ist sie um mehrere Hundert Euro preiswerter und bietet in den Hauptmerkmalen die gleichen Daten wie ihre große Schwester. Mit 10,2 Mega Pixeln, dem 23,6 x 15,8 mm großen CCD und dem großen 2,5 Zoll Display gehört die D80 in das Marktsegment der semiprofessionellen Kameras. Als Speichermedium kommt die SD-Karte zum Einsatz, was den Vorteil hat, einen sehr preiswerten Datenträger zu nutzen, der in der 2 GByte-Version z. Z. ca. ab 15 € kostet. Damit lassen sich dann gut 150 Aufnahmen im RAW-Modus (NEF) abspeichern. Das geschieht bei den preiswerteren SD-Karten zugegebenermaßen etwas langsamer (ca. 5 Sekunden), spielt aber, wenn man nicht gerade in der Sportfotografie unterwegs ist, keine Rolle. Da die D80 über einen zusätzlichen 5-Bild-Speicher verfügt, muss man nicht warten bis der Speichervorgang beendet ist und kommt auf eine für Unterwasser-Fotografie vollkommen ausreichende Bildfolgefrequenz.
Das Gehäuse kommt im bekannt formschönen Hugy-Design in schwarz-roter Farbstellung daher. Mit dem stabilen aber doch leichten eloxierten Aluminium-Schmuckstück kann sich der ambitionierte Unterwasserfotograf in Tiefen bis 100m wagen. Hugyfot wurde von der Firma Greenforce übernommen, die mit modernen CNC-Fräsen die beiden Gehäusehälften aus dem vollen Block hochgenau herstellen.
Es lassen sich in der Standardausrüstung alle Funktionen der Kamera bedienen. Nur die Umschaltung von Autofokus auf manuellen Fokus und die Nutzung der AE-L/AF-L Taste unter Wasser sind optional, ebenso wie das sehr praktische Feature, die Entriegelung für das Objektiv von Außen zu bedienen. Damit ist ein schneller Objektivwechsel nur durch Öffnen des Ports möglich.
Wie bei Hugyfot üblich, erfolgt das Verschließen der Gehäusehälften sicher durch zwei Imbusschrauben. Zu empfehlen ist der optionale Leckwarner, der akustisch und optisch bereits leichten Wassereinbruch signalisiert. In die kleine dazugehörige Schaltung ist bereits die Grundelektronik für einen TTL auf i/eTTL-Adapter integriert. Wer diese Möglichkeit allerdings nutzen will, muss eine blitzspezifische Zusatzplatine bei Hugyfot erwerben. Der verwendete Blitz muss "vorblitzfähig" sein. Ich empfehle allerdings einen über die ebenfalls optional erhältlichen Blitzbuchsen (max. 2) angeschlossenen Blitz manuell zu betreiben. Die direkte Kontrollmöglichkeit bei einer DSLR gibt dem Fotografen die Möglichkeiten, eventuelle Belichtungsfehler sofort zu erkennen und zu korrigieren.
Ich verzichte an dieser Stelle auf Fotos des Gehäuses und verweise hierfür auf meinen ersten Bericht von Februar 2007.
Es lassen sich in der Standardausrüstung alle Funktionen der Kamera bedienen. Nur die Umschaltung von Autofokus auf manuellen Fokus und die Nutzung der AE-L/AF-L Taste unter Wasser sind optional, ebenso wie das sehr praktische Feature, die Entriegelung für das Objektiv von Außen zu bedienen. Damit ist ein schneller Objektivwechsel nur durch Öffnen des Ports möglich.Wie bei Hugyfot üblich, erfolgt das Verschließen der Gehäusehälften sicher durch zwei Imbusschrauben. Zu empfehlen ist der optionale Leckwarner, der akustisch und optisch bereits leichten Wassereinbruch signalisiert. In die kleine dazugehörige Schaltung ist bereits die Grundelektronik für einen TTL auf i/eTTL-Adapter integriert. Wer diese Möglichkeit allerdings nutzen will, muss eine blitzspezifische Zusatzplatine bei Hugyfot erwerben. Der verwendete Blitz muss "vorblitzfähig" sein. Ich empfehle allerdings einen über die ebenfalls optional erhältlichen Blitzbuchsen (max. 2) angeschlossenen Blitz manuell zu betreiben. Die direkte Kontrollmöglichkeit bei einer DSLR gibt dem Fotografen die Möglichkeiten, eventuelle Belichtungsfehler sofort zu erkennen und zu korrigieren.
Ich verzichte an dieser Stelle auf Fotos des Gehäuses und verweise hierfür auf meinen ersten Bericht von Februar 2007.
Das Bajonett für die Portanschlüsse ist beibehalten worden, sodass vorhandene Hugyfot-Frontgläser weiter verwendet werden können.Generell lassen sich auch vorhandene Objektive analoger Nikon-Kameras weiter verwenden. Einschränkend ist allerdings zu beachten, dass sich aufgrund der geringeren Größe des CCD gegenüber dem Kleinbildformat eine 1,5-fache Verlängerung der Brennweite ergibt, die speziell im Weitwinkelbereich häufig die Neuanschaffung kürzerer Brennweiten notwendig macht. Auch ist zu beachten, dass speziell für die Digitalfotografie vergütete Linsensysteme angeboten werden (bei Sigma mit dem Zusatz DC bzw. DG).
Will man einen vorhandenen Domport weiter verwenden, bietet Hugyfot hierfür verschiedene Längen von Zwischenringen (Extendern) an. Eine eingehende Beratung ist allerdings nach meiner Erfahrung erforderlich, um eine geeignete Kombination aus Objektiv, Domport und Extender zu finden. Ohne hier auf dieses komplexe Thema näher eingehen zu wollen, sei mir doch der Hinweis gestattet, dass für eine gute optische Qualität darauf zu achten ist, dass der Mittelpunkt der Kugel, aus der der Dom ein Segment darstellt, möglichst genau auf der sog. Eintrittspupille des Objektivs liegen sollte.
Der 45 Grad Sucher von Hugyfot, den ich während meines Philippinenurlaubs durchgehend benutzt habe, hat sich bewährt.
Auf der Reise demontiert transportiert, war er Dank des speziellen Werkzeugs, das mittlerweile zum Lieferumfang gehört, schnell einsatzbereit.
Aufgrund der herrschenden wirklich sehr schlechten Sichtverhältnisse habe ich keine praktischen Erfahrungen mit WW sammeln können, sondern ausschließlich mit dem Sigma 70 mm Fischportraits und Makromotive festgehalten. Dabei war der Sucher in den meisten Fällen hinsichtlich des 45 Grad Winkels sehr hilfreich (z.B. um in Grundnähe zu fotografieren), immer natürlich wegen des hellen und großen Sucherbildes. Dennoch bedarf es einiger Übung und Gewöhnung, das Objekt bei Makroaufnahmen durch den Sucher "wiederzufinden". Ich habe mir ein übliches Verfahren zueigen gemacht: über das Gehäuse das Ziel anvisieren und dann mit dem Sucher ohne Verreißen die Feinjustage durchführen. Das funktioniert nach einiger Übung sehr gut! In sehr wenigen Fällen hätte ich den Standardsucher mit dem "geraden Einblick" vorgezogen, speziell wenn es einmal erforderlich wurde, von oben nach unten zu fotografieren.
Auf der Reise demontiert transportiert, war er Dank des speziellen Werkzeugs, das mittlerweile zum Lieferumfang gehört, schnell einsatzbereit.Aufgrund der herrschenden wirklich sehr schlechten Sichtverhältnisse habe ich keine praktischen Erfahrungen mit WW sammeln können, sondern ausschließlich mit dem Sigma 70 mm Fischportraits und Makromotive festgehalten. Dabei war der Sucher in den meisten Fällen hinsichtlich des 45 Grad Winkels sehr hilfreich (z.B. um in Grundnähe zu fotografieren), immer natürlich wegen des hellen und großen Sucherbildes. Dennoch bedarf es einiger Übung und Gewöhnung, das Objekt bei Makroaufnahmen durch den Sucher "wiederzufinden". Ich habe mir ein übliches Verfahren zueigen gemacht: über das Gehäuse das Ziel anvisieren und dann mit dem Sucher ohne Verreißen die Feinjustage durchführen. Das funktioniert nach einiger Übung sehr gut! In sehr wenigen Fällen hätte ich den Standardsucher mit dem "geraden Einblick" vorgezogen, speziell wenn es einmal erforderlich wurde, von oben nach unten zu fotografieren.
Das Fotografieren mit der D80 in ihrem Hugy-Gehäuse macht Spaß. Die Bedienung ist denkbar einfach durch gut erreichbare und präzise funktionierende Bedienelemente. Das Display ist selbst bei montiertem 45 Grad Sucher gut einzusehen.
Dem Umsteiger auf eine digitale SLR fällt natürlich die Möglichkeit der sofortigen Bildbeurteilung (im eingeschränkten Maße) als großer Unterschied zur Analogfotografie ins Auge. Sie macht es auch sehr leicht möglich auf die TTL-Blitzsteuerung zu verzichten und dafür die Blitzleistung manuell auf die gewählte Blende anzupassen.
Ich hatte schon erwähnt, dass ich den ganzen Urlaub das Sigma 70 mm DG (Digital Grade) Makro im Einsatz hatte. Die Absicht bei der Wahl dieser Brennweite war einfach, wieder auf meine gewohnten 105 mm zu kommen. Nach den nun gemachten ersten Erfahrungen werde ich allerdings für Makroaufnahmen nahe des 1:1 Abbildungsmaßstabes wieder mein altes Sigma 105 mm hernehmen, da beim 70er einfach zu wenig Platz für die Positionierung eines voluminöseren Blitzes bleibt. Es bleibt der Nachteil in Kauf zu nehmen, dass das Auffinden des Objektes, speziell durch den Winkelsucher, bei dem kleineren Öffnungswinkel geübt sein will.
Dem Umsteiger auf eine digitale SLR fällt natürlich die Möglichkeit der sofortigen Bildbeurteilung (im eingeschränkten Maße) als großer Unterschied zur Analogfotografie ins Auge. Sie macht es auch sehr leicht möglich auf die TTL-Blitzsteuerung zu verzichten und dafür die Blitzleistung manuell auf die gewählte Blende anzupassen.Ich hatte schon erwähnt, dass ich den ganzen Urlaub das Sigma 70 mm DG (Digital Grade) Makro im Einsatz hatte. Die Absicht bei der Wahl dieser Brennweite war einfach, wieder auf meine gewohnten 105 mm zu kommen. Nach den nun gemachten ersten Erfahrungen werde ich allerdings für Makroaufnahmen nahe des 1:1 Abbildungsmaßstabes wieder mein altes Sigma 105 mm hernehmen, da beim 70er einfach zu wenig Platz für die Positionierung eines voluminöseren Blitzes bleibt. Es bleibt der Nachteil in Kauf zu nehmen, dass das Auffinden des Objektes, speziell durch den Winkelsucher, bei dem kleineren Öffnungswinkel geübt sein will.
Mit dem Umstieg auf die digitale UW-Fotografie und der Entscheidung bei einem Hugyfot-Gehäuse geblieben zu sein, bin ich sehr zufrieden. Ebenso verhält es sich mit der ja bekanntlich nicht ganz billigen Umrüstung auf den 45 Grad Sucher. Auch sie hat sich für mich ganz persönlich ausgezahlt; das helle und große Sucherbild steht für mich dabei im Vordergrund. Doch hier muss jeder selber schauen, wo er seine Prioritäten setzt!Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Reise Ende des Jahres ins südliche Ägypten, um dann auch endlich Erfahrungen mit der Weitwinkelausrüstung (Sigma 10 – 20 mm mit altem Hugyfot-Dom DPA 31 (56 x 116) und 45 mm Extenderring) sammeln zu können.
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Kommentare
Hallo Jürgen.
Ehrlicher Bericht, der mich als D 80 Besitzer ( leider ohne UW-Gehäuse) und noch Nikonos-Fotograf sehr interessiert hat.
Es ist immer gut, wenn Privatanwender-also Leute wie du und ich-ihre Erfahrung anderen Intessierten mitteilen, ohne auf kommerzielle Fakten Rücksicht nehmen zu müssen.
Weiterhin viele gute Fotos und allzeit "Gut Luft"
Rosch
geschrieben von am 26.06.2007







