U/W-Videoschule #11 :: Der Transport der Filmausrüstung
In diesem Artikel geht es um den "Transport der Filmausrüstung". Soll die Kamera ins Handgepäck? Das Gehäuse in den normalen Koffer oder braucht man separate Transportboxen für die Ausrüstung? Was kann mit ins Flugzeug und was könnte bei der Abfertigung problematisch werden. Wir erklären ihnen, wie sie ihre Filmausrüstung richtig vorbereiten.
Von Detlef Randerath
Von Detlef Randerath
Die neuen Handgepäckbestimmungen
Aufgrund terroristischer Anschlagversuche auf den regulären Flugverkehr wurden die Regeln für die Mitnahme von Handgepäck bei Flügen innerhalb und außerhalb der EU, sowie in den USA grundsätzlich überarbeitet und verändert. Die größten Einschränkungen gelten aktuell für die Mitnahme von Flüssigkeiten in der Flugkabine. Diese Neuregelung betrifft jeden Fluggast, uns also auch. Für das Handgepäck selbst weichen die Regelungen von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft kaum ab.
Wer in der First- und Business Class fliegt kann zum Beispiel bei der Lufthansa zwei Handgepäckstücke mit an Bord nehmen. Bei vielen anderen Fluggesellschaften gelten andere Regelungen. Wir müssen uns also bei der Reisevorbereitung mit den Gepäckbestimmungen unserer Fluggesellschaft auseinandersetzen. Das können wir heute bequem über das Internet tun. Jede Airline betreibt heute eine mehr oder minder ausführliche Website, die Informationen zu den jeweiligen Gepäckbestimmungen enthält.
Grundsätzlich gelten die Bestimmungen, dass großes und schweres Handgepäck nicht die Abmessungen von 55x40x20 cm und ein Gewicht von 8 kg überschreiten darf. Kameras und Ferngläser darf man bei einigen Fluggesellschaften auch zusätzlich lose mit in die Kabine nehmen, aber wer möchte seine Kamera schon gerne ungeschützt mit auf die Reise nehmen?
Tipp für die Vorbereitung:
Transportieren sie ihre Filmausrüstung nicht zu offensichtlich. Auf große Markenaufkleber sollte ganz bewusst verzichtet werden, locken diese doch mögliche Gepäckdiebe nur noch mehr an!
Wer in der First- und Business Class fliegt kann zum Beispiel bei der Lufthansa zwei Handgepäckstücke mit an Bord nehmen. Bei vielen anderen Fluggesellschaften gelten andere Regelungen. Wir müssen uns also bei der Reisevorbereitung mit den Gepäckbestimmungen unserer Fluggesellschaft auseinandersetzen. Das können wir heute bequem über das Internet tun. Jede Airline betreibt heute eine mehr oder minder ausführliche Website, die Informationen zu den jeweiligen Gepäckbestimmungen enthält.
Grundsätzlich gelten die Bestimmungen, dass großes und schweres Handgepäck nicht die Abmessungen von 55x40x20 cm und ein Gewicht von 8 kg überschreiten darf. Kameras und Ferngläser darf man bei einigen Fluggesellschaften auch zusätzlich lose mit in die Kabine nehmen, aber wer möchte seine Kamera schon gerne ungeschützt mit auf die Reise nehmen?
Tipp für die Vorbereitung:
Transportieren sie ihre Filmausrüstung nicht zu offensichtlich. Auf große Markenaufkleber sollte ganz bewusst verzichtet werden, locken diese doch mögliche Gepäckdiebe nur noch mehr an!
Was packen wir wo hinein?!
Normalerweise haben wir als Sporttaucher schon unsere liebe Mühe damit, die normale Tauchausrüstung (oder zumindest die Teile der Ausrüstung, auf die wir im Ausland nicht verzichten möchten) im Rahmen der normalen Gepäckbestimmungen unterzubringen. Wer über einen der vielen Reiseanbieter für Sporttaucher seinen Urlaub bucht, kommt normalerweise in den Genuss, zusätzliches Gepäck für die Tauchausrüstung aufgeben zu dürfen. Hier variieren die zur Verfügung stehenden Gewichtsangaben von zwanzig bis dreißig Kilogramm je nach Veranstalter und Fluglinie. Das reicht in der Regel für das normale Reisegepäck, mit einem Standardgewicht von 20 Kilogramm und den zusätzlichen 30 Kilogramm für die Tauchausrüstung. Dazu kommen dann noch mal 8 kg für das Handgepäck, das wir mit in die Kabine des Flugzeugs mitnehmen. Alles in allem also bis zu 58 kg Gesamtgewicht, das wir bei einem "normalen" Tauchurlaub regulär mit uns führen dürfen.
Das ist schon eine ganze Menge Gewicht und wenn wir jetzt unsere Filmausrüstung richtig verteilen und sicher verpacken, dürfte der Transport zum Zielort unserer Reise kein Problem sein. Damit wir im folgenden besser beschreiben können, was wir wo hinein packen, sollten wir davon ausgehen, dass wir unsere Ausrüstung auf drei Gepäckstücke verteilen. Einen normalen Hartschalenkoffer, einen großen Tauchtrolley und ein Handgepäckstück, das optional aus einem kleineren Hartschalenkoffer, einem Pilotenkoffer oder einem Foto/Videorucksack bestehen kann.
Ideal für die Mitnahme als Handgepäck in der Flugzeugkabine ist das Peli Case 1520. Es passt optimal wegen seiner Größe in die Vorgaben der Fluglinien, kann innen individuell auf die Videoausrüstung angepasst werden und bietet optimalen Schutz für Camcorder und Gehäuse.
Bevor wir uns aber ans packen machen, sollten wir prüfen, was wir wo hinein packen können oder besser gesagt, dürfen. Da unsere Filmausrüstung zu einem nicht gerade unerheblichen Teil aus zusätzlichen Videoleuchten besteht, haben wir das Problem, dass diese normalerweise im Handgepäck transportiert werden müssen, so wie es für Tauchlampen vorgeschrieben ist.
An dieser Stelle sollten wir mit der gebuchten Airline Kontakt aufnehmen um zu klären, wie sich das mit Videoleuchten verhält. Bei den von uns verwendeten AZON-Lichtsystemen, können wir die Akkutanks getrennt von den Leuchtenköpfen mit ihren Anschlusskabeln transportieren. Das machen wir dann auch ganz getrennt und zwar so, dass die Lampenköpfe in den normalen Hartschalenkoffer wandern und die Akkus dazu in unseren Tauchertrolley. So besteht nicht die Gefahr, dass die Leuchten während des Transportes versehentlich eingeschaltet werden können.
Das ist schon eine ganze Menge Gewicht und wenn wir jetzt unsere Filmausrüstung richtig verteilen und sicher verpacken, dürfte der Transport zum Zielort unserer Reise kein Problem sein. Damit wir im folgenden besser beschreiben können, was wir wo hinein packen, sollten wir davon ausgehen, dass wir unsere Ausrüstung auf drei Gepäckstücke verteilen. Einen normalen Hartschalenkoffer, einen großen Tauchtrolley und ein Handgepäckstück, das optional aus einem kleineren Hartschalenkoffer, einem Pilotenkoffer oder einem Foto/Videorucksack bestehen kann.
Ideal für die Mitnahme als Handgepäck in der Flugzeugkabine ist das Peli Case 1520. Es passt optimal wegen seiner Größe in die Vorgaben der Fluglinien, kann innen individuell auf die Videoausrüstung angepasst werden und bietet optimalen Schutz für Camcorder und Gehäuse.
An dieser Stelle sollten wir mit der gebuchten Airline Kontakt aufnehmen um zu klären, wie sich das mit Videoleuchten verhält. Bei den von uns verwendeten AZON-Lichtsystemen, können wir die Akkutanks getrennt von den Leuchtenköpfen mit ihren Anschlusskabeln transportieren. Das machen wir dann auch ganz getrennt und zwar so, dass die Lampenköpfe in den normalen Hartschalenkoffer wandern und die Akkus dazu in unseren Tauchertrolley. So besteht nicht die Gefahr, dass die Leuchten während des Transportes versehentlich eingeschaltet werden können.
Auf die richtige Aufteilung kommt es an
Wir bereiten also drei Gepäckstücke für unsere Videoreise vor. Dabei müssen wir zum einen das Gesamtgewicht der gesamten Ausrüstung im Auge behalten, als auch die Gewichtsvorgaben für jedes einzelne Gepäckstück. Spätestens beim Checkin im Flughafen wird alles genau gewogen werden. Bei geringen Gewichtsüberschreitungen von ein bis zwei Kilogramm wird das Flurhafenpersonal sicher nichts sagen, aber wenn es fünf und mehr Kilogramm sind, laufen wir Gefahr hier wegen des zusätzlichen Gewichtes zur Kasse gebeten zu werden. Auf deutschen Flughäfen ist das sicher nicht so schnell zu erwarten, wie auf ausländischen Flughäfen. Also prüfen wir das Gewicht der Ausrüstung vor dem Verpacken. Das kann man zuhause mit ganz normalen Küchen- und Badezimmerwaagen bewerkstelligen. Dazu erstelle ich mir immer eine Liste, auf der ich die gesamte Ausrüstung aufführe (meine Packcheckliste) und anhand derer ich die Vollständigkeit beim Verpacken prüfen kann. Auf der Liste verteile ich dann die Videoausrüstung schon auf die Gepäckstücke wie folgt.
Handgepäck (Sicherheitsstufe 1) 8 kg maximal
Handgepäck (Sicherheitsstufe 1) 8 kg maximal
- Camcorder
- Fotokamera
- Imagetank
- Objektive
- Handy / GPS-Empfänger
- Leuchtköpfe der Videoleuchten
- Kamerazubehör und Videotapes
- Pflegemittel und Softgehäuse
- Zerlegbares 3-Bein Stativ
- Videoleuchten-Akkus
- UW-Gehäuse
- Lampenhalterungen
- Netzteile und Ladegeräte
Aufteilung und Polsterung
Wir sollten immer darauf achten, dass der Camcorder und die Fotokamera - die wir mitnehmen - immer in unserer Nähe ist, deshalb nehmen wir diese empfindlichen Geräte mit uns in die Flugzeugkabine.
Alle anderen Ausrüstungsgegenstände können wir entsprechend der Aufteilung gut verpacken. Die Leuchtenköpfe und das Kamerazubehör können wir zwischen den normalen Bekleidungsartikeln, die wir mitnehmen, gut ausgepolstert im Hartschalenkoffer verpacken. Auch die Akkus und Ladegeräte der Videoausrüstung können wir mit ein paar zusätzlichen Handtüchern, die immer zu unserer Videoausrüstung gehören sollten, polstern und zwischen der Tauchausrüstung verstauen.
Auf innerdeutschen Flughäfen wird das Reisegepäck relativ sanft behandelt und landet normalerweise unbeschadet im Laderaum des Urlaubsfliegers. Im Ausland sieht das ganz anders aus, hier wird unser Gepäck extremen Belastungen ausgesetzt. Nicht überall auf der Welt läuft das Gepäck über Förderbänder wieder aus dem Flugzeug. Je kleiner und (Verzeihung) armseliger der Flughafen ist, desto primitiver der Transport. Da kann es auch mal passieren, dass unser Gepäck aus dem Laderaum mal auf den Boden stürzt. Deshalb sollten wir uns viel Mühe beim Auspolstern der Ausrüstung geben.
Hier sehen wir die 58 Kilogramm Gepäck, die ich im Dezember 2005 zu einem meiner ersten Wrack-Filmprojekte mit nach Ägypten genommen habe. Trotz großer Sorgfalt bei der Verpackung kam es auf der Rückreise leider doch zu Beschädigungen.
Tipp: Keine Lücken bei der Polsterung lassen!
Sehr zur Belustigung meiner Mitreisenden falle ich jedes Jahr auf, wenn aus meinem Koffer auch viele gerollte Socken herausfallen. Ich polstere alle Zwischenräume in meinem Koffer mit Handtüchern (braucht man immer) und gerollten Socken. Das verhindert ein Verrutschen der empfindlichen Ausrüstung im Koffer während des Transportes und sorgt an kalten Nächten auf dem Safarischiff für warme Füße
Doch manchmal nutzt auch die beste Polsterung nicht viel. Im Jahr 2005 wurde auf dem Rückflug aus Hurghada der Doppelgriff unseres Kunststoffgehäuses trotz sorgfältiger Verpackung im Tauchtrolley total zerstört. Wir hatten alle Kunststoffteile im Trolley mit Handtüchern und einem Shorty verpackt und in der Mitte des Trolleys positioniert. Das zeigte uns nur zu deutlich, dass häufig nach dem Kassieren des "Baashish" nur noch das Kofferschmeißen folgt. Das einzige was wir dagegen tun können, ist unsere Verpackungs- und Polsterungstechnik zu verbessern und zu hoffen, dass man auch auf ausländischen Flughäfen schonend mit unserem Gepäck umgeht.
Tipp für die Auswahl der Gepäckstücke:
Es empfiehlt sich immer einen bequemen Rucksack mitzunehmen. So können wir zum einen ohne zusätzliche Hilfe unser persönliches Gepäck alleine transportieren und zum zweiten haben wir bei mobilen Filmaufnahmen immer die Hände für den Camcorder frei!
Damit wir uns nicht schon bei der Anreise total verausgaben, sollten wir bei unseren Koffern und Trolleys darauf achten, dass alle Rollen richtig funktionieren. Nicht selten muss man nach dem eigentlichen Flug ins Zielland noch einige Male umsteigen und sein Gepäck von A nach B transportieren, bevor man sein Hotel oder Kreuzfahrtschiff erreicht.
Alle anderen Ausrüstungsgegenstände können wir entsprechend der Aufteilung gut verpacken. Die Leuchtenköpfe und das Kamerazubehör können wir zwischen den normalen Bekleidungsartikeln, die wir mitnehmen, gut ausgepolstert im Hartschalenkoffer verpacken. Auch die Akkus und Ladegeräte der Videoausrüstung können wir mit ein paar zusätzlichen Handtüchern, die immer zu unserer Videoausrüstung gehören sollten, polstern und zwischen der Tauchausrüstung verstauen.
Auf innerdeutschen Flughäfen wird das Reisegepäck relativ sanft behandelt und landet normalerweise unbeschadet im Laderaum des Urlaubsfliegers. Im Ausland sieht das ganz anders aus, hier wird unser Gepäck extremen Belastungen ausgesetzt. Nicht überall auf der Welt läuft das Gepäck über Förderbänder wieder aus dem Flugzeug. Je kleiner und (Verzeihung) armseliger der Flughafen ist, desto primitiver der Transport. Da kann es auch mal passieren, dass unser Gepäck aus dem Laderaum mal auf den Boden stürzt. Deshalb sollten wir uns viel Mühe beim Auspolstern der Ausrüstung geben.
Hier sehen wir die 58 Kilogramm Gepäck, die ich im Dezember 2005 zu einem meiner ersten Wrack-Filmprojekte mit nach Ägypten genommen habe. Trotz großer Sorgfalt bei der Verpackung kam es auf der Rückreise leider doch zu Beschädigungen.
Doch manchmal nutzt auch die beste Polsterung nicht viel. Im Jahr 2005 wurde auf dem Rückflug aus Hurghada der Doppelgriff unseres Kunststoffgehäuses trotz sorgfältiger Verpackung im Tauchtrolley total zerstört. Wir hatten alle Kunststoffteile im Trolley mit Handtüchern und einem Shorty verpackt und in der Mitte des Trolleys positioniert. Das zeigte uns nur zu deutlich, dass häufig nach dem Kassieren des "Baashish" nur noch das Kofferschmeißen folgt. Das einzige was wir dagegen tun können, ist unsere Verpackungs- und Polsterungstechnik zu verbessern und zu hoffen, dass man auch auf ausländischen Flughäfen schonend mit unserem Gepäck umgeht.
Tipp für die Auswahl der Gepäckstücke:
Es empfiehlt sich immer einen bequemen Rucksack mitzunehmen. So können wir zum einen ohne zusätzliche Hilfe unser persönliches Gepäck alleine transportieren und zum zweiten haben wir bei mobilen Filmaufnahmen immer die Hände für den Camcorder frei!
Damit wir uns nicht schon bei der Anreise total verausgaben, sollten wir bei unseren Koffern und Trolleys darauf achten, dass alle Rollen richtig funktionieren. Nicht selten muss man nach dem eigentlichen Flug ins Zielland noch einige Male umsteigen und sein Gepäck von A nach B transportieren, bevor man sein Hotel oder Kreuzfahrtschiff erreicht.
Bei aufwendigen Filmprojekten...
...wird auch eine wesentlich größere Filmausrüstung zum Einsatz kommen. Das bedeutet für uns, dass wir mit dem normalen Gepäckstücken unsere Filmausrüstung nicht mehr transportiert bekommen. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine standardisierte Alufaltbox für den Transport der Ausrüstung zu nutzen. Hier erhalten wir die Möglichkeit, sperrige und schwere Ausrüstungsteile in einer stabilen Kiste separat aufzugeben
Standardisierte Alu-Faltboxen ermöglichen den Transport von schwerer und sperriger Ausrüstung. Das kostet auch einiges, macht aber den Transport und die Verpackung für uns wesentlich einfacher.
Bevor wir uns aber ans Verpacken machen, sollten wir uns mit der ausgewählten Fluggesellschaft in Verbindung setzen und abklären, was der Transport der Kiste kosten wird. Auch hier gibt es je nach Airline unterschiedliche Tarife und so kann es sein, dass eine Airline unsere 30 kg Alukiste für 160 € nach Ägypten fliegt, eine andere für den Transport auf die Malediven mehr als 300 € veranschlagt. Auch hier gilt, je weiter die Reise gehen soll, desto teurer wird der Transport. Als Tauchausrüstung deklariert, kann unsere Alubox auf einem Kontinentalflug auch schon einmal für 80 € mit nach Portugal fliegen.
Tipp für Filmaufnahmen auf Flughäfen:
In vielen deutschen Flughäfen darf man für private Zwecke Filmaufnahmen machen. Wer aber einen Auftragsfilm dreht, benötigt eine offizielle Dreherlaubnis, um die gedrehten Szenen auch in einem kommerziellen Film nutzen zu dürfen. Diese Drehgenehmigung lassen sich die Flughäfen normalerweise gut bezahlen. Auf vielen ausländischen Flughäfen besteht absolutes Fotografie- und Filmverbot. Der Flughafen Hurghada in Ägypten zum Beispiel wir auch militärisch genutzt und darf deshalb offiziell nicht gefilmt werden!
Standardisierte Alu-Faltboxen ermöglichen den Transport von schwerer und sperriger Ausrüstung. Das kostet auch einiges, macht aber den Transport und die Verpackung für uns wesentlich einfacher.
Tipp für Filmaufnahmen auf Flughäfen:
In vielen deutschen Flughäfen darf man für private Zwecke Filmaufnahmen machen. Wer aber einen Auftragsfilm dreht, benötigt eine offizielle Dreherlaubnis, um die gedrehten Szenen auch in einem kommerziellen Film nutzen zu dürfen. Diese Drehgenehmigung lassen sich die Flughäfen normalerweise gut bezahlen. Auf vielen ausländischen Flughäfen besteht absolutes Fotografie- und Filmverbot. Der Flughafen Hurghada in Ägypten zum Beispiel wir auch militärisch genutzt und darf deshalb offiziell nicht gefilmt werden!
Röntgen und Sprengstoffuntersuchungen
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der schließt für seine Filmausrüstung eine zusätzliche Transport- bzw. Gepäckversicherung ab. Die normalen Gepäckversicherungen, die von den Fluggesellschaften gerne mit verkauft werden, decken lange nicht alles ab und teure Videoausrüstungen schon gar nicht. Aus diesem Grund sollten wir unsere gesamte Ausrüstung zusätzlich versichern. Dabei kommt es uns nicht nur auf Beschädigungen, sondern auch auf den Diebstahl an. Nicht selten verschwinden Gepäckstücke vollständig auf dem Transportweg. Im Normalfall ist das Filmprojekt an dieser Stelle dann schon zu Ende – wer zusätzlich versichert ist, kann dann aber sicher sein, das er die verlorene Ausrüstung entsprechend der Versicherungssumme ersetzt bekommt. Wer hier ein paar Euro in die Versicherung investiert hat, kann dann wenigstens den Tauchurlaub noch genießen.
Gepäckversicherungen
An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf die Abfertigung im Sicherheitsbereich beim Checkin am Flughafen zu sprechen kommen. Da wir eine ganze Menge Technik mit im Handgepäck bei uns führen, sollten wir uns nicht wundern, wenn unser Gepäck einer gesonderten Sprengstoffuntersuchung unterzogen wird. Ich transportiere Kunststoffgehäuse und Camcorder sehr gerne in einem Pilotenkoffer. Beim Röntgen des Koffers sehen die Beamten dann nur viele Kabel, elektronische Bauteile und Akkus. Das könnte (böse ausgelegt) auch eine transportable Bombe sein. Es gibt dann zwei Varianten für die Untersuchung. Bei Variante 1 wischt ein Zollbeamter den Koffer von außen mit einem speziellen Reinigungstuch ab und lässt dann das Tuch in einem Analysegerät auf Sprengstoffspuren untersuchen. Hierbei werden selbst Sprengstoffteilchen im Millionstel Gramm-Bereich aufgespürt. Bei Version 2 wird kurzerhand der gesamte Koffer in ein großes Analysegerät gesteckt und untersucht. Das ganze dauert längstens 10 Minuten, je nachdem auf welchem Flughafen die Untersuchung stattfindet, danach darf man dann das Flugzeug besteigen.
Fazit
Wir können auch im Rahmen der normalen Gepäckvolumen bei Tauchurlaubsreisen unsere unter Wasser Filmausrüstung mit in den Urlaub nehmen. Die angebotenen Gewichts- und Raumvolumen reichen dazu vollkommen aus. Wir müssen uns nur genau überlegen, welche Ausrüstungsgegenstände in welches Gepäckstück verpackt werden sollen. Die Gewichtsaufteilung bekommen wir mit Bad- und Küchenwaage schnell hin und bei der Verpackung der Ausrüstung helfen Handtücher und T-Shirts bei der Auspolsterung.
Bei großen Filmprojekten sollten wir auf zusätzliche Gepäckstücke wie zum Beispiel Alufaltboxen zurückgreifen. Die Boxen erlauben den Transport von noch mehr sperrigem und schwerem Gepäck, kosten aber auch schnell einige hundert Euro beim Transport.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine zusätzliche Gepäckversicherung für die Filmausrüstung, so sind wir gegen Beschädigungen und Diebstahl dann gut abgesichert und können uns auf unser Filmprojekt konzentrieren.
Vorschau Artikel #12
In unserem nächsten Artikel geht es um das Thema "Fische und Wracks richtig Filmen". Das gekonnte Filmen von Fischen bedarf der richtigen Vorbereitung und Planung, damit wir auch die gewünschten Szenen aufnehmen können. Bei Wracks stellen sich neue Aufgaben für uns, hier müssen wir für viel zusätzliches Licht sorgen und uns neben der hohen Anforderungen an die Tauchsicherheit auch um den möglicherweise bestehenden Denkmalschutz Gedanken machen. Wir erklären worauf es ankommt.
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comments
Alter Artikel, aber eine Goldgrube. Meine Ausrüstung ist zwar bei weitem nicht umfangreich genug, um drei separate Koffer und Taschen zu benötigen, Deine Vorgehensweise kann ich aber in jedem falle auch gut für meine Zwecke in kleinerem rahmen umsetzen.
Gruß,
Mica
posted by MicaM on 2010/05/26





