Es waren wohl 3 ausgewachsene Tigerhaie, die im Naturschutzgebiet tagsüber gefischt worden sind. Das Boot gehört einem Inder, der die Haie unter den Augen von Einheimischen und anderen Personen an den Strand gebracht hat und sie dann verladen hat. Unter anderem hat er auch mehrere Black Tips gefangen und getötet. Mittlerweile wird wohl gegen diese Person mobil gemacht. Ob er die verdiente Strafe erhält, bleibt dahingestellt. Warscheinlich werden die richtigen Personen bestochen und er kommt davon.
Vielleicht tragen wir durch den Haitourismus und der Tauchindustrie dazu bei. Durch anködern ist es ihm wohl ein leichtes gewesen, sie zu fangen.
Haitourismus nur, wenn man sie schützen kann, vielleicht sollte man darüber mal nachdenken.
Zitat eines Digideep Veteranen.
Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis da mal was passiert
Das Zitat ist nicht von mir und leider falsch wiedergegeben.
Das Original-Zitat von einem amerikanischem Tauchgast, werde ich
aus Gründen der Rücksicht gegenüber dem verstorbenem Opfer und
seiner Familie hier nicht schreiben.
Außerdem würde Sie die Sensationspresse aufgrund
der Brisanz des Vorfalls sofort darauf stürzen.
Das war mir klar. Sonst hätte ich einen Namen genannt.
Nichtsdestotrotz wird dies oder ähnliches sehr, sehr häufig gesagt oder zumindest gedacht worden sein…
Ich versuche hier ja auch nur, des Teufels Advokaten zu spielen.
Dass wir uns alle hier einig sind, was die Bewertung der Sensationspresse zu den Haien angeht, dürfte -mir zumindest- klar sein.
Und dass die Situation für Jim Abernethy und die Shear Water, die bei vielen Digideeplern hoch im Kurs stehen, extrem gefährlich ist, ebenso.
Aber um so wichtiger ist es eben, die eigene Argumentation zu schärfen. Im sharkproject Forum kann man an so manchen Post gut ablesen, ab wann es mit der Haiverniedlichung albern wird. Und eben das gibt der Sensationspresse im Zweifel Futter und Zitate.
Habe jetzt gerade nochmal die Taucher.net Diskussionen gelesen. Mir war nicht klar, dass dieser tumbe Grundkonsens auf unterstem Stammtischniveau auch unter Tauchern so verbreitet ist.
Immer wenn Menschen zu Schaden kommen und sich tragische Unfälle ereignen, wird
darüber Bericht erstattet. Dies ist nicht nur bei Unfällen in Zusammenhang mit Haien
so, sondern erfolgt auch in anderen Zusammenhängen. Man erinnere sich nur an die
zahlreichen Artikel und Diskussionen über die Haltung von Kampfhunden. Darum würde
ich bitten das Thema mit etwas mehr Distanz zu betrachten. Ich finde auch auf
unserer Seite wird schnell mal übersensibel reagiert und vorschnell über andere
geurteilt. Viel wichtiger als über den Vorfall und die Medienreaktion zu diskutieren,
finde ich (wie Andi schon aufgefordert hat) mit positiven Meldungen dem ganzen “negativen”
Berichterstattungen etwas entgegenzusetzen. Mit all der Diskussion, die wir hier
über den Unfall führen, erhöhen wir nur die Anzahl der Nachrichten über dieses
schreckliche Ereignis und tragen damit zur negativen Darstellung bei.
Adrian Schöne -
Klar ist leider auch, dass diese Meldung mit Sicherheit auch wieder durch die
Medien geht, und das “Monster"-Image verfestigt wird.
Hier kann ich nicht ganz zustimmen. Nachdem lesen der verschiedenen amerikanischen
Artikel, hatte ich den Eindruck das über den Vorfall sehr sachlich und neutral berichtet
wurde. Auch der Spiegel berichtet aus meiner Sicht äußerst sachlich darüber.
Adrian Schöne -
Ich möchte Euch nur kurz abraten die Kommentare zu dem o.g. Artikel zu lesen.
Ich könnte kotzen was es für Menschen gibt und was da für Meinungen von sich
gegeben werden. Es ist einfach nur traurig wie Menschen über tote Menschen bzw.
Tiere reden können ...
Neben einigen unsachlichen und sicherlich übertriebenen, völlig überzogenen und
beleidigenden Kommentaren finden sich auch hier kritische und sachliche Kommentare,
die den Vorfall kommentieren. Unqualifizierte Kommentare findet man zu jedem Thema.
Genau aus diesem Grund sollten wir das nicht auch hier verallgemeinern.
Frank Malotke -
Ich glaube nicht, dass durch diesen Vorfall auch nur ein Hai mehr abgeschlachtet wird als bisher
... allerdings auch nicht einer weniger.
Denn der Grund dafür, dass die Haie so bedroht sind, liegt (leider) nicht darin, dass sie
gejagt werden, weil sie Schwimmer, Surfer, Taucher bedrohen, verletzen oder manchmal eben
auch töten. Wenn dem so wäre, dann bräuchte man sich um den Bestand keine Sorgen zu machen,
denn diese Zahl (gejagter Haie) wäre verschwindend klein - eben weil es diese Vorfälle ja auch
nicht so häufig gibt.
Bei der systematischen Ausrottung der Haie stehen für mich ganz andere Interessen im Vordergrund
und der “Fisch-Mafia” ist es sicherlich vollkommen einerlei, ob irgendwo auf der Welt wer auch immer
vom Hai gebissen wurde oder nicht - Hauptsache mit der “Ware” Hai lässt sich Geld verdienen ..
natürlich nach dem Motto: “...nur ein getöteter Hai ist ein guter Hai ..”
Dieser Zusammenfassung von Frank kann ich nur zustimmen, möchte
sie jedoch ergänzen. Das Bild was in den Medien von Haien gezeichnet
wird und das Echo, welches diese Berichte auslösen, sorgen dafür,
dass der Schutz der Haie in der breiten Bevölkerung keinen Anklang
findet und somit nicht zu den notwendigen Änderungen der Gesetzte
führt. Die Lobby-Arbeit der “Haifisch-Mafia” ist im Moment noch
wesentlich stärker als der öffentliche Druck durch Petitionen und
ein Bewusstsein der Bevölkerung für den Schutz der Haie.
Was also können wir tun, um zum einen möglichen Image-Schäden
vorzubeugen, die Bevölkerung aufzuklären und zum Schutz der Haie
beizutragen?
Nun liegt es an uns nicht nur über diesen schrecklichen Vorfall zu
diskutieren, sondern viel lieber und mehr über unsere eindrucksvollen
Erfahrungen zu berichten, die wir bei Hai-Begegnungen erlebt haben.
Viel wichtiger als über andere und ihre unqualifizierten Kommentare
zu schimpfen, ist es diese Menschen aufzuklären; ihnen mehr
Informationen über Haie und das schreckliche abschlachten und
Raubfischen zu liefern; ihnen die grausamen Methoden der Haifisch-
Industrie vor Augen zu führen; ihnen auch die Schönheit und Eleganz
der Tiere nahezulegen.
Der Film “Sharkwater” von Rob Stewart ist dafür hervorragend geeignet.
Er spricht genau dieses Problem der vorherrschenden Angst in der
Bevölkerung an, den sich die Haifischindustrie zu nutze macht. Der Film
ist nicht nur informativ, sondern auch sehr emotional und mitreißend
und eine der besten Dokumentationen, die ich bis jetzt gesehen habe.
Ich würde mir wünschen, wenn hier jedes Digideep Mitglied soviel PR wie
nur irgend möglich für diesen Film macht. Sei es unter Bekannten, im
eigenen Blog oder in anderen Foren, welche sich mit dem Thema
auseinandersetzen.
Wie wäre es wenn wir alle unsere Erfahrungen in einem Bericht zusammen-
fassen und diesen versuchen in die breite Öffentlichkeit zu tragen? Ich
bitte hiermit alle, die schon Erfahrungen mit Haien gemacht haben, darum
uns ihre Erlebnisse zu schildern und möglicherweise auch Bilder zur
Verfügung zu stellen, damit wir daraus etwas schaffen können, dass
diesem schrecklichen Ereignis entgegen steht. Damit wir ein anderes
Bild zeichnen können und unser verantwortungsvollen und respektvollen
Umgang mit allen Lebewesen auf dieser Erde dokumentieren.
ein haupt-problem liegt meines erachtens im mangelnden wissen der allgemeinheit über diese tiere. das bemerke ich immer wieder, wenn ich mit kollegen oder freunden und bekannten über haie spreche. der trailer, den sharkproject einmal auf ihrer seite hatten (weiss gar nicht, ob sie den dort noch haben) hat einigen die augen geöffnet. und selbst wenn man ausführlich, mit viel geduld und sanften worten versucht, den leuten zu erklären, das haie im allgemeinen nicht ungefährlicher sind als nachbar’s lumpi - nur eben tödlicher, weil größer - trifft man viel zu häufig noch auf taube ohren und ablehnung.
wahrscheinlich ist es mit den haien so, wie immer wenn es um arten- und naturschutz geht.
erst wenn der letzte seiner art verschwunden ist und das ökosystem, dessen herrscher diese kreatur war kollabiert, erst dann begreift der mensch.
ich habe die mir den Artikel angetan und ich muß sagen dass es das doch ist (leider) was die Leute hören wollen. Sehr peinlich sind die Kommentare der Leute bei taucher.net, da müßte man solchen Leute die Lizenz abnehmen für solch unqualifizierte Beiträge.
Viele meiner Arbeitskollegen (auch einige von ihnen Taucher) und Freunde sagen wir spinnen wenn wir extra ins Meer gehen um uns solche Killertiere anzuschauen. Ein Kollege von mir sagt er findet tauchen schon cool aber er ist immer damit beschäftigt sich umzuschauen ob da nicht ein Hai von hinten kommt.
JAWS- ich weiß noch wie ich mit 5 Jahren den Film gesehen habe und echt Angst hatte.
Allerdings hatte ich durch meinen Vater auch ein anderes Bild von dieser “Bestie” bekommen.
“Kind, das ist ein Tier wie jedes andere und das was die im Film zeigen ist doch nicht echt”. Er erzählte mir von seinen zahllosen Tauchgängen auf den Philippinen wo er nicht von einen Hai gebissen wurde sondern sich von einem Rotfeuerfisch hat stechen lassen. Und die Dynamitfischer, von denen will ich gar nicht sprechen…
Bis auf die Erzählungen von meinem Vater und die Dokumentarsendungen im Fernsehen konnte ich nicht soviel zum Thema Hai sagen.
Dann kam unser Maledivenurlaub. Ein wahnsinnn diese Tiere an den Riffen zu sehen. Ich hätte den ganzen Tag Unterwasser verbringen können einfach nur um diesen majestetischen Fisch zu sehen. ‘Die hatten mehr Angst vor uns wie wir vor denen. Gut es waren nur “große” White Tips, aber immerhin.
Hai ist Hai für den allgemeinen Bürger. Ich kann mich aber nicht sattsehen an diesen Tieren
Ich hoffe das der neue Dokumentarfilm hilft dieses ach so absurde Vorurteil / Angst den Leuten zu nehmen.
Aber solange die Menschen an Mythen glauben das Haiflossen potenzfördernd sind usw dann wird es schwierig.
Jedenfalls denke ich das der Film vielleicht dem einen oder anderen die Augen öffnen wird. Ich hatte ne Gänsehaut…
Wie rob es so gut im obigen Post formuliert hat- ein Hai ist ja nicht gefährlicher als Nachbars Lumpi nur größer.
Jedenfalls möchte ich der Familie des Opfers mein Beileid ausdrücken. Auch wenn es nicht die letzte Haiattacke gewesen sein wird, hoffe ich das jetzt nicht ein Run auf die Haie gemacht wird (à la kill the beast).
Anbei einer meiner ersten Haibilder (also bitte keine Kritik) auf Vilamendhoo am Napoleon Tila
Vielen Dank Paula für deine kleine Geschichte und dein Bild. Genau von solchen Kommentaren
und Erlebnissen würde ich gern noch vielmehr zusammentragen wollen.
sehr schön in Worte gefasst… so ähnlich gehts mir auch…
Ich hatte Ende 2007 das Glück eine Cocos Island - Safari zu machen…
Dieses Erlebnis ist mit nichts zu vergleichen, was ich bisher erlebt habe… in mitten von buchstäblich hunderten von Haien zu tauchen ist ein Erlebnis, für das es kaum Worte gibt und wofür nur wenig Menschen Verständnis und einen Sinn haben....
Aber wer einmal auf 35 Metern sitzt und über sich Hammerhaie wie Kaulquappen ziehen sieht, der wird auch in seinen regler brüllen!
Nur wie kann man so etwas “der großen Masse” vermitteln, wenn selbst im taucher.net so viel Müll geschrieben wird??
Zu aller erst ist es eine Tragödie um Jeden der gehen muss.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen!
ABER ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum über diesen Fall mehr geredet
wird als über das 5 jährige Kind welches Heute Morgen vorm Kindergarten
überfahren wurde oder über den Ladenbesitzer der gestern Abend bei
einem Raubüberfall abgestochen wurde (fiktive Beispiele).
Es ist klar, dass uns aufgrund des gleichen Hobbys und der Liebe zu den
Tieren mehr verbindet aber so leid es mir tut.... wer sich in solch eine Gefahr
begibt, geht ein gewisses Risiko ein.... und er tut dies wissentlich.
Aber wer einmal auf 35 Metern sitzt und über sich Hammerhaie wie Kaulquappen ziehen sieht, der wird auch in seinen regler brüllen!
Du hast vergessen zu schreiben, dass Du das aus Freude gemacht hast.
Bisher das schönste Zitat hier in der Diskussion.
Ich musste endlich mal wieder lachen.
@Paula & Marko K. - Danke für Eure Bilder und positiven Beispiele
@Christian & Alle anderen User von DiGIDEEP die heute mit mir länger
am Telefon hingen. Ich habe es bereits dort versucht zu erklären:
Das gesteigerte Medieninteresse im Vergleich zum Kind auf der Strasse
ist vor allem durch die Seltenheit des Unfalls und die seltene Begenung
mit Haien geprägt. Diese Art zu sterben ist selten und wird mystifiziert.
Ich bitte deswegen alle Taucher und Leute die Haie mögen, davon
abzusehen, den Vorfall mit Sätzen, wie..
begibt, geht ein gewisses Risiko ein.... und er tut dies wissentlich.
oder
Ich habe bereits im Januar davor gewarnt, dass es passiert.
zu kommentieren. Macht Euch allen bewusst, das es sich bei Euch um
eine anders denkende Minderheit handelt und im Freundeskreis oder
in der Familie (die nicht mit Haien taucht) kein Verständnis dafür
vorliegt, wie man sich dieser Risiko-Situation aussetzen kann.
In Wahrheit waren Sie zwar fast schon mal alle im gleichen Wasser, wie
ein großer Weißer Hai, aber wahr haben möchte das niemand. Die oben
genannten Sätze helfen aber der Masse leider nicht beim Umdenken.
Paula Schi hat das sehr schön für ihr eigenes Umfeld beschrieben.
Mehr von Beiträgen dieser Art sollte das Ziel sein. Wenn ihr Euch also
beim Tauchen freut einen freilbenden Hai zu treffen, dann schreibt es
hier. Es tut den Tieren gut und sie haben es bitter nötig.
@Marko
Von einem Tauchpartner, der am Wochenende aus Südafrika vom Haitauchen zurückgekommen ist.
Ich habe dass Thema verfehlt, weil ich mich nicht intensiv damit auseinander gesetzt habe, sorry.
Dafür ist dass Thema zu ernst.
Es fällt mir nicht leicht eine persönliche Beziehung zu Personen aufzubauen die ich nicht kenne und noch nie gesehen habe.
Für die Angehörigen und Freunde tut es mir Leid, dass Sie einen Menschen verloren habe.
Ich tauche seit Jahren mit Haien und mir ist bewußt, dass dieses auch Gefahren mit sich bringen kann. Die Faszination ist bei mir einfach größer als die Angst, dass etwas passieren kann.
meiner Meinung nach ist es so: Haie haben nur einen Feind, den Menschen und wenn es ganz dick kommt einen Medien-Menschen. Ich finde es höchst zweifelhaft wenn ein Medienvertreter in Gestalt eines Fernsehmoderators den “Shark Guardian 2008” für seine tolle Sendung bekommt, der gleiche Sender aber wenige Tage später eine Reportage über einen Fischhändler auf Sylt sendet, der sich auf seinem Fisch-Buffet mit Fuchshai, Hammerhai und Schillerlocken brüstet. Dabei wird kein Wort darüber verloren daß der Handel mit Haiprodukten schon Mafiaähnliche Strukturen angenommen hat.
Vor wenigen Jahren hat sich eine Abgeordnete der Grünen damit gebrüstet, ein Gesetz zum Verbot des Handels mit Robbenprodukten, im Bundestag durchgesetzt zu haben. In einer Email habe ich sie zu ihrem Erfolg beglückwünscht und sie darauf aufmerksam gemacht daß der Handel von Haiprodukten in Deutschland in unbegrenzter Menge erlaubt sei und habe sie gebeten sich ein Bild über die “Zukunft” der Haie zu machen. Vielleicht, so war mein Gedanke, könne sie sich doch auch in gleicher Weise für die Haie einsetzen und nicht nur für süsse kleine Robben. Nun was soll ich euch sagen: ein viertel Jahr später erhielt ich eine Antwort eines Mitarbeiters von ihr: man schätze meinen Einsatz zum Wohle der Spezies Hai, man könne sich aber leider nicht um Alles kümmern.
Freunde, das sagt doch schon alles oder ?
Heute zu lesen im RTL-Text: Florida: Killerhai tötet Österreicher. Super oder ?
Wenn ihr mich fragt: Man will dem Hai einfach keine Chance geben.