Ich stand letztens auch vor diesem problem oder besser ich stecke mittendrin. Ich filme als TL seit 4 Jahren unter Wasser und mache nun dreimal die Woche eine Schnorcheltour mit sehr kleinen Gruppen. Diese Tour zu filmen war etwas ganz neues und wegen der Wellen in denen man liegt eine neue Herausforderung.
Du machst die gleichen Sachen, die wahrscheinlich alle am Anfang machen. Du filmst, wie Du schaust. Das wird aber nix. Du musst auf den Bildschirm schauen und lernen, die Kamera so zu führen, wie Du Dir einen schönen Film vorstellst. Das kostet etwas Übung, macht aber tierischen Spaß.
Die vorherigen Profitipps sind sehr gut, gehen aber denke ich, nicht ganz an Deine Adresse. Was Du möchtest, ist ansehbare Videos filmen, die Du zuhause mal zeigen kannst. Dir geht es dabei nicht um große Videokunst. Eine Rahmenhandlung dürfte aber auch für Dich sehr interessant sein. Film doch z.b. wie ihr an Bord gehet, die Bootsfahrt, den Einstieg ins Wasser, dann die UW-Aufnahmen, Ausstieg, Mittagessen…
Die Kamera nicht wie wild hin und herschwenken. Wie gesagt, das ist Filmen, wie man schaut. Halte die Kamera ruhig und mach nur gaaaaaanz laaaaaangsame Schwenks. Du denkst,das war zu langsam, schau es Dir an, Eu wirst sehen, was Du beim Filmen als langsam empfindest, ist oftmals noch immer zu schnell.
Ich finde, dass die Wellenbewegung dem Film keinen Abbruch tut. Es ist schliesslich ein Schnorchelfilm und kein Tauchfilm. Meinen Gästen macht das auch nichts aus.
Wenn Du filmst, am besten Füße still halten. Schau in welche Richtung eine eventuelle Strömung geht und plan entsprechend Deine Körperhaltung. Leg Dich gegen die Strömung, dann kannst Du durch vorsichtige Flossenbewegungen (sehr weiche flossen sind hier angebracht) gegensteuern. Liegst Du in der Strömung, treibst Du unausweichlich Auf das Objekt zu, fängst an Dich dagegen zu wehren.. die Folge ist: es wackelt. Die Kamera sieht jeden Wackler gnadenlos und sie verzeiht nicht! Willst Du das Riff von der Seite Filmen oder am Riff entlang filmen, dann leg Dich in die Strömung und lass Dich von ihr treiben.
Ganz wichtig ist es, sich seine Aufnahmen immer wieder anzuschauen und dabei zu überlegen, ob einem das gefällt und was man dabei hätte besser machen können. Wenn man keinen Mentor hat, der einem das Filmen beibringt, dass ist das ein langer, sehr spannender Prozess, der aber viel Selbstkritik verlangt. Ich fand und finde es auch immer sehr hilfreich mir Filme von anderen anzuschauen. Wennman ganz genau hinschaut, dann lernt man dabei auch sehr viel.
So, mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein. Wenn Du Fragen hast, dann stellen. Hier werden Sie geholfen ;o)