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geschrieben von Detlef Randerath am 07.03.2007

SONY HDR HC7E Testbericht

Sony HC7 Testbericht

Einführung
Seit dem Erscheinen der ersten technischen Spezifikationen machte die HC7 gleich auf sich aufmerksam und viele Hobbyfilmer erwarteten den Erscheinungstermin ungeduldig. Das Warten hat sich gelohnt! Die HC7 bietet im Consumerbereich als vollwertiger HDV-Camcorder ein Leistungspotential, das einiges an Möglichkeiten bietet.

Für uns Unterwasserfilmer sind viele der Funktionen unter Wasser ja leider nicht verfügbar, aber das was uns in einem guten LANC-fähigen Gehäuse zur Verfügung steht ist sehr leistungsstark und effizient!
Technik
Sony HC7 Montage
Kompakt und handlich, so präsentiert sich die HDR HC7. Der große ausklappbare LCD-Bildschirm bietet eine sehr gute Bildkontrolle. Hinter dem Bildschirm versteckt sich neben dem Memory Stick Duo Slot noch die Abruftaste für die Akkuinformationen.
Das Objektiv der HC7 ein Carl Zeiss Vario-Sonnar T kennen wir bereits von den Vorgängern (HC1, HC3, etc.) der progressive CMOS-Sensor ist mit den Werten 1 / 2,9 etwas kleiner größer als bei den Vorgängermodellen, dafür hat die Bruttoanzahl der Pixel auch zugenommen! Bemerkenswert ist der Wert für die Mindestbeleuchtung, der gerade einmal 2 LUX betragen soll. Ein Test bei Kerzenlicht ergab ein sehr angenehmes Bild, allerdings können größere Beleuchtungsunterschiede (Hell/Dunkel) ein geringes Rauschen aufweisen.
Die erstmals verwendete Super NighShot Funktion bietet die Möglichkeit bei vollständiger Dunkelheit mit Infrarotlicht zu Filmen. Dazu wurde vorne am Camcorder ein Infrarotstrahler integriert. Die Reichweite ist aber begrenzt und eher für Nahaufnahmen geeignet, Räume bekommt man damit leider nicht „ausgeleuchtet“. Die Ergebnisse diese Aufnahmen sind für den unbedarften Zuschauer eher befremdlich und erinnern an Filme wie das "Blair Witch Project". Eine echte Anwendungsmöglichkeit für diese Aufnahmen sehe ich zumindest im Moment noch nicht.

Sony HC7 Rückansicht
Neben dem LCD-Bildschirm befindet sich eine zusätzliche Start/Stopp Taste sowie zwei Tasten für den Zoom. Leider ist auch bei diesem Modell der Sucher nur Ausziehbar und kann nicht nach oben geschwenkt werden.
Über die Szenenauswahl kann man nun verschiedene Weißabgleichprofile verwenden. Hierbei werden die zehn wichtigsten Einstellungen angeboten, die ersten Testergebnisse mit diesen Einstellungen lieferten überzeugende Ergebnisse.
Vergleicht man den Camcorder selber mit seinen Vorgängern, dann stellt man eine direkte Verwantschaft zur HC5 und der HC3 fest. Sony scheint sich mit diesen Modellen auf eine neue Bauform endgültig festgelegt zu haben. Neben dem bewährten i.Link steht auch ein USB 2.0 Full Speed Ein-/Ausgang zur Verfügung. Das macht besonders den Zugriff auf den Memory Stick Duo zu einem Vergnügen. Beim Objektiv gibt es lediglich eine Änderung gegenüber den Vorgängern. Der digitale Zoomfaktor wurde von 80,0 auf 20,0 reduziert. Die HC7 benötigt bei kontinuierlicher Aufnahme wesentlich weniger Akkustrom als die HC3, allerdings ist die HC5 dank geringerem Energieverbrauch in der Lage bis zu 55 Minuten länger aufzunehmen. Auch vom Gewicht her hat die HC7 mit 550 Gramm ca. 30 Gramm mehr drauf als der direkte Vorgänger.
Verarbeitung & Ausstattung
Die HC7 ist sehr sorgfältig verarbeitet und kommt entsprechend „wie aus dem Ei gepellt“ aus der Verpackung. Die Gestaltung des Camcorders verleiht dem Gerät eine edlen Look. Um Kratzer an der Geräteoberfläche zu vermeiden, sollte man verhindern das harte Gegenstände den Camcorder berühren oder dieser irgendwo anstößt. Sehr angenehm fällt der dunkle Rahmen des Displays auf, der reflektionsarm ist und so auch die Verwendung von Gehäusen mit Spiegeleinblick unterstützt. Leider kann der Sucher bei der HC7 nur nach hinten ausgefahren werden, wodurch der Einblickwinkel fest bleibt, was bei manchen Gehäusen problematisch werden könnte. Im Lieferumfang befindet sich ein Netzteil für den Netzbetrieb bzw. zum Aufladen des Akkus, ein Standard Akku (NP-FH60), eine Fernbedienung sowie zwei Anschlusskabel für den Anschluss des Camcorders an TV-Geräte und ein i.Link-Kabel für den Anschluss an einen Computer. Wer wie wir mit mehreren Akkus arbeiten möchte, der findet als Zubehör leistungsstarke Akkus, die Aufnahmezeiten bis zu 395 Minuten bei kontinuierlicher Aufnahme bieten. Wer seine Akkus nicht direkt am Camcorder aufladen möchte, greift auf das optional erhältliche Netzteil/Schnellladegerät AC-VQH10 für knapp 130 Euro zurück mit dem zwei Akkus gleichzeitig aufgeladen werden können.
Der Camcorder bietet zusätzlich einen HDMI-Out Anschluss an den man ein HDMI-fähiges Fernsehgerät direkt anschließen kann.
Unterwassereinsatz
Sony HC7 Vorderansicht
Hier die Weitwinkelkonfiguration der HC7 auf der Führungsschiene des Top Dawg II Gehäuses. Trotz großem Weitwinkelvorsatz und leistungsstarkem Akku bleibt genug Platz im Gehäuse.
Die HC7 überraschte in einem Top Dawg II Gehäuse durch ihr niedriges Laufgeräusch, was dem Originalton des Unterwasserfilms natürlich zu gute kommt. Dank der Abmessungen blieb im Top Dawg II noch genügend Platz für einen Weitwinkelvorsatz, bzw. einem großen Akku für eine lange Laufzeit. Letzteres ist aber für den „normalen“ Tauchgang gar nicht notwendig, da bereits mit dem mitgelieferten Akku mehr als eine Stunde Aufnahmebetrieb möglich ist. Das lag bei unserem Test aber auch am Top Dawg II Gehäuse, das mit einem Monitor-Back ausgestattet war, wodurch der LCD-Display am Camcorder eingeklappt und ausgeschaltet blieb, was sich wiederum positiv in der Akkulaufzeit niederschlägt.
Der Autofokus reagiert schnell und harmonisch, wodurch auch Schwenks und Fahrten deutlich weniger „pumpen“ als zum Beispiel bei der HC1. Befinden sich aber viele (und große) Schwebeteilchen im Wasser, sollte man den Autofukus wenn möglich abschalten und manuell fokussieren, da der Camcorder hier ansonsten schon einmal sein „Ziel“ verliert. Die Steuerung der Hauptfunktionen sind über die LANC-Schnittstelle direkt ansprechbar und reagieren sofort.
Leider konnten wir bislang für diesen Test noch keinen Nachttauchgang machen, um das Rauschverhalten auch bei extrem niedriger Beleuchtung im Wasser testen zu können.
Fazit
Die SONY HDR HC7E ist ein sehr guter Camcorder der für den aktuellen Preis von ca. 1500 € für viele Hobbyfilmer wohl „DAS“ Objekt der Begierde schlecht hin sein dürfte. Ein echter HDV-Camcorder mit diesen Leistungsmerkmalen ermöglicht es uns nun durchaus Fernsehtaugliche Aufnahmen zu machen. Mit dem passenden Zubehör wie Weitwinkel-, oder Makrovorsätzen lässt sich das Anwendungsspektrum des Camcorders noch erweitern bzw. Umstellen. In einem geeigneten Unterwassergehäuse erweist sich die HC7 als verlässlicher und flexibler Camcorder mit unkomplizierter Bedienung. Wer sich einen HDV-Camcorder zulegen möchte, dem möchte ich empfehlen die SONY HDR HC7 in die nähere Auswahl aufzunehmen.


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Kommentare

Der Bildwandler ist mit 1/2,9 etwas größer als bei den beiden anderen Modellen 1/3,0.
Daher bringt er auch mehr Pixel. Mich würde interessieren, wie sich der optische
Bildstabilisator im vgl. zur HC1 und HC3 schlägt. Ist dir da schon etwas aufgefallen?

geschrieben von Michael Bode am 07.03.2007 Germany

Hallo Detlef,

vielen Dank für Deine Eindrücke!

Kannst Du was zum WW Einsatz im Topdawg (Planport) schreiben?
Wie war Dein bisheriger Eindruck bzgl. lowlight verhalten und Gain
im Vergleich zur HC1?

VG

Christian

geschrieben von Christian Fries am 08.03.2007 Germany

Hallo ich habe eine Frage. Ich möchte mir die HC-7 kaufen, weiß aber nicht mit welchem Programm ich die aufgenommenen Videos bearbeiten kann. Der Kamera ist ein Programm beigefügt aber was kann das Programm? Ich habe bis jetzt mit dem Ulead MediaStudio 8 gearbeitet. Dieses Programm kann aber kein "Vull HD". Wer kann mir helfen.
Im voraus schon besten Dank für eventuelle Antworten.
Dietmar Meier

geschrieben von am 24.03.2007 Germany

Hallo Dietmar,

hier in unserem Forum wurden diese Fragen schon mal diskutiert:
Schau doch einfach mal hier rein:
http://www.digideep.com/go/forums/viewthread/6196/
http://www.digideep.com/go/forums/viewthread/113/

Ansonsten wird es in der Artikelserie U/W Video von Detlef dazu noch einiges geben.

/lars

geschrieben von Lars Kirchhoff am 24.03.2007 Switzerland

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