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posted by Serge Abourjeily on 2010/09/11

Light & Motion: SOLA 600 Testbericht

Akkus werden kleiner, LEDs werden leistungsstärker und DSLRs können plötzlich filmen. Darum gibt es nun auch Produkte wie die Light & Motion SOLA 600: Halb Video- halb Fokuslicht – mit jeder Menge interessanter Features. Anbei ein kleiner Erfahrungsbericht.












Als neuer (und glücklicher) Besitzer einer EOS 7D war für mich sofort klar, dass ich nun ein Fokuslicht brauche, das ich auch für die Beleuchtung von Videosequenzen einsetzen kann. Zum Glück hat mein altes Fokuslicht zeitgleich den Geist aufgegeben. Nach kurzem Überlegen und zwanghaftem Ausblenden der Preisunterschiede habe ich mich für die SOLA 600 von Light & Motion entschieden. Eine völlig versiegelte und flutungssichere Lampe, die leistungsstark ist, verschiedene Powersettings bietet, per Induktionskontakt geladen wird und auch noch rotes Licht bietet – wer kann da Nein sagen? Ich habe sie mir zum unverbindlichen Test zuschicken lassen und war sofort begeistert.


Der äußere Eindruck

Definitiv war ich zuallererst über die geringe Größe überrascht – natürlich hatte ich die Specs bereits gelesen. Aber als ich die Lampe dann aus Ihrem (mitgelieferten) Täschchen holte fehlten mir erstmal die Worte. Ich habe nun wirklich kleine Hände, konnte das Ding dennoch ganz in meine Handfläche legen. Ebenso auffällig ist die gute Verarbeitung – sowohl das Material des Gehäuses, als auch der Magnetschalter oder die Leuchten selbst. Alles erzeugt ein sehr starkes "Kauf mich"-Gefühl.
Bedienung

Nach einer kurzen Begutachtung des Designs habe ich das Ding natürlich sofort einschalten müssen. Der Magnetschalter auf der Oberseite lässt sich nach vorne und hinten schieben: Nach vorne gibt's weißes Licht und nach hinten rotes.




















Ich habe mich erstmal für den Vorwärtsgang entschieden und habe mich mit drei leichten Magnetbewegungen durch die drei Powersettings weißen Lichts geschalten (kleinste Stufe = 150 Lumen / Mittlere Stufe = 300 Lumen / Höchste Stufe = 600 Lumen). Positiv fallen hierbei sowohl die Lichtstärke selbst, als auch die extrem gleichmäßige Ausleuchtung des 75° Floods auf.

Praktisch ist ebenso die Leucht-Anzeige auf der Oberseite der Lampe: Drei kleine Dioden zeigen an, auf welcher Leistungsstufe man sich befindet (1 Diode = Kleinste Powerstufe / 2 Dioden = Mittlere Powerstufe / 3 Dioden = Höchste Powerstufe). Die Farbe der Dioden indiziert dabei die Ladung des Akkus (Grün = 100 - 75 % / Gelb = 75 - 50% / Rot = 50 - 25% / Blinkend = weniger als 25%).

Ich muss zugeben, dass ich erstmals gar nicht an das rote Licht gedacht habe und somit habe ich es auch erst eingeschalten, nachdem ich die drei Weißen Lichtstufen getestet hatte. Ich muss sagen, dass mich der Schlag getroffen hat – Das Licht ist irgendwie extrem schwer zu beschreiben. Es ist auf jeden Fall extrem Rot und extrem intensiv.
Aufladen und Akku
Die SOLA 600 wird über Goldkontakte von außen aufgeladen. Dadurch (und durch die Bedienung mittels Magnetschalter) ist die Leuchte komplett vom Wasser isoliert und es kann keine Flutung durch versehentliches Einklemmen eines O-Rings geben.

Das Aufladen ist extrem simpel: Nasse Kontakte abpusten, Ladestecker aufsetzen (ein kleiner Plastikstecker zwischen den zwei Goldkontakten verhindert verkehrte Polung) und warten, bis die Ladeanzeige voll zeigt. Die Batterie ist "Memory Free" und kann jederzeit zwischen Tauchgängen nachgeladen werden.

Der Akku ist extrem Leistungsstark und Nachladen ist nur selten nötig ... ich habe die SOLA in 1 Woche tauchen nicht leer bekommen. Darum musste ich zu Extrem-Maßnahmen greifen (Lampe den ganzen Tauchgang anlassen) ... auf jeden Fall scheinen die Herstellerangaben zu stimmen: Auf kleinster Powerstufe Weißlicht schafft die SOLA 600 drei 90-Minuten Tauchgänge (sogar mit zwischenzeitlichem kurzem umschalten auf höhere Powerstufen) und hat immernoch etwas Saft.
Einsatz unter Wasser
Was mich an meinen bisherigen Fokuslichtern immer gestört hat, war, dass ich vergessen habe sie auszuschalten, wenn ich sie unter Wasser gerade nicht gebraucht habe. Mal abgesehen davon, dass man die SOLA aufgrund der guten Akkuleistung auch anlassen könnte, habe ich sie dennoch nie versehentlich brennen lassen: Denn die Anzeige oben auf der Lampe zeigt immer an ob und auf welcher Stufe die SOLA brennt.

Was mich am Schaltsystem der SOLA stört, ist die Tatsache, dass die Lichtstufe beim Ausschalten wechselt: Um das Licht auszuschalten, muss man den Magnetschalter 2 Sekunden in die gewählte Richtung halten (bei Weißlich also nach vorne). dabei wechselt das Licht erst kurz in die nächste Stufe, ehe es ausgeht. Wenn man also das Licht auf z.B. auf Stufe 1 nutzt und es ausschält, muss man beim Einschalten erst wieder durch 2 Stufen klicken, ehe man wieder zurück zur gewünschten Lichtstärke kommt. Dies ist beim einstufigen Rotlicht natürlich nicht der Fall.

Am überraschendsten für mich war ohnehin das Rotlicht unter Wasser: Nicht nur waren die 200 Lumen (Zum Vergleich: etwas über 600 Lumen bei voller Stufe Weißlicht) völlig ausreichend zum Fokussieren – das Rotlicht hat sich auch (meiner Meinung) nach tatsächlich auf das Verhalten der Critters ausgewirkt und ich konnte weniger Fluchtverhalten erkennen als z.B. mit der kleinsten Stufe Weißlicht.

Ich habe das Rotlicht sogar mal experimentell für ein paar Filmchen verwendet und es kommen ganz interessante Ergebnisse dabei heraus … besonders wenn man Dinge vor blauem Hintergrund filmt. Was sicher auch noch ein interessantes Einsatzgebiet sein kann ist das Einsetzen der Lampe bei Weitwinkel-Mischlicht-Fotografie – indem man die Lampe zum Beispiel mit rotem Licht in einen Schwamm hineinlegt oder einem Model in die Hand gibt.

Ein letzter Pluspunkt war das geringe Gewicht – der Trim des Gehäuses hat sich durch die SOLA kaum verändert – auch nicht wenn ich sie mit einem langen Arm beim filmen etwas vom Gehäuse wegnehme.

Ein weiteres Manko für mich (gerade hier in Lembeh, wo viel Sediment im Wasser ist und der Sand magnetisch reagiert) ist die Tatsache, dass die Feder am Magnetschalter nicht geschützt ist, sondern unter der Plastikabdeckung des Schalters offen daliegt. Darum sollte sie nach den Tauchgängen gut gereinigt werden. Hier hätte sich Light & Motion meiner Meinung nach etwas besseres einfallen lassen können.


Fazit


Weitere Meldungen von Herstellern, die hier genannt wurden
Erschienen in: Testberichte | UW-Fotografie
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comments

Habe die SOLA 600 jetzt ausgiebig getestet.

Nach 75min Nightdive und der SOLA als Hauptlampe zeigte die Lampe noch eine Akkukapazität von mehr als 75 %.
Beindruckend bei der Größe was das Licht alles leistet.....

Im Reisegepäck definiere ich die Lampe als Taschenlampe !

grin

posted by .(JavaScript must be enabled to view this email address) on 2010/10/08 Germany

Ich habe sie mir jetzt auch bestellt grin

posted by Mio on 2011/09/06 France

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