außer ordentlichem Spülen und Trocknen und ein wenig Fett brauchts eigentlich im Normalbetrieb keine Wartung.
Aus technischer Sicht sind die Dichtungen der Durchführungen mit passenden (originalen) O-Ringen sicherlich selbst zu warten. Sicherungsringe entfernen, Durchführung raus, O-Ringe wechseln, zusammenbauen.
Aber jetzt wirds kritisch:
Ist das ganze hinterher auch dicht?
Reicht ein Test im Schwimmbad ohne Kamera aus?
Garantie im Eimer?
Hm. Wohler wäre mir eine fachgerechte Durchsicht mit Druckprüfung. Für Olympus bzw. generell für Kompaktkamera-Gehäuse macht das z.B. Rene Finger (http://www.mike-dive.de). Ich selbst als Hugyfot-Nutzer würde mich eher an Herrn Voeltz wenden.
Na Andi, aller wieviel Jahre müssen unsere Edelteile in die Werkstatt?
Ich mach einfach mal im Ordner digitale SLR unter Wasser einen neuen Task zu diesem Thema auf.
Tschö Jörg
diese Nachricht hatte sich zeitlich mit den anderen
überlappt und die Antworten stehen noch aus.
——
Liebe UW-Fotogemeinde,
aus dem Thema Suche und Biete—> abgesoffene C5050 ergaben sich für Detlef und mich einige interessante Fragen, z.B:
Vorbeugen oder nach hinten fallen?
Lasst ihr eure Gehäuse regelmäßig warten?
Wie oft?
Hersteller, Fachhandel oder Werkstatt?
Was wird gemacht?
O-Ringe der Durchführungen selbst wechseln?
Druckdichtung ja oder nein?
Kosten?
Was sind eure Pflegetips?
Viele Grüße aus Berlin und ein fröhliches 2007
Jörg
Also falls ich es noch nicht gesagt hatte, Euch steht
von HUGYFOT einmal im Jahr ein kostenloser Check
mit Drucktest zu. Für Dich als Berliner ist das besonders
bequem, da die Werkstatt in Charlottenburg ist und
alles dort gleich vor Ort gemacht werden kann.
Der gute Mann dort, drückt übrigens gegen eine kleine
Spende auch andere Sachen ab, soweit ich weis
@Jörg: Der Mike-Dive heisst Michael nicht Rene Finger
Ich war übrigrens gerade mal eben seine Homepage
checken und habe da was echt lustiges gefunden:
Damit ist es möglich, alle UW-Gehäuse und auch Blitzgehäuse
bis zu einer Tiefe von max. 40 m (4 bar Überdruck) zu prüfen . Die
maximalen Abmessungen liegen bei ca. 200 x 150 x 150 mm.
Ich habe zunächst gedacht das es nur ein Tipper von Mike ist
aber im weiteren Text wird seine Ansicht nochmal wiederholt:
Nach dem Verschließen wird mit dem Kompressor ein
entsprechender Innendruck ( max 4 bar ) hergestellt, in
dem das Gehäuse für etwa eine halbe Stunde bleibt.
Also entweder macht es sich wirklich besser zu schreiben,
das man auf 40m statt nur 30m abdrücken kann, oder es
ist wirklich noch keinem seiner Kunden aufgefallen…
der Finger heißt logisch Michael. Wie komme ich auf Rene? Muss wohl mal in meiner Kindheit forschen.
Das mit dem kostenlosen Check-Up für die Hugynauten ist ne echte Glanzleistung. Und ich finde, daß du das auch als Verkaufsargument mit auf die Hugy-Webseite bringen kannst. Ich war übrigens im Oktober mal bei Herrn Panzer, um das Gewinde des Ein-Aus-Schalthebels nachschneiden zu lassen. Ich war ganz schön skeptisch, der Laden sieht eher wie ein Spielzeugladen um die vorletzte Jahrhundertwende aus (große Kinderaugen ). Aber Herr Panzer hat,s prompt repariert. Und das Beste war die Bezahlung: “Junger Mann, geben Sie mir, wat se so denken.”
Einfach Klasse. Trotzdem würde ich mir vor der Druckprüfung seine Aperatur mal ansehen. Nur damit die letzten Zweifel ausgeräumt sind.
so habe ich auch damals geguckt, als ich dort rein bin.
Der Clou war aber eigentlich das er Dampfmaschinen
repariert und daher schon gut Erfahrung mit Druck
und O-Ringen hatte.
Mit seinem Kittel erinnert mich immer an Peter Lustig.
Ein echtes Original eben… Die lokale Zeitung hat mal
was von Brainy-Man wegen seiner ganzen komischen
Erfindungen über ihn geschrieben und ich bleibe jedes
mal wieder länger im Laden als geplant, weil er irgend
etwas tolles ausgetüftelt oder skuriles zur Reparatur
hatte. Bei meinen Gehäusen (und auch Euren) vertraue
ich ihm aber 100% .. Geht nicht, gibt’s nicht
trotzdem bleibt die Frage offen “soll man selber basteln - oder versuchen die Wartung vom Hersteller durchführen zu lassen” ? Meine Erfahrung zum Beispiel mit Sony-Gehäusen ist, dass die keine wirklichen Wartungen abbieten, sondern gleich versuchen das ganze als Reparatur auszuweisen um einem dann gleich ein paar Ersatzteile zu verkaufen.
Besonders bei den kleine und kostengünstigen Gehäusen für digitale Kameras würde ich mich nicht an die Wartung rantrauen. Die Garantie ist auf jeden Fall dann futsch und die Versicherung greift auch nicht mehr!
Ich frage mich was wir an der Stelle tun können?! Entweder wir haben hier eine gute GEschäftsidee für ein Serviceunternehmen gefunden oder viel Lobbyarbeit bei den Herstellern vor uns?!
Aber bald ist ja die Boot und da kann man viele Fragen an die richtigen Leute stellen
Gut Detlef, da erschleicht sich mir aber auch mal die Frage, was denn angemessen für eine
Inspektion mit Drucktest ist. Oder eben nur einen Drucktest. Es gibt ja verschiedenste Preise.
Oder wie Jörg es schilderte,..
arnoljoe - 04 January 2007 01:34 AM
Aber Herr Panzer hat,s prompt repariert. Und das Beste war die Bezahlung: “Junger Mann, geben Sie mir, wat se so denken.”
die Preise wären für mich schon OK - der Punkt ist aber, wenn du selber Hand anlegst verlierst du jeglichen Garantieanspruch und ob die Versicherung dann selbst nach erfolgreichem (und bescheinigten) Drucktest noch mitspielt wenn diese hören sollte man hat selber repariert/gewartet ist schwierig.
Bei den teuern Videgehäuse hat man schon einen besseren Service zu erwarten.
Da haben die Hersteller bislang immer selber nochmal getestet wenn was geändert wurde.
Ich finde aber das es hier im Bereich der günstigen Gehäuse nach wie vor ein Serviceloch gibt.
Wenn Du Deine Garantie nicht vom autorisierten Nikon/Canon/OLYMPUS Partner bekommst,
müssen die auch nicht mehr gerade stehen. Dann sollte man es davon abhängig machen,
wie gut der Servicepartner ist bzw. in welchem Umfang dein Druckprüfer bereit ist Dir bei
Problemen danach weiterzuhelfen.
Serviceloch würde ich es bei der Masse, der Plastikbomber deswegen nicht unbedingt nennen.
Die oben genannten Firmen haben ja generelle Service-Center für Kameras etc. an die man
sich wenden kann. Nur wer modifiziert übergibt sich den Händen des Modifikators.
neulich sitze ich so bei der Grundreinigung meines Fotozeugs über diversen O-Ringen (Gehäuse, Ports, Blitze, Synchronstecker) und dazu über den passenden Fetten in Dosen, Tuben und kleinen Plastikphiolen. Jeder Hersteller behauptet nun, dass seine O-Ringe nur mit seinem speziellen Spezialfett zu pflegen sind. Wie haltet Ihr das mit dem Fett? Sollte mann die Empfehlungen einhalten oder reicht normales Silikonfett?
Habe selber einen Behälter in dem ich ein Hugy inkl. großem Doom bis auf 100 m testen kann.
und es ist wirklich so, daß eine Druckerhöhung von 4 bar einer Tauchtiefe von 40m entspricht.
Siehe Bilder. Hier allerdings 30m
Nach dem Verschließen wird mit dem Kompressor ein
entsprechender Innendruck ( max 4 bar ) hergestellt, in
dem das Gehäuse für etwa eine halbe Stunde bleibt.
Es liegt wohl an der falsche Wortwahl und an der Tatsache,
dass das Mannometer am Anfang 0 bar anzeigt. Somit sind
es eigentlich immer 1+ den angezeigten Druck.
sehe ich das richtig, oder schwimmt Dein Manometer?
Ist das nicht langfristig ein (Rost-)problem?
arnoljoe - 20 January 2007 05:04 PM
Jeder Hersteller behauptet nun, dass seine O-Ringe nur mit seinem speziellen Spezialfett zu pflegen sind. Wie haltet Ihr das mit dem Fett? Sollte mann die Empfehlungen einhalten oder reicht normales Silikonfett?
Hi Jörg,
soweit ich es weiss ist es nur bei den blauen O-Ringen von Sea&Sea; korrekt.
Diese und ähnliche Materialien brauchen ein spezielles Fett, da Sie sich sonst
zersetzen. Eventuell kannst Du aber mit dieser Frage mal ein eigenes Thema
neu aufmachen, damit sich alle Experten zu Wort melden können.
Der O-Ring normalis aus N-BR etc. verträgt fast alles außer Sonnenöl
Diese sind auch an Deinem Hugyfot Gehäuse verbaut worden.
jup, Sea&Sea; O-Ringe brauchen unbedingt das Sea&Sea; Fett. Ich habe seinerzeit, als ich noch zwei Sea&Sea; Blitze hatte den Selbsttest gemacht,
da ich es auch nicht glauben wollte. Habe einen “ausrangierten” O-Ring einfach ein paar Mal gefettet…liegen lassen…entfettet…
und mir danach den O-Ring genauer angeschaut ... irgendwie hatte der O-Ring eine Art “Abrieb”, d.h. man hatte immer mehr blaue “Fussel” an den Händen ...
Ist also nicht zu empfehlen hier was anderes zu nehmen. Bei meinem alten INON musste ich notgedrungen auf ein alternatives Fett zurückgreifen und
konnte innerhalb einer Woche keine Beeinträchtigungen feststellen. Generell würde ich aber einfach immer das Fett vom Hersteller nehmen ...
dann ist man auf der sicheren Seite!
danke Axel für die Unterstützung ......@Andi wer lesen ( und verstehen ) kann ist klar im Vorteil denn da steht ja ausdrücklich 4 bar Überdruck = 40 m weil : 40 m Wassersäule = ca. 4 Kg/cm² = 4 bar ........ wir wollen uns hier nicht über Temperaturen oder Newton streiten.
Und ein richtig konstruiertes Gehäuse wird bei zunehmendem Druck immer dichter solange bis entweder das Gehäuse sich verformt oder implodiert oder ....... der O-Ring durch den Dichtungsspalt gedrückt wird.
Bei einem Alu Gehäuse Druckknopf mit einer Achspassung von von H7 wird bei zunehmender Tiefe zuerst eine solche Verpressung erreicht sein das sich der Stift nicht mehr bewegen lässt bzw. nicht mehr durch die Feder in seine Ausgangslage zurückkehrt ......den Maximaldruck den so ein O-Ring gedichteter Stift aushält schätze ich mal weit über 200 bar ......der Federgegendruck muss mit einem 3 mm Stift 0,07 cm² fläche x 200 Kg/cm² = 14 Kg betragen um den Stift theoretisch an der Stelle zu halten ( die Reibung durch den O-Ring ist hier nicht berücksichtigt ).......
Noch eine Anmerkung zu deinem Preisvergleich .....
Bei mir kostet eine Revision incl. Drucktest ca. 60,00 Euro ohne Ersatzteile ( das heist Austausch der O-Ringe )
ein einfacher Drucktest kostet 25,00 euro incl. einer technischen Durchsicht…....sollte dabei ein Risiko erkennbar
werden und eine Teilrevision notwendig sein wird diese in Abstimmung mit dem Kunden ausgeführt.
danke Axel für die Unterstützung ......@Andi wer lesen ( und verstehen ) kann ist klar im Vorteil denn da steht ja ausdrücklich 4 bar Überdruck = 40 m weil : 40 m Wassersäule = ca. 4 Kg/cm² = 4 bar ........ wir wollen uns hier nicht über Temperaturen oder Newton streiten.
Hallo Mike,
und willkommen zurück auf DIGIDEEP. Ich glaube Du solltest den
zweiten Satz auf Deiner Homepage mal anpassen, da dieser
etwas missverständlich scheint:
4 Bar ÜBERdruck ist ja für 40m korrekt, aber
4 Bar INNENdruck entsprechen also nicht 4 Bar ÜBERdruck, wie du es hier geschrieben hast:
Der untere Teil ist mit Wasser gefüllt. Nach dem Verschließen wird mit dem Kompressor ein entsprechender Innendruck ( max 4 bar ) hergestellt,
Wir haben (zumindest in dieser Atmosphäre) ja bereits einen Umgebungsdruck
von 1 Bar aufgrund der über uns befindlichen Luft. Deswegen lernt man ja im
Tauchkurs auch folgende Druckverhältnisse in der Tiefe:
0m = 1 Bar Atmosphäre
10m => 1 Bar Atmosphäre + 1 Bar wegen Wassersäule = 2 Bar
20m => 1 Bar Atmosphäre + 2 Bar wegen Wassersäule = 3 Bar
30m => 1 Bar Atmosphäre + 3 Bar wegen Wassersäule = 4 Bar
40m => 1 Bar Atmosphäre + 4 Bar wegen Wassersäule = 5 Bar
50m => 1 Bar Atmosphäre + 5 Bar wegen Wassersäule = 6 Bar
.. usw. bei Seewasser versus Süsswasser gibt es aufgrund der
unterschiedlichen Dichte eine marginale Abweichung, die ich jetzt
mal vernachlässigt habe. Sollte aber jeder noch aus dem ersten
Tauchschein kennen und in der Prüfung gehabt haben.
Nach dem was Du gesagt hast, sollte Deine Anlage also 5 Bar INNENdruck
können, damit ein Tauchgang auf 40m simuliert werden kann, korrekt? Wenn ich
da was falsch verstanden haben sollte, lasse ich es mir gerne von Dir erklären.