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posted by Serge Abourjeily on 2008/09/10

Macro Machines: Erster Teil – Kamera und Blitze



"Makro mache ich, wenn die Sicht schlecht ist!" Das hört man oft von Unterwasserfotografen – eigentlich fast ein bisschen schade! Denn gute Makro-Aufnahmen können extrem faszinierend sein und oft auch spektakulären Riff-Panoramen die Show stehlen. Wenn sie richtig gemacht sind. Sie werden wohl nie ganz an die Popularität der Weitwinkelfotografie herankommen – Schildkröten, Haie und Delphine sind meistens die besseren Hingucker – aber Sie können ungewohnte Perspektiven öffnen und ermöglichen viel Variationsmöglichkeiten durch Lichtführung, Komposition und Tiefenschärfe. Und manchmal kommen die besten Bilder dann eben doch bei einem Makro Tauchgang heraus. Diese Artikelreihe soll mehr Lust auf Makro machen und die verschiedenen Möglichkeiten für Material und Technik aufzeigen. In diesem Teil widmen wir uns der Wahl von Kamera und Blitzen.
Der Kamerabody – Crop als Vorteil!
Bei der Auswahl der Kamera können sich Makro-Fans freuen – denn Crop Kameras, haben gegenüber Kameras mit Vollformatsensoren zwei entscheidende Vorteile: Sie bieten mehr Vergrößerung und vergrößern den Bildausschnitt um den jeweiligen Crop Faktor (x1,5 bei Nikon, x1,6 bei Canon und x2 bei Olympus) und bieten im Vergleich zu Vollformat-Chips mehr Tiefenschärfe.

Die Vergrößerung an sich ist ein recht offensichtlicher Vorteil, aber auch für die Tiefenschärfe wird man bei Supermakros mit Dioptern sehr dankbar sein, denn da gibt's nur noch Schärfe im Milimeterbereich. Also einer der wenigen Bereiche in der Unterwasserfotografie, wo sparen lohnt. Ob nun 400D, 450D, 40D oder 50D bei Canon bzw. D80, D90, D200 oder D300 bei Nikon – all diese Kameras bieten den Crop Vorteil, der für Makrofans so wichtig ist. Ein zusätzliches Plus für die Crop-Riege: Alle diese Kameras verfügen über einen internen Blitz und können externe Blitze somit auch über optische Kabel ansteuern.

Die Blitze – zwei kleine oder lieber ein Großer?
Im Gegensatz zur Weitwinkelfotografie – wo der Einsatz von Rotfiltern mittlerweile schon gängig ist – braucht man für Makro Blitze. Ohne diese werden die Motive oft nicht ausreichend beleuchtet – zumal oft hohe Blendenzahlen gewählt werden.
Bei der Anzahl der Blitze scheiden sich die Geister: Viele schwören auf einen, um durch Schatten und Lichtführung Atmosphäre zu erzeugen, andere bestehen auf zwei Blitze für eine Saubere Ausleuchtung. Beides ist natürlich gut – aber im Zweifelsfall geben zwei kleinere Blitze mehr Flexibilität, als ein Großer – zumal man immer einen abschalten kann.
Mega Blitzkanonen um riesige Blendenwerte zu kompensieren braucht es nicht: Bei richtiger Positionierung kann auch ein INON 240 oder ein Sea&Sea YS110 einen hohen Blendenwert bezwingen. Und zwei davon erst recht. Diese kleineren Blitzmodelle bieten noch den zusätzlichen Vorteil, dass sie handlicher sind und extrem nah vor dem Port positioniert werden können und bei engen Situationen nicht das Riff beschädigen.
Gerade bei INON Blitzen (und jetzt auch beim neuen YS 110 Alpha) lohnt sich der Einsatz mit optischem Kabel – das spart nicht nur Geld und Ärger (die Kabel sind günstig und können nicht fluten), sondern liefert auch erstklassige TTL Ergebnisse, die sich mit teuren TTL Adaptern messen können.


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