ich weiss, diese Frage wird immer wieder gestellt. Aber nun mal ehrlich Macro oder FishEy. Ich habe mir letztes Jahr eine Nikon D80 zugelegt und war damit schon gans schön fleissig. Nur irgendwie bin ich mit den Objektiven nicht so sehr glücklich. Ich habe derzeit: Standart 18 - 70 und das 55 - 200 von Nikon. Mit dem ersten habe ich auch schon Unterwasserbilder gemacht und es funktionier..... Nun wollte ich mir ein weiteres zulegen und da stellt sich mir nun die Frage. FE, Macro, Normal oder was… Vielleicht könnt Ihr mir bei meiner Entscheidung weiterhelfen.
Nachdem ich davon ausgehe, dass Ihr mich fragen werdet für was.... Ich würde gerne Unterwasser Macro als auch Objekte in einer Entfernung bis, ich sage mal, 4-5 m fotografieren. Ich will nicht das unmögliche bin auch kompromissbereit aber die letzten Beiträge zu diesem Thema haben mich Irgendwie verwirrt.
ich weiss zwar nicht, was du mit den beispielbildern sagen/fragen möchtest, aber kurz gesagt: bevor du dir ein fisheye zulegst, würd ich mal ein ordentliches makro in betracht ziehen. dein 18-70er taugt diesbezüglich nix (hab es selbst), das 55-200er ist sowieso nur für über wasser. schau dir zb. mal das 60er oder 105er micro von nikon an, das sind gute teile.
Tja, das scheint mir nun doch nicht einfach zu sein. Du hast, mit der Wahl einer DSLR eben schon die Qual getroffen, immer auch die richtige Scherbe mit unter Wasser zu nehmen. Und, das ist leider oft genug so, genau das Falsche Objektiv, welches man dann drauf hat. Hat man das Fisheye drauf, so ist plötzlich das Wasser trüb und Makro wäre angesagt, oder eben, man hat ein tolles Makro drauf und es kommt der Manta angeflogen.
Ich meine, ein schönes WW, z.B. ein Nikon 12-24mm DX und ein nettes Makro 60mm gehören zusammen in die Reisetasche. Dafür kannst Du Dir für UW die Standardtüten sparen. Ein 200er Zoom ist eh nicht angesagt. Wenn Du den Anspruch hast, mit einer DSLR auch unter Wasser gute Bilder zu machen, dann musst Du nah ran, und nicht nur die Optik!
Wer noch mehr will, kann sogar ein Fisheye einpacken (macht meist von vorn bis hinten knackscharfe Fotos). Ich habe Dir das 60er Makro empfohlen, weil das megacoole 105er VR Makro von Nikon wirklich ein super Teil ist, aber sehr viel Erfahrung und Übung braucht, und Du mit dem 60er auch ein passables Normalobjektiv mit dabei hast. Nur für die ganz scheuen Viecher ist das 60er nix, da Du zu nahe ran musst, um wirklich grosse Abbildungen zu haben.
Dein 55-200 Zoom ist ein Super Überwasser Begleiter, vor allem wenn Du noch die anderen 2 mit dabei hast.
Es gibt auch von Sigma und Tamron nette Scherben in ähnlichen Brennweiten, die dann net so heftig den Geldbeutel traktieren!
Für die ISO Einstellung empfehle ich 100 - 200 zu wählen, vor allem in Lichtsituationen wie sie Deine Beispiel Bilder zeigen
Hoffe, das hilft Dir etwas weiter.
Im Anhang noch ein paar Beispiele: Froggy für das 105er VR Makro, Wherearethefish für das 10.5mm Fisheye und Hochzeit für das 12-24mm Weitwinkel, Kameramodell Nikon D200, Gehäuse: Seacam Silver für D200
@eagleray die Bilder sind eigentlich als Beispiel gedacht um zu zeigen an welchen Objekten ich Interessiert bin.
Natürlich mache ich auch die ganz normalen Urlaubsfotos von Leuten die mit mir Unterwasser sind. Des weiteren, mit dem 55 200 kann man natürlich UW nicht wirklich was anfangen. Dies war mir schon klar. Es soll nur verdeutlichen, dass ich nur Standart Objektive besitze. Eins muss ich aber noch über dieses 55 200 los werden. Da es ein Objektiv ohne Bildstabi ist, muss ich sagen, es ist verdammt schwierig ein verwacklungsfreies Bild ohne Stativ zu bekommen.
leider muss ich dir vorab eines sagen: es gibt kein “eins für alles objektiv”. Es ist entweder ein Makro und damit macht man Makro. oder ein Weitwinkel ... und das ist dann eben weit. Das Kit-Objektiv, das du jetzt hast, ist eine Mischung, kann aber eben keines von beidem richtig. Es ist nicht so weit wie ein Fisheye und hat keine Nahgrenze und keinen Abbildungsmaßstab wie ein echtes Makro.
Du sagst: “Ich würde gerne Unterwasser Macro als auch Objekte in einer Entfernung bis, ich sage mal, 4-5 m fotografieren.”
Dann würde ich dir auch zum 60mm Makro raten. Denn es ist universeller als das 105. Es bietet auch Makro bis zum Massstab 1:1, aber du kriegst auch mal eine ganze Muräne oder eine große Süßlippe oder eine kleine Schildkröte mit drauf. Ich habe mit dem 60er angefangen und viele schöne Bilder damit gemacht. Und es gibt relativ wenig frust über verpasste Motive.
Für Fisheye ist das Tokina 10-17 ganz gut, da es im vergleich zum 10,5 etwas Zoomspielraum bietet. Die Fisheyes würde ich einem normalen Widezoom vorziehen, weil sie wirklich fast bis zum Port hin fokussieren können.
Ich würde dir zu beidem raten. Wenn du jetzt nicht weißt, womit du anfangen sollst: Das Makro könnte evtl. in deinen jetzigen Port passen (weiß nicht, was du für eine ausrüstung hast) und selbst wenn nicht – ein makro port ist immer günstiger als ein fisheye-dome. Mit dem Fisheye wirst du allerdings mehr Wow effekt bekommen, das heißt mehr deutlich sichtbaren unterschied bei deinen bildern sehen ... allerdings ist es auch schieriger zu benutzen.
ich habe einen 8” Dome auf meinem Ikelite. Allerdings auch noch keine Blitze. Die Blitze stehen bereits fest. DS-125 von Ikelite. Sorry für die vielleicht Dumme Frage, aber was ist denn der Unterschied zwischen WW und FE?
Ist dies nicht das selbe? Noch eine Frage, warum gibt es ein FE mit ner (Felx) Brennweite und ein teureres FE mit Fester Brennweite 105 FE von Nikor?
wenn du einen dome hast, dann wirst du evtl. das fisheye oder ein normales WW damit benutzen können (musst du bei ikelite mal kucken, ob dein dome mit einem fisheye verwendet werden kann).
Ein WW ist ein Weitwinkel, also ein Objektiv mit einer kurzen Brennweite, das viel Bildausschnittbringt. Ein Fisheye ist eine bestimmte Art von Weitwinkel, die über eine tonnenverzerrte Abbildung mehr Bildwinkel erzielt. Ein 10mm Fisheye bringt zum Beispiel viel mehr Bildwinkel, als ein 10mm Weitwinkel – allerdings ist die Abbildung verzerrt und nicht realitätsgetreu. Ein Fisheye sieht immer ungefähr so aus, als ob du durch einen Türspion schaust. Unter Wasser ist dieser Effekt aber oft erwünscht, da man sehr nah ran kann. Das schwierige ist dann immer die Ausleuchtung mit den Blitzen ... und man muss aufpassen, dass keine Flossen oder Blitzarme ins Bild kommen.
Ein normales Weitwinkel (evtl. mit Zoom) ist etwas einfacher zu verwenden und universeller. Aber du hast weniger Tiefenschärfe und weniger Bildausschnitt und du kannst nicht ganz soh nah ran, wie mit einem Fisheye.
Ich würde gerne Unterwasser Macro als auch Objekte in einer Entfernung bis, ich sage mal, 4-5 m fotografieren.
Also 4-5 Meter Abstand sind leider das Unmögliche! Zumindest sehen die Bilder dann
ziemlich schlecht aus. Deswegen führt eigentlich nix um ein richtiges Makro herum.
Das liegt an Folgendem:
Nach 3 Metern (hat man im Tauchkurs gelernt) ist die erste Farbe (Rot) komplett
absorbiert. Ergo sind nach 1.5 Metern die Farben weg, weil das Licht vom Blitz raus
und zurück zur Kamera muss. Als Fotograf brauchst Du in der Regel alle Farben.
Um ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen,
empfehle ich folgenden Artikel aus unserem Archiv:
Du solltest Dir also ein richtiges Weitwinkel oder ein richtiges Makro kaufen und die
Finger von Zooms lassen. Wenn Du mit dem Makro allerdings Objekte in 4-5 Metern
fotografieren willst kommt in der Regel unter Wasser nur Müll dabei heraus. Ein
bestimmtes Objektiv schütz nicht vor generellen Fehlern. Die Gründe habe ich oben
und im Artikel genannt.
Ein kleiner Nachtrag zu meinem Posting weiter oben:
Ich kann Andi nur beipflichten. Nah ran ist alles. Und zwar der Ganze Taucher, nicht nur das Zoom! Meine 3 Beispiele sollen aufzeigen, wie nah das sein kann:
Beim “Froggy” und dem 105er Makro waren es ca. 35-40cm
bem “Hochzeit” und dem 12-24mm WW waren es ca. 60cm
und beim “Where are the Fish” und dem 10,5mm Fisheye war ich ca. 1.20m vom nahesten Fisch im Schwarm weg.
Du siehst, auch das richtigste Objektiv auf dem Gehäuse muss nah ran.
Hallo,
möchte mich anschliessen, da ich auch gerade auf der Suche nach den richtigen Objektiv bin.
Habe die Olympus E 510 im BS Kinetics Gehäuse. Wäre das Zuiko 11-22 mm ein akzeptables WW ??
Und da man bereits ab 30 cm aufnehmen kann ersetzt es auch nicht das Makro??
Gruß
Herbert
seht Ihr, das is doch mal ne Aussage. Durch die Beschreibung von Alfredo ist mir meine Entscheidung schon etwas leichter gefallen. Da man sich beim ansehen des Bildes “wherearethefish” nicht wirklich vorstellen kann in welchem Abstand die Aufnahme gemacht wurde. Als Frischling denke ich mir, das waren mindestens 2m.
@Andi, Mit dem Licht und der Aussage “hat man im Tauchkurs gelernt” hast du recht. Nur wenn ich in einer geringen Tiefe von ca. 2m ohne Blitz ein Foto mache, kann ich ohne all zu starken Farbverlust ein Foto aus einer Entfernung von 3m schießen. Oder?
Da mir also die Erfahrung fehlt, kann ich solche abstände nicht wirklich nachvollziehen. Ich musste mit meinem Kit Objektiv mindestens einen abstand von 30 cm einhalten um ein Foto zu schiessen. Sonst wirds nix.
Nehmt mir bitte die Aussage nicht krumm. Das angefügte Bild ist aus einer Entfernung von ca 2m.
MfG
seht Ihr, das is doch mal ne Aussage. Durch die Beschreibung von Alfredo ist mir meine Entscheidung schon etwas leichter gefallen. Da man sich beim ansehen des Bildes “wherearethefish” nicht wirklich vorstellen kann in welchem Abstand die Aufnahme gemacht wurde. Als Frischling denke ich mir, das waren mindestens 2m.
@Andi, Mit dem Licht und der Aussage “hat man im Tauchkurs gelernt” hast du recht. Nur wenn ich in einer geringen Tiefe von ca. 2m ohne Blitz ein Foto mache, kann ich ohne all zu starken Farbverlust ein Foto aus einer Entfernung von 3m schießen. Oder?
Da mir also die Erfahrung fehlt, kann ich solche abstände nicht wirklich nachvollziehen. Ich musste mit meinem Kit Objektiv mindestens einen abstand von 30 cm einhalten um ein Foto zu schiessen. Sonst wirds nix.
Nehmt mir bitte die Aussage nicht krumm. Das angefügte Bild ist aus einer Entfernung von ca 2m.
MfG
Th
Hallo Thomas
Zum Bild “Where are the fish” ist zu sagen, dass ein Fiseye wie gesagt, eben 180° Aufnahmewinkel bietet, was beachtlich viel ist. Somit ist alles vor der Linse halbkugelförmig auf dem Bild verdichtet. Dies macht es schwierig, zu erkennen, wie weit weg man war und wie gross das Abgebildete ist.
Bei über Wasser-Aufnahmen kann man diese Verzeichnung mit entsprechender Software (Photosop CS oder Nikon Capture NX o.ä.) wieder auflösen und panoramaähnliche Bilder erzielen. Geht am besten mit Landschaften, wie dir meine beiden Bilder (ein und dasselbe Foto) unten zeigen, wobei das entzerrte Bild noch zusätzlich in HDR Tonemapping mit hohem Kontrastumfang umgesetzt wurde, was natürlich die Wirkung enorm verstärkt.
Fisheye ist für mich der ultra-mega-WW, den ich gerne zur UW-Landschaftsfotografie einsetze oder für Wracks, Schwärme etc. Ist nicht so doll bei Tauchern die gross im Bild sein sollten, da die Proportionen extrem verzeichnen. Siehe hierzu das neue UW-Bild “Fächerkoralle und Taucher”, das mit dem 10.5 er Fisheye gemacht wurde.
Deine Beilbauchfische finde ich eigentlich recht sauber getroffen. Und erst noch mit einem Standard-Kit Glas. Distanz 2 Meter kann schon gehen, wenn die Tiefe und die Klarheit des Wassers stimmen. Als Tipp, der Klassiker: Etwas tiefer gehen mit der Cam, und leicht nach oben fotografieren, dann ist auch eventuell noch etwas blaues Wasser mit drauf und, ev. runter auf 100 - 200 ISO Empfindlichkeit, im Flachwasser sowieso!
@Andi, Mit dem Licht und der Aussage “hat man im Tauchkurs gelernt” hast du recht. Nur wenn ich in einer geringen Tiefe von ca. 2m ohne Blitz ein Foto mache, kann ich ohne all zu starken Farbverlust ein Foto aus einer Entfernung von 3m schießen. Oder?
Fast korrekt! Du hast immer eine Strecke von 3 Metern. Wenn Du in 2 Meter tiefe biste,
dann darfst Du noch maximal 1 Meter entfernt vom Fisch/Motiv sein. Im PADI Buch ist
dazu auch eine gute Illustration.
Hallo Andi,
du hast ja recht aber die Aufnahme, wie auch schon Alfredo gesagt hat, ist doch ganz passabel. Oder?
Dies ist doch ein Thema von Theorie und Praxis. Klar um so näher um so besser. Manchmal ist jedoch der Zeitpunkt des schnell reagieren´s sonst wech....
Da seit Ihr doch auch meiner Meinung oder?
So wies aussieht denke ich ein FE ist doch die Wahl. Ein Macro würde mir zwar auch gefallen aber…
Wie macht Ihr das im Urlaub oder bei sonstigen Exkursionen? Ich kenns nur so, “Geht man auf ein Boot sagt der Guide da rein, da rum und da wieder raus. Jala”
Nur letztes Jahr war ich mit ner Gruppe unterwegs, da hatten wir UW etwas mehr Zeit..
Ich finde das immer ziemlich doof. Aber gut.. Für ein Macro braucht man etwas mehr Zeit um die Richtigen Objekte zu finden. Oder?
Hallo Thomas,
wer die Wal hat, hat die Qual!! Egal was Du fotografierst, Macro oder WW oder FE, Du brauchst immer Zeit. Bei begleiteten Tauchgängen mußt Du halt den Tauchguide drauf Aufmerksam machen, daß Du mehr Zeit benötigst. Bei mir hat es fast immer funktioniert. Einerseits hatte ich immer Glück bei meinen Buddies und andererseits konnte ich alleine einen Tauchgang machen.
Beim fotografieren halt ich mich immer an folgenden Satz: In der Ruhe liegt die Kraft
Meiner Meinung nach brauchst Du beide Objektive. Mit einem alleine kommst Du nicht wirklich weit. Aber ich würde an Deiner Stelle mit einem WW anfangen. Ich glaub als Anfänger hast Du mehr Freude an einem WW als einem FE. Ich fotografier mehr mit meinem 17-40 als mit meinem FE. Du hast mehr Möglichkeiten und ist am Anfang mit Sicherheit auch einfacher. Aber das ist Ansichtssache.
Zum Thema Macro nochmal. Du brauchst nicht viel mehr Zeit als bei einem WW-Bild. Letztes Jahr hatte ich ein schönes Macro-Bild geschossen. Das ganze dauerte vielleicht 2Minuten (Andi&Sylvie;mußten leider so lange warten ) Siehe Bild unten.
Also, über kurz oder lang brauchst Du beide. Ich hatte als erstens ein WW, dann ein Macro und danach hab ich mir damals das Tokina FE geholt.
Ich hoffe ich konnte Dir ein bißchen weiter helfen.