Zurück von den Galapagos.
Ich war auf der Insel Santa Cruz in einem kleinen Hotel im Ort Puerto Ayora und habe von dort aus in Tagestouren 20 Tauchgänge
gemacht und in weiteren Tagestouren in Form von Landausflügen fünf Inseln besucht. ( Santa Cruz, Plaza, Floreana, Bartolomay,Seymour)
Tauchplätze waren: 8x Insel Santa Cruz am Gordon Rock. 2x Insel Santa Fe. 2x Insel Seymour. 2x Insel Daphne.
2x Insel Floreana. 2x Insel Pinzon. 2x Insel Bartolomay. Die Tauch- und damit auch die Fotobedingungen waren an allen
Tauchplätzen sehr schwierig. (Starke wechselnde Strömungen mit sehr schlechten Sichtverhältnissen) Eine Sicht wie im
grauen Nebel (ca. 3-4m) dazu noch durch die Vermischung von Warm- und Kaltwasser eine extreme Schlierenbildung so das
man teilweise den Tauchpartner in 2m Abstand nur noch verschwommen erkennen konnte. Trotzdem war noch immer vieles zu sehen.
Hammerhaischwärme, (15-20 Tiere die wie Geister aus dem Nebel auftauchten) Seelöwen, Adlerrochen, Stachelrochen, Riffhaie ( wenige),
Schildkröten, aber auch zum Glück einige “Kleinere Teile” ( Nachtschnecken, Büschelbarsche usw). Leider war einigen Tauchcentern das
Thema Tauchsicherheit ein absolutes Fremdwort. Ich habe schon an einigen Stellen auf der Welt getaucht (500 Tauchgänge), habe
aber noch niemals solche katrastophalen Verhaltensweisen von Tauchbegleitern erlebt. Zum Naturschutz auf dem Festland ist
meine Meinung das wirklich der Tourismus an seine Grenzen stößt. Hinter vorgehaltener Hand spricht man schon von 140.000 Besuchern
im Jahr, das bedeutet 14 Mill. US $ Touristengegühren
( 1975 wurde eine Obergrenze von 12000 Besuchern empfohlen). Heute liegt der Hafen von Puerto Ayora voller Schiffe ( zum Teil mit bis zu 80 Kabinen an Bord) die alle nur noch Inselbesichtigungen durchführen.Teilweise ankern vor einer kleinen Insel 10 Boote die ihre Besucher absetzen. Das dies auch mit dem Verbot der Tauchsafariboote zu tun hat
liegt auf der Hand. Es fahren definitiv nur noch drei Boote Tauchsafaris, der Rest stürzt sich auf ( “nur") Landbesichtigungen.
Zum Naturschutz Unterwasser und dem Haifischfang sind vor Ort von den Einheimischen keine Informationen zu bekommen.
Hier stößt man auf eine “Wand des Schweigens” .....darüber kann ich nichts sagen,...darüberweiss ich nichts,
.....davon habe ich noch nichts gehört usw. Erst von einem seit 6 Jahren in Ecuador lebenden Deutschen und von einem niederländischen Tauchlehrer bekam ich einige Informationen. Einige Zitate:” ...es werden Haie gefangen aber nur an den entlegenen Insel des Archipels
damit die Weltöffentlichkeit nichts davon sieht” .....” das was man Heute noch an Haien sieht ist nur noch ca. 30-40% von dem vor 6 Jahren”.
......” die Einheimischen hüllen sich in schweigen weil sie Angst um ihre Lizenzen haben”
. ...” was geschieht denn mit den 14 Mill. US $ Einnahmen aus den Gebühren für den Naturschutz? “.
.... dieses Land ist durch und durch Korrupt und unter dem neuen Präsidenten ist alles noch schlimmer geworden”.
Nun ich überlasse es jedem selbst sich darüber seine Meinung zu bilden. Ich freue mich die Hammerhaischwärme noch gesehen zuhaben,
aber es bleibt das Gefühl das hier mit der Unterwasserwelt Raubbau getrieben wird. Es war eine schöne aber anstrengende Reise
die leider, was die Unterwasserfotos angeht nicht das Ergebnis gebracht hat was ich erwartet hatte.
Ich hoffe das die Taucher auf den noch verbliebenen drei Safariebooten mehr Glück haben.
Manfred