Ich bitte deswegen alle Taucher und Leute die Haie mögen, davon
abzusehen, den Vorfall mit Sätzen, wie..
begibt, geht ein gewisses Risiko ein…. und er tut dies wissentlich.
oder
Ich habe bereits im Januar davor gewarnt, dass es passiert.
zu kommentieren. Macht Euch allen bewusst, das es sich bei Euch um
eine anders denkende Minderheit handelt und im Freundeskreis oder
in der Familie (die nicht mit Haien taucht) kein Verständnis dafür
vorliegt, wie man sich dieser Risiko-Situation aussetzen kann.
Gut finde ich:
-die Richtung, in welche Ihr die Diskussion lenken möchtet
Schlecht finde ich:
-kanalisierte Diskussionen
Letztlich dient dies Forum doch zum Austausch von Meinungen, Erkenntnissen und Ansichten, oder ? Auch wenn ich den inhaltlichen Ansatz dahinter gut nachvollziehen kann (und teile), halte ich den Meinungsaustausch hier im Forum für eine Grundbedingung für alles Weitere.
Deshalb: Diskussion zulassen und mit Argumenten überzeugen.
Vermutlich war das ohnedies der Plan, aber bevor hier ein “Geschmäckle” entsteht, möchte ich lieber dazu posten.
In welcher Form dann Meinungen mit Digideep als Sprachrohr nach aussen gegeben werden, ist eine andere Frage (siehe Wetpixel).
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Mein persönliches erstes Haierlebnis war am Strand von Tulamben auf Bali. Bereits beim Schnorcheln bemerkte ich den ersten Schwarzspitzenriffhai und war völlig aus dem Häuschen, weil ich weiss, wie selten die Tiere andernorts sind.
Nachdem ich nun das fünfte Mal dort war, freue ich mich um so mehr darüber. Es ist grossartig, wie sich dort Schwimmer, Schnorchler, Taucher und eben die Haie seit vielen Jahren in friedlicher Koexistenz im Wasser tummeln. Nur wenige Meter vom Strand entfernt. Die balinesischen Kinder planschen dort seit jeher unbeaufsichtigt im Wasser.
An Angst oder Gefahr ist überhaupt nicht zu denken. Die zigtausenden Besucher und die Erfahrung der dort lebenden Bevölkerung haben das über die Jahre eindrucksvoll gezeigt.
Auch ich war früher ein Opfer der Haiangst, hatte “Der Weisse Hai” schlicht zu früh im Leben gesehen. Dies war tatsächlich ein Grund, warum ich erst im fortgeschrittenen Alter von über 30 Jahren mit dem Tauchen angefangen habe. Mittlerweile kann ich über mich nur lachen, da ich weiss
-wie selten Haie beim Tauchen sind
und
-wie ängstlich Haie den Menschen in der Regel begegnen.
Mittlerweile hat sich die Situation vollkommen umgekehrt und eine Haibegegnung ist eines der schönsten Ereignisse überhaupt bei einem Tauchgang.
Also möchte auch ich ein schönes Erlebnis beisteuern.
Mit zarten 15 Jahren habe ich das erste Mal am Elphinestone Reef zwei Tauchgänge mit einer Hammerhaischule
erlebt. Es waren ca. 50 Tiere, die sehr interessiert für jeweils knapp 20 Min. um die Tauchgruppe (5 Taucher)
“umherwuselten”. Die Tiere waren beeindruckend. Sie waren interessiert. Es ist ein imposantes Schauspiel und
mit Sicherheit ein großes Erlebnis in meinem Lebens. Man fühlt sich unbeschreiblich und dieser Moment brennt sich
in das Gedächtnis. Ein wirklich berauschendes Schauspiel. ich bin sehr glücklich, dass ich soetwas erleben durfte.
Beide Tauchgänge sind unvergessen und besonders interessant war es zu sehen, dass die Tiere auch vor uns Repekt
hatten, aber trotzdem sehr nah (ca. 1m) an uns heranschwommen und immer wiederkehrten.
Auch die vielen Tauchgänge mit anderen großen Haien haben mich fasziniert, dennoch waren diese beiden Tauchgänge
das größte, was ich erleben durfte.
Leider ohne Kamera - aber im Gedanken habe ich die Bilder nach wie vor direkt vor mir!
Rob Stewart macht auf CNN eine sehr gute Figur!! Endlich mal ein symphatischer,
sachlicher, junger Botschafter für die Haie. Es hat mir sehr, sehr gut gefallen.
Weiterhin einige Links aus der deutschen Medienlandschaft. Im Gegensatz zu
Österreich - wo wohl der Chefredakteur von Nullzeit relativ viele Pressemeldungen
verschickt hat - ist es in Deutschland sehr ruhig und sachlich ohne große Spekulationen:
Weiterhin einige Links aus der deutschen Medienlandschaft. Im Gegensatz zu
Österreich - wo wohl der Chefredakteur von Nullzeit relativ viele Pressemeldungen
verschickt hat - ist es in Deutschland sehr ruhig und sachlich ohne große Spekulationen:
der “Chefredakteur von nullzeit” hat tatsächlich die ersten 2 Pressemeldungen rausschicken lassen - und die sind auch die Grundlage der von dir zitierten Berichte in den deutschen Medien, wie du unschwer bei einem Vergleich mit den ersten österreichischen Berichten nachrecherchieren kannst. Als Journalist solltest du ja wissen, dass APA-Meldungen automatisch an die DPA und andere Agenturen verteilt werden… Wir von nullzeit wurden direkt nach dem Vorfall von am Boot anwesenden Personen - die ich selbst auch zum Teil gut kenne - direkt informiert und wollten, bevor es zu einem Medienhype ala “Killerhai frisst Österreicher” kommt, rechtzeitig gegensteuern - was uns auch gut gelungen ist, da bei fast allen Berichten eben genau die von uns mitgeteilten Informationen (übrigens auch die von dir so liebevoll zitierten “200 Millionen Haie sterben jedes Jahr durch Menschenhand”-Aussage). Dass es dabei in den ersten Stunden zu unklaren Informationen bzw. ersten Fehlannahmen kam, tut mir natürlich leid - aber zumindest kamen nicht die reißerischen “Mann von Hai gekillt” Berichte…
Im Gegensatz zu der Berichterstattung auf Digideep haben wir es jedoch tunlichst vermieden, das österreichische Reisebüro geschweige denn den Namen eines der am Boot mitfahrenden zu nennen, ja wir hatten in der ersten Berichterstattung sogar vermieden, den Namen des Verstorbenen zu nennen - du hattest da ja scheinbar keine Bedenken, was ich vor allem für das Reisebüro und den Tauchshop besonders schade finde - weil die können doch wohl am wenigsten dafür und müssen wohl jetzt mit Umsatzverlusten rechnen - oder glaubst du, Urlauber sind so scharf darauf, bei einem Tauchshop eine Reise zu buchen, der gerade einen Toten hatte… Aber diese Informationen gibt eben jeder weiter, wie er es für richtig hält.
Mich persönlich allerdings indirekt für “unsachliche” Berichterstattung in den österreichischen Medien verantwortlich zu machen, empfinde ich als Untergriff, den ich mir von dir niemals erwartet hätte! Gerade jemand, der - wie du - verstorbenen Personen, die er nicht einmal gekannt hat, einen “Brief” in den Mund legt, sollte mit dieser Art der Verurteilung sehr vorsichtig sein… Oder war das etwa sachlich?
Was wir von nullzeit - und damit natürlich auch ich als Chefredakteur - wollten (wir bestehen ja nicht nur aus meiner Person) ist, einen Todesfall eines Tauchers durch einen Hai als das hinstellen, was es war: eine Verkettung vieler tragischer Umstände, die weder dem Taucher, noch dem Hai oder den weiteren beteiligten Personen zuzuschreiben war. Als Tauchlehrer habe ich jedoch persönlich eine Meinung zum Diveguide - die PADI Richtlinien über begleitete und geführte Tauchgänge solltest du ja auch kennen.
Sei es wie sei - ich wollte zumindest von meiner persönlichen Seite aus an dieser Stelle zu deinem Posting sagen, was es zu sagen galt. Wir von nullzeit haben gestern offiziell von unserer Seite die Berichterstattung abgeschlossen - der Vorfall ist nunmal geschehen, die Medien haben darüber berichtet und jetzt sollte man das ganze ruhen lassen. Was in Florida weiter passiert, steht auf einem anderen Blatt - nur betrifft das nicht mehr den Vorfall direkt, sondern nur mehr indirekt. Entweder Jim Abernethy und sein Diveguide werden von allen Vorwürfen entlastet - dann ist es gut, oder es gibt ein gerichtliches Nachspiel, dann ist es auch gut. Weder kennen ich Jim Abernethy noch wage ich eine Vorverurteilung oder mag ihn in Schutz nehmen. Er ist mir persönlich schlicht und einfach egal - tragisch ist es momentan eigentlich nur für die Familie von Markus, der eine kleine Tochter zurücklässt - die der bis dato bestens verdienende Anwalt nun nicht mehr versorgen kann. Und das ist die echte Tragödie an der Sache.
Dieser unfall ist eine schreckliche tragödie, ein alptraum jedes tauchers und eine katastrophe für die angehörigen, denen ich mein tief empfundenes mitgefühl zum ausdruck bringen möchte.
Ohne den verstorbenen persönlich zu kennen geht mir dieser vorfall ziemlich unter die haut. Das foto auf seiner homepage zeigt einen sympathischen, offenen und neugierigen mann, der sicher noch viel erleben wollte und bewegen hätte können. Ein ähnliches bild habe ich auf meiner hp und in solchen situationen fängt man eben ein bisserl zu grübeln an…und dass seine kanzlei nur ein paar häuserblocks von meiner praxis entfernt ist – es macht mich nicht befugter hier irgendwas zu schreiben, aber dennoch…
..es kann jeden von uns treffen, zu jeder zeit.
Jetzt die verantwortung und schuld beim reiseveranstalter (welcher hierzulande übrigens als hochprofessionell bekannt ist) zu suchen oder beim skipper oder beim taucher selbst, das bringt niemanden weiter und ändert nichts an den tatsachen.
Es kann mir auch niemand erzählen, dass wir nicht das risiko kennen wenn wir mit haien im allgemeinen und angefütterten im speziellen tauchen. Der einzige weg, dieses risiko auszuschliessen wäre wohl, das boot während der tauchsafari nicht zu verlassen.
Natürlich: „woarst nit aufigstiegn, woarst nit obigfoin“ wie man bei uns im bergland munkelt, aber trotzdem würde ich jederzeit ein leben mit gewissen risiken (wobei ich darunter naturerlebnisse verstehe, keine 240km/h auf der autobahn) vorziehen, auch wenn es vielleicht etwas kürzer ausfällt. Aber das muss natürlich jeder für sich selber entscheiden.
Vor ein paar jahren bin ich in einer sehr abgelegenen gegend in alaska pötzlich einer grizzlymutter (die üblicherweise über einen gutausgebildeten beschützerinstinkt verfügen und auch kräftige röhrenknochen wie grünen spargel knacken, wenn sie möchten) mit 2 jungen gegenübergestanden, was im allgemeinen eine recht unentspannte situation darstellt. Nach kurzem beäugen haben sie sich dann in den wald verzogen –leider? Zum glück? Ich weiss nur eines – ich würde dieses erlebnis nicht missen wollen, auch wenns mein letztes hätte sein können.
Und predatoren wie grosse haie, tigerhaie, bullsharks sind in meinen augen keine kuscheltiere, sie waren es nie und werden es nie sein, genausoweing wie (freilebende) bären, löwen oder tiger. Das einzige was zu tun bleibt, ist deren verhalten besser zu erforschen um das risiko bei solchen begegnungen zu reduzieren, aber ein gewisses risiko wird wohl immer bleiben.
Es ist auch klar, dass haie im sinn von artenschutz schützenswert sind und der kulinarischen verwertung durch hypoerektile asiaten ein riegel vorgeschoben gehört. Allerdings finde ich die aufrechnung 10 tote menschen gegenüber 200 mio toten haien pro jahr nicht sehr passend, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und den angehörigen der 10 menschlichen haiopfer dürfte das schicksal der wieviel-auch-immer getöteten haien auch ziemlich egal sein.
Nebenbei, ich war selber (wie sicher viele hier) mehrmals in sog. shark-attraction-dives involviert und durfte zwischen köderfetzen, hysterischen fotografen und aufgegeilten haileibern tauchen. Es kann sicher keiner behaupten, dass das kein „kick“ wäre und adrenalin und endorphine nicht in strömen fliessen täten; ob es wirklich nötig und sinnvoll –im sinn von: natur erleben- ist, so eine künstliche raubtierscheinfütterung vorzuführen – nun darüber soll sich jeder selber sein urteil bilden.
Im Gegensatz zu der Berichterstattung auf Digideep haben wir es jedoch tunlichst vermieden, das österreichische Reisebüro geschweige denn den Namen eines der am Boot mitfahrenden zu nennen, ja wir hatten in der ersten Berichterstattung sogar vermieden, den Namen des Verstorbenen zu nennen - du hattest da ja scheinbar keine Bedenken
Ich verstehe Deine Kritik an diesem Punkt nicht, Leo. Es macht für mich keinen Unterschied, den Namen des Reisebüros oder den Namen M/V Shear Water, bzw. den von Jim Abernethy zu nennen. Aber warum legst Du dort zwei verschiedene Maßstäbe für die USA und Österreich an?
Bei der Nennung des Opfers habe ich ebenfalls keine Bedenken gehabt. Denn das Reisebüro deutete daraufhin, dass die Gruppe Freunde oder Verwandte unserer deutschsprachigen User sein könnten, wie ich schrieb. Eine ethisch nicht korrekte Motivation, bei der namentlichen Nennung von Reisebüro und später dem Opfer, möchte ich zurück weisen. Ich hatte ein konkretes Anliegen: Potentiell Betroffenen kann man dadurch Erleichterung oder eben traurige Gewissheit verschaffen. Das war mir wichtig. Ich glaube, vielen die auch Freunde auf dem Trip hatten, wurde dadurch weiter geholfen, wenn man den Namen genant hat.
Mein Hinweis, dass Du offenbar Pressemitteilungen verschickt hast, ist in keiner Weise damit gleich zu setzen, dass ich Dir indirekt “unsachliche” Berichterstattung vorwerfe. Es war nur eine Feststellung darüber, dass Du mehr als eine Pressemitteilung verschickt hast. Dies impliziert keinerlei Wertung durch mein Person. Es hatte lediglich die Konsequenz, dass über den Vorfall in Verbindung mit nullzeit.at berichtet wurde.
Eine weitere öffentliche Schlammschlacht zu dieser Sache zwischen uns, möchte ich mit Rücksicht auf das Opfer eigentlich gerne vermeiden. Falls es Dir ein ernsthaften Anliegen sein sollte, meine Meinung zu Deiner Art des Journalismus abzufragen, ziehe ich das persönliche Telefonat stets vor.
Anbei ein Video-Clip vom SHARK ANGEL Team der das
Tauchen an Bord der Shear Water mit Jim Abernethy zeigt.
[youtube]Gy7cADgYEzI[/youtube]
Ein DIGIDEEP Mitglied machte uns auf diesen Bericht
aufmerksam. Was mir daran sehr komisch vorkam war die
Bildergeschichte mit knietiefem Wasser. Ich kenne keinen
Tauchplatz, an dem das im Gebiet des Vorfalls so möglich ist.