Hallo Freunde, ich möchte mit Euch mal über die neuesten Erkenntnisse aus der Objektivstöberkiste diskutieren.
Grundsätzlich habe ich meine Meinung zu den Megazooms oder Standardzooms zwar mal im Artikel mit dem Namen
zum Besten gegeben. Das bleibt weiterhin bestehen, aber die Ausnahme bestätigt ja bekanntlich die Regel.
So erfuhr ich während der Boot-Messe, vom Gewinner des letzten SanDisk Red Sea Wettebewerbes, das er
sehr gerne das SIGMA 17-70mm F2,8-4,5 DC Asp. IF Makro an seiner 5D im Hugyfot mit einem Fisheye
Dome und 40mm Zwischenring betreibt.
Diverse Parameter, wie eine Nahgrenze von nur 20 cm, ein maximaler
Bildwinkel von 72,4° und Innenfokussierung machen diese Linse zu
einem wirklichen Allrounder und Traum für U/W-Fotografen.
Beim Einzoomen stösst man sogar in die Makrowelt vor
und ein Abbildungsmaßstab von 1:2,3 wird möglich. Der
Strassenpreis liegt derzeit bei 321 € und dies lädt doch
wirklich zum ausprobieren ein, oder?
Ich überlege es auf der Safari gegen das 17-40mm / 4.0L
(Original von Canon) antreten zu lassen.
klingt nicht schlecht. allerdings weiß ich nicht, ob dir das was bringt, wenn du ohnehin schon das 17-40 hast. Das 17-40 ist ein hammerteil, mit dem das Sigma sicher nicht mitkommt. die extra 30 bis 70mm sind natürlich ein Argument. Aber Andi ... du machst doch eh nie Makro
Frag doch mal SIGMA ob sie der Digideep Rotmeer-Tour eins für Testzwecke leihen
Ich nutze das Sigma 17-70mm seit einiger Zeit an meiner EOS 400d.
Überwasser ist das Objektiv (fast) unschlagbar: sehr scharf, leicht, günstig und mit dem perfekten Brennweitenbereich.
Für den Unterwassereinsatz ist es immer noch ein sehr gutes Objektiv, allerdings hat es sehr lange gedauert, bis ich die Randunschärfen in den Griff bekommen habe. Ich habe verschiede Diopter, Extensionringe und Domeskombinationen probiert und bin letzlich beim Athena-Dome mit Extensionring und +2 Diopter gelandet. Jetzt sind auch die Ränder scharf.
@Andi: Das Objektiv ist doch eigentlich nur für Crop-Kameras geeignet (was das DC im Namen aussagt). An einer Vollformatkamera wie der 5d müssten doch scharze Ränder zu sehen sein, oder?
@Andi: Das Objektiv ist doch eigentlich nur für Crop-Kameras geeignet (was das DC im Namen aussagt). An einer Vollformatkamera wie der 5d müssten doch scharze Ränder zu sehen sein, oder?
Hallo Kim,
das habe ich doch glatt überlesen, Zitat:
Wenn Objektive der DC-Serie an 35mm SLR Kameras oder
Digital-Kameras, deren Bildsensoren größer als das APS-C Format
sind, eingesetzt werden, treten Vignettierungen im Bild auf.
Es stimmt mich zugleich positiv und negativ. Auf der einen
Seite könnte der Bildwinkel an einer Vollformatkamera noch
besser (= mehr Weitwinkel) ausfallen, andererseits muss
man schauen wie stark die Vignettierung unter Wasser
hinter einem Dome auftritt.
A pros pros Dome: Welchen von Hugyfot hattest Du denn vor dem
Athena-Dome benutzt und welchen Zwischenring benutzt Du jetzt?
Wir könnten dazu hier mal ein wenig rechnen und die jeweils perfekte
Postitionierung theoretisch ermitteln. Ich habe alle nötigen Daten dazu
von Sigma, Athena und Hugyfot. Es sollte evtl. auch eine Lösung ohne
Diopter mit beiden Domes möglich sein.
ich habe mir den Athena OPD-F170V (optischer Glasport) eigentlich für das Tokina 10-17mm gekauft.
Glücklicherweise ist das Sigma 17-70mm zusammen mit einem 50mm Extensionring,
dem Hugy Adapter für Sea&Sea;Ports und einen +2 Diopter damit “scharf geworden”.
Vorher hatte ich es mit dem Hugy Mini-Dome versucht.
Für den Hugy benötigt man mindestens einen 50mm Extension-Ring, da das Objektiv sonst am 70mm-Ende am Dome kratzt.
Wenn der Extensionring länger als 50mm ist fotografiert man am 17mm-Ende die Sonnenblende mit.
Der 50mm Extensionring ist also rein von den Ausmaßen des Objektivs im Mini-Dome die richtige Länge.
Nur sind dann eben die Ecken unscharf.
Die Unschärfe hinter dem Hugy Mini-Dome habe ich auch mit versch. Dioptern nicht weg bekommen (+2,+3,+4,+10 ).
ich habe mir den Athena OPD-F170V (optischer Glasport) eigentlich für das Tokina 10-17mm gekauft.
Glücklicherweise ist das Sigma 17-70mm zusammen mit einem 50mm Extensionring,
dem Hugy Adapter für Sea&Sea;Ports und einen +2 Diopter damit “scharf geworden”.
OK,.. das ist ja schon mal eine ganze Menge.
Denn es sind 2cm (für Portadapter) + 5cm Zwischenring.
= 7cm an Zwischenringen.
kim - 23 June 2008 06:29 PM
Vorher hatte ich es mit dem Hugy Mini-Dome versucht.
Tja, der scheidet wegen physischen Begrenzungen (wie Du schriebst) sowieso aus,
deswegen ist der Diopter egal. Du liegst halt immer daneben. Mehr dazu gleich noch
im rechnerischen Vergleich der Domes.
—nun geht es los—
Theoretisch muss der Radius eines Domes immer genau auf der
optischen Eintrittspupille vom Objektiv sitzen. Dann gibt es auch
keine Randunschärfen oder anderen Fehler.
Zwei weitere Faktoren, die das limitieren und manchmal unmöglich
machen, wenn der Dome zu klein oder das Kreissegment zu früh
abgeschnitten sind hast Du in Deinem Beispiel genannt:
1. Darf nicht vorne, von Innen an das Glas stossen
2. Darf keine schwarzen Ecken im Bild machen
Deswegen gilt prizipiell erst einmal:
JE GRÖSSER DER DOME(RADIUS) DESTO BESSER DIE ABBILDUNG !
Trotzdem bleiben kleine Domeports praktisch und für das
Reisegepäck, sowie das Handling im Wasser erstrebenswert.
Manchmal geht das aber eben leider beim besten Willen nicht.
Die Illustration auf Wikipedia zum Kreissegment verdeutlicht
ebenfalls einen weiteren wichtigen Aspekt beim Vergleich der
einzelnen Domeports: Zwei Domes die einen Durchmesser von
ca. 18 cm haben können einen völlig unterschiedlichen Radius
besitzen, je nachdem ob es eine volle Halbkugel ist oder nicht.
In der Illustration auf Wikipedia stellt sich dann die Frage, ob
ihr beim oft diskutierten Dome-Durchmesser, die Strecke s
oder die Strecke 2 * r gemessen habt. Denn nur bei einer
vollen Halbkugel wäre es ein echter geometischer Durchmesser,
sonst spricht man von einer Kreissehne.
Der Original Fisheye Dome von Hugyfot ist eine volle Habkugel
mit 178mm Durchmesser. Deshalb beträgt der Radius dort 89mm.
Man muss eben einfach nur durch 2 teilen und hat ein Ergebnis.
Beim kleinen Hugyfot-Dome und dem Athena Dome ist das anders.
Dort muss man nach der Formel für das Kreissegment gehen und
kommt auf folgende Werte:
Athena OPD-F170V = 86mm
Kleiner Hugyfot Dome = (gerade keinen zur Hand, Ich ergänze das später)
Jetzt zum Objektiv. Beim Sigma liegt die Pupille je
nachdem ob es im vollem Tele- oder Weitwinkel ist bei:
96.7 mm @ 17mm Brennweite (Weitwinkel)
61.8 mm @ 70mm Brennweite (Tele)
Die Pupille bewegt sich beim Zoomen also um 35mm!
Damit bekommt man fast immer irgendwie Fehler rein.
Ich würde jedoch auf die 96.7mm optimieren, da die
maximale Weitwinkelstellung am unverzeilichsten ist.
Summa-summarum würde ich deswegen mal vermuten,
dass Du mit einem 2cm Zwischenring + Deinem Adapter
den Athena-Dome ohne Diopter nutzen könntest.
ich habe gerade mal die 400d mit dem Objektiv ins Hugy eingebaut und das Objektiv auf 70mm gestellt.
Dann habe ich den Athena Dome samt Adapter davor gehalten und die Kamera soweit vorgeschoben,
bis das Objektiv den Dome von innen berührt hat.
Der Abstand, der dann noch zwischen Gehäuse und Portadapter war, war ca. 40-45 mm groß.
Daher wird ein 20mm Extensionring wohl nicht reichen. Da werde ich wohl oder übel bei meinem +2 Diopter bleiben müssen.
Ich habe übrigens das Objektiv in der Version ohne HSM-Motor. Macht das einen Unterschied, oder sind beide Versionen gleich groß?
Irgendwie ist der “Allzweckwaffe”-Aspekt des Objektivs in der bisherigen Konversation zu kurz gekommen:
Weitwinkel und Portrait sehe ich als die beiden Einsatzgebiete des Objektivs. Makro weniger, da die Vergrößerung von 1:2,3 ja gerade erst der Anfang von Makro ist
Hier mal zwei Beispiele mit dem Objektiv. (beide nicht beschnitten)
danke für Zeit mit dem Ausprobieren und den Bildbeispielen.
Das ist echt toll (vor allem die Bilder). Ich bin jetzt ganz kurz
davor es selber an einer EOS 5D auszuprobieren.
Eventuell sind die Unterschiede von der Neuen zur alten
Version doch sehr drastisch. Vor allem im Bezug auf die
maximale Baulänge, die es beim Zoomen entfaltet. Ich suche
noch jemand, der mir Infos geben kann wie lang das Objektiv
wird, wenn man auf 70mm zoomt.
@Kim: Wie lang ist es bei der alten Version ohne HSM?
ich bin schon auf die Ergebnisse gespannt, aber bin von
der Grundidee nicht so überzeugt. Man gibt doch gerade
die “Fähigkeiten” einer D-SLR damit ab. Für mich ist
das nichts halbes und nichts ganzes, denn in 17mm Stellung
brauchste nen Mini- oder FE-Dome. Ab 50mm eigentlich
nen Flatport ...
Arturro war so nett sich per EMail zurück zu melden.
Er hat genau wie ich eine 40D + 5D im Hugyfot. Ich habe da
anscheinend etwas falsch im Kopf behalten, denn er scheint
das 17-70mm nur an der 40D zu nehmen.
Hier das Zitat von Ihm…
Hallo Andi,
das Sigma 17-70 ist mit der 5D NICHT VERWENDBAR. Es vignettiert grundsätzlich, egal bei welcher Zoomeinstellung, da der Linsendurchmesser für das digitale kleine Format ausgelegt ist An der 5D wäre das einzige entsprechende Objektiv das Canon EF 24-105 L f:4 (funktioniert bestens unter Wasser mit einer 3 Nahlinse). Eine andere Möglichkeit ist natürlich folgende: Sigma 17-70 mit 1,5x Teleconverter: ca. 1 Blende Verlust, aber es geht einwandfrei.
Ich werde gerne im Forum mitmachen, jedoch sobald ich etwas Zeit dafür finde. Damit sieht es im Moment sehr knapp aus.
Herzliche Grüsse,
Arthur (http://www.artefotosub.com)
ich habe mich gerade darüber aufklären lassen, dass die neue Version des Objektivs mit HSM nur für Nikon verfügbar ist. D.h. für Canon gibt es nach wie vor nur eine Version.
also zum 17-70 kann ich - frisch von bali zurück - ebenso erfahrungswerte zum besten geben.
ich habe dieses objektiv benutzt und komplett hinterm macro-flat-port betrieben. wie der adrian schon sagt, das problem liegt darin, dass ich von 17 bis ca. 28mm eigentlich nen dome bräuchte, danach aber nen flatport. da ich das objektiv aber nicht für ww-aufnahmen, sondern lediglich für porträts und macro-beginner-fotos einsetzen wollte, war mir die vignettierung völlig wurscht. für ww hatte ich ja auch mein 10-20mm dabei, was einfach brilliante bilder liefert….
da ich nicht über einen passenden zoomring verfüge, wurde mittels blasenfolie und dem zoomring für’s 10-20mm ein passender gefertigt, der auch gut funktionierte.
das handling uw und die abbildungsleistung der linse sind einfach sehr gut und durch die wahlmöglichkeit bis hin zur leichten telebrennweite, vielfältig einsetzbar. besonders wird der anwender den geringen motiv-mindestabstand schätzen, da somit wenig brillianz der farben verloren geht. lediglich der lange port war etwas zu lang. mit einem standard-flatport und zwr’en sollte es dann aber auch reichen ...
bilder kann ich erst demnächst präsentieren, bin gerade erst bei der sichtung des gesamten materials.
ich bin auch grade auf der Suche nach einem neuen Standardobjektiv, was allerdings eher den Schwerpunkt auf “normaler” Fotografie hat und nicht unbedingt unter Wasser.
Meine Überlegungen gingen auch zum 17-70 Sigma hin, aber das 17-85 von Canon ist auch nicht schlecht. Das Sigma bietet ein wenig bessere Blende und das Canon dafür mehr Brennweite und einen IS (obwohl ich bezweifle, dass der wirklich was bringt).