So unterschiedlich können die Erinnerungen sein…
1999 Safari zu den Brothers auf der Number One. Insgesamt meine ca. 20. Tauchkreuzfahrt.
Erster Eindruck: Viel Platz, aber völlig vergammelt und verdreckt. Ständiger running gag: “Gib mir doch mal die Flasche aus dem Kühlschrank.” Bei dem beißenden Gestank, der aus den völlig versifften (leeren) Kühlschränken quoll, wurde jede Tür sofort wieder zugeknallt.
Das Tauchen war nicht schlecht, wurde aber nach Kräften vom inkompetenten Diveguide behindert.
Meine erste Frage am Abend der Ankunft: Warum gibt es denn kein Becken zum Spülen der Kameras?
Antwort: Nimm die Kamera mit unter die Dusche.
Meine Bitte, in den 12 Stunden bis zur Abfahrt doch wenigstens einen etwas größeren Eimer zu besorgen, wurde ignoriert.
Frage: Warum tauchen wir denn morgens auf der schattigen Seite des Riffs und nachmittags auf der anderen (die dann im Schatten lag)?
Antwort: Du hast auch immer was zu meckern!
Frage, nach dem Tauchgang, bei Windstille, spiegelglatter Oberfäche und null Strömung: Ich gehe noch einmal mit neuem Film unter das Boor auf 5m zu der schönen Anemone. Etwas dagegen?
Antwort: Allein? Dann bekommst Du Tauchverbot. Viel zu gefährlich!
Frage an Mittaucher, die sich beim Mittagessen, also zwischen dem 2. und 3. TG (jeder auf ca. 50m) einige Biere reinzogen: Gibt es was zu feiern?
Antwort: Ja, den 20. TG!
Wenn der damals verantwortliche Diveguide neuerdings als Nonplusultra dargestellt wird, gibt mir das schon zu denken.
Aber vielleicht hat er sich ja geändert. Sorry: Sie!
Ich finde es auch schade, dass die Number One tiefergelegt wurde, schade, dass es nicht schon 10 Jahre früher passiert ist.
Den Zustand eines Wracks hatte sie damals schon fast erreicht, jetzt wird sie bestimmt attraktiver.