Sealux CD300 Testbericht
Inhalt
Das Sealux Gehäuse CD 300 liegt sehr gut in der Hand und ist einfach zu bedienen.
Alle Bedienelemente sind gut erreichbar. Das CD 300 ist in der von Sealux gewohnten
robusten Qualität gehalten. Es ist aus einem Aluminium-Block gefräst und eloxiert,
jedoch gibt die neue Farbe "titangrau" dem Gehäuse einen sehr edlen Look. Der von den
bisherigen Modellen bekannte Handgriff wurde leicht nach innen gebogen. Damit liegt
das Gehäuse ergonomisch in der Hand und sieht zudem etwas futuristisch aus. Mit dem
150 Grad Sucher geht Sealux eigene Wege. Das ungewöhnliche Format des Suchers, der
deutlich länger als die sonst üblichen 45 Grad Sucher, erlaubt eine gute Gestaltung
der Bilder. Auch die Aufnahmeeinstellungen lassen sich bequem ablesen, so dass
manuelle Einstellungen direkt überprüft werden können, ohne die Komposition aus
dem Auge zu verlieren. Da das Port-Bajonett unverändert geblieben ist, können die
Ports von früheren Gehäusen auch am neuen CD 300 benutzt werden. So passen auch
die Ports vom CN 100 (für die Nikon F 100). Das Gehäuse ist knapp um die Kamera
herum gebaut und deshalb relativ klein. Der Handgriff und bei Bedarf auch der 150
Grad-Sucher lassen sich abnehmen, so das sich Packmass deutlich reduziert.
Praktisch alle notwendigen und auch einige eher unnötige Funktionen werden durch das
Gehäuse unterstützt. Alle Standardknöpfe wie das Ein-/Ausschalten, die vorderen und
hinteren Einstellräder und Multifunktionswähler sind verfügbar. Den Leckwarner sollte
man sich bei dieser Kamera schon leisten, obwohl heutzutage das teuerste Teil längst
nicht mehr die Kamera, sondern das Gehäuse ist. Der Leckwarner ist auch nach einem
Wassereinbruch noch zu gebrauchen.
Die folgenden Funktionen werden optional unterstützt:
Im meinem Test-Gehäuse wurde lediglich die Fn-Taste eingerichtet. Sie wurde so eingerichtet,
dass ein Drücken der Fn-Taste den oder die Blitze im Kamera-Menu ausschaltet. Der Fokus-Schalter
und die Belichtungsmessung müssen daher manuell vor dem Abtauchen eingestellt werden. Der Einbau
der Kamera in das Gehäuse muss zudem exakt erfolgen, insbesondere wenn ein Zoomrad benötigt wird.
Die Kamera wird mit der Stativschraube am Gehäuse festgeschraubt. Vor dem Schliessen sollten alle
Funktionen des Frontports getestet werden, um sicher zu stellen, dass die Kamera ordnungsgemäß im
Gehäuse funktioniert.
Der Sealux-Verschluss ist einfach und zuverlässig: zwei Verschlüsse mit Sicherungen schliessen das
Gehäuse. Leider klemmt man sich ab und zu die Finger beim Öffnen ein, da der Zwischenraum zwischen
den Haltegriffen und den Verschlüssen ist etwas knapp.
Die Entnahme der Speicherkarte sowie der Austausch des Objektivs kann ohne die Entnahme der Kamera
erfolgen. Nur zum Wechseln des Akkus muss die Kamera ausgebaut werden. Das Gehäuse weist oben eine
Bohrung auf, die für die Befestigung einer Pilotlampe geeignet ist.
Die Live View Funktion wurde nicht ausprobiert, da diese über Wasser eher langsam erscheint und
zudem viel Strom verbraucht. Aber vielleicht gibt es Taucher, die gerne damit arbeiten.
Das Display der Nikon D300 ist gross dimensioniert. Es empfiehlt sich, den Display-Plastikschutz
der Kamera beim Einbau der Kamera abzunehmen, damit keine Reflektionen zwischen dem Gehäusefenster
und dem Display-Schutz entstehen. Für die Bildkontrolle nach der Aufnahme ist das Display hervorragend
geeignet, insbesondere dann, wenn das Suchersystem die Sicht darauf freigibt (siehe nächsten Abschnitt).
- C/S/M-Fokusschalter
- Fn-Taste
- Belichtungsart-Wähler (Mess-Systeme Matrix, mittenbetont oder Spot)
- Live-View (Aufnahme-Betriebsarten-Wähler, S, Cl Ch, LV etc.)
Im meinem Test-Gehäuse wurde lediglich die Fn-Taste eingerichtet. Sie wurde so eingerichtet,
dass ein Drücken der Fn-Taste den oder die Blitze im Kamera-Menu ausschaltet. Der Fokus-Schalter
und die Belichtungsmessung müssen daher manuell vor dem Abtauchen eingestellt werden. Der Einbau
der Kamera in das Gehäuse muss zudem exakt erfolgen, insbesondere wenn ein Zoomrad benötigt wird.
Die Kamera wird mit der Stativschraube am Gehäuse festgeschraubt. Vor dem Schliessen sollten alle
Funktionen des Frontports getestet werden, um sicher zu stellen, dass die Kamera ordnungsgemäß im
Gehäuse funktioniert.
Der Sealux-Verschluss ist einfach und zuverlässig: zwei Verschlüsse mit Sicherungen schliessen das
Gehäuse. Leider klemmt man sich ab und zu die Finger beim Öffnen ein, da der Zwischenraum zwischen
den Haltegriffen und den Verschlüssen ist etwas knapp.
Die Entnahme der Speicherkarte sowie der Austausch des Objektivs kann ohne die Entnahme der Kamera
erfolgen. Nur zum Wechseln des Akkus muss die Kamera ausgebaut werden. Das Gehäuse weist oben eine
Bohrung auf, die für die Befestigung einer Pilotlampe geeignet ist.
Die Live View Funktion wurde nicht ausprobiert, da diese über Wasser eher langsam erscheint und
zudem viel Strom verbraucht. Aber vielleicht gibt es Taucher, die gerne damit arbeiten.
Das Display der Nikon D300 ist gross dimensioniert. Es empfiehlt sich, den Display-Plastikschutz
der Kamera beim Einbau der Kamera abzunehmen, damit keine Reflektionen zwischen dem Gehäusefenster
und dem Display-Schutz entstehen. Für die Bildkontrolle nach der Aufnahme ist das Display hervorragend
geeignet, insbesondere dann, wenn das Suchersystem die Sicht darauf freigibt (siehe nächsten Abschnitt).
Da bei Digitalkameras der Monitor zur Bildkontrolle dient, sollte ein Suchersystem verwendet werden,
dass den Bildschirm nicht verdeckt. Sealux bietet drei Sucher-Systeme an: den normalen "LD"-Sucher,
den "GD"-Sucher und schliesslich den 150 Grad Sucher (dieser entspricht ungefähr dem 45 Grad Suchern
anderer Hersteller, wie oben beschrieben). Nachdem ich den "GD"-Sucher meiner analogen Ausrüstung
sehr schätzte, da er auch für Brillenträger ein gutes Bild bietet, entschied ich mich für den 150
Grad Sucher. Nach einer ersten Eingewöhnungsphase, in der man zumeist zu hoch "zielt", will man den
Sucher nicht mehr hergeben. Er bietet ein sehr grosses und klares Bild und auch die Kameradaten
sind hervorragend ablesbar. Das ist insbesondere für das manuelle Fotografieren im "M"-Modus
notwendig. Ausserdem ist der Sucher drehbar, so das auch Hochformataufnahmen leicht von der Hand
gehen. Da der Sucher nach oben zeigt, hat man einen ungehinderten Blick auf das Display.
Die Makro-Objektive aus der analogen Welt können problemlos an der Nikon D300 verwendet werden,
nur im Weitwinkelbereich sind neue Objektive notwendig. Die folgenden Objektive wurden im Test
benutzt Folgende Objektive und Ports wurden verwendet:
- Tokina ATX 12-24mm mit Domeport 180F und Zwischenring ZR45
- Nikkor Micro 60mm mit Planport PN94
- Nikkor Micro 60mm + 1.5x Kenko SHQ mit Planport PN94 und Zwischenring ZR28
Wer seine UW-Blitze aus analogen Zeiten verwenden will, kann diese leider nur manuell
betreiben. Die Vorblitzautomatiken der digitalen Kameras werden von diesen nicht unterstützt.
Die einfachste Art seine manuellen dennoch zu benutzen ist, die Masse und Synchronkontakt zu
verbinden, so dass der Blitz nur noch ein Blitzsignal bekommt. Die Kamera zeigt dann allerdings
keine Blitzbereitschaft an. Für die Nutzung meines alten UW-Blitzes habe ich einen manuellen
Kontakt einrichten lassen. Da ich jedoch auch noch einen Nikon SB-800 besitze und diesen auch
gern benutzen wollte, habe ich mir von Sealux noch eine TTL-Buchse einbauen lassen. Damit kann
ich den Nikon SB-800 im iTTL/BL-Modus benutzen und ihn somit als Aufhellblitz betreiben. Der alte,
analoge Nikon SB-28 wird nur manuell benutzt. Im ersten Testeinsatz habe ich nur den SB-800
eingesetzt. Dieser hat sowohl im TTL- als auch im manuellen Betrieb hervorragend funktioniert.
Blitzbuchsen
Sealux bietet die 5-polige N5 Blitzbuchsen mit festen und mit Feder-Kontakten an. Die von mir
bevorzugten 6-poligen S6 Blitzbuchsen werden ebenfalls von Sealux angeboten.
Auch unter Wasser liegt das Sealux CD 300 Gehäuse sehr gut in der Hand und lässt sich einfach
bedienen. Mit dem Nikon-Blitz SB-800 werden im iTTL/BL-Modus fast alle Situationen richtig
belichtet - nur für Weitwinkel-Aufnahmnen empfiehlt sich eine manuelle Einstellung (1/4 Leistung
mit Streuscheibe passt meistens). Das Gehäuse inkl. Kamera und Blitz hat leichten Abtrieb.
Dies bemerkt man allerdings nur, wenn man die Kamera mal kurz los lässt. Die Nikon D300 bietet
neben dem sehr guten Autofokus eine ausgezeichnete Belichtungsmessung. Wie Tests in verschiedenen
Fotomagazinen zeigen, zeichnet sich die Nikon D300 zudem durch das geringe Rauscherhalten aus,
das problemlos auch Aufnahmen mit ISO 400 erlaubt. Der Kamera-Akku erlaubt ohne Probleme drei
bis vier Tauchgänge oder mehrere hundert Aufnahmen. Das ermöglicht es einem, den Akku nur einmal
pro Tag zu laden (mit einem zusätzlichen Wechsel-Akku ist man dann auf der sicheren Seite).
Als Speicherkarten sind 4 GB-Karten optimal, wobei ich die schnellen Karten von SanDisk wie
die Extreme IV empfehlen kann. Mit dieser Karte und der Bildeinstellung "RAW + JPG" sind 140
Bilder pro Karte möglich, die für einen Tauchtag für mich ausreichen.
Zur Bildkontrolle am Monitor kann im Kameramenü die Bildkontrolle auf "ein" gestellt werden.
Das Histogramm zeigt zusätzlich die "Lichter" der überbelichteten Stellen, sowie zu "dunkle"
Teile des Bildes an. Damit können umgehend Belichtungskorrekturen vorgenommen werden. Es hat
sich gezeigt, dass es manchmal einfacher und schneller ist, die Blitz-Korrektur direkt an der
Kamera vorzunehmen, als die Blitzleistung am Blitz zu verändern. Der Monitor kann auch bei
hellem Umgebungslicht (z.B. Gegenlicht, Flachwasser) die Aufnahme-Einstellungen genau abzulesen.
Nachstehend drei Beispielbilder mit unterschiedlichen Objektiven und Einstellungen.
Pro:
Contra:
- Das Gehäuse ist robust, schaut gut aus (am Zoll wird man schon mal gefragt, ob man denn berufshalber Unterwasser fotografiere)
- Das Gehäuse liegt sehr gut in der Hand, alle Funktionen sind ergonomisch angeordnet
- Der 150 Grad Sucher ist sehr gut
- Der Verschluss ist zuverlässig
- Die Ports sind einfach und zuverlässig zu montieren
Contra:
- Beim Öffnen der Verschlüsse kann man sich schon mal die Finger einklemmen.
- Die Montage der Kamera ist besonders mit einem Zoomobjektiv etwas fummelig. Ein Schlitz zur Befestigung der Kamera mit der Stativschraube wäre angenehmer als eine Bohrung.
- Das Gehäuse hat zu viele Durchführungen: wer will den schon alle Funktionen der Nikon D300 unter Wasser durchspielen! Hoffentlich bleiben die alle lange dicht!
- Das Drehen des 150 Grad Suchers (für Hochformat) unter Wasser braucht etwas Überwindung: man hat Angst, das Teil herauszuziehen. Hat aber prima gehalten!
Nach Versuchen mit anderen Herstellern, wie zum Beispiel Hugyfot und Subal, bin ich durch
"trial and error" vor Jahren bei Sealux gelandet und bin seit dem sehr zufrieden. Seit
meiner Nikon F70 hat die Gerätschaft nie versagt, und der Sealux Service ist gut. Nachdem
mein letztes Analoggerät eine Nikon F100 im Sealux-Gehäuse war, konnte ich die Frontports
in’s digitale Zeitalter hinübernehmen. Die Wahl von Sealux fiel daher nicht schwer. Dazu
kam der etwas andere "45-Grad-Sucher", der meinen Wünschen entsprach und nun diese nun
auch erfüllt hat.
Das Sealux CD 300 ist ein sehr empfehlenswertes Gehäuse für die Nikon D300. Mit rund EUR 3'500,-
(mit 150 Grad Sucher, ohne Ports) ist das Gehäuse zwar nicht gerade billig, aber das
Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt - auch im Konkurrenzvergleich.
Weitere Meldungen von Herstellern, die hier genannt wurden







