Ich möchte nun ein neues Thema auflegen, denn ich bemerke dass ich in Sachen Kameramarken
nach über fünf Jahren nun doch noch zum Rassist geworden bin. Jedem der mich fragt empfehle
ich eigentlich ein aktuelles Modell von Nikon oder Canon zu kaufen bzw. im Videobereich ist das
Eben Sony und Panasonic. Die Anderen Marken sind für mich die Volvos oder Seats unter den
SLR-Systemen. ACHTUNG: Wir wollen hier nur DSLR Systeme diskutieren - nix Kompaktes !
Nun die Frage,... - hoffentlich rebellieren die Besitzer und Fans!
Macht es überhaupt Sinn noch etwas Anderes als die Markführer zu kaufen bzw. ist es nicht
sogar gefährliche Geldverschwändung auf Marken zu setzen die vielleicht morgen nicht mehr
exisitieren werden? ..oder wieder mal flott das Objektiv-Bayonett wechseln werden?
Ich spreche es an dieser Stelle ruhig aus…
Es geht mir um Ex-Minolta (=Sony), Pentax und Olympus, denn
wer fotografiert überhaupt noch mit Samsung oder Sigma DSLR ?
.. und dann auch noch unter Wasser? Es gibt ja nichtmal Gehäuse?
Zeigt Euch und beweisst mir das Gegenteil bzw. erklärt mir warum ihr mit Eurer
Kamera ein besseres Preis-Leistungsverhältnis zu haben scheint als mit den
voran genannten DSLR-Marktführern… Ich bin gespannt und vielleicht lerne
ich ja doch noch etwas dazu?
na dann mach ich als Vertreter einer klaren Minderheit doch mal den Anfang, auch wenn ich kein Profi bin.
Nach viel hin und her - auch hier im Forum - habe ich mich ja nun (wieder besseren Wissens der Experten hier) für die Sony und nicht die Nikon oder Canon entschieden.
Ausschlaggebende Gründe waren:
1. Identischer Sensor mit der D200, der zu allem Überfluß auch noch von Sony (und nicht Nikon) produziert wird. Das lässt für die nächsten Generationen erwarten, dass Sony den neuesten und besten Sensor erstmal in die eigenen Modelle einbaut. Zugegeben ist Sony mit der Software (noch) etwas hinterher, wenn es darum geht, das letzte aus dem Ding rauszuholen.
2. Deutlich günstigerer Preis (gegenüber Nikon D200) für mehr Technik (z.B. Anti-Shake, Sensorreiniger, und Dynamic Range Optimization)
3. Günstigere Objektive, da der Verwackelungsschutz im Gehäuse und nicht in jedem Objektiv verbaut ist (nette Abkoche seitens der Marktführer).
Weiterhin denke ich mal, dass Sony einiges an Kohle da rein gesteckt hat und entsprechend committed ist, sich hier als klare Nummer 3 zu positionieren.
Naja, für die nächsten 3 Jahre ist mir das alles auch erstmal egal und dann gibt´s wahrscheinlich ohnehin irgend was neues mit 3D und Dolby Surround Sound oder was weiß ich. Dann ist das ohnehin wieder alles hinfällig…
Außerdem macht ja der Fotograf (also ich jetzt noch nicht so, aber vielleicht wirds ja noch, wenn ich endlich weiß, wozu die ganzen Scheiß-Knöppe an dem Ding überhaupt gut sind ) und nicht die Kamera gute Bilder.
Ok: ich geb´s auch zu. Wenn jemand fragt, was soll ich kaufen, empfehle ich meist die beiden Marktführer.
Hat aber auch den Hintergrund, dass für sie die meisten Gehäuse hergestellt werden.
Als Klasse Nischenprodukt gibt´s immer noch FUJI: Sie bauen eigene Kameras wie die empfehlenswerte S2pro mit Nikon Bajonett.
Ich finde, dass man pauschal das so nicht sagen kann.
Jedoch denke ich, dass der Hinweis in dem anderen Sony-Thread mit
der Beschaffung von Objektiven sehr hilfreich ist. Canon und Nikon
Objektive wird man wahrscheinlich überall auf der Welt finden -
egal wo man gerade ist. Ausserdem wird man immer Support für Canon
und Nikon finden, wenn man nicht gerade auf den Galapagos Inseln ist.
Dies ist nicht mal der wichtigste Grund für mich. Es wird schon einen Grund
geben, warum Canon und Nikon Marktführer sind, denn die Qualität lässt
-zumindest nach meiner Erfahrung- keine Wünsche offen. Sowohl die Bodies
als auch die Objektive machen einen guten Eindruck. Weiterer Vorteil durch die
Verbreitung, der aus meiner Sicht auch nicht vergessen werden sollte.
Ich kaufe mir ein teueres UW-Alu-Gehäuse und die Kamera funktioniert vier
Jahre ohne Probleme und geht dann von einen auf den anderen Tag kaputt.
Bei Nikon und Canon kein Problem - da findet man mit Sicherheit noch Restbestände
neuer Geräte oder angelt sich in der Bucht einen guten Body. Das Angebot
ist einfach riesig und das wird es noch in den nächsten 10 Jahren sein,
denn durch die große Verbreitung sind auch viel mehr Kameras “an den
Mann gebracht”. Bei Nieschenprodukten wäre ich mir da nicht so sicher,
zwar wird man vllt. immer einen Body finden, der dann aber vllt. über
den Wert verkauft wird und man viel draufzahlen muss.
Trotzdem sollte man nie verschlossen gegenüber neuen Anbietern oder neuer Technik sein,
denn andere können es vllt. auch gut oder gar besser, aber haben eben noch nicht
das Standing. Ich bin froh mit Canon und weiss, dass ich dort gut “aufgehoben” bin.
Ich denke dies sollte auch jeder für sich entscheiden.
In diesem Sinne, CANON RULZ!!!! :-D
meine meinung: nein, du bist kein rassist. du bist vorausschauend. was bringt es, in ein system zu investieren, mit dem man – abgesehen vom minimalen preisvorteil – sonst nur probleme hat: gehäusewahl (klar gibt es immer einige “boxen”, aber eben keine richtigen gehäuse), objektivwahl ... oder auch die beliebtheit: den preisvorteil verliert man beim wiederverkauf doppelt und dreifach. und dann versuche mal irgendwo auf einem safariboot jemanden mit dem gleichen system zu finden, der dir zufällig sein makro und der fisheye leihen kann, weil du deins vergessen hast.
auch der service für die kamera selbst ... wenn man am anderen ende der welt wohnt, weiss man es zu schätzen, wenn auf der kamera canon oder nikon steht.
klar: mann muss nicht mit der masse schwimmen. aber es gibt auch keinerlei rationalen grund, es nicht zu tun ... es ist einfach bedeutend praktischer.
Hi
Ich bin ja bekanntermassen ein bekennender Nikonianer, würde mich aber bei einem Neuanfang wahrscheinlich anders entscheiden. ( Nikon habe ich schon aus analogen Zeiten, das heisst ab F 801) Ganz früher hatte ich Pentax und habe auch immer noch eine Pentax mit ein paar Objektiven rumliegen und heute würde ich mich auch wieder für Pentax entscheiden ( K10D) Über die Qualität und Service einer Pentax muss man sich nicht sorgen, die sind schon immer gut gewesen.
Ich würde mich allerdings ähnlich als Rassist betrachten müssen, da ich Canon nicht unbedingt empfehle ( im Bereich 300D/-400D) 5D und Mark’s sind da aussen vor. Reihenfolge meiner Empfehlugsmarken: Nikon/ Fuji, Pentax, Canon, Sony.
Olympus im DSLR Bereich gibts bei mir nicht ( als Empfehlung, sorry )
Ich denke aber das alle DSLR Hersteller gute bis sehr gute Qualität abliefern, sofern die Beta ZEit vorbei ist.
Tom
Aus o.g. Gründen (Service, Verbreitung, Objektive usw.) empfehle ich auch nur Canon oder Nikon.
Die Reihenfolge entspricht allerdings nur meinem persönlichen Geschmack.
Normalerweise entscheidet man sich bei einer (D)SLR für ein System… die Objektive bleiben, der Body wechselt.
@serge:
passt jetzt nicht direkt zum Thema, aber glaubst du echt noch, in 2-3 Jahren irgendwelche technischen Geräte verkaufen zu können, außer auf dem Flohmarkt oder an Antiquitätenhändler ???
Die Preise / Technik schreitet doch schneller voran, als ich zählen kann. Im Prinzip kann man doch alles schon beim Kauf als weggeschmissen abschreiben, da es normalerweise später nicht mal mehr den Aufwand lohnt, es bei Ebay reinzustellen.
In 2009 oder so, gibt es doch wahrscheinlich noch nicht mal mehr Handys mit weniger als 10 Megapixel.
ja, das glaube ich. oder was meinst du, warum leute bei einem kamerasystem bleiben? weil sie all ihre objektive im 2jahresturnus auf den muell werfen? wohl eher nicht. objektive behaelt man. und das gleiche gilt natuerlich fuer ports. body und housing wird man immer wieder wechseln muessen ... und nicht viel dafuer sehen. aber objektive und ports behaelt man. darum ist es besser eins der beiden gaengigen objektivsysteme zu benutzen.
das mit dem imagestabilizer in der kamera ist eine ganz andere technik als der imagestabilizer im objektiv. in der kamera eingebaut eignet sich nicht für starke tele. ab 300 mm ist da schluss.
also ich fand Deine Argumente sehr interessant und Sie haben ja auch gut neue Aspekte
bei der Kaufentscheidung dargelegt. Das finde ich für die Diskussion sehr gut! Allerdings
konnte ich eine Sache kaum glauben und habe deswegen mal recherchiert…
Marc Momberg - 28 June 2007 09:03 PM
3. Günstigere Objektive, da der Verwackelungsschutz im Gehäuse und nicht in jedem Objektiv verbaut ist (nette Abkoche seitens der Marktführer).
Aktueller Marktpreis, bei einer Preissuchmaschine
(eine für UW-Fotografen m.E. relevante Auswahl):
SONY 16mm F2.8 Fisheye (SAL-16F28) = 890,50 €
mit nur 110 Grad Bildwinkel an der A100
dagegen
Canon EF15 1/2.8 Fisheye = 637,37 €
und
AF Fisheye-Nikkor 16 mm 1:2,8D = 729,90 €
FAZIT: Alle Marktführer liegen mit den Originalen im Preis
massiv drunter. Abgesehen davon, das man dort eher zum
Tokina oder SIGMA greift, welches es inzwischen auch für
Deine SONY gibt (479,68 €). Aber teure Marktführer sind
das wohl eher nicht, sondern teure Nieschenanbieter, oder?
@ serge:
Das man die Objektive behält, ist schon klar, aber was willst du dann noch verkaufen??? Wie du selbst sagst, muss man ja Gehäuse und Body entsprechend wechseln, und die sind dann im Zweifel nix mehr wert. Ansonsten kann ich Deiner Argumentation schon folgen, allerdings halte ich die Chancen ohnehin für gering, dass jemand zufällig dort, wo ich gerade tauche, mit einem entsprechenden System aufschlägt. Bisher habe ich in ca. 10 Tauchurlauben ungefähr 2x überhaupt jemanden mit DSLR gesehen. Dann muss ich eben beim packen besser aufpassen..
@ nilaya:
Richtiger Hinweis, das wurde früher auch schonmal in einem anderen Thread angebracht. Allerdings bezweifle ich auch hier noch aktiv, dass ich jemals mit mehr als 300mm Tele unter Wasser gehe.
@ Andi:
Verdammt, er hat nachgeschaut . Nein, du hast offenbar (bisher) völlig recht. Ist grundsätzlich sicher eine Frage der Quantitäten. Mit der Zeit sollte sich das aber wohl angleichen, und grundsätzlich sehe ich die Integration ins Gehäuse schon als Kostenvorteil (unter Berücksichtigung der Beschränkungen, auf die nilaya hinwies, aber die sind m.E. unter Wasser irrelevant), der sich längerfristig bemerkbar machen sollte.
@ All:
Wie seht ihr denn die “Gefahr”, dass Sony in Zukunft den Gold-Standard der Sensoren erstmal nur bei sich einbaut, und Nikon dann immer nur die Ferraris aus dem Vorjahr fahren darf ? Freut Euch, dass dann Sony den Betatester macht, und Nikon wieder “nur” das Ausgereifte anbietet, oder besteht wirklich die Gefahr, dass das längerfristig eben doch zu Nachteilen führt, wenn man nicht selbst der Herrscher über die Produktion ist ???
Wie seht ihr denn die “Gefahr”, dass Sony in Zukunft den Gold-Standard der Sensoren erstmal nur bei sich einbaut, und Nikon dann immer nur die Ferraris aus dem Vorjahr fahren darf
1x war es ganz lustig, aber eventuell solltest Du Deine Meinung auch erläutern.
Denn ich denke, es gibt da was zu erläutern. Canon ist derzeit die einzige Firma, die
einen Full-Frame züchten können und das kostet auch die Jungs immer noch ganz
schön viel Kohle je Chip. Nikon wird dort sicherlich nie (aus Traditionsfeindschaft)
einkaufen und ist weniger Chip-Schmiede als z. B. SONY. Deswegen ist der Gang
zu Sony sicherlich naheliegend (so erkläre ich mir das zumindest selber).
Sony wird eventuell auch noch auf Full-Frame kommen, aber sicher nicht so schnell.
Neben der Kooperation mit Nikon haben Sie bei den eigenen produkten derzeit
einen massiven Strategischen Nachteil: Units, Units, Units schieben… vor allem
im Bereich der Objektive. Wie Mark es richtig bemerkt hat, hat Sony sicher die
Finanzkraft, um das Auszusitzen, wenn es dort über mehrere Jahre wirklich das
strategische Unternehmensziel bleiben sollte.
Ob Nikon im stillen Kämmerlein, doch noch einmal komplett alleine Entwickelt und
das nur eine temporäre Kooperation ist (wie schon einmal in der Geschichte) muss
man abwarten. Vielleicht kommt hier ja noch das blaue Wunder bzw. die Gelbe
Gefahr für den Roten Riesen Canon. Wer weiss das schon
All das sind aber strategische Dinge, die man dabei beachten sollte, wenn man
entscheiden muss, auf welches Objetkiv-Bayonettsystem man sich festlegt. Die
Frage wer die besten Sensoren aus einer Baureihe bekommt (Zulieferer oder der
Hersteller) wird sicherlich nicht daran fest gemacht, wem das Werk gehört, sondern
wie gut die Verträge sind und wer die größere Buyer-Power hat. Das ist aber auch
ein wirklich nur sehr kurzfristiger Effekt, der auftreten könnte….
anbei für die Interessierten (unabhängig von der Marke) mal ein paar Infos zu den Marktanteilen (Kompakt & DSLR) in 2006.
Danach ist Canon (46,7%; -2,8%) ganz klar der dominante Player, gefolgt von Nikon (33%; -0,7%). Beide haben in 2006 leichte Einbußen bei den Marktanteilen hinnehmen müssen. Allerdings ist daraus sicher noch kein Trend abzuleiten, vor allem, weil deren Marktanteile so dominant sind.
Sony kommt aus dem Stand auf Platz 3 bei DSLRs mit 6,2% Marktanteil und liegt damit bereits vor Olympus (5,9%; +0,2%).
Bleibt also abzuwarten, wie sich das weiter entwickelt…
Für mich war und ist die Tatsache, dass Canon Technologieführer im Bereich der digitalen SLR Kameras
ist ein guter Grund auf dieses System zu setzen. Wie bereits geschrieben empfinde ich die Entscheidung
für den einen oder anderen Hersteller als Entscheidung für ein Gesamtkonzept bzw. -system.
Ich plane jedenfalls min. die kommenden 5-10 Jahre weiterhin Canon (Foto-)Hardware zu verwenden.
Das Canon nicht von der Entwicklungsabteilung eines (teilweise konkurierenden) Großkonzerns abhängig ist,
beruhigt dabei.
Als nachteilig kann man anführen, dass aufgrund mit dem hohen Marktanteil sicher eine gewissen Trägheit bzw.
ein gewisses Hemmnis für was Innovationen einhergeht. Wer satt ist hat nicht so viele Ideen… Es dauert u.U.
also etwas länger bis die neuesten Trends sich in neuen Modellen wiederfinden.