ich habe vor einer Woche meine Canon EOS 450D bekommen.
Inspiriert von dem Forumseintrag “Gehäuse/Objektiv/Port für EOS400D“ möchte ich Euren Rat erfragen.
Die Kamera habe ich als Kit mit dem 3,5-5,6/18-55 IS Objektiv gekauft.
Damit will ich auch dann Tauchen gehen.
Nach dem durchforsten von vielen Foren habe ich meine weitere Objektivwahl getroffen:
Ich will mir das Tokina 10-17mm Fisheye für Weitwinkelaufnahmen und das Canon 100 mm Macro zulegen.
Oder ist das Canon 60 mm Macro besser?
Nun stellt sich die Frage welches Gehäuse ich mir kaufe!
In der vorletzten “Unterwasser“ war eine schöne Übersichtstabelle welche Gehäuse für die Canon EOS 450D in absehbare Zeit verfügbar sind.
Dazu gab es auch einen interessanten Test.
Zwei Gehäuse habe ich in die engere Wahl genommen.
Hugyfot HFC-450D
UK-GERMANY UK-D-450D
Beide Gehäuse hoffe ich, sind demnächst verfügbar. Aussagen dazu gibt es ja schon!
Hat einer von Euch den Gehäusetyp von den Herstellern schon gesehen?
Hier gibt es Leute mit vielen Kontakten!
Die Canon 450D hat im Vergleich zur 400D fast alle Bedienelemente auf der rechten Seite.
Für mich ist wichtig alles auch im kalten Wasser einfach bedienen und das LC-Display voll nutzen zu können.
Das Hugyfot Design ist einfach Klasse, ich würde mir das Gehäuse sofort kaufen.
Was bei mir gegen das Gehäuse spricht ist:
Der Verschluss des Gehäuses mit Inbusschrauben bzw. mit dieser komischen Pumpe ist nicht mehr Zeitgemäß.
Ich tauche viel in kalten Gewässern und da will ich nicht mit kalten Fingern auf einem Schlauchboot damit hantieren.
Der 45 Grad Sucher verdeckt bei vielen anderen Modellen das LC-Display ziemlich stark.
Und zuletzt habe ich irgendwie das Gefühl, das Hugyfot ein Vertriebsproblem in Deutschland hat. Auf der Webseite sind nur Vertriebspartner in Berlin und Umgebung aufgeführt. In der “Unterwasser“ taucht dann einer in Aachen auf, der aber nicht alle Hugyfots im Programm hat.
Bevor ich das Gehäuse kaufe, will ich es in die Hand nehmen. Viele werden sagen, warte auf die “Boot“, doch die nächste Messe ist erst im Januar und solange will ich nicht warten.
Berlin ist für mich sehr weit weg und Service geht bei mir persönlich und nicht über den Briefträger.
Die Firma UK-Germany ist für mich gut erreichbar aber außer dem Test in der “Unterwasser“ habe ich nicht viele Aussagen dazu gefunden.
Die Bilder auf der Webseite erwecken bei mir den Eindruck einer sehr soliden Verarbeitung.
Ich finde es auch Klasse, das bei dem Kauf der Planport dabei ist.
Im Test wurde beschrieben, dass der Kamera ein- und ausbau sehr einfach und schnell geht.
Was mich als Anfänger stört ist die im Test beschriebene Kompliziertheit der manuellen Einstellmöglichkeit. Vielleicht ist das aber nur Übungssache.
Zu dem Erscheinungsdatum will ich Kontakt mit der Firma aufnehmen.
Hier im Forum “scheint“ auch keiner ein Gehäuse von UK-Germany zu haben.
Alles Hugyjaner!
Ich will offen, mein Roman überfordert Euch nicht, ich möchte niemanden mit meinen Bemerkungen angreifen, es sind nur meine Erfahrungen.
Über Eure Ratschläge und Erfahrungen dazu wäre ich sehr sehr dankbar.
Hallo Tino,
ich hatte ein ähnliches Problem vor zwei Jahren. Ich hatte ein Gehäuse-Hersteller direkt vor der Haustür. Trotz allem habe ich mich gegen diesen Hersteller entschieden (was im Nachhinein mein Glück war) und habe mir nach mehrmaligem telefonieren mit Andi das Hugy-Gehäuse für meine damalige 350d gekauft. Der Grund dafür war für mich: 1. mit Andi einen geschäftstüchtigen und sympathischen Händler gefunden zu haben und 2. habe ich gleichzeitig einen erfahrenen UW-Fotograf zur Hand, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Deshalb habe ich mir dieses Jahr wieder ein neues Gehäuse bei Andi gekauft
Zurück zu Gehäuse:
Mit UK kenne ich mich nicht aus, da kann ich Dir leider keine Tips geben. Aber eines kann ich Dir sagen, mit dem Hugy hatte ich noch nie Probleme Der Verschluß mit den Inbus-Schrauben ist nicht veraltet und stellt auch überhaupt kein Problem dar. Es rundet das Gehäuse von aussen ab. Kein Bügel der im Weg ist. Das Gehäuse sieht aus als wäre es aus einem Guss und das ist das schöne!! Ausserdem hast Du mehrere Möglichkeiten Deinen Blitz zu positionieren. Der 45°Sucher war an der 350d nicht wirklich optimal, leider hat er mir das Display öfters mal verdeckt, aber trotzdem bin ich damit klar gekommen.
Bevor Du Dich für ein UK-Gehäuse entscheidest würde ich an Deiner Stelle mal mit Andi telefonieren.
Ich hoffe ich konnte Dir einigermaßen weiterhelfen.
Der Verschluss des Gehäuses mit Inbusschrauben bzw. mit dieser komischen Pumpe ist nicht mehr Zeitgemäß.
Ich tauche viel in kalten Gewässern und da will ich nicht mit kalten Fingern auf einem Schlauchboot damit hantieren.
Das kann ich so nicht bestätigen. Ob jetzt Spannbügel oder Inbusschrauben zeitgemäßer sind will ich auch nicht beurteilen. Es sind eben zwei unterschiedlicher Konzepte und beide haben ihre Vorteile. Nur eines mache ich sowieso nie: das Gehäuse auf dem Schlauchboot öffnen. Wieso das denn bitte ? Das Gehäuse bleibt bei mir so lange brav geschlossen, bis es in trockenen Tüchern liegt. Man braucht zwar immer Werkzeug um die Schrauben zu öffnen, dafür ist man absolut sicher vor dem “ausversehen öffnen”. Die “komische” Pumpe brauchst du übrigens nicht zwingend, ich hab auch keine.
Die Tatsache daß beim Hugy kein Port dabei ist hat auch seine Berechtigung. Wenn du zum Beispiel nur das Kit-Objektiv und das Tokina 10-17 benutzen möchtest brauchst du kar keinen Standart Planport, da reicht der Domeport. Und ein Makro bekommst du in dem Standartport ohne extension-Ring nicht unter. Auch das Material und der Preis der Domeports sind bspw. bei UK-Germany und Hugyfot unterschiedlich.
Danke Stefan für Deine Info, ich werde Deinen Rat auf jeden Fall befolgen.
Ich möchte das Gehäuse hier nicht schlecht reden, es sind aber die Probleme oder auch keine, die ich immer wieder gelesen habe.
Bei UK fand ich nicht viel geschriebenes.
Ich habe mir im Vorfeld das Buch:
Digitale Unterwasserfotografie – Spiegelreflexkameras von Herbert Frei gekauft.
Der blendet Hugyfot fast ganz aus! Mich würde mal interessieren warum.
Nun mal die Situation mit dem Schlauchboot:
Klar werde ich es vermeiden dort das Gehäuse zu öffnen.
Mit meiner Kompakt-Digi-Knipse ist mir aber schon passiert, das der Akku leer war oder defekt usw.. Ich kann dann nicht die Tauchgänge meiner Gruppe abbrechen nur weil meine Kamera nicht geht. Wie gesagt, bei einer kalter Jahreszeit weit draußen auf dem Wasser.
Es hängt von der Situation ab und es ist meine Erfahrung.
Ich will mich ja als Anfänger wirklich belehren lassen und möchte niemanden angreifen.
Die “komische” Pumpe meine ich so, weil das sehr außergewöhnlich ist, es muss ja nicht schlecht sein.
Die Info, das ich mein Kit-Objektiv und das Tokina 10-17 mit einem ich hoffe “großen“ Domeport verwenden kann hilft mir schon sehr weiter!
die Vorredner haben ja bereits einiges zum Thema Hugyfot gesagt. Der Vertrieb ist 1a.
Du wirst mit Sicherheit nirgends so gut beraten und auch auf Tipps aufmerksam gemacht
wie dort, denn die Beratung wird von Andreas gemacht, der selbst professioneller Fotograf ist.
Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe vor einigen Jahren eine Tortur hinter mich gebracht,
als ich das erste DSLR-Gehäuse gesucht habe. Viele Hersteller erzählen einfach nur, und sobald
es ans Doing geht - äähm ja da müssen wir nochmal schauen ....
Aus Design und Qualitätsgründen gibt es für mich nur zwei Hersteller, die in die engere Auswahl kommen
würden. Hugyfot und Seacam sind aus meiner Sicht aktuell DIE Gehäusehersteller. Das soll trotzdem nicht
heissen, dass die anderen Hersteller keine guten Gehäuse bauen.
Den Verschluss des Hugys als “veraltet” zu bezeichnen ist nur teilweise richtig. Fakt ist, dass es bei Hugyfot
schon ewig so ist und gehandhabt wird, aber wenn das Gehäuse einmal zu ist - dann ist es wie ein Panzer.
Mir bzw. einigen Bootshelfern sind meine Gehäuse über die Jahre schon ein paar Mal heruntergefallen.
Bei Schnellverschlusssystemen ist das Gehäuse offen - der Schaden groß. Außerdem macht Übung den Meister,
ich brauche mittlerweile nicht mehr länger als jemand mit einem Gehäuse, welches einen Schnellverschluss
besitzt.
Preislich wird das Hugy mit sämtlichen Zubehör sicherlich vergleichbar mit dem UK-Gehäuse sein, da das zubehör
bei Hugy günstiger ist.
Zu der Objektivfrage:
Das Tokina ist nen tolles Objektiv, hat aber eine hohe Serienstreuung, d.h. es gibt solche und solche.
Das 100er kann man mit dem 60er nicht vergleichen, da beide Objektive völlig andere Ansprüche an
den Fotografen und an das zu fotografierende Objekt haben. Das 60er ist klasse für Fischportäts und ähnliches.
Das 100er Makro ist mit der Macromate ein Knaller, da man geniale Extremmakros mit einem 3:1 Verhältniss
machen kann.
Der Rest zu UK und der Portgeschichte wurde von den beiden anderen Kollegen schon geschrieben
Viel Spass beim Kauf, egal welches es nun wird.
Gruss,
Adrian
ich hatte die beiden Ports - Dome Port und Planport - von Inon in der Hand.
Verarbeitung super und sonst auch solide. Die Frage ist nur, warum du von
den Original Hugyports Abstand nehmen möchtest. Sicherlich möchtest du
darauf hinaus, dass die Hugyports aus Acryls sind. Früher waren Acrylports
wirklich nicht so “toll”, da die Fertigung noch nicht so hochwertig war.
Viele Hersteller argumentieren noch immer mit dieser veralteten Weissheit.
Der Unterschied zwischen Glas und Acryl ist in der Qualität nur noch selten
zu sehen. Acryl hat ausserdem den Vorteil, dass es den gleichen Brechungs-
index wie Wasser hat und somit ein kratzer im Domeport nicht sichtbar ist,
da dieser mit Wasser voll läuft und die Brechnung des Lichts nicht beeinflusst
wird. Bei Glas sieht man schon die kleinsten Kratzer und hat unschöne
Artefakte im Bild. Glas hat allerdings auch den Vorteil, dass es widerstandsfähiger
ist und ein Kratzer nicht ganz so leicht passiert wie bei Acryl.
Bei Acryl hast du den Vorteil, dass es “nur” ca. 150 € kostet, einen defekten Domeport
mit neuem Acryl belegen zu lassen. Bei optischen Glas wird das wesentlich teurer.
Genau das war meine Überlegung, aber Du hast vollkommen Recht.
Ist den der große Domeport aus Acryl so robust, das dieser eine anspruchsvolle Sodijak-Tour in Ägypten aushält.
Der Domeport von Hugy ist sehr stabil Der Port hat bei mir schon einiges erlebt und hat bis heute noch keinen Kratzer.
Was das Buch von Herbert Frei betrifft. So schlecht wie Adrian es beschreibt finde ich es nicht, aber meiner Meinung ist dort zu viel Theorie dabei. Mir fehlen da ein bißchen mehr Praxistips. Nach meiner eigenen Erfahrung kann ich Dir nur einen Tip geben: Mach eine Fotokurs Es werden sehr viele Kurse angeboten, z.B. von Andi Voeltz, Eckhard Krumpholz, Norbert Probst und wie sie alle heißen. Ich hatte damals einen zwei-Tages-Kurs mit Andi und hab da wirklich sehr viel gelernt. Danach kannst Du immer noch das Buch lesen.
Stefan hat Recht. Der Domeport ist sehr widerstandsfähig und kann einiges ab.
Außerdem hast Du ja einen Neopren-Schutz für den Domeport. Mein Domeport hat
nun schon so einiges hinter sich und ich gehe wahrlich nicht zimperlich damit um.
Die Zodiak-Touren sind also kein Problem.
Bzgl. des Buches - ich weiss nicht was dein aktueller Stand ist und ob Du dich in
der Fotografie bereits heimisch fühlst. Egal wie - ein Kurs ist immer super. Ich
würde versuchen bei einem der genannten Herren einen Kurs zu belegen, da
du dort ne Menge lernst und viele grundlegende Fehler, die man ansonsten am Anfang
macht, “überspringst”.
Ja, dumm das. Leider war ich zu früh dran mit dem DSLR Umstieg, da hätte ich für mein PT027 noch richtig Asche bekommen
Wenn wir gerade dabei sind über Hugyfot zu philosophieren: da ich einen zweiten Handgriff habe ist die Kugel auf dem Gehäuse ziemlich arbeitslos geworden. Fokusierlicht hab ich ja in beiden Blitzen und ausserdem stört die Kugel beim Verpacken ins Flughandgepäck. Daher meine Frage an die eingefleischten Hugyaner: ist die Kugel verschraubt, geklebt oder beides ? Bekommt man die zerstörungsfrei vom Gehäuse runter ?