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posted by Adrian Schöne on 2010/06/14

Test: Hugyfot HFC-5DM2 Unterwassergehäuse für die Canon EOS 5D Mark II

 
Einleitung | Das Design | Sicherheit & Zubehör | im Unterwassereinsatz | Stärken & Schwächen | Fazit

 

Sicherheit und Zubehör

Aktuell hat Hugyfot drei verschiedene Ports im Angebot – einen Planport für Makroobjektive, einen Minidome für Weitwinkelobjektive und einen großen Dome für Fisheye-Objektive. Als Material für die Scheiben wird Acryl genutzt. An dieser Stelle sei gesagt, dass Acryl Vor- und Nachteile gegenüber optisch vergüteten Glas hat. Ich persönlich finde, dass man die Nachteile vernachlässigen kann, aber hier scheiden sich die Geister. Alternativ hat Hugyfot für diesen Umstand Portadapter anderer führender Hersteller im Angebot, sodass man auf Ports dieser Hersteller zurückgreifen kann.

Winkelsucher sind in den letzten Jahren zum Kassenschlager geworden. Der Anschaffungspreis ist zwar relativ hoch, aber die Wirkung unübertroffen. Dieses kleine Zubehör erleichtert den Alltag eines Unterwasserfotografen ungemein. Ich gehe sogar soweit und sage, dass ich für dieses Zubehör auf viele andere Dinge am Anfang verzichten würde.

Hugyfot verwendet seit Jahren den INON 45°-Winkelsucher. Der Winkelsucher wird ohne zusätzliche Bohrungen oder Modifikationen am Unterwassergehäuse montiert und kann jeder Zeit vom Besitzer selbstständig innerhalb einer Minute an- und demontiert werden. Das ist für den Transport eine ungemeine Erleichterung, denn mit einem montierten Winkelsucher nimmt das Unterwassergehäuse unnötig viel Platz weg.

Bei den Blitzbuchsen stehen wie bei allen Herstellern Nikonos-V und Canon S6 zur Verfügung. Je nach Blitz und Verwendungszweck kann man sich für das eine oder andere System entscheiden. Ich habe mich für eine Nikonos-V und eine S6 Blitzbuchse entschieden, damit ich für die Zukunft gerüstet bin. Aktuell ist immer ein Blitz über die Nikonos-V Buchse und der andere Blitz über eine Canon S6 Buchse angeschlossen. Wenn man die Wahl hat und von Null startet, würde ich wahrscheinlich zu zwei Canon S6 Blitzbuchsen tendieren, da ich das System wesentlich besser und robuster finde. Außerdem gibt es Adapter, womit Nikonos-V Blitzkabel an eine S6 Blitzbuchse angeschlossen werden können.

Leider besitzt die Canon EOS 5D Mark II keinen internen Blitz, sodass die hervorragend funktionierende optische Blitzlösung von Hugyfot nicht genutzt werden kann.

HugyCheck - die Innovation der letzten Jahre

Die unangefochtene Innovation der vergangenen Jahre ist das sog. Hugycheck System. Dieses System steht für ultimative Sicherheit für die Kamera und das Objektiv. Es besteht aus dem obligatorischen Leckwarner, der sowohl optisch als auch akustisch bei Wassereintritt in das Gehäuse warnt. Oftmals ist es zu spät, die Kamera und das Objektiv sind verloren. Aus diesem Grund ist Hugyfot einen Schritt weitergegangen. Man hat ein Präventivsystem entwickelt, womit jeder Unterwasserfotograf einen Drucktest vor dem Tauchgang durchführen kann. Mit einer elektronischen Pumpe wird über ein Spezialventil Luft aus dem verschlossenen Unterwassergehäuse abgepumpt. Es entsteht ein Unterdruck. Im Gehäuse befindet sich ein Sensor, der den internen Druck misst und per LED den aktuellen Status übermittelt. Sobald die LED grün blinkt, hat man im Unterwassergehäuse einen Unterdruck von knapp 0,8 bar erzeugt. Wird dieser Unterdruck über einen längeren Zeitraum (ca. 30 Minuten) ohne Veränderungen gehalten, kann man davon ausgehen, dass das Unterwassergehäuse dicht ist. In dem Moment, wo der Druck steigen würde, blinkt die LED in kurzen Abständen in der Warnfarbe rot.

Wenn man dieses System sorgsam vor jedem Tauchgang bzw. nach jedem Zusammenbau verwendet, ist eine Flutung aufgrund von Undichtigkeiten auszuschließen.

Laut Herstellerangaben sind seit Einführung des Hugycheck Systems keine Gehäuseflutungen bekannt. Ich war glücklicherweise noch nie in der Situation, dass ich ein Gehäuse geflutet habe, aber das Hugycheck System beruhigt meine Nerven ungeimein.

Ein kleiner Tipp am Rande: Für den Betrieb des Hugycheck Systems wird eine 3V Batterie benötigt. Hugyfot legt selbstverständlich eine solche bei, aber kauft Euch unbedingt eine Ersatzbatterie. Laut Hersteller (in diesem Fall Sony) soll die Batterie mehrere Jahre bei diesem geringen Energieverbrauch verwendbar sein. Leider musste ich letzte Woche am Fernsteinsee feststellen, dass die Batterie bereits nach einem halben Jahr den Geist aufgegeben hat. Das kann passieren.

Welche Blitze?
Die warme Farbgebung der Subtronic Pro160 Blitze trägt zur Bildwirkung bei.
Die warme Farbgebung der Subtronic Pro160 Blitze trägt zur Bildwirkung bei.

Nachdem ich mit Subtronic Unterwasserblitzen meine ersten Schritte in der Unterwasserfotografie gegangen bin und über Sea & Sea am Ende bei INON gelandet war, habe ich mich bei meinem letzten Systemwechsel wieder für Subtronic entschieden. Damals habe ich mich nach langer Überlegung gegen Subtronic entschieden, da die Gerät für den Transport zu groß und zu schwer waren.

Die Subtronic Pro 160er haben das geändert. Klein, leistungsstark und hochwertige deutsche Wertarbeit. Ein Hauptgrund für diese Kaufentscheidung ist die warme Farbtemperatur und der hervorragende Abstrahlwinkel. Aus diesem Grund eignen sich die Subtronic Pro160 Unterwasserblitze hervorragend für Weitwinkel- und Fisheyefotografie. Das warme Licht gibt dem Bild das i-Tüpfelchen. Ein Nachteil gegenüber den Blitzen von Sea & Sea und INON ist der enorme Abtrieb im Wasser.

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comments

Hey leute,

schaut mal zum Vergleich einen Test über Sea and Sea und Aquatica an:

http://wetpixel.com/i.php/full/canon-5d-mark-ii-housing-shootout/

posted by Andrej Belic on 2010/06/16 Austria

Die neue Website von Hugyfot ist jetzt auf http://www.hugyfot.de online

posted by Andi Voeltz on 2010/07/31 Germany

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