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posted by .(JavaScript must be enabled to view this email address) on 2011/01/10

Das Nauticam NA-550D für die Canon EOS 550D DSLR ein Erfahrungsbericht von Thomas Scheller

Nauticam ist ein neuer Spieler auf dem Markt für Kameras im Unterwassergehäuse aus meerwasser-beständig, eloxiertem Aluminum. Digideep-Mitglied Thomas Scheller hat den Sprung zu dieser neuen Marke mit seiner Canon EOS 550D gewagt und sein Patima Gehäuse für die G11 hinter sich gelassen. Wer auch mit dem Gedanken zum Aufstieg in die Spiegelreflexklasse spielt und eine 550D besitzt, sollte seine ersten Bilder und den ersten deutschsprachigen Nauticam Erfahrungsbericht studieren.

Erfahrungsbericht: Nauticam NA-550D von Thomas Scheller
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte

Nachdem ich zuletzt mit einer Canon G9 im Patima-Gehäuse unterwegs war und sich insbesondere im Weitwinkelbereich keine, für mich, ordentliche Lösung geboten hat, fiel der Entschluss auf DSLR umzusteigen. Dabei ist mir diese Entscheidung nicht ganz leicht gefallen. Gerade im Makro-Bereich war ich sehr zufrieden mit der G9 und den Möglichkeiten am Gehäuse unter Wasser diverse Linsen zu befestigen.

Nach etwas Suchen und Surfen hatte ich dann folgende Kandidaten in die engere Auswahl genommen:

Nicht geworden sind es dann:

das Patima - hier war nach Inaugenscheinnahme der Zugriff auf die Kamerafunktionen zu sehr eingeschränkt, wenngleich hier der Preis am interessantesten war.

das Hugy – hier hat mich hauptsächlich der Gehäuseverschluss mit Imbus-Schlüsseln gestört; ist mit auf die Dauer zu fummelig, auch wenn „der Rest“ gepasst hätte. Vor allem der kleinere Dome und das HugyCheck System hätten mich neben der durchaus ansprechenden Form gereizt. Die Meinung dazu hatte ich mir online gebildet, ohne es mal in Natura anfassen zu können.

das Aquatica – hier konnte am Makroport keine Zusatzlinse montiert werden, ansonsten wäre das Gehäuse mein Favorit gewesen. Auch hier hatte ich meine Entscheidung fernmündlich durch das Internet und Telefonate getroffen.

Tja – und so ist es nun das Nauticam geworden.

Das Nauticam NA-550D Gehäuse im Detail

Die Verarbeitung darf man ohne Übertreibung als einwandfrei bezeichnen. Das Gehäuse ist eloxiert, alle Knöpfe aus Edelstahl, sämtliche Teile des Innenlebens sind separat verschraubt so dass ein etwaiger Austausch problemlos von statten gehen kann. Dies hat sich auch beim Einbau des Upgrade-Kit gezeigt – hier wurde ein kleines Plastik-Bauteil durch ein Edelstahl-Teil ersetzt – der Einbau ging (durch mich) problemlos von statten! Hier hat Nauticam aufgrund einer sporadisch, in wenigen Einzelfällen auftretenden Undichtigkeit sehr kurzfristig reagiert und allen Gehäusebesitzern dieses Kit zukommen lassen- toller Service, fand ich.

Der neue Verschluss, welcher von Nauticam erstmals mit dem NA-550D vorgestellt wurde, hat mich sofort begeistert. Es gibt keine eingeklemmten Finger mehr oder gar irgendwelche Verletzungen an den „bekannten“ scharfkantigen Laschen, die sonst bei diversen Unterwassergehäuseherstellern üblich sind. Ein versehentliches Öffnen sollte Dank der zusätzlichen Sicherheitsverriegelung ausgeschlossen sein. Künftige Nauticam Gehäusemodelle werden, laut Hersteller, auch mit diesem Verschlusssystem ausgestattet sein. Käufer der Vorgängermodelle, wie zum Beispiel für die 7D, Nikon D90, D300s etc. werden nicht davon profitieren. Aus diesem Grund war ich umso glücklicher eine Canon EOS 550D erworben zu haben.

Die gummierten Griffe bieten guten Halt. Allerdings erschienen sie mir für den Transport in und aus dem Wasser etwas wackelig. Hier habe ich für das optional erhältliche Nauticam M10 Lanyard Set entschieden. Zwei robuste Kugeln werden direkt am Gehäuse montiert und mit einer Tragekordel verbunden. Die Kugeln mit O-Ring sind zum System von ULCS und INON kompatibel und dienen als Blitzbefestigung (vgl. Foto).

Ein Leckwarner ist ebenfalls ist dagegen in der Standardkofinguration des Nauticam NA-550D enthalten. Dieser wird mit einer separaten Knopfzelle betrieben und warnt akustisch und optisch. Die LED zur optischen Leckwarnung ist auf der Gehäuserückseite angebracht und damit stets im Blickfeld des Fotografen.

Die Ports weisen separate Verriegelungen auf, entweder am Gehäuse mittels einer gegenläufigen Verzahnung oder mittels eines kleinen Bolzens im Port. Funktioniert tadellos, lediglich die Sache mit dem Bolzen ist nichts für „dicke Finger“. Wer einen Kugelscheiber zur Hand hat oder die Imbusschlüssel aus dem Lieferumfang des Gehäuses kann den Sicherheitsbolzen damit leicht herausangeln. Man brauch das jedoch nur beim Wechsel der Zwischenringe tun, nicht bei den Hauptanschlüssen der Ports.

Der Einbau der Kamera erfolgt mittels separater Platte die am Stativgewinde montiert wird, anschliessend schiebt man die Kamera mit Platte in den Schlitz im Gehäuse und arretiert das Ganze mit einem Reiber. Nichts wackelt. Allerdings sollte man etwas Vorsicht walten lassen wenn ein Zoomring montiert ist, um zu vermeiden dass den Zahnrädern etwas geschieht wenn man mit zuviel Kraft die Kamera ins Gehäuse schiebt. Ein Objektivwechsel ohne Kameraausbau ist möglich, allerdings muss dafür der ganze Port abmontiert werden – bleibt sich also gleich was man abmontiert, finde ich. /// Anmerkung der Redaktion: Beim Wechsel von Makro- auf Weitwinkel kann es durchaus manchmal schon von Vorteil sein, nur einen statt zwei O-Ringe kontrollieren zu müssen. Deswegen haben die besseren Gehäuse im Markt in der Regel ein „Lens-Release“ Feature, wie hier beschrieben. ///

Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man der kamerainternen Blitz nicht per Taste am Gehäuse öffnen kann. Bereits beim Einbau, sollte man stets daran denken. Das Ein- und Ausschalten des Blitzes geschieht dann über das Kameramenü.

Praxiseinsatz unter Wasser

Abgesehen davon dass das komplette System mit dem großen Domport, aber ohne Blitze mit ca. 300 Gramm sehr viel Auftrieb hat, ist das Handling unter Wasser sehr gut. Blitze und Armsegmente bringen den entscheidenden Kick und machen das System fast neutral.

Der Live-View bietet eine gute Übersicht. Wenn man Fokussiert klappt der Spiegel kurz herrunter – was zu einer Auslöseverzögerung von ca. 1- 1,5 Sekunden führt. Bei bewegten Motiven verpasst man dadurch hin und wieder einen guten Schuss. Bei Verwendung des Sucher-Okulars verschwindet dieser Nachteil und das Handling ist genauso schnell und präzise wie an Land.

Mein Equipment mit denen unbearbeiteten Unterwasserfotos
in diesem Bericht entstanden sind besteht derzeit aus:


Was mir bis jetzt an dieser Konstellation aufgefallen ist:
Auf Reisen mit dem Nauticam NA-550D

Für alle reisenden Taucher sei gesagt daß ein komplettes DSLR-Outfit im LowePro Fastpack 350 Platz findet.

In meinem Fall mit:

Die Cam sowie ein „Immerdrauf“ wird im Bauchladen befördert. Bei Verwendung des Tokina 10-17mm fällt der 40mm-Zwischenring weg, damit hätte auch die Cam bzw. ein Ersatzbody im Rucksack Platz. Gewichtsmäßig liegt man dann in der 10-12 Kilo-Klasse.

Fazit

Das hat mir nicht so gut gefallen,...

Alles in allem ein tolles Teil – ich würds sicher wieder kaufen. Ob die Oberfläche des Gehäuses glatt eloxiert/beschichtet sein muß sei dahingestellt – eine „gröbere“ Oberfläche wie beim Aquatica könnte ggf. weniger anfällig für Schrammen jeglicher Herkunft sein.

Bezugsquellen

Ich selber habe bei Hydronalin gekauft und kann jedem den fachkundigen und erfahrenen Support empfehlen!
...,neben der Tatsache, dass ich dort den besten Preis für alles bekommen habe.

Hydronalin e. K.
Eldenaer Str. 29
10247 Berlin, Germany

Tel: 030/31806725
Fax 030/31806726
www.hydronalin.com

www.nauticam.biz
www.nauticam.ch
 

H&P Ihr UW - Fotopartner
Herrenbergerstr. 54
72202 Nagold, Germany

Tel: 07054/9203381
Fax 07054/931678
www.uw-fotopartner.com

 

Unterwasserkamera.at
Pfefferminzenweg 10/2
A-1220 Wien, Österreich

Tel: +4312039100
Fax +431203910015
www.unterwasserkamera.at



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Erschienen in: Testberichte | UW-Fotografie
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comments

Hallo und vielen Dank für Deinen Bericht!
Interessant wäre vielleicht noch, ob Du die Blende und Verschlusszeit mit einem Finger bedienen kannst?. Also ohne Absetzen?.
Na dann weiterhin viel Freude mit dem Gehäuse.
Grüße Olaf

posted by Olaf Brettschneider on 2011/01/12 Canada

Hallo und vielen Dank für Deinen informativen Bericht-das hat bei der Entscheidungsfindung doch sehr geholfen zusammen mit der tollen und kompetenten Hilfe von Andi Voeltz. Eine Frage habe ich nochmal zum Transport vom DSLR-Outfit im LowePro Fastpack 350:
Müssen folgende Ausrüstungsgegenstände 

8,5“ Nauticam Acryl Dome
Nauticam NA-550D Gehäuse
auseinandergebaut werden im Rucksack oder geht das ganze kompakt in diesen Rucksack?

Best fishes Eva

posted by .(JavaScript must be enabled to view this email address) on 2012/02/20 Germany

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