Macro Machines: Dritter Teil – Einstellungen
Aber: Wer die gleiche Technik nun bei einem Motiv anwendet, das nahe vor einem Hintergrund sitzt, der wird exakt den gegenteiligen Effekt erzielen. Denn da nun Vorder- und Hintergrund scharf sind (durch die Tiefenschärfe der hohen Blendenzahl) wird nichts freigestellt und das Motiv verliert sich. Also heißt es umdenken! Wer nun eine offene Blende wählt (kleine Zahl, z. B. f5,6) und auf das Motiv fokussiert, wird dieses scharf abbilden und den Hintergrund unscharf. Das Ergebnis ist ein freigestelltes Motiv, das direkt ins Auge sticht. Dieses Beipiel zeigt deutlich, dass es eben nicht immer mit hoher Blendenzahl und kurzer Belichtung getan ist, sondern auch lohnt mal umzudenken. Den Tieren zuliebe bevor man abdrückt und sie blind macht

So kann man zum Beispiel ein klassisches Freistellermotiv, bei welchem das Motiv vor freiem Wasser steht ruhig auch mal mit blauem Hintergrund statt mit schwarzem abbilden (einfach offenere Blende und dann die Belichtungszeit so einstellen, dass ganz leicht unterbelichtet wird). Oder einfach mal trotzdem die Freistellung mit der Tiefenschärfe versuchen. Oder bei einer Freistellung des Motivs mal weiter in Detail gehen und die Schärfe nur auf bestimmte Bildpartien (z.B. nur einen kleinen Teil um die Augen) legen.
Hierbei kann man ruhig auch mal den Blickwinkel und die Perspektive wechseln – und dann aus jedem Blickwinkel heraus die beste Einstellung finden. Am besten übt man so etwas an einem kleinen Korallenzweig, der frei steht. Oder auch an einer Schnecke, einem Skorpionfisch oder an anderen unbeweglichen "Zielen".
Sehr bald entwickelt man dann ein Gefühl für die richtige Einstellung im richtigen Moment ... und entdeckt plötzlich: "Makro ist ja vieeeeel vielfältiger als Weitwinkel." und fragt sich, wie nur jemand von Standard Einstellungen für Makro sprechen kann. Viel Spass beim Ausprobieren!
Hallo Serge,
ich finde den Beitrag sehr interessant und sehr hilfreich, allein schon die Beispielbilder machen Lust aufs Tauchen mit Macro Ausrüstung. Werde noch viel üben müssen, freue mich schon auf meinen nächsten Tauchgang.
Gruß Bernd
Hi Serge,
in der Kürze auf den Punkt gebracht, alter Makroschlingel. Du experimentierst ja ziemlich mit den Konvertern rum. Könntest du nicht mal zu ausgewähleten Bildern in deinem Artikel die Objektiv + Belichtungsdaten benennen? Dann können wir mal nachvollziehen, wie sich die Optiken genau auswirken.
Wie oft warst du auf den Wiesen?
Tschueß Jörg
Auch als Videograf habe ich diesen Beitrag mit Spannung gelesen - sehr interessant mit welchen Tricks man die gewünschten Effekte erzielen kann.
Hallo Serge,
super, dieser Macro-Beitrag. Du hast die Technik schön beschrieben und mit Beispielen unterlegt.
Nur etwas möchte ich noch wissen: bei den Digitalkameras spricht man von "förderlicher Blende", bzw. der Grenze, wo die Schärfentiefe dann nicht mehr zunehme wegen Beugung der Lichstrahlen - je kleiner der Sensor, desto eher tritt dies auf. Bei meiner Nikon D 300 offenbar ab Blende 11. Du sprichst aber von vollem Abblenden - sieht man dann auf dem UW-Bild, dass die Schärfe nicht mehr zunimmt oder ist die "förderliche Blende" nur eine theoretische Messung, die wir eh nicht sehen?
Gruss Aschi
hi Serge,
klasse Beitrag.Mit wenigen Worten das enscheidene gesagt.Einfach und logisch-leicht im Hinterkopf zu behalten was du sagst, auch wenn man schon etwas tiefer in die "Stickstoffpulle" geluschert hat *g*.
nee im ernst, toller Beitrag.
Eine Antwort auf Aschis Frage würde mich natürlich auch interessieren.Bin digital Newcommer und werde ab Donnerstag endlich mit solchen Fragen konfrontiert.
Gruss
Joerg





