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posted by Adrian Schöne on 2010/06/14

Test: Hugyfot HFC-5DM2 Unterwassergehäuse für die Canon EOS 5D Mark II

 
Einleitung | Das Design | Sicherheit & Zubehör | im Unterwassereinsatz | Stärken & Schwächen | Fazit

 

Erfahrungen unter Wasser

In letzter Konsequenz ist für mich der Praxiseinsatz im Wasser entscheidend, ob ein Gehäuse gut oder schlecht ist. Es herrschen andere Bedingungen und ein Unterwassergehäuse muss beweisen, ob es nicht nur in der Theorie glänzt. Einleitend möchte ich dazu anmerken, dass ich relativ kleine Hände habe und mir die kompakte Bauweise und Anordnung der Knöpfe und Drehräder zugute kommt. Ich konnte schon viele andere Unterwassergehäuse tauchen, wo mir aufgefallen ist, dass ich teilweise Probleme bei der Bedienung hatte. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Hände mit dem Unterwassergehäuse harmonieren.

Bisher habe ich das System fast ausschließlich für Weitwinkel- bzw. Fisheye-Aufnahmen genutzt. Hierbei habe ich festgestellt, dass das Handling nach wie vor eine Klasse für sich ist. Die Knöpfe lassen sich sehr leicht drücken, die ergonomische Form lässt sich sehr gut anfassen und die Drehräder zum Verändern der Blende und Verschlusszeit sind sehr komfortabel zu bedienen. Das Handling ist gut, aber es zeigt sich schnell, dass man zum Verstellen der Blende entweder die linke Hand zur Hilfe nehmen muss oder die rechte Hand aus der Schlaufe ziehen muss. Das ist kein Beinbruch. Die Verschlusszeit kann man mit der rechten Hand in der Schlaufe wunderbar erreichen und verstellen.

Der 45°-Winkelsucher vereinfacht  das Fotografieren im Hochformat ungemein.
Der 45°-Winkelsucher vereinfacht das
Fotografieren im Hochformat ungemein.

Sobald man den INON 45°-Winkelsucher montiert hat, wird man merken, dass das Sichtfenster zum LCD-Bildschirm leicht verdeckt ist. Dieses Problem kann man lösen, indem man den Winkelsucher kurzfristig zur Seite dreht oder das Unterwassergehäuse nach oben hebt und von unten in das Fenster guckt. Diesen Umstand haben wir der Bauweise des Winkelsuchers zu verdanken. Im Praxiseinsatz wird man aber schnell merken, dass man hierdurch nur geringfügig behindert wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Montage der Unterwasserblitze. Auf dem Hugyfot findet man zwei Kugeln, wo man z.B. mit dem U.L.C.S.-System arbeiten kann. In der Vergangenheit habe ich sehr gerne mit einer Dreierklemme gearbeitet und die Blitz direkt in der Gehäusemitte montiert. Das Handling im Wasser war super und das System stabil. Der große Nachteil war jedoch, dass man oftmals den linken Blitz auch verschoben hat, wenn man an der Position des rechten Blitzes etwas verändert hat.

Nun montiere ich einen Blitz auf dem linken Handgriff und einen Blitz auf der mittleren Kugel. Jetzt, wo die Systeme getrennt sind, kann man die Position Blitze sehr komfortabel verändern.


 
   
 
 
Tarierung - eine Frage der Kombination

Ich werde sehr häufig nach der Tarierung des Unterwassergehäuses gefragt. Das kann man aber leider nicht pauschal beantworten. Die Tarierung ist stark davon abhängig welches Objektiv und welchen Port man an der Kamera und dem Unterwassergehäuse montiert hat. Hinzu kommt, dass man auch den oder die Blitze plus Blitzarmsystem einrechnen muss.

Dank der stabilen Blitzhalterung kann man die Position der einzelnen Blitze sehr schnell der Situation anpassen.
Dank der stabilen Blitzhalterung kann man die Position
der einzelnen Blitze sehr schnell der Situation anpassen.
 

Ich habe vier Konstellationen beim Tauchen bisher getestet. Wie ich auf der letzten Seite bereits schrieb, ist der Abtrieb der Subtronic Pro 160 enorm stark, was das Endergebnis bedeutend beeinflusst und nichts mit dem Unterwassergehäuse zu tun hat.

Das sind Erfahrungswerte aus der Praxis, die ich über die letzten Monate gesammelt habe. Ich finde es sehr angenehm, wenn das gesamte System einen leichten Abtrieb hat. Somit kann man die Kamera völlig problemlos ruhig halten und es fühlt sich wie an Land an. In den Kombinationen, wo mir persönlich der Abtrieb zu groß war, habe ich auf Auftriebskörper, die man auch bei Andi Voeltz beziehen kann, zurückgegriffen und das Problem gelöst.

Der teilweise doch recht starke Abtrieb resultiert aus den sehr schweren Subtronics und dem dazugehörigen Blitzarmen. Bei der Verwendung von Blitzen, die wesentlich weniger Abtrieb haben, braucht man im Normalfall keine Auftriebskörper.

Nicht nur für Warmduscher ...

Der Einsatz in Kaltwassergebieten ist ohne Einschränkungen möglich. Die Bauweise und klare Positionierung der Knöpfe erleichtern die Bedienung mit dicken Neopren- oder Trockentauchhandschuhen. Im Vorfeld sollte man nur darauf achten, dass man die Schlaufe für die rechte Hand entsprechend angepasst hat. Wenn man es erst im Wasser bemerkt, ist es mit Trockentauchhandschuhen zu spät, da man doch ein wenig Feingefühl benötigt. Ich weiss wovon ich rede, denn bei meinem ersten Kaltwassertauchgang mit dem neuen System musste ich auf den Komfort der Schleife verzichten.

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Die neue Website von Hugyfot ist jetzt auf http://www.hugyfot.de online

posted by Andi Voeltz on 2010/07/31 Germany

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