U/W-Videoschule #8 :: Filter & Farbe
In diesem Artikel geht es um "Farbe und Filter – Hilfsmittel für gute Filmaufnahmen". Wir werfen einen Blick auf die gängigen Korrekturfilter, um mehr Farbe in unsere Filmaufnahmen zu bringen und zeigen worauf es bei der Anwendung ankommt.
von Detlef Randerath
von Detlef Randerath
Eine der höchsten Erwartungen an unsere Filmaufnahmen ist die naturnahe Wiedergabe der Farben unter Wasser. Wie wir aber in dem Artikel "Licht und Schatten" gelernt haben, absorbiert das Wasser mit ansteigender Tiefe das Sonnenlicht und filtert über diesen Effekt die für uns so wichtigen Farben aus dem Licht heraus. Das Ergebnis sind dann blau- oder gar grünstichige Filmaufnahmen, die kaum jemand gerne sehen möchte.
Aus diesem Grund rüsten wir uns mit zusätzlichen Beleuchtungsmitteln aus, die uns durch den Einsatz von "farbigem" Licht wieder Farbe in unsere Aufnahmen bringen. Je wärmer das Licht unserer Lampen, desto mehr kehren die begehrten rot und orange Farben in unseren Film zurück.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit die Farbe Rot in unseren Aufnahmen (zurück) zu bringen. Durch den Einsatz von farbigen Korrekturfiltern können wir das Farbverhalten unserer Aufnahmen entscheidend steuern.
Aus der normalen Fotografie kennen wir bereits den Einsatz von Korrektur- und Effektfiltern. Wer einen schönen Sonnenuntergang fotografieren möchte, verwendet einen entsprechenden Effektfilter der bereits die Farben für einen harmonischen Farbverlauf für eine solche Aufnahme enthält. Das Ergebnis wirkt überzeugend. Wir brauchen für unsere Aufnahmen unter Wasser aber keine Farbverläufe, sondern die flächendeckende Korrektur für die wegen der Lichtabsorption so schnell weichende rote Farbe.
Es waren in der Tat zunächst die Unterwasserfilmer, die durch den Einsatz von zusätzlichen Filtern ihre Aufnahmen korrigierten. Doch ohne die Experimentierfreudigkeit vieler Unterwasser-Fotografen, wäre die Anwendungstechnik dieser Filter nicht verfeinert worden. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen wir unseren Camcorder also mit einem Rotfilter ausstatten und während unseres Tauchgangs zur Anpassung an die gegebenen Lichtverhältnisse einen manuellen Weißabgleich durchführen. Das machen wir, sobald sich unsere Tauchtiefe um ca. 1-2 Meter verändert. So erhalten wir ein optimales Bildergebnis durch den Korrekturfilter. Aber Vorsicht! Nutzt unsere Lichtanlage zu warme Halogenleuchtkörper, können wir auch über das gewünschte Ziel hinausschießen und erhalten dann ein zu "rotes" Bild. Wir müssen also die Balance zwischen dem "warmen" Licht der Beleuchtungsanlage und unserem Filter finden.
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit die Farbe Rot in unseren Aufnahmen (zurück) zu bringen. Durch den Einsatz von farbigen Korrekturfiltern können wir das Farbverhalten unserer Aufnahmen entscheidend steuern.
Aus der normalen Fotografie kennen wir bereits den Einsatz von Korrektur- und Effektfiltern. Wer einen schönen Sonnenuntergang fotografieren möchte, verwendet einen entsprechenden Effektfilter der bereits die Farben für einen harmonischen Farbverlauf für eine solche Aufnahme enthält. Das Ergebnis wirkt überzeugend. Wir brauchen für unsere Aufnahmen unter Wasser aber keine Farbverläufe, sondern die flächendeckende Korrektur für die wegen der Lichtabsorption so schnell weichende rote Farbe.
Es waren in der Tat zunächst die Unterwasserfilmer, die durch den Einsatz von zusätzlichen Filtern ihre Aufnahmen korrigierten. Doch ohne die Experimentierfreudigkeit vieler Unterwasser-Fotografen, wäre die Anwendungstechnik dieser Filter nicht verfeinert worden. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen wir unseren Camcorder also mit einem Rotfilter ausstatten und während unseres Tauchgangs zur Anpassung an die gegebenen Lichtverhältnisse einen manuellen Weißabgleich durchführen. Das machen wir, sobald sich unsere Tauchtiefe um ca. 1-2 Meter verändert. So erhalten wir ein optimales Bildergebnis durch den Korrekturfilter. Aber Vorsicht! Nutzt unsere Lichtanlage zu warme Halogenleuchtkörper, können wir auch über das gewünschte Ziel hinausschießen und erhalten dann ein zu "rotes" Bild. Wir müssen also die Balance zwischen dem "warmen" Licht der Beleuchtungsanlage und unserem Filter finden.
Welcher Filter ist der richtige?
Leider gibt es nicht "den" optimalen Korrekturfilter für alle Gegebenheiten und so wie sich die Wasserfarbe ändert, müssen wir die Farbe unseres Filters anpassen. Es kommt auf das Zusammenspiel von Filter, Beleuchtung und Camcorder an, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Vorausgesetzt wir können einen manuellen Weißabgleich unter Wasser mit unserem Camcorder durchführen, sollten wir uns an den hier empfohlenen Filterfarben orientieren. Sehr klares und hellblaues Wasser bedarf nur wenig Korrektur bei guten Lichtverhältnissen, hier können wir den orangefarbenen Filter einsetzen. Bei dunklerem Wasser und weniger Licht greifen wir zum "Rotfilter", je intensiver die Farbe, desto stärker die Korrektur. In grünlichem Wasser sollte neben einem hohen Rotanteil auch viel Blau mit ins Bild gebracht werden, deshalb hat der "Grünwasserfilter" eher eine purpurne Einfärbung.
Wohin mit dem Filter?
Auch hier orientieren wir uns an der Fotografie, können wir hier doch das Wissen von Generationen von Fotografen nutzen. Bei modernen digitalen Fotokameras kann der Fotograf einen kleinen Farbfiltereinsatz sogar zwischen Kamerabody und Objektiv montieren, so dass kein Lichtverlust vor dem Objektiv stattfindet. Die teure Optik des Objektivs kann ihren Dienst versehen und ein gutes Bild liefern, erst kurz vor dem Aufnahmesensor passiert das Licht dann den Korrekturfilter.
Bei den "normalen" digitalen Camcordern ist diese Art von Filtereinsatz leider nicht möglich, aus diesem Grund montieren wir unseren Korrekturfilter direkt vor das Objektiv. Dazu nutzen wir entweder einen vorhandenen UV-Filter, auf den wir die Filterfolie montieren oder wir benutzen einen Filterhalter. Wichtig ist dabei, dass der Filter "im" Gehäuse vor das Objektiv montiert wird. Filter die von außen am Gehäuse montiert werden, absorbieren zuviel Licht und dunkeln unsere Aufnahmen nur unnötig ab. Zudem besteht die Gefahr, dass Schmutz zwischen den Filter und die Frontscheibe gerät, was unsere Aufnahmen ruinieren würde. Einige Gehäusehersteller haben die Idee des innen liegenden Filters bereits aufgegriffen und bieten Gehäuse mit beweglichen Filterhaltern an, mit denen man auch während des Tauchgangs den Filter vor das Objektiv schwenken kann. Vor einem Filmtauchgang bleibt uns also nichts anderes übrig, als sich von den lokalen Begebenheiten bei einem kleinen Tauchgang zu vergewissern, welche Farbe das Wasser hat und wie viel natürliches Licht uns zur Verfügung steht. Erst dann können wir den richtigen Filter vor unser Objektiv montieren.
Bei den "normalen" digitalen Camcordern ist diese Art von Filtereinsatz leider nicht möglich, aus diesem Grund montieren wir unseren Korrekturfilter direkt vor das Objektiv. Dazu nutzen wir entweder einen vorhandenen UV-Filter, auf den wir die Filterfolie montieren oder wir benutzen einen Filterhalter. Wichtig ist dabei, dass der Filter "im" Gehäuse vor das Objektiv montiert wird. Filter die von außen am Gehäuse montiert werden, absorbieren zuviel Licht und dunkeln unsere Aufnahmen nur unnötig ab. Zudem besteht die Gefahr, dass Schmutz zwischen den Filter und die Frontscheibe gerät, was unsere Aufnahmen ruinieren würde. Einige Gehäusehersteller haben die Idee des innen liegenden Filters bereits aufgegriffen und bieten Gehäuse mit beweglichen Filterhaltern an, mit denen man auch während des Tauchgangs den Filter vor das Objektiv schwenken kann. Vor einem Filmtauchgang bleibt uns also nichts anderes übrig, als sich von den lokalen Begebenheiten bei einem kleinen Tauchgang zu vergewissern, welche Farbe das Wasser hat und wie viel natürliches Licht uns zur Verfügung steht. Erst dann können wir den richtigen Filter vor unser Objektiv montieren.
Weißabgleich automatisch oder manuell?
Leider bietet nicht jedes Gehäuse bzw. jeder Camcorder die Funktion eines manuellen Weißabgleichs an. Haben wir nicht die Möglichkeit alle ein bis zwei Meter Tiefenunterschied eine neue Anpassung zu machen und müssen uns darauf verlassen, dass der Camcorder oft genug einen automatischen Weißabgleich durchführt. Das sollte uns aber nicht in der Wahl unseres Filters beeinflussen. Je nach Wasserfarbe und Licht wählen wir unseren Filter aus. Wer den Weißabgleich aber manuell mit seinem Gehäuse durchführen kann, der sollte das auch machen, sobald die Tauchtiefe sich um ca. ein bis zwei Meter verändert hat. So erhält man einen noch besseren Korrektureffekt. Unterschiedliche Ergebnisse erhält man auch, wenn man anstelle einer weißen Referenzplatte (normal) eine hellgraue für den Weißabgleich benutzt, um so die Helligkeit insgesamt noch anzuheben.
Feste Werte gibt es leider nicht. Hier muss jeder mit seinem Camcorder und seinem Gehäuse/Korrekturfilter experimentieren um herauszufinden, wie das Material miteinander funktioniert. Der Einsatz von Korrekturfiltern führt bei guter Ausleuchtung und richtiger Anwendung teilweise zu bemerkenswerten Aufnahmen. Aber auch bei dieser Technik gilt das Motto "Übung macht den Meister".
Die maximale Einsatztiefe
Eine der am häufigsten gestellten Fragen zielt auf die maximale Einsatztiefe von Korrekturfiltern ab. Auch hier gelten die Regeln der Umgebung. Während man bei sehr flachen Tauchgängen zwischen Null und drei Metern eigentlich nie einen Korrekturfilter benötigt, sollte man ansonsten immer einen Filter verwenden. Hier sagt die Faustregel je tiefer, desto mehr Rot sollte der Filter besitzen und wenn das Wasser (zu) grün wird, greift man auf den purpurnen Filter zurück. Allerdings sollte man überlegen, bei Tauchgängen die gezielt über dreißig Meter Tiefe gehen, den Filter doch zu Gunsten der besseren Belichtung wegzulassen, denn egal wie gut der Filter ist, etwas Licht nimmt auch er aus unseren Aufnahmen raus. Einige Hersteller geben in den Bedienungsanleitungen ihrer Filter teilweise Maximalgrenzen an, aber das sollten wir hinterfragen, indem wir mit einer geeigneten Beleuchtungsanlage selber testen, wo die Grenzen der Korrekturfilter wirklich liegen. Nicht jede Ausrüstung kann als "Standard" angesehen werden und moderne Camcorder reagieren teilweise ganz anders als noch die Vorjahresmodelle.
Wo sollte man keinen Korrekturfilter einsetzen?
Wer ein Freund der Makroaufnahmen ist, wird bei solchen Aufnahmen auch keinen Korrekturfilter benötigen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Durch die große Nähe zum gefilmten Objekt (z.B. Schnecken oder kleinste Krabben) und die zusätzliche Ausleuchtung, die besonders im Makrobereich zu guten Ergebnissen führt, werden Rotfilter hier nicht benötigt.
Digitale Farbkorrektur Pro & Contra
Natürlich werden nun einige denken "das kann man auch beim Schnitt am Computer korrigieren", aber das stimmt nur teilweise. Der Rotfilter sorgt dafür, dass bei guter Ausleuchtung mehr rotes Licht ins Objektiv gelangt, als die anderen im Licht enthaltenen Farben. Bei einer elektronischen Korrektur kommt es darauf an, nicht nur Rot hinzuzufügen, sondern auch Blau und Grün entsprechend zu reduzieren. Gelingt das nicht in einem harmonischen Verhältnis, wirkt das korrigierte Bild eher künstlich. Wir werden uns in einem späteren Artikel auch der elektronischen Bildkorrektur widmen, allerdings nicht in dem Umfang, als das man bei der Aufnahme gänzlich auf die hier besprochenen Korrekturfilter verzichten könnte. Auf dem Weg zum optimalen "Unterwasserfilm" findet jeder Ausrüstungsgegenstand und jede Bearbeitungsmethode seinen Platz in unserer Filmproduktion.
Fazit
Der Einsatz von Korrekturfiltern kann unsere Filmaufnahmen wesentlich verbessern. Der Erfolg hängt aber von der richtigen Bewertung der Umgebungsvariablen ab und wie das Zusammenspiel von Camcorder, Filter und der Beleuchtungsanlage ist. Mit etwas Übung kann jeder die richtigen Einstellungen für seinen Lieblingstauchplatz schnell herausfinden. Mit diesen Erfahrungen gerüstet, sollten wir in der Lage sein, schon nach wenigen Tests in jedem Meer der Welt gute Aufnahmen dank Filterkorrektur hinzubekommen und wenn es nicht gleich klappt, bitte nicht gleich "rot" sehen
.
Vorschau Artikel #9
In unserem nächsten Artikel geht es um "Filmaufnahmen unter erschwerten Bedingungen". Manche Tauchgänge stellen uns vor besondere Aufgaben. Hier gilt es eine gute Vorbereitung zu treffen und richtig auf schwierige Situationen zu reagieren.
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Kommentare
wieder einmal ein hochinformativer Beitrag von Detlef. Ich finde diesen nicht nur für den "Filmer" interessant, sondern auch für den "UW Fotografie Noob" wie mich. Mir fehlte bis jetzt jegliches Verständnis für die Filterfarbe. Nun bin ich schlauer.
Vielen Dank Detlef
geschrieben von am 22.05.2007
Unglaublich wie unmöglich der Taucher auf dem Aufmacherfoto in der Gegend herum hängt ![]()
geschrieben von Andreas Voeltz am 24.06.2007
sorry passt vielleicht nicht ganz ....aber ich habe ein amphibico phenom und dort habe ich zwei filter.
einen rotfilter und einen verlaufsfilter unten hell oben dunkel .........
WOFUER IST DER GEDACHT.
danke und gruss
niko
geschrieben von am 29.07.2008






