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Das Gehäuse des Silverfish besteht aus 1.5571er Edelstahl und wird laut
Hersteller in Form gezogen. Bei sachgemäßer Pflege kann auch Meerwasser dem
Gehäuse nichts anhaben. Das Frontglas ist 12mm stark und thermisch vorgespannt. Dank des integrierten LANC-Anschlusses können viele Funktionen über die acht Magnettaster am Gehäuse bedient werden. Damit ist es sogar
möglich, Fotos zu machen und auf einem Memorystick zu speichern. Der
komfortable 2,5 Zoll Farbdisplay an der Gehäuserückseite ist sehr gut positioniert und dank Blendschutz auch gut einzusehen. Versorgt wird die
Technik im Gehäuse über vier Mignon AA Batterien. Auch der integrierte
Leckalarm wird über diese Batterien versorgt und alarmiert den Taucher über
ein optisches LED-Signal am Monitor im Falle eines Wassereinbruchs. Das
Gehäuse wird serienmäßig mit einem sehr griffigen Doppelgriff ausgeliefert, der unter das Gehäuse montiert ist. Da die Griffe aber noch hinter dem
Gehäuse liegen, ist die Gewichtsverteilung etwas problematisch. Mit 4,5 kg ist der Silverfish noch gut zu transportieren und fällt auch im Fluggepäck
nicht allzu sehr auf. Bei kleineren Kameras im Palm-Format erzeugt der
Silverfish ca. 1 kg Auftrieb. Man kann also gerne die großen Akkus benutzen.
Silverfish: Bildschirm und Bedienelemente
Silverfish: Kameraschlitten
Silverfish: Ansicht von unten
Die vier Schnappverschlüsse, die den hinteren Teil und die Montageschiene der Kamera halten, bieten einen festen Sitz und eine sehr gute Dichtigkeit.
Die Montage der Kamera ist dank des großzügig dimensionierten Lochblechs
kein Problem. Wer eine Palm-Format Kamera benutzt sollte darauf achten, diese wirklich ganz weit vorne vor die Scheibe zu montieren. Bei diesen Kameras sitzt das Objektiv nicht in der Gehäusemitte sondern weit oben, wobei es vorkommen kann, das die Kamera den Gehäuserahmen „sieht“!
Das Gehäuse dichtet über einen O-Ring mit einem 5mm Querschnitt ab, der an zwei Seiten durch das Aufsetzen des Deckels geklemmt wird.
Im Wasser fühlt sich der Silverfish sehr gut an. Wenn man große Akkus benutzt kommt man mit dem Auftrieb gut zurecht. Wer ein großes Beleuchtungssystem verwendet, kann die Tarierung schnell neutralisieren, so dass die Handhabung wirklich zum Kinderspiel wird. Alle Komponenten an diesem Gehäuse sind stabil und massiv produziert und können auch einen Knuff vertragen. Die Stoßgummis schützen alle wichtigen Teile und die großen Griffe erlauben eine leichte Bedienung der Knöpfe und bieten gleichzeitigen Stoßschutz für dieselben.
Dank der kompakten Abmessungen ist der Silverfish ein sehr angenehmer
Begleiter. Das Gehäuse kann gut mit einem Spiralkabel gesichert werden und verhält sich dank des stromlinienförmigen Designs beim Tauchen sehr ruhig.
Der Blendschutz bietet einen klaren Einblick auf den Kontrollmonitor durch den man seine Aufnahmen gut im Griff hat. Das eingebaute UW-Mikrofon nimmt erwartungsgemäß alles auf was es zu hören gibt. Bei Kameras mit einem lauten Betriebsgeräusch kann das aber auch nachteilig sein. Die von uns verwendete Sony DCR-HC40E summte dermaßen laut im Gehäuse, dass der Originalton in unserem Film nicht mehr verwendet werden konnte. Sehr gut ist die Handhabung beim Filmen, man kommt nahe genug an Objekte heran, auch ohne dass der Taucher zu nahe kommt. Bei Haiaufnahmen hat man zudem ein gutes Gefühl, denn durch den langen Gehäuserumpf vergrößert sich der Abstand vom Taucher zum Objekt zusätzlich.
Unterwasser
Unterwasser
Unterwasser
Wie bereits erwähnt müssen Kameras mit oben liegendem Objektiv ganz nahe an die Frontscheibe montiert werden, damit die Gehäuserundung nicht ins Bild kommt. Die flache Frontscheibe verursacht natürlich eine leichte
Verzeichnung der Aufnahme, diese könnte allerdings nur über einen Domport mit entsprechender Optik ausgeglichen werden. Neuere Kameramodell wie zum
Beispiel die HC1000 werden zentraler montiert und haben diese Probleme
nicht. Dafür könnte aber die helle Gehäuseinnenseite problematisch werden.
Fällt viel Licht durch die Frontscheibe kommt es zu Lichtreflexen im Gehäuse und die Optik kann dadurch gestört werden. Mit einem dünnen streifen schwarzem Pappkarton kann man das Problem aber leicht abstellen und einfallendes
Streulicht neutralisieren. Dank der LANC-Steuerung kann der Taucher auch mit
Handschuhen alles mit seiner Kamera machen was er möchte.
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Alle Komponenten des Silverfish sind aus hochwertigen Materialien gefertigt.
Kinderkrankheiten hat der Hersteller rigoros abgestellt und so zum Beispiel rostende Verschlüsse schnell, unbürokratisch und kostenlos bei den bestehenden Kunden ausgetauscht.
Man sieht diesem Gehäuse an, dass hier viel Entwicklungsarbeit und Know-how eingeflossen ist. Bis auf das Materialproblem mit den Verschlüssen, ist die
Verarbeitung perfekt und gibt keinen Anlass zur Klage.
Der Silverfish ist ein Gehäuse, dass sich sehr viele filmende Taucher als
Begleiter wünschen. Der Preis ist für die Verarbeitung und die gebotene
Funktionalität vollkommen gerechtfertigt. Etwas kniffelig ist das Hantieren
mit den Mignon-AA Batterien für die Stromversorgung. Entweder man packt gleich eine Vorratspackung Batterien ein, oder steigt auf Akkus um. Das
Wechseln ist aber wegen der Positionierung etwas fummelig. Der Hersteller zeigte, dass er auf Verbesserungsvorschläge eingehen kann. So wurden
auf der Boot in diesem Jahr ein Universalgriff mit Lampenhalterung sowie ein
Rotfiltersystem vorgestellt. Wenn das Gehäuse nun noch einen schwarzen
Samtbezug innen bekommt und das Mikrofon eine bessere Abschirmung für
Geräusche von innen erhält, steht der Kinoreifen Aufnahme nichts mehr im
Weg. Das der Silverfish eine echte Investition ist, steht außer Frage, aber es gibt nur wenige Gehäuse in diesem Preis/Leistungssegment, die es mit dem
Silverfish aufnehmen können. Der Anwender kann eine Vielzahl von Kameras nutzen ohne sich über einen Gehäusewechsel Gedanken machen zu müssen. Das
Konzept ist perfekt!
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Datenblatt]
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