ewa-marine U-AXP Testbericht
Die DSLR unter Wasser bekommen
Das 'Gehäuse'
Lange erwartet, traf letztendlich das Paket von der Firma ewa-marine ein. Leider hatte es nicht mehr vor dem Sommerurlaub geklappt, nun aber war das Testgehäuse für meine Spiegelreflexkamera da.
An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an Herrn Pelger von ewa-marine für das Überlassen des Testexemplars. Die 'wasserdichten Beutel', wie sie häufig, manchmal auch leicht abwertend, bezeichnet werden, kenne ich seit Ende der 70er Jahre. Damals habe ich meine analoge Spiegelreflexkamera diesem Gehäuse anvertraut und bei Aktivitäten an, auf und unter Wasser (Schnorcheln, Windsurfen, Paddeln) benutzt.
Die guten Erfahrungen, die ich seinerzeit mit dem Konzept gemacht habe, wollte ich gerne in die heutige Zeit übertragen wissen.
Am grundsätzlichen Konzept des Schutzes hat sich seit der Markteinführung auch nichts Wesentliches geändert. Die Charakteristika: Leichtgewichtiges, flexibles Gehäuse mit Planglasscheibe und Abdichtung durch zwei Profilschienen. Absolute Dichtigkeit (Wasser und Staub) für Aktivitäten 'Unter Wasser oder auf dem Wasser, in der Wüste oder im Regen' und das 'für beinahe alle marktüblichen Foto-, Film- und Videokameras' (Text ewa-marine) Bei der Fülle der unterschiedlichen auf dem Markt befindlichen Kameras ist es natürlich schwer das passende Gehäuse für die eigene Kamera zu finden. Hilfe bieten da die Typenlisten, die auch online (mit interaktiver Suche) abzurufen sind. Für meine Kamera, eine Pentax *istDL2 ergaben sich 5 verwendbare Gehäuse, abhängig vom beabsichtigten Einsatzzweck. Das ideale Gehäuse für mich war das Modell U-AXP (Unterwassergehäuse für DSLR mit externem Blitz und Tauchtiefen bis 50m). Dieses Modell halte ich also nun nach dem Öffnen des Pakets in den Händen.
An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an Herrn Pelger von ewa-marine für das Überlassen des Testexemplars. Die 'wasserdichten Beutel', wie sie häufig, manchmal auch leicht abwertend, bezeichnet werden, kenne ich seit Ende der 70er Jahre. Damals habe ich meine analoge Spiegelreflexkamera diesem Gehäuse anvertraut und bei Aktivitäten an, auf und unter Wasser (Schnorcheln, Windsurfen, Paddeln) benutzt.
Die guten Erfahrungen, die ich seinerzeit mit dem Konzept gemacht habe, wollte ich gerne in die heutige Zeit übertragen wissen.
Am grundsätzlichen Konzept des Schutzes hat sich seit der Markteinführung auch nichts Wesentliches geändert. Die Charakteristika: Leichtgewichtiges, flexibles Gehäuse mit Planglasscheibe und Abdichtung durch zwei Profilschienen. Absolute Dichtigkeit (Wasser und Staub) für Aktivitäten 'Unter Wasser oder auf dem Wasser, in der Wüste oder im Regen' und das 'für beinahe alle marktüblichen Foto-, Film- und Videokameras' (Text ewa-marine) Bei der Fülle der unterschiedlichen auf dem Markt befindlichen Kameras ist es natürlich schwer das passende Gehäuse für die eigene Kamera zu finden. Hilfe bieten da die Typenlisten, die auch online (mit interaktiver Suche) abzurufen sind. Für meine Kamera, eine Pentax *istDL2 ergaben sich 5 verwendbare Gehäuse, abhängig vom beabsichtigten Einsatzzweck. Das ideale Gehäuse für mich war das Modell U-AXP (Unterwassergehäuse für DSLR mit externem Blitz und Tauchtiefen bis 50m). Dieses Modell halte ich also nun nach dem Öffnen des Pakets in den Händen.
Lieferumfang
Ein kurzer Check, was geliefert wurde:
Tragetasche
Tragetasche für das sichere Verstauen bei Transport bzw. Nichtgebrauch
Kamera-Gehäuse
Das eigentliche Gehäuse zur Aufnahme der Kamera und beim Modell U-AXP eines Aufsteckblitzes Versehen mit einem Sichtfenster aus klarer Folie für den Kamerasucher und einer Planglasscheibe vor dem Objektiv. Für die Benutzung mit Objektiven unterschiedlicher Baulänge durch einen Faltenbalg geeignet.
Verschluss-Schienen
Seewasserfeste Schienen mit Profil, die für den Verschluss der Gehäuse-Öffnung sorgen
Auto-Focus-Adapter AV 110
Anpassbares System aus Distanz- und Bodenplatte(n) zur Befestigung am Stativgewinde der Kamera. Dieses System sorgt einerseits für eine Gewisse Fixierung der Kamera im Gehäuse, andererseits für den 'Freiraum' den außenfokussierende Objektive im Faltenbalg benötigen.
Bedienungsanleitung
Mehrsprachige, gegliederte und verständliche Bedienungsanleitung (für Eilige auch in Kurzversion)
Silicagel
Trockenmittel mit Farbindikator (auch als Zubehör erhältlich)
Wenden wir uns dem eigentlichen Hauptteil des Ganzen zu, dem Gehäuse. Einleitend dazu etwas Physik: Nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte ist das Produkt aus Druck und Volumen konstant, deshalb herrscht im Gehäuse immer derselbe Druck wie außen, das heißt, es gibt weder Über- noch Unterdruck. Vorteilhaft ist das für die Folie das Gehäuses und das Frontglas, diese können dadurch relativ dünnwandig gearbeitet sein, was gerade beim Frontglas auch der optischen Leistung entgegen kommt. Beim Gehäuse U-AXP gibt es neben dem Platz für die Kamera auch noch genügend Raum für ein aufgesetztes Systemblitzgerät oder auch andere externe (bezogen auf die Kamera) Blitze. Durch eine Folie vor dem Blitzfenster wird eine leichte Streuung des Lichtes und damit eine etwas ausgewogenere Beleuchtung erreicht. Im Gehäuseinneren sorgen mitgelieferte Schaumstoffpolster für eine Höhenpassung, um eine entsprechende Position von Kamera und Objektiv im Faltenbalg zu erreichen. Dieser Faltenbalg ist flexibel gearbeitet und bietet dadurch Objektiven unterschiedlicher Länge Platz. Weitere 'Bauteile' des Gehäuses sind auf der Außenseite angebrachte Gurte, zum einen als Tragegurt, zum anderen als Befestigung von Bleigewichten, die für eine entsprechende Tarierung dienen. Letztendlich erwähnenswert das Sichtfenster für den Sucher auf der Rückseite, die 'Aussparung' für die Bedienung der Kamera und ein Ventil über das nach dem Schließen des Gehäuses die Luftmenge im Inneren variiert werden kann.
Die Archillesferse des Systems sind die beiden profilierten Verschluss-Schienen. Mit diesen Schienen wird die offene Seite des Gehäuses (also die 'Einfüll-Öffnung' für die Kamera) zuverlässig geschlossen. Dazu wird die Folie des Gehäuses zwischen den Schienen zusammengepresst und sorgt so für die nötige Abdichtung. Diese Abdichtung funktioniert mit der gleichen Zuverlässigkeit, die man dem Gehäuse beim Verschließen zukommen lässt. Insofern unterscheidet sich das Ganze nicht von starren Gehäusen, hier wie dort sorgen Salzkristalle oder Sandkörnchen sowie andere eingeklemmte Fremdkörper für den möglichen GAU bei der Verwendung unter Wasser. Peinliche Reinlichkeit und Aufmerksamkeit beim Verschließen ist daher eine gute Versicherung gegen unliebsame Überraschungen. Die Verschlussschienen selbst sind seewasserfest, Gewinde auf einer Seite der Schienen sorgen zusammen mit den entsprechenden Löchern im Gehäuse für eine sichere Positionierung und Fixierung der Folie zwischen den Schienen. Wie eigentlich bei allen Gehäusen, die ins Wasser eintauchen und zum kurz- oder längerfristigen Aufenthalt unter der Wasseroberfläche bestimmt sind, sollte es selbstverständlich sein, die Dichtigkeit zunächst einmal ohne Inhalt zu testen, egal wie gut die Qualitätssicherung der Hersteller auch sein mag. Das Sprichwort von Vertrauen und Kontrolle hat hier durchaus seine Berechtigung. Schön, wenn sich dann herausstellt, dass zumindest im Auslieferungszustand die Dichtigkeit gegeben ist. Vorteil der transparenten, flexiblen Gehäuse: Ein möglicher Wassereinbruch lässt sich relativ einfach beobachten und bei leichtem Druck auf die Hülle dürfen auch keine Luftblasen austreten.
Der Autofokus-Adapter sorgt bei außenfokussierenden Objektiven (d.h. die Länge verändert sich bei Veränderung der Brennweite und bei der Entfernungseinstellung / Autofokus) für den nötigen Frei- und Bewegungsraum zwischen Linse und Frontglas. Kernstücke sind dabei eine Bodenplatte, die am Stativgewinde der Kamera befestigt wird, für den besonders sicheren Halt sorgt eine kleine Kante, die gegen das unbeabsichtigte Verdrehen schützt. Am 'anderen Ende' gibt ein Kunststoffring, der relativ fest in die Fassung des Frontglases einrastet, die nötige Stabilität. Verbunden werden die beiden 'Fixpunkte' durch variable Schienen und anpassbare Distanzstücke. Gerade Weitwinkelobjektive sollten so nah wie möglich an das Frontglas herangebracht werden, um Vignettierungen zu vermeiden. Einmal auf ein bestimmtes Objektiv eingestellt, kann der Adapter jederzeit ohne großen Aufwand wieder zum Einsatz kommen.
Die Bedienungsanleitung ist mehrsprachig, gut verständlich und behandelt die wesentlichen Aspekte bei der Benutzung des Gehäuses. Positiv zu erwähnen ist die Hervorhebung wichtiger Passagen für 'ganz Eilige', die sich das Studium der kompletten Anleitung ersparen wollen, obwohl der Umfang überschau- und zumutbar ist. Lediglich den Tipp, zur Kontrolle des Gehäuses gelegentlich aufzutauchen, vermag ich nicht zu teilen.
Tragetasche
Tragetasche für das sichere Verstauen bei Transport bzw. Nichtgebrauch
Kamera-Gehäuse
Das eigentliche Gehäuse zur Aufnahme der Kamera und beim Modell U-AXP eines Aufsteckblitzes Versehen mit einem Sichtfenster aus klarer Folie für den Kamerasucher und einer Planglasscheibe vor dem Objektiv. Für die Benutzung mit Objektiven unterschiedlicher Baulänge durch einen Faltenbalg geeignet.
Verschluss-Schienen
Seewasserfeste Schienen mit Profil, die für den Verschluss der Gehäuse-Öffnung sorgen
Auto-Focus-Adapter AV 110
Anpassbares System aus Distanz- und Bodenplatte(n) zur Befestigung am Stativgewinde der Kamera. Dieses System sorgt einerseits für eine Gewisse Fixierung der Kamera im Gehäuse, andererseits für den 'Freiraum' den außenfokussierende Objektive im Faltenbalg benötigen.
Bedienungsanleitung
Mehrsprachige, gegliederte und verständliche Bedienungsanleitung (für Eilige auch in Kurzversion)
Silicagel
Trockenmittel mit Farbindikator (auch als Zubehör erhältlich)
Zu den Komponenten im Einzelnen:
Über die Tragetasche müssen eigentlich nicht viele Worte verloren werden. Es ist das Behältnis, in dem das komplette System seinen Platz findet.
Wenden wir uns dem eigentlichen Hauptteil des Ganzen zu, dem Gehäuse. Einleitend dazu etwas Physik: Nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte ist das Produkt aus Druck und Volumen konstant, deshalb herrscht im Gehäuse immer derselbe Druck wie außen, das heißt, es gibt weder Über- noch Unterdruck. Vorteilhaft ist das für die Folie das Gehäuses und das Frontglas, diese können dadurch relativ dünnwandig gearbeitet sein, was gerade beim Frontglas auch der optischen Leistung entgegen kommt. Beim Gehäuse U-AXP gibt es neben dem Platz für die Kamera auch noch genügend Raum für ein aufgesetztes Systemblitzgerät oder auch andere externe (bezogen auf die Kamera) Blitze. Durch eine Folie vor dem Blitzfenster wird eine leichte Streuung des Lichtes und damit eine etwas ausgewogenere Beleuchtung erreicht. Im Gehäuseinneren sorgen mitgelieferte Schaumstoffpolster für eine Höhenpassung, um eine entsprechende Position von Kamera und Objektiv im Faltenbalg zu erreichen. Dieser Faltenbalg ist flexibel gearbeitet und bietet dadurch Objektiven unterschiedlicher Länge Platz. Weitere 'Bauteile' des Gehäuses sind auf der Außenseite angebrachte Gurte, zum einen als Tragegurt, zum anderen als Befestigung von Bleigewichten, die für eine entsprechende Tarierung dienen. Letztendlich erwähnenswert das Sichtfenster für den Sucher auf der Rückseite, die 'Aussparung' für die Bedienung der Kamera und ein Ventil über das nach dem Schließen des Gehäuses die Luftmenge im Inneren variiert werden kann.
Die Archillesferse des Systems sind die beiden profilierten Verschluss-Schienen. Mit diesen Schienen wird die offene Seite des Gehäuses (also die 'Einfüll-Öffnung' für die Kamera) zuverlässig geschlossen. Dazu wird die Folie des Gehäuses zwischen den Schienen zusammengepresst und sorgt so für die nötige Abdichtung. Diese Abdichtung funktioniert mit der gleichen Zuverlässigkeit, die man dem Gehäuse beim Verschließen zukommen lässt. Insofern unterscheidet sich das Ganze nicht von starren Gehäusen, hier wie dort sorgen Salzkristalle oder Sandkörnchen sowie andere eingeklemmte Fremdkörper für den möglichen GAU bei der Verwendung unter Wasser. Peinliche Reinlichkeit und Aufmerksamkeit beim Verschließen ist daher eine gute Versicherung gegen unliebsame Überraschungen. Die Verschlussschienen selbst sind seewasserfest, Gewinde auf einer Seite der Schienen sorgen zusammen mit den entsprechenden Löchern im Gehäuse für eine sichere Positionierung und Fixierung der Folie zwischen den Schienen. Wie eigentlich bei allen Gehäusen, die ins Wasser eintauchen und zum kurz- oder längerfristigen Aufenthalt unter der Wasseroberfläche bestimmt sind, sollte es selbstverständlich sein, die Dichtigkeit zunächst einmal ohne Inhalt zu testen, egal wie gut die Qualitätssicherung der Hersteller auch sein mag. Das Sprichwort von Vertrauen und Kontrolle hat hier durchaus seine Berechtigung. Schön, wenn sich dann herausstellt, dass zumindest im Auslieferungszustand die Dichtigkeit gegeben ist. Vorteil der transparenten, flexiblen Gehäuse: Ein möglicher Wassereinbruch lässt sich relativ einfach beobachten und bei leichtem Druck auf die Hülle dürfen auch keine Luftblasen austreten.
Der Autofokus-Adapter sorgt bei außenfokussierenden Objektiven (d.h. die Länge verändert sich bei Veränderung der Brennweite und bei der Entfernungseinstellung / Autofokus) für den nötigen Frei- und Bewegungsraum zwischen Linse und Frontglas. Kernstücke sind dabei eine Bodenplatte, die am Stativgewinde der Kamera befestigt wird, für den besonders sicheren Halt sorgt eine kleine Kante, die gegen das unbeabsichtigte Verdrehen schützt. Am 'anderen Ende' gibt ein Kunststoffring, der relativ fest in die Fassung des Frontglases einrastet, die nötige Stabilität. Verbunden werden die beiden 'Fixpunkte' durch variable Schienen und anpassbare Distanzstücke. Gerade Weitwinkelobjektive sollten so nah wie möglich an das Frontglas herangebracht werden, um Vignettierungen zu vermeiden. Einmal auf ein bestimmtes Objektiv eingestellt, kann der Adapter jederzeit ohne großen Aufwand wieder zum Einsatz kommen.
Die Bedienungsanleitung ist mehrsprachig, gut verständlich und behandelt die wesentlichen Aspekte bei der Benutzung des Gehäuses. Positiv zu erwähnen ist die Hervorhebung wichtiger Passagen für 'ganz Eilige', die sich das Studium der kompletten Anleitung ersparen wollen, obwohl der Umfang überschau- und zumutbar ist. Lediglich den Tipp, zur Kontrolle des Gehäuses gelegentlich aufzutauchen, vermag ich nicht zu teilen.
Zusammenbau
Besonders viel zu montieren gibt es eigentlich nicht. Etwas aufwändiger vor der ersten Benutzung ist der Zusammenbau des Autofokus-Vorsatzes. Bei diesem sollte darauf geachtet werden, dass der Abstand des Objektivs zum Frontring korrekt angepasst wird, so dass Platz für die Fokussierung bleibt, die Linse andererseits aber so nah wie möglich an das Frontglas heranreicht. Darüber hinaus sollte die Lage des Objektivs so gewählt werden, dass es sich zentriert im Frontring/-glas befindet. Dazu können die Schienen auch ggf. zurechtgebogen werden. Bei der Verwendung eines einzigen Objektivs, ist dieser Anpassungsaufwand auch nur einmalig zu betreiben, bei häufigerem Wechsel zwischen Objektiven unterschiedlicher Baulänge empfiehlt sich meines Erachtens die Anschaffung eines zweiten Vorsatzes (Ersatzteil / Zubehör). Nachdem der Vorsatz fest an der Kamera angebracht ist, kann das zusätzliche Blitzgerät auf die Kamera gesetzt werden, das komplette System ist nun bereit zum Einsetzen ins Gehäuse. Mit dem Objektiv (und dem Vorsatz) voraus wird die Kamera nun in das Gehäuse bzw. den Faltenbalg eingesetzt, auch bei aufgesetztem Blitz. Ist der Frontring erst einmal fest im Gehäuse,kann das Ganze mit den Schienen verschlossen werden. Einem Einsatz steht nun nichts mehr im Wege...
Handhabung / UW-Test
Soviel zur Theorie, wie lässt sich das Ganze nun in der Praxis handhaben ?
Wie zuvor beschrieben, fällt zunächst einmal der 'Anpassungsaufwand' für das Objektiv an. Die Bodenplatte des Adapters lässt sich dank Langlochbohrung passend und stabil unter der Kamera befestigen, eine kleine Kante sorgt an der Gehäuserückseite für zusätzliche Stabilität. Die Anpassung der Distanzschienen mit zwei lose eingelegten Verbindungsstäben gestaltet sich dann schon etwas kniffliger, lässt sich aber dennoch bewerkstelligen. Schließlich wird noch der Frontring aufgesetzt. Da das Gehäuse genügend Platz für DSLR unterschiedlicher Größen bietet, setzen wir nun das Ganze einmal locker in den Faltenbalg, mit den beiliegenden Schaumstoffunterlagen heben wir die Kamera so weit an, dass das Objektiv waagerecht im Faltenbalg seinen Platz findet.
Das Einsetzen der kompletten Kamera geht trotz einer gewissen Sperrigkeit (Kamera, montierter Vorsatz, Blitzgerät) noch relativ gut vonstatten, bei der Fixierung des Frontrings muss man allerdings zweierlei überwinden, einen gewissen Widerstand bevor der Ring in der Frontglashalterung einrastet und die Hemmung eben genau das zu tun.
In der Horizontalen sind nun Kamera und Gehäuse relativ fest miteinander verbunden. Das voluminöse Gehäuse lässt allerdings noch recht viel Platz für seitliche Kamerabewegungen, hier könnte man nach meinem Geschmack mit weiteren Polsterungen evtl. für mehr Stabilisierung sorgen. Größere Kameramodelle können natürlich von dem großzügigen Platzangebot profitieren.
Nun kann das Gehäuse verschlossen werden. Die Schienen lassen sich problemlos anbringen und festschrauben, zuvor eine letzte Kontrolle, ob sich im Gehäuse auf der Klemmfläche kein Fremdkörper eingeschmuggelt hat. (Den obligatorischen Test des leeren Gehäuses habe ich natürlich schon vorher durchgeführt und keinerlei Undichtigkeit feststellen können)
Spätestens nach dem Schließen stellt sich heraus, inwieweit die Kamera mit einem Finger bedient werden kann, denn mehr 'Eingriffsmöglichkeiten' bietet die Aussparung in der Gehäusefolie nicht. Was lässt sich nun mit der Fingerspitze erreichen ? Immerhin der Einschaltknopf, obwohl das bei dem ausgezeichneten Stand-By-Modus der Kamera sogar verzichtbar ist - von entscheidender Bedeutung ist da dann der Auslöser, der sich nach der ersten Eingewöhnung finden und bestimmungsgemäß benutzen lässt. Leicht andrücken zum Fokussieren, zum Auslösen ganz durchdrücken. Durch die Folie hindurch lässt sich aber nicht immer zuverlässig ertasten, ob der Auslöser wirklich halb durchgedrückt ist, das Bedarf sicherlich einiger Übung. Damit sind die Möglichkeiten aber grundsätzlich auch schon aufgezählt. Zwar lassen sich durch die anliegende Folie auf der Kamerarückseite liegende Bedienknöpfe noch erreichen, aber wesentliche Kameraparameter sind nicht (mehr) verfügbar. Immerhin ließe sich -rein theoretisch- ein manueller Weißabgleich unter Wasser durchführen, die Verwendung des RAW-Modus sollte man beim Verzicht auf Kunstlicht ohnehin bevorzugen. Auch lässt sich der Zoombereich des Objektivs nicht nutzen - klar, dass man möglichst weitwinklig fotografiert. Was -mir persönlich- aber weiterhin fehlt, ist die Wahlmöglichkeit der grundlegenden Größen Blende und Belichtungszeit bzw. ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Kamera-Modi. Auf diese Art und Weise wird die DSLR zur hochwertigen Point-and-Shoot-Kamera 'degradiert', die kreativen Möglichkeiten, die die SLR-Fotografie bietet, bleiben -zwangsläufig- ungenutzt. Spätestens jetzt wünsche ich mir mein ewa-marine-Gehäuse mit dem 'berühmten' Handschuh zurück, welches ich Anfang der 80er-Jahre bei meiner Analogkamera zu schätzen gelernt habe.
Der Blitz lässt sich, dank Tastensteuerung, auch durch die Folie hindurch bedienen, Schiebe-Elemente wären eindeutig von Nachteil. Bauartbedingt, lässt sich sogar der Reflektor nach unten kippen, ein Vorteil bei der Blitzbeleuchtung im Nahbereich. Speziell bei Systemblitzen, die sich im Gehäuse nicht schwenken lassen, ist dennoch ein Mindestmaß an Klarheit im Wasser nötig, sonst lassen sich, trotz der Diffusorwirkung der Folie, angeblitzte Schwebeteilchen nicht vermeiden. Eine Beleuchtung durch externe Slaveblitze wäre zwar grundsätzlich denkbar, passt aber andererseits wohl nicht ganz zur Philosophie der Gehäuse. Speziell für den Makrobereich besteht aus meiner Sicht da noch Handlungsbedarf bzw. -möglichkeit, sofern man nicht auf den Tauchpartner als Beleuchtungshelfer zurückgreifen kann. Dann ist natürlich auch eine Beleuchtung mit Dauerlicht (Tauchlampe) denkbar.
Nachdem ich die Kamera entsprechend eingestellt habe, wage ich mich also ins Wasser. Da ein Test im Schwimmbad ansteht, ist die Tauchtiefe bekannt und begrenzt. Über das rückseitig angebrachte Ventil lässt sich die Luftmenge im Gehäuseinneren auch nach dem Verschließen des Gehäuses variieren. Bei einer Schnorchelaktivität und damit verbundener geringer Tauchtiefe erleichtert ein geringes Luftvolumen das Handling und vermindert den Auftrieb.
Für größere Tiefen (z.B. beim Tauchen) ist dann allerdings mehr Luft im Inneren notwendig, der bei dem großen Gehäusevolumen vorhandene Auftrieb muss durch Bleigewichte reduziert werden. Diese können durch zusätzliche Gurte unter dem Gehäuse befestigt werden. Da genügend Platz in Inneren vorhanden ist, sollte man vom mitgelieferten Silicagel zur Vermeidung von Kondensfeuchtigkeit auch Gebrauch machen - ich habe nicht feststellen können, dass das Einblasen von Atemluft zur Anpassung der Luftmenge die Entstehung von Kondensat beschleunigt, schaden kann etwas Trockenmittel aber sicherlich nicht.
Wie zuvor beschrieben, fällt zunächst einmal der 'Anpassungsaufwand' für das Objektiv an. Die Bodenplatte des Adapters lässt sich dank Langlochbohrung passend und stabil unter der Kamera befestigen, eine kleine Kante sorgt an der Gehäuserückseite für zusätzliche Stabilität. Die Anpassung der Distanzschienen mit zwei lose eingelegten Verbindungsstäben gestaltet sich dann schon etwas kniffliger, lässt sich aber dennoch bewerkstelligen. Schließlich wird noch der Frontring aufgesetzt. Da das Gehäuse genügend Platz für DSLR unterschiedlicher Größen bietet, setzen wir nun das Ganze einmal locker in den Faltenbalg, mit den beiliegenden Schaumstoffunterlagen heben wir die Kamera so weit an, dass das Objektiv waagerecht im Faltenbalg seinen Platz findet.
Das Einsetzen der kompletten Kamera geht trotz einer gewissen Sperrigkeit (Kamera, montierter Vorsatz, Blitzgerät) noch relativ gut vonstatten, bei der Fixierung des Frontrings muss man allerdings zweierlei überwinden, einen gewissen Widerstand bevor der Ring in der Frontglashalterung einrastet und die Hemmung eben genau das zu tun.
In der Horizontalen sind nun Kamera und Gehäuse relativ fest miteinander verbunden. Das voluminöse Gehäuse lässt allerdings noch recht viel Platz für seitliche Kamerabewegungen, hier könnte man nach meinem Geschmack mit weiteren Polsterungen evtl. für mehr Stabilisierung sorgen. Größere Kameramodelle können natürlich von dem großzügigen Platzangebot profitieren.
Nun kann das Gehäuse verschlossen werden. Die Schienen lassen sich problemlos anbringen und festschrauben, zuvor eine letzte Kontrolle, ob sich im Gehäuse auf der Klemmfläche kein Fremdkörper eingeschmuggelt hat. (Den obligatorischen Test des leeren Gehäuses habe ich natürlich schon vorher durchgeführt und keinerlei Undichtigkeit feststellen können)
Spätestens nach dem Schließen stellt sich heraus, inwieweit die Kamera mit einem Finger bedient werden kann, denn mehr 'Eingriffsmöglichkeiten' bietet die Aussparung in der Gehäusefolie nicht. Was lässt sich nun mit der Fingerspitze erreichen ? Immerhin der Einschaltknopf, obwohl das bei dem ausgezeichneten Stand-By-Modus der Kamera sogar verzichtbar ist - von entscheidender Bedeutung ist da dann der Auslöser, der sich nach der ersten Eingewöhnung finden und bestimmungsgemäß benutzen lässt. Leicht andrücken zum Fokussieren, zum Auslösen ganz durchdrücken. Durch die Folie hindurch lässt sich aber nicht immer zuverlässig ertasten, ob der Auslöser wirklich halb durchgedrückt ist, das Bedarf sicherlich einiger Übung. Damit sind die Möglichkeiten aber grundsätzlich auch schon aufgezählt. Zwar lassen sich durch die anliegende Folie auf der Kamerarückseite liegende Bedienknöpfe noch erreichen, aber wesentliche Kameraparameter sind nicht (mehr) verfügbar. Immerhin ließe sich -rein theoretisch- ein manueller Weißabgleich unter Wasser durchführen, die Verwendung des RAW-Modus sollte man beim Verzicht auf Kunstlicht ohnehin bevorzugen. Auch lässt sich der Zoombereich des Objektivs nicht nutzen - klar, dass man möglichst weitwinklig fotografiert. Was -mir persönlich- aber weiterhin fehlt, ist die Wahlmöglichkeit der grundlegenden Größen Blende und Belichtungszeit bzw. ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Kamera-Modi. Auf diese Art und Weise wird die DSLR zur hochwertigen Point-and-Shoot-Kamera 'degradiert', die kreativen Möglichkeiten, die die SLR-Fotografie bietet, bleiben -zwangsläufig- ungenutzt. Spätestens jetzt wünsche ich mir mein ewa-marine-Gehäuse mit dem 'berühmten' Handschuh zurück, welches ich Anfang der 80er-Jahre bei meiner Analogkamera zu schätzen gelernt habe.
Der Blitz lässt sich, dank Tastensteuerung, auch durch die Folie hindurch bedienen, Schiebe-Elemente wären eindeutig von Nachteil. Bauartbedingt, lässt sich sogar der Reflektor nach unten kippen, ein Vorteil bei der Blitzbeleuchtung im Nahbereich. Speziell bei Systemblitzen, die sich im Gehäuse nicht schwenken lassen, ist dennoch ein Mindestmaß an Klarheit im Wasser nötig, sonst lassen sich, trotz der Diffusorwirkung der Folie, angeblitzte Schwebeteilchen nicht vermeiden. Eine Beleuchtung durch externe Slaveblitze wäre zwar grundsätzlich denkbar, passt aber andererseits wohl nicht ganz zur Philosophie der Gehäuse. Speziell für den Makrobereich besteht aus meiner Sicht da noch Handlungsbedarf bzw. -möglichkeit, sofern man nicht auf den Tauchpartner als Beleuchtungshelfer zurückgreifen kann. Dann ist natürlich auch eine Beleuchtung mit Dauerlicht (Tauchlampe) denkbar.
Nachdem ich die Kamera entsprechend eingestellt habe, wage ich mich also ins Wasser. Da ein Test im Schwimmbad ansteht, ist die Tauchtiefe bekannt und begrenzt. Über das rückseitig angebrachte Ventil lässt sich die Luftmenge im Gehäuseinneren auch nach dem Verschließen des Gehäuses variieren. Bei einer Schnorchelaktivität und damit verbundener geringer Tauchtiefe erleichtert ein geringes Luftvolumen das Handling und vermindert den Auftrieb.
Für größere Tiefen (z.B. beim Tauchen) ist dann allerdings mehr Luft im Inneren notwendig, der bei dem großen Gehäusevolumen vorhandene Auftrieb muss durch Bleigewichte reduziert werden. Diese können durch zusätzliche Gurte unter dem Gehäuse befestigt werden. Da genügend Platz in Inneren vorhanden ist, sollte man vom mitgelieferten Silicagel zur Vermeidung von Kondensfeuchtigkeit auch Gebrauch machen - ich habe nicht feststellen können, dass das Einblasen von Atemluft zur Anpassung der Luftmenge die Entstehung von Kondensat beschleunigt, schaden kann etwas Trockenmittel aber sicherlich nicht.
Test im See
Was liegt näher, als an einem Feiertag wie Allerheiligen tauchen zu gehen ? Der Vereinssee hat ganzjährige Öffnungszeiten, also ab ins kühle Nass, die DSLR im Gepäck. Die spannenden Frage, wie ist das Handling unter Wasser beim Tauchen ? Die Kamera habe ich natürlich schon vor der Fahrt zum See vorbereitet, 2 kg Blei sollten für die nötige Tarierung bei einer geplanten Tauchtiefe von 10m sorgen. Schade, dass Softblei in 1kg-Säckchen leider nicht ins Gehäuse passte, blieb also nur die Alternative, die Gewichte mit den mitgelieferten Gurten außen am Gehäuse anzubringen. (Als Zubehör erhältlich: Fotoblei fürs Gehäuseinnere in Form des Schaumstoffpolsters) Nach dem Verschließen des Gehäuses habe ich auch zu Hause schon die Dichtigkeit getestet. Wohl dem, der dabei dann auch an alles gedacht hat - zwei Päckchen Silicagel ins Gehäuse, das richtige Programm, den RAW-Modus an der Kamera eingestellt. Soweit die Vorbereitung, jetzt zählt's ...
Das ganze System an der Wasseroberfläche austariert, so dass es fast schwerelos ist. Durch das Ventil lässt sich die Luftmenge im Inneren entsprechend 'dosieren'. Erste Überraschung - kein Anzeichen von Kondensation im 8°C kalten Wasser. Auch das Einblasen feucht-warmer Atemluft ändern daran nichts. Dann erneut die Dichtigkeit getestet, leichter Druck aufs Gehäuse, nichts perlt. Also langsam abtauchen ...
War die Bedienung durch die 'Fingeröffnung' schon gewöhnungsbedürftig, wird´s jetzt richtig schwer, dicke Handschuhe verhindern, dass sich der Auslöser 'fühlen' lässt, einigermaßen hilfreich die 'optische Kontrolle' durchs klare Gehäuse. Diese optische Kontrolle fehlt aber an einer ganz entscheidenden Stelle viel mehr, offensichtlich ist meine Kamera so kompakt, dass das Sichtfenster über dem Sucher nicht mehr optimal passt, also grobes Zielen ist angesagt. Jetzt dürfte eine DSLR mit Liveview doch gewisse Vorteile haben. Gut dass man sich auf den Autofokus verlassen kann, vorausgesetzt er arbeitet, was auch einigermaßen klappt. Schade, dass man auf diese Art nicht abschätzen kann, auf was die Kamera fokussiert, die Pflanzen im Vordergrund, den Taucher im Hintergrund. Bei dieser Art der Bedienung geht der echte Vorteil der DSLR verloren. Setzt man nun lediglich auf den internen Blitz, eine 'natürliche' Beleuchtung war an diesem trüben, regnerischen Novembertag nicht gegeben, ergibt sich im Nahbereich eine deutliche Abschattung des Blitzes durch den Faltenbalg, ein Effekt, der auch bei Kompaktgehäusen häufiger vorkommt. Bei 9m Wassertiefe, also nahezu verdoppeltem Druck, ist dieser Faltenbalg aber deutlich zusammengepresst worden, ebenso wie der Rest des Gehäuses, mehr Luft im Inneren hätte also sicherlich nicht geschadet, das lässt sich jetzt unter Wasser aber nicht mehr korrigieren. Andererseits wäre der Auftrieb an der Oberfläche aber entsprechend höher gewesen, nur auszugleichen durch noch mehr Blei. Hier ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, dürfte nicht ganz so einfach sein und einige Versuche - besonders auch in unterschiedlichen Tiefen- erfordern. Der tiefe Schwerpunkt durch das unter dem Gehäuse hängende Blei erschwert darüber hinaus die Drehung der Kamera ins Hochformat.
Nach etwas über einer Stunde ist der Tauchgang beendet, positiv, auch jetzt zeigt sich keinerlei Kondensationsneigung. Die Dichtigkeit hat gehalten, was der Hersteller versprochen bzw. was die Erfahrung mit den Gehäusen bisher gezeigt hat.
Die Handhabung des Gehäuses unter Wasser ist zwar gewöhnungsbedürftig, andererseits aber auch kein unüberwindbares Hindernis. Daraus macht der Hersteller aber ehrlicherweise auch kein Geheimnis. Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass sich bei entsprechend häufiger Verwendung auch zumindest im Bereich der Tarierung Fortschritte erzielen lassen.
Das ganze System an der Wasseroberfläche austariert, so dass es fast schwerelos ist. Durch das Ventil lässt sich die Luftmenge im Inneren entsprechend 'dosieren'. Erste Überraschung - kein Anzeichen von Kondensation im 8°C kalten Wasser. Auch das Einblasen feucht-warmer Atemluft ändern daran nichts. Dann erneut die Dichtigkeit getestet, leichter Druck aufs Gehäuse, nichts perlt. Also langsam abtauchen ...
War die Bedienung durch die 'Fingeröffnung' schon gewöhnungsbedürftig, wird´s jetzt richtig schwer, dicke Handschuhe verhindern, dass sich der Auslöser 'fühlen' lässt, einigermaßen hilfreich die 'optische Kontrolle' durchs klare Gehäuse. Diese optische Kontrolle fehlt aber an einer ganz entscheidenden Stelle viel mehr, offensichtlich ist meine Kamera so kompakt, dass das Sichtfenster über dem Sucher nicht mehr optimal passt, also grobes Zielen ist angesagt. Jetzt dürfte eine DSLR mit Liveview doch gewisse Vorteile haben. Gut dass man sich auf den Autofokus verlassen kann, vorausgesetzt er arbeitet, was auch einigermaßen klappt. Schade, dass man auf diese Art nicht abschätzen kann, auf was die Kamera fokussiert, die Pflanzen im Vordergrund, den Taucher im Hintergrund. Bei dieser Art der Bedienung geht der echte Vorteil der DSLR verloren. Setzt man nun lediglich auf den internen Blitz, eine 'natürliche' Beleuchtung war an diesem trüben, regnerischen Novembertag nicht gegeben, ergibt sich im Nahbereich eine deutliche Abschattung des Blitzes durch den Faltenbalg, ein Effekt, der auch bei Kompaktgehäusen häufiger vorkommt. Bei 9m Wassertiefe, also nahezu verdoppeltem Druck, ist dieser Faltenbalg aber deutlich zusammengepresst worden, ebenso wie der Rest des Gehäuses, mehr Luft im Inneren hätte also sicherlich nicht geschadet, das lässt sich jetzt unter Wasser aber nicht mehr korrigieren. Andererseits wäre der Auftrieb an der Oberfläche aber entsprechend höher gewesen, nur auszugleichen durch noch mehr Blei. Hier ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, dürfte nicht ganz so einfach sein und einige Versuche - besonders auch in unterschiedlichen Tiefen- erfordern. Der tiefe Schwerpunkt durch das unter dem Gehäuse hängende Blei erschwert darüber hinaus die Drehung der Kamera ins Hochformat.
Nach etwas über einer Stunde ist der Tauchgang beendet, positiv, auch jetzt zeigt sich keinerlei Kondensationsneigung. Die Dichtigkeit hat gehalten, was der Hersteller versprochen bzw. was die Erfahrung mit den Gehäusen bisher gezeigt hat.
Die Handhabung des Gehäuses unter Wasser ist zwar gewöhnungsbedürftig, andererseits aber auch kein unüberwindbares Hindernis. Daraus macht der Hersteller aber ehrlicherweise auch kein Geheimnis. Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass sich bei entsprechend häufiger Verwendung auch zumindest im Bereich der Tarierung Fortschritte erzielen lassen.
Fazit
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Passend zur Fotografie kommt diese Weisheit auch beim Test des EWA-Marine-Gehäuses zum Tragen. Dass das Konzept nicht verkehrt sein kann, zeigt alleine schon die Tatsache, dass die Gehäuse seit rund 40 Jahren gegen Alternativen bestehen können. Auch beim Thema Dichtigkeit kommen keine Zweifel auf, jedes Gehäuse unter Wasser ist von der Pflege über Wasser und der Sorgfalt des Anwenders abhängig. Was das Gehäuse bestimmungsgemäß macht, ist die Kamera unter Wasser trocken zu halten.
Was darüber hinaus geht, hängt meines Erachtens ganz entscheidend vom beabsichtigten Einsatzzweck und den Anforderungen des Anwenders ab. Da (Einsteiger-)DSLR-Kameras inzwischen preislich in die Regionen höherwertiger Kompakt- oder Bridgekameras gekommen sind, ist es für viele inzwischen state-of-the-art, eine SLR vorweisen zu können, gleichzeitig aber möglichst viel an Automatik- oder Motivprogrammen nutzen zu können. Wer auf diese Philosophie setzt, kann mit dem System durchaus glücklich werden, wer mehr erwartet, wird möglicherweise etwas enttäuscht sein. Letzteres muss aber nicht sein, wenn man sich mit den Beschränkungen und Besonderheiten arrangieren kann, ein 'vollwertiges' UnterWassergehäuse kann und soll das ewa-marine-Gehäuse nicht ersetzen. Dann reden wir aber auch von einer Belastung des Geldbeutels, die ohne weiteres beim 4- bis 5-fachen beginnt und auf der nach oben offenen €-Skala enorme Dimensionen annehmen kann.
Was darüber hinaus geht, hängt meines Erachtens ganz entscheidend vom beabsichtigten Einsatzzweck und den Anforderungen des Anwenders ab. Da (Einsteiger-)DSLR-Kameras inzwischen preislich in die Regionen höherwertiger Kompakt- oder Bridgekameras gekommen sind, ist es für viele inzwischen state-of-the-art, eine SLR vorweisen zu können, gleichzeitig aber möglichst viel an Automatik- oder Motivprogrammen nutzen zu können. Wer auf diese Philosophie setzt, kann mit dem System durchaus glücklich werden, wer mehr erwartet, wird möglicherweise etwas enttäuscht sein. Letzteres muss aber nicht sein, wenn man sich mit den Beschränkungen und Besonderheiten arrangieren kann, ein 'vollwertiges' UnterWassergehäuse kann und soll das ewa-marine-Gehäuse nicht ersetzen. Dann reden wir aber auch von einer Belastung des Geldbeutels, die ohne weiteres beim 4- bis 5-fachen beginnt und auf der nach oben offenen €-Skala enorme Dimensionen annehmen kann.
Vorteile
- Geringes Gewicht und -Packmaß
- Flexibilität hinsichtlich evtl. Kamera(modell)wechsel
- Oft einzige UW-Möglichkeit für 'exotische' Kameras
- Nicht nur unter Wasser, sondern auch 'outdoor' (Strand / Boot) nutzbar
- Deutlich günstigerer Preis als Festgehäuse
- Seit Jahrzehnten bewährtes Konzept
Nachteile
- eingeschränkte Bedienbarkeit
- Reduzierung der Kameramöglichkeiten auf ein Minimum bzw. Vollautomatik





