ich möchte hiermit mal eine kleine Umfrage starten: Wer von Euch hat ein Unterwassergehäuse für eine Videokamera (oder filmende DSLR) und Zugriff auf den manuellen Weißabgleich? Schreibt doch mal welche Kamera und welches Gehäuse ihr benutzt und wie zuverlässig der manuelle Weißabgleich funktioniert, ob es schnell geht oder wie Ihr es Euch (besser realisiert) von einem Gehäusehersteller wünschen würdet.
Ziel ist es den Anbietern ein bisschen Futter zu geben, wie man es richtig macht, bzw. machen könnte. Für Einige die gerade kurz davor stehen eine Kamera und Gehäuse zu kaufen, mag dies evtl. auch den entscheidenden Ausschlag geben, sich für eine bestimmte Kombination zu entscheiden.
Ich selber kann zum Beispiel berichten, dass die Weißabgleich-Prozedur mit einer Canon Legria S10 recht flott geht, im Vergleich zu einer Sony XR500. Das bedeutet für mich schon Bedienkomfort und entspannteres Filmen unter Wasser.
ich nutze Canon´s HV20 im Ikelite-Gehäuse. Der Weißabgleich funktioniert dort äußerst zuverlässig mit sehr guten Ergebnissen.
Für die Bedienung des Weißabgleichs muss ich zwangsläufig ins Menü - allerdings hat das Menü eine Art Memory-Funktion. Wenn ich es im WB-Modus verlasse, wird dieser auch bei einmaligen Druck des Menü-Knopfes sofort wieder aufgerufen.
Im Gehäuse lässt sich das genauso schnell erledigen, wie ohne Gehäuse. Man nutzt einen Hebel-Knopf des Gehäuses, den man zweimal betätigen muss (1x zum Anwählen und 1x zum Auslösen).
Der Weißabgleich ist zwar in etwa 5sec gemacht - allerdings muss ich das Gehäuse dazu mit einer Hand halten und den Winkel leicht verändern, um den Hebelknopf beobachten zu können. Blind ist das eigentlich kaum zu machen…
... und genau das wäre meine Wunschvorstellung: Ein Knopf - drücken - WB fertig!
Ich denke jedoch, in erster Linie ist das ein Problem der Kamerahersteller. Hier müsste (wie teilweise in der semiprofessionellen Klasse) ein außenliegender custom-WB-Knopf an den Kameras angebracht sein.
Gegenfrage:
Wie funktioniert dass denn bei der 5D (sehr-interessiert-bin)?
Wie funktioniert dass denn bei der 5D (sehr-interessiert-bin)?
Gegenfrage: Meinst Du die Canon 5D oder Canon 5D Mk II ? Zum Filmen kommt ja eigentlich nur die Mk II in Frage, aber bei beiden Kameras ist die Prozedur identisch. ...und in der Tat kann man dort von einer Prozedur sprechen, denn was für das Fotografieren (dort hat man i. d. R. Zeit) erweiterte Möglichkeiten bietet, ist beim Filmen ein wenig umständlich.
Es läuft so ab: Du fotografierst ein Bild bei dem eine Weiße Fläche im Zentrum dominieren sollte. Dann gehst Du in das Menü und sagst manuellen Weißabgleich zuweisen. Die Kamera fragt Dich dann, “Welches der Bilder auf der Speicherkarte ist das Referenzbild für den Weißabgleich?”. Mit dem SET-Knopf sagst Du Ihr “dieses” und bestätigst damit noch mal. Sofern Du nicht bereits den manuellen Weißabgleich gewählt hast, kommt ein Fenster mit einem Hinweis, dass man nun noch den manuellen Weißabgleich einstellen sollte. Wenn man die Kamera bereits vorher einmal auf MWB gestellt hatte, entfällt der letzte Schritt.
Args… sowas hatte ich befürchtet.
Irgendwie hatte ich die Hoffnung zukünftig nur noch ein “Gerät” für Foto und Film auch unter der Oberfläche nutzen zu können. Es gibt also quasi keine Möglichkeit einen Weißabgleich wie bei einer Videokamera durchzuführen, bzw. die Funktion “WB” ist als solche gar nicht vorhanden. Hmpf…
Die ganze Prozedur ist aber auch im Gehäuse (Hugyfot) durchführbar? Also es besteht wenigstens die Möglichkeit eines manuellen Weißabgleichs unter Wasser… kann ich also auch Bilder auf der Karte lassen, die ich z.B. am Vortag in einer bestimmten Tiefe gemacht habe und diese dann wieder gewissermaßen als Preset nutzen?
Wie sehen denn die Ergebnisse aus? Bist Du damit zufrieden?
Die ganze Prozedur ist aber auch im Gehäuse (Hugyfot) durchführbar?
Ich kenne kein Unterwassergehäuse (Hugyfot eingeschlossen) für die EOS 5D Mk II, welche diese Funktion unterschlagen würde. Für alles Weitere würde ich Dich bitten in der (langen) Diskussion zur 5D Mk II nachzufragen, damit dieser Beitrag hier nicht vom Thema abdriftet.
Hallo,
ich habe ebenfalls die 5D MK II aber im Ikelite Gehäuse. Wie Andi schon geschrieben hat, ist die Prozedur leider umständlich und verbesserungswürdig (extra Knopf an der Kamera wäre wünschenswert). Was man allerdings machen kann, ist den MWB im MyMenü als ersten Eintrag hinzuzufügen. Wenn man mit einem Fisheye unterwegs ist, dann lohnt es sich den WB gegen Sand oder weiße Flossen (ich bin echt schon am überlegen mir die Teile zu besorgen) zu machen. Die Padi Karte ist leider zu klein und man liegt öfter daneben.
Hier ein BeispielVideo (alle Szenen mit Fisheye und ohne Beleuchtung sind mit Magic Filter und MWB)... http://www.vimeo.com/7966250
Man. Weissabgleich ist für mich ein absolutes Muss!
Mein Setup: Bluefin Pro mit einer Sony HC9.
Der WA geht hier wirklich sehr einfach über den Touchscreen und funktioniert wirklich sehr gut.
Dafür benutze ich ein Stück weissen Kunststoff, den ich aus einer Haushaltsreinigerflasche ausgeschnitten habe (der “Tip” dafür kam übrigens hier aus dem Forum).
Künftig wäre eine “One-Touch” Lösung schon cool ... und wenn ich die Zeichen richtig verstanden habe, gibt es (zumindest bei Light & Motion) inzwischen diese Lösung.
Da ich mir kürzlich auch die CX505 zugelegt habe, bin ich ernsthaft am überlegen, mein Bluefin Pro auch für diese Cam anzupassen - und da funktioniert die “One-Touch” Lösung.
Wann benutzt ihr denn den man. WB und wann die Automatik. Ich habe jetzt mal versuchsweise am Roten Meer auch mal bei einigen Tauchgängen die Automatik dringelassen und das Ergebnis (XR500) war teilweise recht pasabel. Auf der anderen Seite hatte ich im Süsswasser bis jetzt nicht vergleichbare Ergebnisse. Eure Erfahrungen?
- die Automatik verwende ich wenn der Camcorder keinen manuellen WA mehr machen kann
- oder wenn ich am Monitor sehe, dass das Bild rauscht
Makroaufnahmen mit Licht oder ohne Licht neuerdings immer mit mWA
Im Süßwasser nehme ich den Rotfilter und mWA.
Bei dem klaren Wasser des Grünen Sees ist der Rotfilter super.
Bei anderen, wie Traunfluss, mit trüben Wasser und wenig Licht blieb ich auf Automatik.
Dann musste ich aber in der Postpro die Farben hinbiegen. Das war noch beim StingrayHD ohne mWA.
Im Video Fernstein See ist ein Mix aus aWA nd mWA. Man kann das erkennen.
Wann benutzt ihr denn den man. WB und wann die Automatik.
Alex hat es meiner Meinung nach ganz gut beantwortet. Wenn die Kamera (meistens so ab 18 Metern) den MWA durch den Farbfilter verweigert, sollte man lieber wieder auf Automatik schalten. Es ist dann schlichtweg sehr dunkel und die Kameras können wegen dem Weißableich-Parameter am Anschlag leicht Farbrauschen in das Bild produzieren.
Haie auf 30m sind so ein Beispiel und da die sowieso grau auf blau sind, ist dort der Automatik-Weißabgleich voll OK.
Anderes Beispiel: wenn Du einen Sonnenball oder etwas Sonne im Bild hast sorgt das mit Filter oder MWA für einen Rotstich in den Aufnahmen oder ggf. einen roten Saum um die Sonne. Auch dort sollte man auf Automatik zurück schalten.
In allen anderen Situtation empfehle ich regelmäßig Weißabgleich zu machen.
Würde sich das Rauschen verbessern/verringern wenn man an bestimmten Einstellungen was ändert?
Ich bin kein Fotograf, aber wäre das dann die Blende u.a.?
Würde sich das Rauschen verbessern/verringern wenn man an bestimmten Einstellungen was ändert?
Ja, um möglichst “rauscharm” in der Tiefe zu filmen empfehle ich:
1. Automatischen Weißabgleich einstellen
2. Shutter auf 1/25 oder 1/50 stellen, wenn möglich
3. Automatische Belichtungskorrektur auf -2 oder -4
Die Automatische Belichtungskorrektur beeinflusst dann indirekt den Gain und die Iris/Blende.
Bei den meisten Modellen maßgeblich die Iris/Blende. Der Kamera zu “erlauben” dunklere Bilder
zu machen hat den Umkehrschluss, dass der Gain (Bildrauschen) nicht so hoch gehen muss.