U/W-Videoschule #17 :: Filmschnitt mit dem PC
Nachdem wir uns nun ausführlich mit der Filmausrüstung, Beleuchtungstechnik, Aufnahmetechnik und Handhabungs- und Pflegetipps für unsere Unterwasserfilmaufnahmen beschäftigt haben, geht es nun an die Verarbeitung unserer Filmaufnahmen. Hier stellt sich uns zuerst die Frage "Womit schneiden wir unsere Filme?". In diesem Artikel zeigen wir euch, wie euer PC als Schnittsystem genutzt werden kann.
von Detlef Randerath
PC oder Mac?
Eine Frage, die gerade im Moment wegen neuer Betriebsysteme immer wieder gestellt wird. Doch wo liegt denn der Unterschied? Nüchtern betrachtet liegen die Leistungsdaten von modernen PC-Systemen und Mac´s gleich auf. Apple-User wissen was sie an ihrem Mac haben und würden in der Regel eher freiwillig in die Wüste ziehen, als ihrem Mac abschwören. Ähnliches hört man aus der PC Ecke. Wer einen Apple Computer kauft, entscheidet sich für eine leistungsfähige Systembasis, die aber etwas teuerer ist als vergleichbare PC-Systeme. Dafür kommen beim Mac dann auch Hard- und Software vom gleichen Hersteller. Das bietet viele Vorteile, da hier Hard- und Software optimal aufeinander abgestimmt sind. Das merkt man bei der Arbeit am Mac sehr oft. Allerdings gibt es auf dem Mac lange nicht die Softwareauswahl wie für einen Windows PC.
PC Systeme gibt es von vielen Herstellern und es stehen uns dank des Preiskampfes der unter den Herstellern vorherrscht einige sehr gute und günstige PC Systeme zur Auswahl. Es ist unbestritten, dass die Windows-PC´s deutlich in der Überzahl gegenüber den Mac´s sind und ### zufolge gibt es wesentlich mehr Software für das Windows-Betriebsystem als für Mac OS.
Was bedeutet das für uns? Wer sich klar für den Mac und die dafür zur Verfügung stehende Software entschieden hat, hat eine gute Wahl getroffen. Apple ist für stabile Betriebsysteme und schnelle Software bekannt. Das Arbeiten mit Videodaten geht auf einem gut ausgestatteten Mac leicht von der Hand und macht Spaß. Wer sich für einen Windows-PC entscheidet, hat mindestens genauso gute Leistungsmerkmale wie der Mac zur Verfügung, kann allerdings aus einem schier riesigen Pool an Software schöpfen. Masse bedeutet aber lange noch nicht Klasse! Man muss schon einige Zeit suchen, um eine stabile und leistungsstarke Software für den Videoschnitt zu finden.
PC Systeme gibt es von vielen Herstellern und es stehen uns dank des Preiskampfes der unter den Herstellern vorherrscht einige sehr gute und günstige PC Systeme zur Auswahl. Es ist unbestritten, dass die Windows-PC´s deutlich in der Überzahl gegenüber den Mac´s sind und ### zufolge gibt es wesentlich mehr Software für das Windows-Betriebsystem als für Mac OS.
Was bedeutet das für uns? Wer sich klar für den Mac und die dafür zur Verfügung stehende Software entschieden hat, hat eine gute Wahl getroffen. Apple ist für stabile Betriebsysteme und schnelle Software bekannt. Das Arbeiten mit Videodaten geht auf einem gut ausgestatteten Mac leicht von der Hand und macht Spaß. Wer sich für einen Windows-PC entscheidet, hat mindestens genauso gute Leistungsmerkmale wie der Mac zur Verfügung, kann allerdings aus einem schier riesigen Pool an Software schöpfen. Masse bedeutet aber lange noch nicht Klasse! Man muss schon einige Zeit suchen, um eine stabile und leistungsstarke Software für den Videoschnitt zu finden.
Wollen wir DV oder HDV schneiden?
Wer nicht mit dem Gedanken spielt auf ein HDV-System zu wechseln, der muss auch nicht zwangsläufig den schnellsten und modernsten PC unter dem Tisch stehen haben. Während das neue HDV-Format auch von unserem PC und unserer Schnittsoftware Höchstleistungen verlangt, ist das DV-Format wesentlich genügsamer. Wer HDV verarbeiten möchte, kommt um einen schnellen Dual-Prozessor Rechner mit viel RAM und einer schnellen Grafikkarte heute nicht mehr herum. Bei der DV-Verarbeitung kann man durchaus die letzten Pentium-Prozessorgenerationen weiter verwenden. Verwendet man dann noch eine auf den PC angepasste Schnittsoftware geht die Arbeit leicht von der Hand. Werfen wir einen Blick auf die Komponenten, bei deren Anschaffung wir besonderes Augenmerk walten lassen sollten.
Darauf kommt es an
CPU-Leistung
Je schneller der Prozessor desto schneller geht die Arbeit voran. Moderne Dual-Prozessoren beherbergen mittlerweile bis zu vier Prozessorkerne die geradezu fantastische Leistungsmerkmale bieten. Leider sind diese Prozessoren auch sehr teuer und benötigen ein entsprechend modernes Umfeld (Motherboard, RAM, etc) was diese System auch schnell teuer macht. Doch es muss nicht unbedingt immer High-End sein. Schon "normale" Dual-Core Prozessoren erlauben einen flüssigen HDV-Filmschnitt ohne dass man ständig von irgendwelche "Wartebalken" ausgebremst wird. Wichtig ist aber auch hier, dass neben der CPU bei der Anschaffung auch auf das RAM und die Grafikkarte geachtet wurde.RAM
RAM (Random Access Memory) davon kann man einfach nicht genug haben. Wer Filme schneiden möchte sollte nicht unter 2 Gigabyte RAM-Hauptspeicher anfangen. Wer im HDV-Bereich arbeitet sollte lieber gleich 4 GB in seinen Rechner einbauen, den Unterschied wird man schnell bei der Arbeit bemerken und so macht sich diese Investition auch schnell im zügigen Arbeitsablauf bemerkbar. Wichtig ist: vor dem Kauf das Handbuch des Motherboards (Oder des PC-Begleitheftes) nachschauen welche Typen RAM genutzt werden können und wie viele RAM-Steckplätze im PC schon benutzt werden / noch frei sind.Tipp: Halten Sie die RAM-Preise für ihren PC im Auge und ergänzen sie den Arbeitsspeicher sobald die Preise günstig sind.
Grafikkarte
Eine von vielen Grafikkarten auf dem Markt ist die Matrox Parhelia PCI mit 256 MB Speicher an Bord. Diese PC Grafikkarte kann in den meisten der modernen PC-System genutzt werden und bietet sehr gute Leistungsmerkmale bei DV- und HDV-Schnittprojekten. Der Einbau ist dank des verwendeten PCI-Steckplatzes so einfach, das (fast) jeder den Einbau durchführen kann.
Wer in eine gute Grafikkarte investiert, hat beim Filmschnitt nicht nur alles im Blickfeld sondern kommt auch schneller voran als wenn man eine herkömmliche Grafikkarte verwendet. Dank zusätzlichem RAM bieten Spezialkarten den Vorteil schneller Vorschauen und Ruckelfreier Filmwidergabe.
Festplatten
Videodaten nehmen auf Festplatten viel Platz ein. Das war bei DV-Video schon so und der Platzbedarf hat sich mit den neuen HDV- und AVCHD-Formaten um ein vielfaches vergrößert. Um effektiv mit Videodaten arbeiten zu können benötigen wir also möglichst große und schnelle Festplatten.In den meisten "normalen" PC´s sind so genannte IDE-Festplatten eingebaut, die für unsere Anwendungen vollkommen ausreichend sind. Neben den IDE-Festplatten gibt es noch die wesentlich teureren SCSI-Festplatten, es währe aber verwegen zu behaupten, dass man für den Videoschnitt unbedingt SCSI-Festplatten benötigt. Moderne und günstigere IDE-Festplatten reichen für unsere Anforderungen aus und schonen dabei unseren Geldbeutel. Der wird nämlich noch schnell genug strapaziert, weil die neuen hochauflösenden Filmformate nicht gerade kleinlich beim Platzbedarf sind. Aus diesem Grund sollten wir zusätzliche interne Festplatten mit ausreichender Größe kaufen. Interne 300 GB Festplatten kosten im Fachhandel derzeit nur noch knappe 70 €, und 500 GB SATA-Festplatten kosten gar nur noch 110€ in diversen Onlineversandhäusern. Wer sich mit diesen Festplatten ein Raid-System mit einem Terabyte-Speicherkapazität (also mind. 1024 Gigabyte) aufbauen möchte ist schnell mit 500 bis 600 Euro zusätzlichen Kosten im Rennen. Raid-Systeme bieten dabei allerdings die beste Versicherung vor Datenverlust, da durch die Zusammenschaltung von mehreren Festplatten Daten leicht wieder hergestellt werden können (sollten sie verloren gehen) da diese auf mehrere Platten verteilt abgelegt werden.
Für unsere Videoprojekte sollten wir mindestens eine intern 250 GB Festplatte zur Verfügung haben, besser noch gleich zwei 500 GB Festplatten, dann finden die nächsten beiden Filmprojekte auch gleich einen sicheren Platz in unserem PC.
USB-Festplatten
- Sie sind kostengünstig und können bequem im Internet bestellt werden
- Sie können an einen USB-Anschluss am PC einfach eingesteckt werden und funktionieren in der Regel ohne die Installation zusätzlicher Programme oder Treiber
- Sie ermöglichen den bequemen Transport großer Datenmengen ohne großen Aufwand.
- Dank USB-2 sind diese Festplatten fast so schnell wie interne IDE-Festplatten
Storage
Wie? na die Datenspeicherung! Irgendwo muss man ja mit den vielen vielen Daten unserer Filmprojekte anschließend bleiben. Da ergeben sich im Moment verschiedene Wege. Vorausgesetzt wir haben alle unsere Projektdaten schon zusammen in einem Projektordner abgelegt, (das lernen wir im nächsten Artikel) dann können wir diesen mit einer geeigneten Backup-Software auf DVD´s übertragen. Wer das mal mit einem 250 GB Filmprojekt gemacht hat und die knapp 60 DVD´s die man dazu braucht gebrannt, beschriftet und abgelegt hat, weis, das die Sicherung auf DVD´s keine besonders spaßige Angelegenheit ist.
Tipp: Wir sollten gerade bei Blu-Ray Medien immer widerbeschreibbare Rohlinge verwenden. Die sind zwar etwas teuerer als die normalen Rohlinge, aber sollte eine Datensicherung einmal nicht funktioniert haben, kann man den Rohling löschen und die Sicherung auf dem gleichen Rohling wiederholen.
Einfacher, schneller und günstiger (aber leider nicht so langlebig) ist die Datensicherung auf externe USB-Festplatten. Die sind wie bereits oben genannt mittlerweile recht günstig und schnell und erlauben den bequemen Transport mehrerer Projekte auf einem Datenträger. Hier besteht allerdings auch eine große Gefahr. Passiert der eingebauten Festplatte etwas sind mit großer Sicherheit alle Daten verloren. Auch wenn die Blu-Ray Datensicherung sehr teuer ist, sie ist derzeit die sicherste die es im Moment gibt. DVD-Datensicherungen funktionieren grundsätzlich auch, aber aufgrund der vielen vielen Medien die man zur Sicherung großer Projekte benötigt, steigt die Gefahr, dass ein fehlerhafter Rohling nach kurzer Zeit unbrauchbar wird und das ganze Backup dadurch unbrauchbar wird.
Nice to have
Und dann gibt es noch das Zubehör, das zwar nicht dringend erforderlich ist, das einem aber die Arbeit an einem Filmprojekt doch aber erleichtern kann. Auch hier kann der geneigte Anwender wieder eine nette Summe Bargeld investieren um sein privates Schnittstudio zu vervollständigen.
Wacom Grafiktablett
Vor der Maus gab es den Stift. Jeder von uns hat zunächst mit Stiften gelernt zu arbeiten bevor man das erste Mal eine Computermaus in die Hand nehmen durfte. Für manch einen sind Grafiktabletts eine wahre Offenbarung, ermöglichen Sie doch ein wesentlich intuitiveres Arbeiten als mit einer Maus. Wer zwischendurch noch an Grafiken arbeiten möchte um seine Filme aufzupeppen, der ist mit der Verwendung eines Grafiktabletts gut beraten. Genauso wie die Größen der Tabletts, variieren auch die Preise und so erreicht man ausgehend von den billigen Einstiegsmodellen für 29,95 schnell DIN-A4 Tabletts namhafter Hersteller für knapp tausend Euro. Grafiktabletts gibt es in vielen Größen, mal mit Maus und Stift und am häufigsten nur mit Zeichenstift. Viele Hersteller liefern ihre Tabletts gleich mit Software aus, so dass man gleich mit der Bildbearbeitung beginnen kann.
Wer nicht nur Bilder sprechen lassen möchte, steht relativ schnell vor dem Problem eigene Tonaufnahmen machen zu müssen. Dabei entstehen schnell eine Menge Probleme. Man benötigt ein gutes Mikrofon das die Stimme schön natürlich und klar aufnimmt. Das läuft in der Regel darauf hinaus, dass man vor dem PC sitzt und selber seine Kommentare spricht. Das geht zwar, aber nach dem dritten Film wird die Stimme langweilig, ausgenommen man hat eine gute Kommentatoren Stimme. Soll also ein Bekannter oder eine Bekannte für uns Kommentare sprechen, bietet es sich an diese Kommentare mit einem kleinen externen Aufnahmegerät aufzuzeichnen. Solche Geräte wie zum Beispiel der Zoom H2 Handyrekorder ermöglichen es jedem, zurückgezogen in einem ruhigen Raum Sprachaufnahmen zu machen. Dabei ist die Bedienung Kinderleicht und die aufgezeichneten Texte stehen gleich als MP3 Dateien zur Verfügung. Auch hier gibt es eine große Geräte- und Preisspanne so dass für jeden etwas dabei sein dürft.
Der Zoom Handyrekorder ist derzeit einer der beliebtesten und leistungsfähigsten Handyrekorder auf dem Markt. Für knapp 200 Euro erhält man ein handygroßes Aufnahmegerät, das brillante Tonaufnahmen sogar im 360° Surround-Sound zustande bringt. Dabei werden die Sounddaten gleich auf eine SD-Karte gespeichert.
Ein integrierter USB-Anschluss ermöglicht den schnellen Datenaustausch zwischen H2 und PC. Wer mag, kann den H2 auch als PC Mikrofon nutzen. Das Gerät bietet viele Einstellmöglichkeiten und ist trotzdem kinderleicht zu bedienen. Ideal also für unsere Anforderungen.
DVD Player (extern) und TV-Gerät
Diese Kombination bietet uns die Möglichkeit frisch gemasterte DVD´s richtig zu testen. Nicht nur ob die Menüstrukturen unserer DVD wie geplant funktionieren sonder auch ob die von uns genutzten Sicherheitsabstände zu den "Save-Areas" auf dem Bildschirm auch tatsächlich sicher und ganz angezeigt werden.Gafiktablett
Wacom Grafiktablett
Externer MP3 Rekorder
Der Zoom Handyrekorder ist derzeit einer der beliebtesten und leistungsfähigsten Handyrekorder auf dem Markt. Für knapp 200 Euro erhält man ein handygroßes Aufnahmegerät, das brillante Tonaufnahmen sogar im 360° Surround-Sound zustande bringt. Dabei werden die Sounddaten gleich auf eine SD-Karte gespeichert.
Ein integrierter USB-Anschluss ermöglicht den schnellen Datenaustausch zwischen H2 und PC. Wer mag, kann den H2 auch als PC Mikrofon nutzen. Das Gerät bietet viele Einstellmöglichkeiten und ist trotzdem kinderleicht zu bedienen. Ideal also für unsere Anforderungen.
Soundsystem
Kaum jemand legt besonderen Wert auf die Soundausrüstung an seinem Schnitt-PC. Zwar werden oft hochwertige Soundkarten in den PC´s verbaut, doch die Ausgabe erfolgt in den meisten Fällen auf billigen No-Name Lautsprechern die nur einen Teil der tatsächlich enthaltenen Audiodaten wiedergeben können. Genau hier sollte man ansetzen und neben einer guten Soundkarte auch gute Lautsprecher anschließen. Wir erhalten so einen viel besseren Eindruck von Klangvolumen unseres Films und jedem dürfte klar sein wie wichtig der gute Klang unserer Hintergrundmusik und die der Moderationsstimme ist.Vorschau Artikel #18
In unserem nächsten Artikeln geht es um "Speichermedien für Filmaufnahmen unter Wasser". Wir betrachten die verschiedenen Speichermedien die in modernen Camcordern verwendet werden in Anbetracht auf die Nutzung für Unterwasserfilme. Neben den zu erwartenden Preisunterschieden gibt es auch einiges bei der Funktionalität und Anfälligkeit der Speichermedien zu beachten.
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