Erst einmal einen Gruß in die Runde (bin neu hier)!
Ich habe zur Zeit eine uralte Sony mit UW-Gehäuse, welche natürlich auch nur mittelmäßige Bilder liefert (4 MPix).
Morgen kommt das UW-Gehäuse für meine Canon G12.
Wahrscheinlich werde ich in naher Zukunft doch auf DSLR und Gehäuse schwenken, da die Möglichkeiten einfach größer sind.
Überwasser fotografiere ich analog mit Leica M und digital mit G12 und 1DsII.
Unterwasser dachte ich nun mit einer noch sinnvollen Canon-DSLR und einem Hugyfot einzusteigen.
Da das Gehäuse der kostenintensive Part ist (inkl. Ports), will ich aber nicht in ein zu kleines System einsteigen.
Überwasser würde ich mit einer Canon 40D noch gute Fotos erwarten. 3-stellige Canons hatte ich bisher nicht und daher damit auch keine Erfahrungen.
Was ist im Wasser als sinnvolle Auflösung (bzw. Kameramodell) noch sinnvoll?
cu Tom
Hier mal ein pic von mir mit der alten Sony in der Ostsee:
Hallo Tom,
ich würde die Auflösung des Sensors nicht als Kriterium ansetzen. Die Bildqualität einer Nikon D700 oder Canon 5D (je 12 MP) ist genau so gut wie die einer 5DMk2 mit doppelt so großer Auflösung (Schaden tut,s aber auch nicht ). Wichtig für mich ist neben der Bildqualität ein sehr gutes ISO-Handling und auf jeden Fall die einfache und schnelle Bedienung der Kamera. Die getrennte Einstellung per Drehrad von Blende und Belichtungszeit ist für mich Grundvoraussetzung.
Ich geh mal davon aus, dass reichlich Objektive zur 1DsII da sind und weiter genutzt werden sollen. Deshalb empfehle ich die Canon 7D im Hugy- oder auch im Nauticamgehäuse. Ich benutze selbst eine 5DMk2, würde heute aber eher zur 7D greifen., weil die Vorteile unter Wasser (Makro besser, einfacheres Handling im Weitwinkelbereich mit Dom-Ports) doch überwiegen.
Ist Nikon auch möglich, dann würde ich mir die D7000 genau anschauen.
Grüße Jörg
@EDIT
Ich sehe gerade erfreut, dass Digideep offensichtlich wieder mit Bildern umgehen kann.
Hallo Tom,
klar ist alles eine Frage des Geldes.
Die G12 ist eine sehr gute Kamera, aber wenn Du später Deine Bilder mit den Bildern einer Spiegelreflex-Kamera vergleichst, wirst Du schwer enttäuscht sein. Und ein gutes Gehäuse + Ports für die G12 ist auch teuer. Von dem originalen Canon Gehäuse würde ich Abstand nehmen, man kann wohl nicht alles darüber bedienen.
Deshalb würde ich auf jeden Fall mit einer DSLR anfangen aber kleine Brötchen backen.
Die Kameras Canon 450,500,550 haben fast alle dieselbe Abmessung. Wenn nicht neu, sollte es bestimmt möglich sein, da ein gebrauchtes Gehäuse zu bekommen.
VG Tino
Aber ganz ehrlich, bei 40 Meter hätte ich mit so einem Plastikteil Bauchweh.
Die Kamera kostet ja auch ein paar Euro.
Zumal die Portauswahl auch nicht so einfach ist.
Interessant zu hören, dass die Fotos doch so unterschiedlich sein sollen (DSLR - G12).
Noch habe ich die Möglichkeit, das Gehäuse unbenutzt wieder abzusenden (kostet ja auch immerhin 200 Euro).
Sehr interessant finde ich das Hugyfot-Gehäuse.
Vielleicht sollte ich wirklich gleich mit der DSLR anfangen?
Dummerweise ist man mit dem Gehäuse immer gleich auf exakt eine Kamera festgelegt.
Die Kombi Canon 550D und Hugyfot ist ja auch nicht gerade ein Schnäppchen.
Man kann alles bedienen man muss nur wissen wo.
Zusätzlich finde ich diese Diskussionen um die Blende im M-Mode zB nicht wichtig, denn warum muss ich ständig an einer Kompaktkamera die Blende verstellen. Der Bereich ist viel zu gering im beispielsweise Unschärfe in den Hintergrund zu bekommen wie beispielsweise bei der DSLR und einem Fetzenfisch vor buntem Riff.
Ich habe lange mit der G9 und dem orginal Gehäuse fotografiert und den deutlich höheren Pflegeaufwand und die 40m akzeptiert. Dafür hab ich mir auch ein paar Euros gespart !
Aus meiner Sicht ist nach wie vor das orginal Gehäuse eine absolut praktikable Alternative. Ich habe schon mehre Dritthersteller Gehäuse für die G-Serie in der Hand gehalten die in Punkten der Haptik derart schlecht waren, dass ihc mir nie so ein Gehäuse kaufen würde.
Irgendwann säuft die Kamera ab…. und warscheinlich mit einem org Gehäuse und Kunststoff sogar etwas früher aber da kann ich mir immer noch ein zweites gehäuse holen bei dem Preis.
Hallo Tom,
die G12 ist eine sehr gute Kamera und macht auch sehr gute Bilder.
Aber eine Kompaktkamera ist auf ein Objektiv festgelegt, was im Makro wie auch im Weitwinkel Ergebnisse bringen soll. Nur das funktioniert unter Wasser nicht so gut. Wenn ich im Makro was vergrößern oder im Weitwinkelbereich mehr weite raus holen will, muss man Nasslinsen davor schalten. Die bringt aber Einbußen bei der Bildqualität mit sich.
Ganz früher hatte ich mal eine Ixus + Canon-Gehäuse. Danach habe ich mir eine Canon 450 gekauft. Wie die 7D raus kam, bin ich sofort auf diese umgestiegen.
Das mit dem festlegen auf ein Modell + Gehäuse sollte man überdenken.
Canon Pakt in die 3stelligen Modell schon sehr viel Technik rein, aber leider erfolgt bei diesen jedes Jahr ein Modellwechsel. Der Vorteil bei der 450,500,550 ist wie schon erwähnt, die fast gleichen Abmessungen. Diese passen bei zumindest einem Hersteller in ein Gehäuse.
Bei den 1stelligen kommt so ca. alle 3 Jahre ein neues Modell auf dem Markt. Zur 7D bin ich auch aus diesen Gründen gewechselt. Die Doppelbelegung der Bedienung hat mich bei der 3stelligen auch ziemlich genervt. Und der Focus ist bei der 7D einmalig.
VG
Tino
Zur 7D bin ich auch aus diesen Gründen gewechselt. Die Doppelbelegung der Bedienung hat mich bei der 3stelligen auch ziemlich genervt. Und der Focus ist bei der 7D einmalig.
Martin,
ich will hier keine Glaubensfrage vom Zaun brechen.
Die G-Serie macht gute Bilder und wer damit zufrieden ist, der soll es auch bleiben.
Was ich kundtue sind nur meine Erfahrungen von mir und meinem Umfeld. Ich war vor 2 Wochen auf einer langen Safari und viele von meinen Mitreisenden hatten eine Kompakte mit Plastikgehäuse dabei. Als wir zum Safari-Ende eine kleine Bilderschau veranstalteten, war mein Eindruck, das die Leute mit den Kompaktkameras schon ziemlich baff waren.
Tom,
aber egal, es gibt hier viele Meinungen. Du hast die freie Wahl.
Noch was am Rande bemerkt, ich persönlich finde die System-Kamera wie die Sony NEX-5 auch ganz gut. Aber dazu gibt es hier im Forum andere Berichte.
Was ist im Wasser als sinnvolle Auflösung (bzw. Kameramodell) noch sinnvoll?
Ich habe jede Modellreihe bei Canon durch. Die dreistelligen Geräte sind absolute Preis-/Leisungssieger. Ein wichtiger Hinweis kam bereits - das “Umschalten” ist doch sehr hinderlich. Ich fotografiere ausschließlich manuell und das hat mich damals mit der 350D doch ziemlich genervt.
Anschließend bin ich auf die 40D umgestiegen. Eine tolle Kamera - noch immer wie ich finde - mit sehr viel Potenzial. Autofokus war super, Qualität auch. Ich war rundum zufrieden. Aus Eitelkeit bin ich dann auf die 5D Mark II umgestiegen.
...nein natürlich nicht nur aus Eitelkeit. Die 5D Mark II ist nach wie vor mein absolutes Liebling. Dynamik und Bildqualität sind einmalig und man kann mit dieser Kamera und dem entsprechenden Zubehör wirklich tolle Ergebnisse erzielen. Es ist nach wie vor eine gute Entscheidung gewesen.
7D: Sie kam, sah und siegte. Außergewöhnliche Kamera mit der ich unheimlich gerne fotografiere. Sie bringt viele tolle Features und ein außergewöhnlich rundes Konzept mit sich.
Die 7D ist bei mir Makro, die 5D Mark II Weitwinkel.
Müsste ich heute bei Null beginnen und würde meine bisherigen Empfindungen einfliessen lassen, gibt es zur 7D keine Alternative. Unter Wasser ist sie sicherlich die Vielseitigste.
Klar ist die 7D wieder ein “bisschen” teuerer als eine dreistellige, aber ich finde man muss bei seinen Analysen auch immer den Gehäusepreis in Relation zur Kamera setzen.
Das ist meine Meinung zum Thema Kamera-Modell.
Gehäusehersteller: Ich habe bisher immer Hugy gehabt und das hatte gute Gründe. Tolles Design, einmalige Features und einfach sexy. Das heisst nicht, dass die anderen Hersteller keine guten Gehäuse bauen. Da fallen mir viele Alternativen ein, aber das ist wie beim Auto. Geschmackssache.
Also, ich kenne die G-Reihe von Canon nicht, hatte zu meinen Beginnerzeiten mit Olympus C7070 fotografiert und war von der Bildqualität als solches auch überzeugt (bei Ausbelichtung auf max 30x45cm). Allerdings kam bei mir irgendwann der Punkt, dass mir das System, komplett ausgebaut mit allen nur denkbaren Möglichkeiten nicht mehr gereicht hat.
Problematisch ist halt wirklich das Objektiv. Makros sind keine “echten” Makros und wegen des kleinen Chips in diesen Kameras ist auch mit dem Schärfeverlauf nicht viel zu machen. Und die Nasslinsen jeglicher Art sind eben nur eine Alternative. Randunschärfen, Verzeichnungen sind die Folge ...
Deshalb dann der Umstieg auf DSLR.
350D im HUGY und voll zufrieden. Sicher, der Gehäusepreis ist ein Problem, denn irgendwann hatte ich Überwasser die 40D und war mit der Bedienung und den Ergebnissen der 350D nicht mehr so recht zufrieden.
Jetzt mit der 7D im Trockenen .... ich hätte sie gern auch UW ... aber der Gehäusewechsel ist mir zu kostspielig. Zumindest im Moment. Ein kleiner Trost bleibt mir: ich habe die 350D durch die 400D ersetzt. Im gleichen Gehäuse. Das ist zwar nun kein wirklicher und immenser Fortschritt, aber 9 AF-Felder machen mehr Spass ... Die 400D passt in das 350-er HUGY (leider nur die! ), allerdings mit ein paar Einschränkungen: die Bedienknöpfe der linken Reihe (Menü etc.) lassen sich nicht bedienen. Aber was ich brauche, kann ich benutzen: Blende, Verschlusszeit, ISO, AF ... quasi alles was rechts vom Display liegt. Der Rest ist durch kameraseitige Einstellungen machbar. Wer blättert schon UW die gemachten Bilder durch?
Ich glaube die generellen Fragen, die man sich bei unserem kostspieligen Hobby stellen muss, sind folgende:
Was will ich mit den Bildern anfangen?
Wie oft benutze ich das System?
Worauf bin bereit zu verzichten?
(denn das Geld ausgeben hört beim Gehäuse ja nicht auf! Ports für die verschiedenen Objektive, Blitz(e) ... )
Ich glaube, wenn man sich diese Fragen ehrlich beantwortet, klärt sich die Frage nach dem System recht schnell ...
Zumindest war das bei mir so ...
aber egal, es gibt hier viele Meinungen. Du hast die freie Wahl. Noch was am Rande bemerkt, ich persönlich finde die System-Kamera wie die Sony NEX-5 auch ganz gut. Aber dazu gibt es hier im Forum andere Berichte.
Hi Tino,... “andere Berichte” ? Meinst du damit auch Berichte, die die NEX-5 nicht so gut finden? Ich bin eigentlich ganz angetan gewesen von dem Teil. Wo hast Du denn hier gegenteilige Meinungen im Forum gelesen? Oder war das nur ein Missverständnis? Ich bin sonst mal auf den Link gespannt. Wäre nett wenn Du den posten könntest.
Martin S. - 21 June 2011 07:05 PM
Hallo Tom,
ich bin nach wie vor ein Fan der dreistelligen Canon Reihe. Im Moment die 550D !
Das würde ich auch unterschreiben, obwohl ich den Luxus habe die 5D Mark II zu besitzen. Aber wer eine Canon DSLR will, mit HD Video, sollte jetzt noch günstig die EOS 550D abgreifen (Preisvergleich). Wenn die Doppelbelegung von Blende und Zeit nervt, dann sollte man sich mal das Unterwassergehäuse von Nauticam für die 550D anschauen (Testbericht), dort ist das mega-kompfortabel umgesetzt worden, wie ich finde.
In dieser Hinsicht hat das Nauticam bei der 550D sogar gegenüber dem Hugyfot die Nase vorn. Das Nauticam EOS 550D Gehäuse gibt es übrigens inzwischen schon zum Schnäppchenpreis auf Amazon.de. Es ist also eventuell für den ein oder anderen, der auf’s Budget gucken muss durchaus eine Überlegung wert.