U/W-Videoschule #9 :: Filmaufnahmen unter erschwerten Bedingungen
In diesem Artikel geht es um "Filmaufnahmen unter erschwerten Bedingungen". Manche Tauchgänge stellen uns vor besondere Aufgaben. Hier gilt es eine gute Vorbereitung zu treffen und richtig auf schwierige Situationen zu reagieren.
Von Detlef Randerath
Von Detlef Randerath
Tauchregeln beachten
Damit wir einen schönen Film unter Wasser aufnehmen können, gilt es zunächst einmal die Grundregeln des Tauchens zu beachten. Das fällt uns zuhause am heimischen Baggerloch sicher leicht, aber wenn wir dann endlich tausende Kilometer von zuhause entfernt auf einem Kreuzfahrtschiff die langersehnten Tauchgründe erreicht haben, scheinen viele unter uns diese Regeln gerne zu übergehen. Wer mag schon wegen des schlecht durchführbaren Druckausgleichs die Chance auf einen Wahlhai oder einen großen Rochen verpassen?
Spätestens da nimmt mir mein Buddy das Gehäuse aus der Hand und macht mir klar, dass ich zum fit werden mindestens einen Tag pausieren muss. Egal was da gerade im Wasser passiert. In der Theorie ist das leicht gesagt, wenn man sich in solch einer Situation befindet hat man nur schwer ein Einsehen für die Sicherheit, aber wenn wir nicht hundertprozentig fit sind, kann viel passieren und an filmen ist dann sicher auch nicht mehr zu denken. Wir brauchen zudem etwas Fitness, um gute Aufnahmen machen zu können, denn auch unter Wasser erwarten uns Überraschungen die alles von uns verlangen. Dazu kommen wir gleich noch mal zurück.
Spätestens da nimmt mir mein Buddy das Gehäuse aus der Hand und macht mir klar, dass ich zum fit werden mindestens einen Tag pausieren muss. Egal was da gerade im Wasser passiert. In der Theorie ist das leicht gesagt, wenn man sich in solch einer Situation befindet hat man nur schwer ein Einsehen für die Sicherheit, aber wenn wir nicht hundertprozentig fit sind, kann viel passieren und an filmen ist dann sicher auch nicht mehr zu denken. Wir brauchen zudem etwas Fitness, um gute Aufnahmen machen zu können, denn auch unter Wasser erwarten uns Überraschungen die alles von uns verlangen. Dazu kommen wir gleich noch mal zurück.
Ausreichende Fitness
Wer eine Woche lang nicht nur seine Tauchausrüstung sondern auch das Filmequipment durch die Gegend schleppt und dann noch zwei bis drei Tauchgänge am Tag machen möchte der sollte schon fitt sein. Wir bereiten uns in der Regel sechs Monate vorher schon mit zusätzlichem Sport auf unsere Filmprojekte vor. Fußball, Badminton und Schwimmen stehen hoch im Kurs!
Ich werde von meinem Buddy immer belächelt, weil ich jede Menge Schokoriegel dabei habe. Die geben aber schnell Energie und nehmen nicht zuviel Platz und Gewicht im Gepäck ein. Wer eine sportliche Vorbereitung auf sich nimmt, der ist auch daran gewöhnt mehr als "normal" zu trinken. Das wird auch gerne im Tauchurlaub vernachlässigt. Die Folgen sind Abgeschlagenheit, Übelkeit, Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht, wenn extreme Temperaturen mit ins Spiel kommen.
Ausrüstung in Topzustand
Genauso fit wie wir es von uns selbst verlangen, sollte auch unsere Tauchausrüstung sein. Das gilt für jeden Ausrüstungsgegenstand den wir bei uns haben. Ich habe schon UW-Filmer erlebt, die ihre Kameraausrüstung tip-top gepflegt haben, aber ihren Lungenautomaten schon eine Woche lang nicht mehr in Frischwasser gespült hatten. Die Folgen können fatal sein!
Ohne eine gut funktionierende Tauchausrüstung geht gar nichts. Wichtig ist auch das man mit der Ausrüstung vertraut ist und sie auch gut im Griff hat.
Natürlich ist ein Tauch-Film-Urlaub anstrengend und es gibt viel zu tun nach einem langen Tauchtag, aber Sicherheit geht auch hier eindeutig vor! Erst wenn wir "und" unsere Ausrüstung entsprechend gepflegt und fit ins Wasser gehen, kann ein guter Film entstehen. Dabei sollten wir vor dem Sprung ins Wasser prüfen (lassen) ob auch alles gut befestigt ist. Ihr Camcorder währe nicht der erste der in den dunklen tiefen der Weltmeere versinkt! Aber was währe ein guter Taucher/Kameramann ohne einen ausführlichen Buddycheck? Wenn ich Filme verwende ich nie einen neuen Ausrüstungsgegenstand! Erst wenn mir die Funktion und die Handhabung ausführlich bekannt sind, kann ich mich wieder aufs Filmen konzentrieren, das macht jeden Tauchgang sicherer.
Ohne eine gut funktionierende Tauchausrüstung geht gar nichts. Wichtig ist auch das man mit der Ausrüstung vertraut ist und sie auch gut im Griff hat.
Das Buddysystem
Besonders beim Filmen kommt es darauf an, dass das Buddysystem funktioniert. Dabei hat der Kameramann bekanntlich nicht mehr "das eine Auge" für seinen Buddy frei, umso mehr muss nun unser Buddy auf uns mit aufpassen! Das ist nicht jedermanns Sache und das sollte man nicht erst bei einem Strömungstauchgang an den Malediven bemerken, sondern möglichst vorher. Der Buddy ist unser Begleiter, Bodyguard, Retter und wie wir schon gelesen haben auch möglicherweise unser Beleuchter. Deshalb sollte man ihn/sie auch pflegen und bei Laune halten! Am besten teilt der Buddy unsere Filmleidenschaft und weis/bemerkt worauf es ankommt unter Wasser.
Kälte
Es gibt kein zu kaltes Wasser, aber viele falsche Anzüge die man zum Tauchen anziehen kann. Kälte stellt eine fast unberechenbare Gefahr dar. Da wo am Vormittag noch angenehm warmes Wasser an einem tiefen Wrack den ersten Tauchgang zu einem Erlebnis werden ließ zieht plötzlich eine "eiskalte" Strömung vorbei und macht die Glieder steif und jagt den Puls und die Atemfrequenz hoch. Hier muss jeder seine "Kältegrenze" finden. Wird mir kalt, kann ich mich eh nicht mehr aufs Filmen konzentrieren und ich gebe Zeichen um höher zu tauchen, reicht das dann immer noch nicht tauchen wir aus und wärmen und erstmal gut auf!
Besonders beim Filmen und Fotografieren braucht man eine ruhige Hand und die hat man nun mal nicht wenn man friert. Zusätzlich wirkt sich die Kälte auch auf den Luftverbrauch aus, man atmet schneller und braucht zum einen mehr Luft. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass durch diese Mehrbelastung auch der Automat kalte Füße bekommt und damit droht einzufrieren.
Wer in kaltem Wasser filmen möchte, der sollte unbedingt sein Tauchequipment darauf abstimmen. Es gibt viele Taucher die selbst in den Tropen schnell frieren, da sollte man sich beim Anzugkauf gut beraten lassen. Oft scheitert es gar an den Umständen des Transportes, dass man nur den Shorty dabei hat, weil der 7mm Anzug nicht mehr in den Koffer rein passte. Da ist die Unterkühlung schon vorprogrammiert. Was schert es mich was die anderen Denken oder gar sagen, ich packe alles ein was ich brauche, auch die Kopfhaube die viele im Sommerurlaub gerne weglassen. Wer aber nach der ersten Woche Tauchen Probleme mit den Ohren bekommt, hätte diese weiter aufmachen müssen als die Guides allen beim Briefing dazu rieten lieber "mit" Kopfhaube zu tauchen. Nur keine falsche Scheu. Es gibt sogar Filmer die grundsätzlich im Trocki tauchen egal wo. Für uns heiligen die Mittel den Zweck. Je besser die Ausrüstung funktioniert und je wohler wir uns damit fühlen desto besser stehen die Chancen, dass wir einen guten Film machen können.
Besonders beim Filmen und Fotografieren braucht man eine ruhige Hand und die hat man nun mal nicht wenn man friert. Zusätzlich wirkt sich die Kälte auch auf den Luftverbrauch aus, man atmet schneller und braucht zum einen mehr Luft. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass durch diese Mehrbelastung auch der Automat kalte Füße bekommt und damit droht einzufrieren.
Wer in kaltem Wasser filmen möchte, der sollte unbedingt sein Tauchequipment darauf abstimmen. Es gibt viele Taucher die selbst in den Tropen schnell frieren, da sollte man sich beim Anzugkauf gut beraten lassen. Oft scheitert es gar an den Umständen des Transportes, dass man nur den Shorty dabei hat, weil der 7mm Anzug nicht mehr in den Koffer rein passte. Da ist die Unterkühlung schon vorprogrammiert. Was schert es mich was die anderen Denken oder gar sagen, ich packe alles ein was ich brauche, auch die Kopfhaube die viele im Sommerurlaub gerne weglassen. Wer aber nach der ersten Woche Tauchen Probleme mit den Ohren bekommt, hätte diese weiter aufmachen müssen als die Guides allen beim Briefing dazu rieten lieber "mit" Kopfhaube zu tauchen. Nur keine falsche Scheu. Es gibt sogar Filmer die grundsätzlich im Trocki tauchen egal wo. Für uns heiligen die Mittel den Zweck. Je besser die Ausrüstung funktioniert und je wohler wir uns damit fühlen desto besser stehen die Chancen, dass wir einen guten Film machen können.
Strömung
Wer in unseren Breiten taucht, der kennt das Wort Strömung entweder aus einem der vielen spannenden Bücher über den Tauchsport oder aus dem Urlaub. Eine Strömung kann etwas ganz fantastisches sein, wenn man sie zum Beispiel nutzt, um sich an einem schönen langen Riff entlang treiben zu lassen. Es gibt viele berühmte Tauchplätze, die ohne ihre Strömung nicht halb so bekannt währen. Für uns Filmer ist eine Strömung immer schwer einzuschätzen. Bei einem Drifttauchgang entlang einer Wand zum Beispiel, können wir wie in einem unsichtbaren Buss am Riff entlangfahren und Aufnahmen machen ohne uns dabei anzustrengen. Allerdings dürfen wir beim Filmen dann auch nichts verpassen, denn ein Zurück gibt es auf keinen Fall. Schon als "normaler" Taucher hat man seine Mühe bei manchen Strömungen nur an der Stelle bleiben zu können. Wir mit unserem sperrigen Equipment bieten der Strömung noch mehr Angriffsfläche und haben es fast doppelt schwer. An dieser Stelle noch mal den Tipp, alles gut zu befestigen. Sollte uns hier etwas aus der Hand fallen, gibt es keinen Weg es zurück zu holen. Spiralkabel kosten kein Vermögen, können aber helfen das Vermögen im teueren Gehäuse zu bewahren. Ein beliebter Insidertipp ist es, dass Gehäuse leicht positiv zu tarieren, damit es etwas Auftrieb hat. Im Extremfall steigt das System dann zur Oberfläche auf, wo die Chance wesentlich besser stehen es wieder zu finden als auf dem Meeresgrund. Dieser Trick hat schon so manchem Filmer und Fotografen vor teuren Verlusten bewahrt!
Möchte man lokale Aufnahmen machen und es kommt dann plötzlich eine Strömung auf, sollte man die Aufnahmen beenden. Kaum jemand bekommt eine störende Strömung in den Griff. Viel zu schnell strengt es uns an, nur gegen die Strömung zu halten und dann kommen wieder unsere Probleme an den Tag, nicht fitt genug, zu hoher Sauerstoffverbrauch, vielleicht sogar noch unterkühlt, da kann eine Strömung schnell gefährlich werden.
Keine Übung. Diese beiden Taucher sammelten wir auf dem Heimweg nach Hurghada vor Giftun Island ein. Sie wurden während des Tauchgangs durch die Strömung weit abgetrieben. Den Rückweg zu ihrem Tauchschiff hätten sie aus eigener Kraft nicht mehr geschafft! Dank der Rettungsboje konnten wir die Taucher schnell ausmachen.
Bei leichten Strömungen kann man die eine oder andere Riffecke noch möglicherweise gut filmen. Bei leichter Strömung hilft mir ab und an sogar mein Buddy, in dem er mich leicht gegen die Strömung schiebt, das muss man aber üben, sonst wackelt es sonst nur noch mehr.
Aber manchmal sind es gerade diese Bilder die man einfangen möchte. Kleine Schwarmfische die in einer Strömung tanzen und nach Beute schnappen. Ich bin ein großer Freund der guten Tarierung und bin immer wieder froh wenn ich eine Szene filmen konnte "ohne" mich irgendwo festhalten zu müssen. An Riffen sollten wir besonders vorsichtig sein wenn es um das Festhalten, anlehnen oder hinknien geht. Nicht nur das wir hier die Natur eigentlich immer durch unser Verhalten in Mitleidenschaft ziehen, hier lauern auch viele "getarnte" Gefahren. Ganz übel ist die Verwendung der im Handel ab und an angebotenen Riffhacken. Solche "Enterhacken" mögen etwas für Piraten sein, aber nicht für uns umweltbewusste Unterwasserfilmer. Strömungen können dann für uns gefährlich werden, wenn sie plötzlich auftreten und uns "mitten" im Tauchgang erwischen. Da unsere Filmausrüstung in der Regel doch recht unhandlich ist und dementsprechend viel Angriffsfläche für die Strömung bietet, kann uns auch eine leichte Strömung weit vom Tauchschiff abtreiben. Wer gegen eine Strömung anschwimmen muss, der nimmt in diesem Fall die Ausrüstung in eine Hand und positioniert das Gehäuse längs unter sich, damit die kleinste Fläche gegen die Strömung gehalten wird. Trotzdem wird man schnell merken wie kraftraubend solch eine Situation sein kann. Hier ist es gut wenn man sich mit seinem Buddy abwechseln kann. Ich hatte bei meinem letzten Ägypten Filmtrip eine solche Situation. Mein Buddy schwamm vor mir und wirkte für mich wie ein Wellenbrecher. Ich konnte dadurch in seinem "Windschatten" wesentlich leichter gegen die Strömung anschwimmen. Ein gut funktionierendes Buddyteam ist halt sehr wichtig in solchen Situationen.
Möchte man lokale Aufnahmen machen und es kommt dann plötzlich eine Strömung auf, sollte man die Aufnahmen beenden. Kaum jemand bekommt eine störende Strömung in den Griff. Viel zu schnell strengt es uns an, nur gegen die Strömung zu halten und dann kommen wieder unsere Probleme an den Tag, nicht fitt genug, zu hoher Sauerstoffverbrauch, vielleicht sogar noch unterkühlt, da kann eine Strömung schnell gefährlich werden.
Keine Übung. Diese beiden Taucher sammelten wir auf dem Heimweg nach Hurghada vor Giftun Island ein. Sie wurden während des Tauchgangs durch die Strömung weit abgetrieben. Den Rückweg zu ihrem Tauchschiff hätten sie aus eigener Kraft nicht mehr geschafft! Dank der Rettungsboje konnten wir die Taucher schnell ausmachen.
Aber manchmal sind es gerade diese Bilder die man einfangen möchte. Kleine Schwarmfische die in einer Strömung tanzen und nach Beute schnappen. Ich bin ein großer Freund der guten Tarierung und bin immer wieder froh wenn ich eine Szene filmen konnte "ohne" mich irgendwo festhalten zu müssen. An Riffen sollten wir besonders vorsichtig sein wenn es um das Festhalten, anlehnen oder hinknien geht. Nicht nur das wir hier die Natur eigentlich immer durch unser Verhalten in Mitleidenschaft ziehen, hier lauern auch viele "getarnte" Gefahren. Ganz übel ist die Verwendung der im Handel ab und an angebotenen Riffhacken. Solche "Enterhacken" mögen etwas für Piraten sein, aber nicht für uns umweltbewusste Unterwasserfilmer. Strömungen können dann für uns gefährlich werden, wenn sie plötzlich auftreten und uns "mitten" im Tauchgang erwischen. Da unsere Filmausrüstung in der Regel doch recht unhandlich ist und dementsprechend viel Angriffsfläche für die Strömung bietet, kann uns auch eine leichte Strömung weit vom Tauchschiff abtreiben. Wer gegen eine Strömung anschwimmen muss, der nimmt in diesem Fall die Ausrüstung in eine Hand und positioniert das Gehäuse längs unter sich, damit die kleinste Fläche gegen die Strömung gehalten wird. Trotzdem wird man schnell merken wie kraftraubend solch eine Situation sein kann. Hier ist es gut wenn man sich mit seinem Buddy abwechseln kann. Ich hatte bei meinem letzten Ägypten Filmtrip eine solche Situation. Mein Buddy schwamm vor mir und wirkte für mich wie ein Wellenbrecher. Ich konnte dadurch in seinem "Windschatten" wesentlich leichter gegen die Strömung anschwimmen. Ein gut funktionierendes Buddyteam ist halt sehr wichtig in solchen Situationen.
Gefährliche Situationen (Tiere/Wracks/Höhlen)
Gefährliche Situationen gibt es im Tauchsport leider immer noch viel zu oft. Selbst bei der besten Vorbereitung sind die Gefahren die von den Elementen ausgehen und der Natur die uns in den Meeren begegnet unberechenbar. Auch hier noch einmal der Hinweis auf die Tauchregeln "Plane deinen Tauchgang und Tauche deinen Plan". Wer sich daran hält, kann zumindest von der taucherischen Seite nicht viel falsch machen.
Gefährliche Fische
Wer gefährliche Tiere filmen möchte, der sollte sich natürlich zuerst einmal vorbereitend mit den Tieren auseinander setzen. Je mehr wir über die Unterwasserwelt wissen desto besser können wir gefährliche Situationen abschätzen. Aber was ist gefährlich und was nicht?
Wer gezielt einen Film über gefährliche Fische drehen möchte "muss" sich vorbereiten. Da sollte es bekannt sein, was die Folgen eines Steinfischstiches sind, oder wie man sich Muränen nähert. Richtig gefährlich wird es mit den Raubfischen. Dabei vertrete ich die gleiche Ansicht wie zum Beispiel das Sharkproject es propagiert. Es sind nicht die Haie die gefährlich sind, sondern die Situationen in die wir uns begeben. Wer Haie durch anfüttern anlockt ist in weit größerer Gefahr gebissen zu werden, als wenn man einem Hai ohne Futtermittel im Wasser begegnet. Wer Haie filmen möchte sollte sich von erfahrenen Haitauchern begleiten lassen. Kaum ein Filmer kann richtig mit Haien umgehen. Je größer der Räuber, desto größer ist die Gefahr für uns. Mancherorts kann man Tigerhaien gut begegnen und bei richtiger Begleitung auch auf einen Käfig verzichten. Wer dem König der Meere dem weißen Hai in sein finsteres Auge blicken möchte, tut gut daran, brav in seinem Käfig zu bleiben. Bei Freiwasserbegegnungen ist es immer eine schwierige Entscheidung, ob man den Camcorder durch ein Spiralkabel am Jacket befestigt oder nicht. Wenn man in wenigen Metern Tiefe auf einem hellen Sandgrund Tigerhaie filmt, kann man auf diese Art der Sicherung verzichten – tief fallen kann hier nichts. Es soll schon vorgekommen sein, dass diese Haie sich bei all zu großer Annäherung einmal die Kamera geschnappt haben und nach ein – zwei Umrundungen der Taucher dann auch wieder fallen ließen. Es währe in der Tat fatal, hätte man in einem solchen Fall das Gehäuse am Jacket gesichert!
Wer gezielt einen Film über gefährliche Fische drehen möchte "muss" sich vorbereiten. Da sollte es bekannt sein, was die Folgen eines Steinfischstiches sind, oder wie man sich Muränen nähert. Richtig gefährlich wird es mit den Raubfischen. Dabei vertrete ich die gleiche Ansicht wie zum Beispiel das Sharkproject es propagiert. Es sind nicht die Haie die gefährlich sind, sondern die Situationen in die wir uns begeben. Wer Haie durch anfüttern anlockt ist in weit größerer Gefahr gebissen zu werden, als wenn man einem Hai ohne Futtermittel im Wasser begegnet. Wer Haie filmen möchte sollte sich von erfahrenen Haitauchern begleiten lassen. Kaum ein Filmer kann richtig mit Haien umgehen. Je größer der Räuber, desto größer ist die Gefahr für uns. Mancherorts kann man Tigerhaien gut begegnen und bei richtiger Begleitung auch auf einen Käfig verzichten. Wer dem König der Meere dem weißen Hai in sein finsteres Auge blicken möchte, tut gut daran, brav in seinem Käfig zu bleiben. Bei Freiwasserbegegnungen ist es immer eine schwierige Entscheidung, ob man den Camcorder durch ein Spiralkabel am Jacket befestigt oder nicht. Wenn man in wenigen Metern Tiefe auf einem hellen Sandgrund Tigerhaie filmt, kann man auf diese Art der Sicherung verzichten – tief fallen kann hier nichts. Es soll schon vorgekommen sein, dass diese Haie sich bei all zu großer Annäherung einmal die Kamera geschnappt haben und nach ein – zwei Umrundungen der Taucher dann auch wieder fallen ließen. Es währe in der Tat fatal, hätte man in einem solchen Fall das Gehäuse am Jacket gesichert!
Wracks & Höhlen
Nicht minder gefährlich können Wracks sein. Auch wenn man es ihnen auf den ersten Blick nicht zutraut, es kommen mehr Taucher in und an Wracks zu Tode als durch Raubfische! Es ist oft schon die Lage der Wracks, die uns in Tiefen absteigen lässt, in denen wir sonst nie tauchen würden. Hier wird unsere Tauchausbildung unser Können und unsere Fitness auf die Probe gestellt und wehe wir sind nicht vorbereitet. Wrackfilme bedeuten in der Regel noch mehr Vorbereitung, noch mehr Training und nicht zuletzt viel Mut!
Filmen wir "nur" außerhalb des ausgewählten Wracks, gilt es die richtigen Vorbereitungen zu treffen. Dekotauchgänge bedürfen einer minutiösen Vorbereitung an die man sich auch halten sollte. Gibt es Beschreibungen, Fotos oder sogar schon Videos vom Zielwrack, dann gibt uns das die Chance das Wrack ausführlich zu studieren und mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Richtig gefährlich wird es in den Wracks. Nur wenige der versunkenen Schiffe stehen aufrecht auf dem Kiel auf dem Meeresgrund, und so verlangt schon die Orientierung im Wrack unsere hundertprozentige Konzentration. Auch hier sollten wir Filmer uns durch erfahrene Wracktaucher mit Ortskenntnis unterstützen lassen. Nur zu leicht verirrt man sich in einem Wrack – schnell aufgewirbeltes Sediment und/oder herabrieselnder Schmutz von der Deck nehmen uns in Sekunden die Sicht – gut wer dann eine Führungsleine hat, denn schnell hat man sich bei Nullsicht verirrt. Hier berühren wir Filmer einen Bereich des Tauchens der mehr von uns verlangt als "nur" Tauchen und Filmen, was zugegebener Weise auch schon schwer genug ist. Das gleiche gilt übrigens beim Höhlentauchen, das neben dem Wracktauchen (und dem Tieftauchen) zu den gefährlichsten Bereichen des Tauchsports gehört.
Filmen wir "nur" außerhalb des ausgewählten Wracks, gilt es die richtigen Vorbereitungen zu treffen. Dekotauchgänge bedürfen einer minutiösen Vorbereitung an die man sich auch halten sollte. Gibt es Beschreibungen, Fotos oder sogar schon Videos vom Zielwrack, dann gibt uns das die Chance das Wrack ausführlich zu studieren und mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Richtig gefährlich wird es in den Wracks. Nur wenige der versunkenen Schiffe stehen aufrecht auf dem Kiel auf dem Meeresgrund, und so verlangt schon die Orientierung im Wrack unsere hundertprozentige Konzentration. Auch hier sollten wir Filmer uns durch erfahrene Wracktaucher mit Ortskenntnis unterstützen lassen. Nur zu leicht verirrt man sich in einem Wrack – schnell aufgewirbeltes Sediment und/oder herabrieselnder Schmutz von der Deck nehmen uns in Sekunden die Sicht – gut wer dann eine Führungsleine hat, denn schnell hat man sich bei Nullsicht verirrt. Hier berühren wir Filmer einen Bereich des Tauchens der mehr von uns verlangt als "nur" Tauchen und Filmen, was zugegebener Weise auch schon schwer genug ist. Das gleiche gilt übrigens beim Höhlentauchen, das neben dem Wracktauchen (und dem Tieftauchen) zu den gefährlichsten Bereichen des Tauchsports gehört.
Psychische Belastungen
Neben den körperlichen Anstrengungen, können auch psychische Belastungen bei einem Tauchgang auftreten und unsere Filmaufnahmen zunichte machen. Nicht jeder kann mit dunklen Wracks in denen möglicherweise noch die Überreste der Seefahrer ruhen, die beim Untergang ihr leben lassen mussten gut umgehen. Schnell wird die alles umgebende Dunkelheit und enge in Wracks und Höhlen zu einer großen Belastung. Das gleiche gilt für die Begegnung mit den Topräubern der Meere den Haien. Auch wenn wir schon x-mal im Fernsehen die einschlägigen Reportagen verfolgt haben, der "erste" Hai hinterlässt mehr als eine Gänsehaut. Wer Haie filmen möchte, sollte es auch langsam angehen lassen und nicht gleich ein Ticket zum "Cagediving" in Südafrika buchen. Für den Anfang tun es auch kleinere aber nicht minder gefährliche Riffhaie. Wer dann sorgfältig auswählt, kann dann auch in Florida Tigerhaie filmen. Hier bekommt man ein gutes Gefühl für die Größe dieser eindrucksvollen Räuber. Wer hier cool bleibt und die Belastungen physisch und psychisch gut wegsteckt, der kann mit entsprechender Vorbereitung auch dem großen Weißen-Hai begegnen. Im Gegensatz zum warmen Golfstrom in Florida mit klarem warmen Wasser und Sichtweiten bis dreißig Meter geht es in Südafrika härter zu. Kaltes, trübes grünes Wasser, extrem eingeschränkte Sichtweiten von wenigen Metern (im Idealfall) und die beklemmende Enge des Käfigs verlangen uns viel ab. Hier muss jeder für sich selber entscheiden, ob er diese Belastungen für ein paar Minuten Film auf sich nehmen möchte.
Nicht zu auffällig filmen
Eine weniger gefährliche als mehr hinderliche Situation sind auch beim UW-Filmen die Gaffer. Es kommt oft genug vor, dass man mit seiner Filmausrüstung auf einem normalen Ausfahrtsboot irgendwo auf eine Tagestour geht und gleich viele interessierte Taucher um einen herumstehen. Man ist dann froh, wenn man in Ruhe die letzten Vorbereitungen treffen kann. Wenn wir dann keine entsprechenden Informationen beim Briefing an die uns begleitenden Taucher weiter geben, kann es leicht vorkommen, das jeder mal versucht "mit ins Bild" zu kommen. Ich weihe meinen Guide insofern immer in meine Filmpläne ein, wenn nicht sogar gerade ein Basisfilm gedreht wird, bei dem jeder seine feste "Rolle" bekommt.
Im Briefing wird dann darauf hingewiesen, das dass Filmteam einen Film dreht und nicht gestört werden soll. Doch auch das scheint nicht immer zu funktionieren und es gibt immer Taucher die sich gerade durch diese Information aufgefordert fühlen mitten durch Bild zu schwimmen. Das gleiche gilt auch über Wasser. Wer ungestört filmen möchte, der sollte sich entweder einen abgeschiedenen Ort zum drehen aussuchen, oder den Drehort entsprechend absperren. Bei einem unsere Basisfilme machten wir einmal Aufnahmen in einem Freibad, bei laufenden Betrieb. Soweit so gut – es gab die obligatorische Durchsage, dass gefilmt wird, und wer nicht auf diesem Film drauf sein mochte, entsprechend nicht ins Bild gehen/schwimmen sollte.
Das funktionierte ganz gut, man nahm uns wahr aber störte uns nicht. Dann erlaubte sich der Bademeister einen Scherz und pries unser Filmteam als international bekanntes Profiteam an und erklärte das wir auch schon "ausgezeichnete" Filme für weltweit bekannte Tauchcenter gedreht hätten. Bis auf die internationale Bekanntheit stimmte das zwar, war für unseren Geschmack war das aber sehr überzogen formuliert. Was dann geschah hatten auch wir nicht erwartet. Binnen Minuten war alles im Wasser, was schwimmen konnte und um das Becken herum bildete sich eine Menschenmenge.
Wir mussten dann den Bademeister bemühen einen Bereich des Beckens und der umlaufenden Wege absperren zu lassen, damit wir unsere Szenen drehen konnten. Auch hier ergeben sich durchaus gefährliche Situationen. Nicht unbedingt nur für uns, aber auch für die Menschen in unserer Umgebung. Ein kleiner Junge knickte bei dem Gedränge an einer Stufe um und musste behandelt werden, andere die eine Abkürzung durch das gepflegte Rosenbeet nahmen gingen mit reichlich Pflaster an den Beinen an diesem Tag nach Hause.
Im Briefing wird dann darauf hingewiesen, das dass Filmteam einen Film dreht und nicht gestört werden soll. Doch auch das scheint nicht immer zu funktionieren und es gibt immer Taucher die sich gerade durch diese Information aufgefordert fühlen mitten durch Bild zu schwimmen. Das gleiche gilt auch über Wasser. Wer ungestört filmen möchte, der sollte sich entweder einen abgeschiedenen Ort zum drehen aussuchen, oder den Drehort entsprechend absperren. Bei einem unsere Basisfilme machten wir einmal Aufnahmen in einem Freibad, bei laufenden Betrieb. Soweit so gut – es gab die obligatorische Durchsage, dass gefilmt wird, und wer nicht auf diesem Film drauf sein mochte, entsprechend nicht ins Bild gehen/schwimmen sollte.
Das funktionierte ganz gut, man nahm uns wahr aber störte uns nicht. Dann erlaubte sich der Bademeister einen Scherz und pries unser Filmteam als international bekanntes Profiteam an und erklärte das wir auch schon "ausgezeichnete" Filme für weltweit bekannte Tauchcenter gedreht hätten. Bis auf die internationale Bekanntheit stimmte das zwar, war für unseren Geschmack war das aber sehr überzogen formuliert. Was dann geschah hatten auch wir nicht erwartet. Binnen Minuten war alles im Wasser, was schwimmen konnte und um das Becken herum bildete sich eine Menschenmenge.
Wir mussten dann den Bademeister bemühen einen Bereich des Beckens und der umlaufenden Wege absperren zu lassen, damit wir unsere Szenen drehen konnten. Auch hier ergeben sich durchaus gefährliche Situationen. Nicht unbedingt nur für uns, aber auch für die Menschen in unserer Umgebung. Ein kleiner Junge knickte bei dem Gedränge an einer Stufe um und musste behandelt werden, andere die eine Abkürzung durch das gepflegte Rosenbeet nahmen gingen mit reichlich Pflaster an den Beinen an diesem Tag nach Hause.
Fazit
Wer gefährliche Tiere, in und um Wracks oder Höhlen betauchen und filmen möchte sollte sich gut vorbereiten. Das gilt für die verwendete Ausrüstung, für die Fitness des Tauchers und für die taucherische Ausbildung. Es ist keine Schande sich in die Hände von erfahrenen Tauchern zu begeben wenn man Wracks oder Höhlen erforschen und filmen möchte. Im Gegenteil, wir erhalten wesentlich mehr Sicherheit bei unseren Tauchgängen und können in kurzer Zeit viel dazu lernen. Das gleiche gilt beim Filmen von Haifisch & Co. Nur wenn wir die Gefahren richtig einschätzen können, gelingt es uns die richtige Vorbereitung zu treffen. Wir müssen "vor" unserem Filmtauchgang alles im Kopf einmal durchgespielt haben, um die richtigen Vorbereitungen treffen zu können. Es bedarf also einer gewissen Voraussicht um mit den Belastungen (körperlich & seelisch) umgehen zu können. Ein guter Unterwasserfilm ist nicht das Resultat spontaner Aktionen sondern das Ergebnis guter Vorbereitungen und Planungen. Vorbereitung ist eines, Planung etwas anderes, deshalb werden wir uns in unserem nächsten Artikel damit beschäftigen, wie wir einen Filmtauchgang richtig Planen und Vorbereiten.
Vorschau Artikel #9
In unserem nächsten Artikel geht es um "Unterwasseraufnahmen richtig planen und vorbereiten". Wer einfach so mal ins Wasser springt und darauf hofft gute Aufnahmen mit an die Oberfläche zu bringen wird oft enttäuscht werden. Gute Filmaufnahmen setzen einiges an Vorbereitung und Planung voraus. Wir erklären worauf es bei der Vorbereitung, Planung und der Umsetzung ankommt.
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